Da is’ das Ding!

 

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30. Apr. 2010

leere
London, der Tag danach. Manche Alpträume enden wohl nie.

28. Apr. 2010

Ich habe bisher noch nicht über das Europa-League-Hinspiel geschrieben. Ich hatte es zu lange aufgeschoben, dann kam mir Hoffenheim in die Quere.

Daher jetzt nur kurz:
Die Stimmung war phantastisch. Und auch auf dem Platz lief vieles besser als vorher gegen Mainz bzw. danach in Hoffenheim. Kurz gesagt: sie spielten sowas ähnliches wie Fußball.

Daß der blöde Ball nicht ins Tor wollte, nun… das war natürlich eher doof. Aber als Ausgangslage ist mir so ganz grundsätzlich ein nullnull noch lieber als ein zwoeins.

Vor dem Spiel gab es eine gigantische Choreo auf der West. Stefan Groenveld hatte nicht nur den besseren Platz, um sie festzuhalten, sondern war auch so nett, mir sein klasse Foto zur Verfügung zu stellen:

Unter der riesigen Tribünen-Choreo hing ein Banner mit der Aufschrift:
DIE BESTE MÖGLICHKEIT, TRÄUME ZU VERWIRKLICHEN, IST AUFZUWACHEN!

Wenn ich das schreibe, bekomme ich schon wieder Gänsehaut. Ich weiß nicht, wie das Donnerstag in der Craven Cottage werden soll!

Konzentrieren wir uns also aufs Rückspiel, denn das nächste Spiel ist immer das nächste.
Bruno ist weg, der HSV hat im Hinspiel kein Tor geschossen. Fulham aber auch keins.

Und jetzt kommt die gute Nachricht: Alle internationalen Halbfinals, in denen der HSV das Hinspiel nicht gewinnen konnte, entschied der HSV im Rückspiel für sich und zog ins Finale ein!

1967/68:
Pokal der Pokalsieger gegen Cardiff City, Hinspiel: 1:1, Rückspiel 3:2 für den HSV

1976/77:
Pokal der Pokalsieger gegen Atlético Madrid, Hinspiel: 1:3, Rückspiel 3:0 für den HSV

1979/80:
Europapokal der Landesmeister gegen Real Madrid, Hinspiel: 0:2, Rückspiel 5:1 für den HSV

1981/82:
UEFA-Cup gegen Radnicki Nis, Hinspiel: 1:2, Rückspiel 5:1 für den HSV

1982/83:
Pokal der Landesmeister gegen Real Sociedad, Hinspiel: 1:1, Rückspiel 2:1 für den HSV

Es wäre also mal wieder an der Zeit…

…und jetzt entschuldigt mich: Ich hab Termine!

26. Apr. 2010

Hier ist Deutschland, hier ist Berlin, hier ist wieder Pleite sucht den Super-HSV-Trainer-Star!

Wer hätte gedacht, daß ich so schnell aus der Hängematte in der Südsee zurückkehren und meinen unbequemen Jury-Sessel einnehmen müßte? Ihr alle? Okay, ich geb’s zu: Ich auch.

Ach, was soll’s. Brüno ist raus. Der Trainer ist tot, es lebe der… achso, wir haben ja keinen. Und keinen Sportchef, der sich darum kümmert. Doof.

Aber ich bin es ja gewohnt, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Daher starte ich heute eine neue Castingrunde. Wir werden alte Bekannte wiedertreffen und neuen Bewerbern gegenüberstehen.

Und hier ist sie schon, unsere Startnummer 1: Loddamaddäus!
Natürlich. Wen wundert’s? Loddamaddäus ist sowas wie der Menderes von PSDSHSVTS. Aber wieso auch nicht? Er ist ein Mann des Erfolges und sagt über sich “Ein Loddamaddäus kann es sich nicht leisten, sich zu blamieren.” – gut, der HSV auch nicht. Da wären wir ja schon zu zweit.
Mit einer “gut intrigierten Gruppe” kennt er sich auch schon aus… was soll da noch schief gehen? Okay, falls es langfristig mit dem HSV doch nicht klappt – auch kein Problem. Er ist es gewohnt, sich auch kurzfristig zu binden. Selbst außerhalb des Stadions.

Wie er den HSV zurück auf die Siegerstraße bringen würde? Na mit knallhartem Training! Also, äh… Mehr so mental. Wie sagte er so schön? “Es ist wichtig, daß man neunzig Minuten mit voller Konzentration an das nächste Spiel denkt.”

Danke Lodda, das war schon eine sehr, hm… beeindruckende Bewerbung. Aber geben wir auch dem Rest eine Chance!

2. Eisbär Knut
Der HSV braucht jemanden, der lange eingesperrt war und nach der großen, weiten UEFA-Pokal-Welt lechzt. Der auch mal bereit ist, die Krallen auszufahren und dem Gegner den Kopf abzubeißen. Und ein dickes Fell wäre zum Schutz vor den Hamburger Medien sicherlich auch nicht verkehrt!
Wie, Ihr meint, er ließe sich zu sehr von den “Ooooooh, ist der süüüüß”-Rufen der weiblichen Fans ablenken? Hmpf.

3. Marcell D’Avis
Ja, genau. Das ist der aus der 2&2-Werbung. Kinners, jetzt guckt doch nicht so böse! Der kann das, ganz bestimmt! Der arbeitet seit 16 Jahren bei 3&3, war dabei, als sie zum ersten Mal kostenlos WLAN angeboten haben…

Wieso sollte er nicht auch kostenlos ELAN zum HSV bringen? Außerdem verspricht er doch, alles zum Laufen zu bringen, was nicht richtig läuft. Sogar Zé Roberto!

Freiwillig den Verein verlassen, wie Jol und Stevens? Streß mit Spielern, Fans oder Vorstand? Niemals!! “Vertrag” kommt schließlich von “vertragen”.
Und so wäre er sicher auch dabei, wenn der HSV zum ersten Mal… absteigt? Oh! Nein, dann lassen wir das lieber.

4. Torsten Mattuschka
Meine Damen und Herren, das ist ein kleiner Insider vom lustigen Union-Sankt-Pauli-Gastrauten-Treffen in Berlin vorletztes Wochenende.

Aber der Torsten Mattuschka, der kann, was keiner kann. Wahrscheinlich sogar den HSV zum Meister machen!

Er würde ein eigenes Liedchen mitbringen, das wir selbst dann noch im Ohr hätten, wenn er schon längst wieder rausgeflogen wäre.
Außerdem muß er da weg, bei Union. Zuletzt hing ihm schon das Trikot in Fetzen. Okay, es war nur die Beflockung. Okay, eigentlich nur das M. Aber immerhin!

Als Trainer müßte er gar kein Trikot mehr tragen. Ob mit oder ohne M. Er könnte lecker Ballonseide tragen, oder meinetwegen auch Anzug. Oder nüscht, das würde vielleicht den Gegner ein wenig irritieren.

Und auch merchandisemäßig wäre Torsten Mattuschka ganz weit vorne. Frau @Rudelbildung hat ihm und seinem Lied nämlich sogar einen großartigen Comic gewidmet.
Davon konnte Brüno nur träumen. Dafür hat ihm Hollywood einen oscarprämierten Film gewidmet. Nein, nicht “Inglourious Basterds”, sondern “Titanic”…

So. Das waren sie, unsere ersten vier Kandidaten. Die Leitungen sind ab sofort geöffnet!

26. Apr. 2010

Man hat es nicht leicht als Problembär. Knapp vier Jahre nachdem JJ1 erschossen wurde, trennt sich der HSV (endlich!) von Bruno Labbadia. Immerhin unblutig.

Diesmal hat keiner eine Pressekonferenz übertragen. Es gibt kein Kondolenzbuch im Internet – und ich zweifle, daß Haribo demnächst Schaumzucker-Labbadias auf den Markt bringen wird.

Dafür wird hier wohl demnächst die neue Staffel PSDSHSVTS starten… Ab jetzt ist die Castingbox in den Kommentaren geöffnet.

26. Apr. 2010

Disclaimer: Wer gute Laune, eine Vorliebe für Labbadia im Allgemeinen und Fönfrisuren im Besonderen, oder weniger als 18 Lenze aufm Buckel hat, der möge heute bitte anderswo lesen. Ich hab die Hasskrawatte um, das wird heute unter Umständen alles, aber nicht jugendfrei. Beherrscht (oder resigniert?) ist der Herr Nedfuller und, obwohl er live vor Ort war, auch der Herr Donvanone.

Wer mich kennt weiß, daß unerschütterlicher Optimismus in Sachen HSV zu mir gehört wie das Kleckern und das Verpeiltsein.
Aber auch meine Geduld hat ein Ende. Und heute war dieses Ende erreicht.

Man hätte es ja vorher ahnen können. Einen Tag nach dem Spiel wird Dietmar Hopp 70, wünscht sich zum Geburtstag einen Sieg gegen den HSV. Hmmm. Schlechtes Omen! Daß der HSV nicht so der große Geburtstags-Party-Vermieser ist, haben wir ja leider neulich schon in München gezeigt, beim Geburtstag des FCBäh.

Ich habe, als es zur Halbzeit bereits dreinull für die Bauern stand und der HSV komplett die Arbeit verweigerte, erst zum zweiten Mal in ca. 15 Jahren HSV vorzeitig ein Spiel abgebrochen. Ich hatte einfach keine Lust mehr. Ich hatte Angst, in die Tastatur kotzen zu müssen. Und die Bröckchen gehen da echt schwer wieder raus!

Das einzige Mal davor habe ich aufgegeben, als der HSV vor zig Jahren in Leverkusen vier- oder fünfnull zurück lag. Ich habe dann die Spelunke in Heidelberg, an deren Tresen ich mit HSV-Schal und in Begleitung einiger trauriger Gestalten (aka Stammgästen) saß, verlassen. Das war lange, bevor man an jeder Ecke eine schicke Sky-Kneipe fand. Und lange, bevor man auf anderem Wege Fußballspiele live verfolgen konnte.

Heute dann also die zweite Flucht. Ich habe das Elend auf dem Rasen gegen Sonne und ein Eis getauscht. Okay, ich trug der Situation angemessen einen schwarzen Rock, ein schwarzes Oberteil und schwarze Schuhe… Das war aber ehrlich gesagt eher Zufall. Und ich habe es durch Farbtupfer wieder aufgelockert.
Ganz loslassen konnte ich allerdings nicht: ich war vom Handy die ganze Zeit mobil über Twitter dabei.

Bitter. Ganz bitter.

Da kann man regelrecht froh sein, daß es keine echten Hoffenheim-Fans gibt, die einem da jetzt mit Häme kommen würden.
Aber auch die Hoffenheim-Kunden, die ich so kenne, backen sich ein Ei drauf und reden sich jetzt wieder ein, wie geil doch der Dorfverein ist. Immerhin ist man jetzt Elfter und hat den HSV 5:1 abgefertigt.

Ich möchte allerdings anmerken, daß der HSV heute nicht gegen Hoffenheim gespielt hat, sondern gegen Labbadia.

Daher muß jetzt ganz, ganz schnell eine Reaktion her.
Ein Trainer, der die Mannschaft ganz offensichtlich nicht mehr erreicht, muß weg. (Und das ist übrigens das erste Mal in ca. 15 Jahren HSV, daß ich einen Trainerwechsel fordere!!)
Ein Trainer, der zur Halbzeit bei einem dreinull-Rückstand einen Stürmer runternimmt, um einen Abwehrspieler zu bringen, muß weg. Ja, ich weiß, was er damit bezweckt hat. Berg runterzunehmen, war meiner Meinung nach dennoch falsch. Wenn überhaupt, muß er in meinen Augen Petric auswechseln, damit der sich für Donnerstag schont.
Ein Trainer, der 90 Minuten lang nahezu regungslos an der Bank steht, obwohl sein Team komplett demontiert wird, muß weg.

Wäre ich Labbadia, ich hätte getobt wie Rumpelstilzchen. Ich hätte geschrien, gebrüllt, gefuchtelt. Und ich hätte spätestens zur Halbzeit die Prügelstrafe wieder eingeführt.

Herr Hoffmann, was Sie jetzt brauchen, sind Eier. Die gibt’s notfalls auch im Supermarkt um die Ecke im Zehnerpack.

Ja, es ist Wahnsinn, vier Tage vorm Europa-Pokal-Halbfinal-Rückspiel den Trainer rauszuwerfen.
Es ist aber auch Wahnsinn, ihn zu behalten, wenn es so ist, wie es derzeit ist.

Den Karren aus dem Dreck ziehen – und der einzige Weg ins internationale Geschäft, der noch offen ist, ist der Weg über den Sieg der Europa League – kann weder ein neuer, noch ein alter Trainer.
Den Karren kann nur die Mannschaft aus dem Dreck ziehen. Und ich bin mir nicht sicher, ob sie das unter Labbadia zu tun bereit ist.

WER dann letztlich Donnerstag auf der Trainerbank sitzt, dürfte fast egal sein. Notfalls mach ich das – ich hab Zeit und bin eh in London. Den Motivationstrainer bringe ich gleich mit, sein Name ist Nudelholz.

21. Apr. 2010

Wir erinnern uns doch alle, wie das damals mit den Dinosauriern war. Na gut, dabei war ich auch nicht! Aber ich hab das mal irgendwo gelesen. Vulkanausbruch, Ascheregen, Sonne verdunkelt, Dinos tot. Oder so ähnlich.

Vulkanausbruch? Asche? Dinos tot? Naaaaa, klingelt’s?

Genau. Mir wird da auch gerade einiges klar. Schließlich gibt es noch genau einen Dino in der Bundesliga: meinen geliebten HSV.
Und der spielte am Samstag, als hätte er schon länger kein Sonnenlicht mehr gesehen.

Vergeßt also unangemeldete Kinobesuche, Forderungen nach Trainerwechseln und Verletztenlisten in der Länge der Chinesischen Mauer: Wir müssen als allererstes den doofen Eyjafjallajökull unter Kontrolle bringen!

Da sieht’s aber grad gut aus, der deutsche Luftraum soll ab 11 Uhr wieder frei sein. Dann müßte der HSV ja bis morgen genug Sonne getankt haben, um ne Reaktion auf dem Platz zu zeigen, oder?

Falls nicht, schau ich nochmal genau in den Jagd- und Schonzeitkalender, was da zum Thema “Problembär” steht…

19. Apr. 2010

Verdammte Axt. Hamburg, langsam gehst Du mir wirklich auf den Zeiger. Ja, wir haben viele Verletzte. Das kann aber bitte keine Ausrede sein, um so gegen Mainz (ich wiederhole: MAINZ. Nicht Barcelona!) aufzulaufen. Was war das denn bitte??

Es kotzt mich an. Man dachte ja sogar anfangs, es könnte vielleicht besser werden. Also, so rein aufstellungstechnisch. Immerhin scheint was-auch-immer Troche Labbadia getan hat, gesühnt zu sein. Er durfte nämlich, oh Wunder, von Anfang ran. Das stand dem HSV auch gar nicht mal so schlecht zu Gesicht.

Aber sonst? Meine Fresse. Das Tor durch Bancé hätte nicht fallen müssen. Eigentlich nicht fallen dürfen, meiner Meinung nach. Und danach? Wenig bis nix seitens des HSV. Im Sturm war Flaute, Zé Roberto sah man mal wieder kaum, die Abwehr schien dank vulkanbedingtem Flugverbot irgendwo festzuhängen.

Es blieb beim Einsnull für die Gäste, Mainz, das schlechtes Auswärtsteam der Liga gewann im Volkspark. Was für ne Scheiße!

Und wer ist der nächste Gegner in de Bundesliga? Richtig: Hoffenheim. Die sind gerade geschmeidig Platz 13. Im Nimmerland der Tabelle, meilenweit von einem einstelligen Tabellenplatz und der Erfüllung der eigenen Ansprüche (Hey, die waren letzte Saison Herbstmeister und sind sowieso der Nabel der Welt!) entfernt.
Klingt fast, als wäre der HSV da der perfekte Aufbaugegner, hm?

Ich bekomme langsam, Achtung Kalauer, nen Fön, wenn ich Labbadia nur sehe. Fast ein Wunder, daß er der Mannschaft diesmal kein “Riesenkompliment” nach dem Spiel gemacht hat.

Der HSV ist durch eine weitere, völlig peinliche und unnötige Niederlage auf Platz 7 gerutscht. Jetzt ist selbst der Notnagel ins internationale Geschäft, Platz 6, nicht mehr sicher.

Offizielles Saisonziel war ein Platz im internationalen Geschäft. In der Bundesliga ist der jetzt, drei Spiele vor Schluß, aus eigener Kraft nicht mehr zu schaffen. Vielen Dank auch!
Selbst Hoffmann sagt, der Titelgewinn in der Europa League scheint der leichtere Weg aufs internationale Parkett zu sein.

Kinners, sorry. Der HSV war zu Beginn der Hinrunde Platz 1. Und zwar nicht nur eben mal aus Versehen – sondern mehrere Spieltage lang.
Jetzt sind wir Siebter, Platz 8 und 9 hängen uns hechelnd am Hintern, selbst Mainz ist nur 4 Punkte entfernt… und die Bundesliga ist komplett abgehakt.

Ich versteh’s nicht. Und ich will’s auch gar nicht verstehen. Ich will nur eins: Eine Reaktion am Donnerstag.
Wie getwittert: Donnerstag wird Mutti Pleite wieder im Stadion sein. Und sie wird ihr Nudelholz dabei haben!

Mir geht diese ganze Scheiße sowas von auf die Nerven! Andere Teams legen zum Ende der Saison beeindruckende Schlußsprints hin. Der HSV tut das auch Jahr für Jahr – nur immer in die falsche Richtung. Das kann doch nicht angehen, verdammt nochmal! Oder muß ich kommende Saison Wegweiser aufstellen, damit der HSV beim Schlußsprint an die Tabellenspitze endlich mal in die richtige Richtung läuft??

Übrigens auch komplett unverständlich: Rost hat am Abend vorm Mainz-Spiel einige Spieler zum gemeinsamen Kino-Abend zusammengetrommelt. Der Trainerstab warf ihm Disziplinlosigkeit vor, Rost trat als Konsequenz aus dem Mannschaftsrat zurück.

Lieber Trainerstab, mal ehrlich… WTF??? Wie scheinheilig ist DAS denn?? Cinemaxx ist einer der Sponsoren des HSV. In der HSV-Live sind regelmäßig ganzseitige Berichte über Mannschaftsabende im Kino. Und wenn Fäustel was für den Zusammenhalt der Mannschaft tun will und (so schreibt er in seiner Stellungnahme auf seiner Homepage) gegen 22.40 Uhr vor dem Zapfenstreich wieder im Mannschaftshotel ist, dann bekommt er einen Rüffel?

Wenn das unser einziges Problem im Verein wäre – bitte, gern. Stille Treppe, kein Nachtisch, was auch immer. Eine Kindergartenstrafe für eine “Verfehlung” auf Kindergartenniveau.

Aber ich glaube, lieber Trainerstab, wir haben ganz andere Probleme im Verein. Nur dafür müßtet Ihr Euch vielleicht mal an der eigenen Nase packen. Und wer macht das schon gern.

Und ehe Labbadia jetzt wieder auf Pressekonferenzen über die Hosenscheißer spricht, die anonym ins Internet schreiben – Brüno, ich hab ein Impressum. Und wenn Du die Konfrontation nicht scheust, sage ich Dir das gerne auch alles ins Gesicht.
It’s on!

16. Apr. 2010

Ich bin fick und fertig. Ich hab gerade mein Ticket fürs Halbfinal-Rückspiel in London geschossen.
Craven Cottage, here I come!!!

Noch jemand von Euch am Start??

13. Apr. 2010

Kinners, Ihr müßt jetzt stark sein: Ich bin eigentlich mehr so der Passiv-Sportler. Fußball gucken und Spieler, die rumstehen wie Falschgeld bepöbeln… das kann ich gut. Aber mit selber bewegen war’s dann in den letzten Tagen, Wochen, ach, was, seien wir ruhig ehrlich: Jahren nicht so weit her. Außer, wenn der HSV mal wieder gegen Gladbach verlor und ich frustjoggen ging. Aber seit die Spiele immer prophylaktisch abgesagt werden, fielen auch diese Joggingrunden flach.

Früher war ich auch nicht so die Sportskanone, aber irgendwas hab ich immer gemacht. Zuletzt im Uni-Sport jede Menge Fitness-Kurse. Gerüchten zufolge war ich da sogar im Konditionskurs bei Carlos, einem Brasilianer, der so rumschrie, daß man vor Angst einfach weitermachte, auch, wenn man schon gar nicht mehr konnte.

Ich wollte schon länger in Berlin wieder irgendwas machen, aber Ihr kennt das ja. Der Job ist hart, das Sofa so gemütlich, und man will ja sich auch irgendwann mal ausruhen.

Samstag hatte ich dann genug und betrat unbekanntes Terrain. Ja, ich war vorher tatsächlich noch nie in einem Fitness-Studio. Was soll ich da auch? Duschen hab ich zu Hause, ein Fahrrad im Keller und… na, Ihr wißt schon.

Um jetzt aber endlich mal Nägel mit Köpfen zu machen, meldete ich den inneren Schweinehund kurzerhand im neuen Fitness-Studio ganz in der Nähe an.
Montag kam die Anmeldebestätigung, mit der ich schon trainieren gehen kann, obwohl ich erst am Mai zahle.

Heute (Dienstag) war’s dann so weit. Ich packte meine sieben Sportsachen, sperrte den Schweinehund in den Keller und zog los. Da ich noch keine Einweisung an den Geräten und total Lust auf Kurse hatte, wollte ich da mal was ausprobieren.

Zur Wahl standen Wirbelsäulengymnastik (ich hab doch seit einigen Wochen immer so schlimm Rücken!) und Tae Bo.
Wirbelsäulengymnastik klang mir allerdings zu omahaft. Also Tae Bo. Im nachhinein muß ich sagen: Ächz.

Spaß hat es gemacht, keine Frage. Schweißtreibend war es auch. Und ich vermute, daß mir Oberschenkel und Arme morgen auch zu verstehen geben werden, daß da diverse Muskeln existieren.

Aber ich sag mal so: Es wäre für ein konditionsloses Etwas wie mich vielleicht auch ne Maßnahme gewesen, es langsam angehen zu lassen – und erst mal den kaputten Rücken gemütlich bei der Wirbelsäulengymnastik zu pampern.

Stattdessen kam ich nach einer Tae Bo-Lektion und ettlichen Hundert Kicks und Punches in alle Himmelrichtungen mit knallrotem Gesicht (Farbton “Uli Hoeneß”) aus dem Kursraum. Erschöpft, aber irgendwie auch glücklich.

Daß Sport so anstrengend ist, hätte mir auch wirklich jemand sagen können!

Mal sehen, wie es morgen mit dem Muskelkater wird. Falls wir uns also morgen Abend auf der Twitterlesung zur re:publica sehen und ich mich etwas eckig bewege: Billy Blanks ist schuld!

13. Apr. 2010

Jaaaa, der Post kommt spät. Egal, ich freu mich immer noch diebisch. Und wenn Ihr ehrlich seid: Ihr auch! Heute kam schon mein Ticket. Block 26A. Und Ihr?

Es ist mal wieder so weit. Ich denke seit Donnerstag Abend, kurz nach 23 Uhr, nur noch in Versalien und Ausrufezeichen.

Der vorherrschende Gedanke ist auch jetzt, 5 Tage später, noch:
MLAAAAAAAAAAADEN PETRIC!!

Aber sehr doch selbst. Wer so einen geilen Fallrückzieher macht, den muß man doch ins Herz schließen!


Video via FANartisch

Daß Guerrero nach seiner Sperre für die Bundesliga dann in letzter Sekunde noch das dreieins für den HSV macht… hätte man das in einem Drehbuch gelesen, hätte man sich beschwert, daß das totaaaal unrealistisch sei.

Der im Vorfeld so oft zitierte Hexenkessel war dann am Ende doch allenfalls eine Hexenmüslischale. Also mal ehrlich, die HSVer haben ordentlich Alarm gemacht – aber von den Heimfans war wenig zu hören.

Dennoch und gerade wegen des Halbfinaleinzugs und dem klasse Spiel meines HSV habe ich immer noch Bißspuren im Allerwertesten, weil ich nicht dabei war. Grmpf.

Jetzt also Fulham im Halbfinale. Ich gebe es Euch hiermit schriftlich: ich werde alles tun, was in meiner Macht steht, um in dieser Europa-League-Saison die restlichen HSV-Spiele alle live zu sehen. Der Urlaub fürs Halbfinale ist schon geblockt – drückt mir bitte alle Daumen, daß es mit den Auswärtstickets klappt!

Ein Finalteilnehmer steht schon fest: Seit heute ist der Pott in Hamburg. Jetzt muß er nur noch seinen Weg in unseren Trophäenschrank finden!

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