Da is’ das Ding!

 

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6. Jan. 2015

Wer mich kennt, hört diesen Satz öfter mal. Ein bißchen Schwund ist immer. Beim Kochen die halbe Fingerkuppe abgesäbelt? Der Absatz vom Stöckelschuh abgebrochen und jetzt nur noch humpelnd unterwegs? Ein bißchen Schwund ist immer.

Das gilt, so sagte man mir, auch für Umzüge. Fast jeder in meinem Umfeld hat bei Umzügen Sachen verloren oder verlegt.
Das gilt aber nicht für meinen, dachte ich, ich bin ja (Ihr dürft jetzt lachen) organisiert. Außerdem mache ich den Umzug selbst, mit meiner Familie und der Familie vom Mister. Da geht nix verschütt.

Tja.

Fast ein halbes Jahr nach dem Umzug gibt es immer noch Vermisste. Zwei Reiben, zwei Topfuntersetzer aus Kork, ein Kartoffelstampfer.

Ich habe die Wohnung schon mehrfach auf Links gedreht. Ich habe auch da nachgesehen, wo es nicht sein kann. Der Krempel bleibt verschwunden.

Anfangs dachte ich noch, das Zeug würde irgendwann auftauchen. In einer Kiste, die falsch beschriftet war. Oder in einer der Kisten und Taschen, in die wir zum Schluß völlig unsortiert Dinge geworfen haben, die ‘übrig’ waren.

Nichts. Alle Kisten sind ausgepackt, alle Taschen auch. Kein Kartoffelstampfer. Keine Reiben.

Es ist kein großer finanzieller Verlust, die Sachen sind leicht zu ersetzen, da reicht ein Gang zum Möbelschweden. Mich treibt eher die Neugier um, wo sie abgeblieben sind.

Alle Dinge waren im gleichen Schrank, so viel weiß ich noch. Aber alles andere aus dem Schrank ist da. Die Thermoskannen, die Auflaufformen, das oft zitierte Nudelholz.

Es macht einfach keinen Sinn.

Im Schrank vergessen kann ich sie auch nicht haben. Ich habe in solchen Situationen schon fast einen Kontrollzwang, schaue auch bei der Abreise aus Hotels immer mehrfach nochmal in alle Schränke. Auch in die, die ich nicht benutzt habe. Ich könnte ja was vergessen haben.

Mamapleite und der Mister, mit denen ich die Wohnung übergeben und die Tür zugemacht habe, sind da ähnlich veranlagt. Irgendwer von uns hätte es gesehen.

Es bleibt mysteriös.

Falls Ihr also noch eine Idee habt, wo ich das Zeug vor mir selbst versteckt haben könnte… Oder jemanden kennt, der seit Mitte Juni verdächtig oft Kartoffelbrei mit geriebenem Käse und Gurkensalat isst, und die heißen Töpfe direkt auf den Tisch bringt…

Ihr wisst ja, wo Ihr mich findet. Ich suche so lange weiter.

12. Sep. 2014

Ich war unzählige Male vor meinem Umzug in Hamburg. Ich dachte, ich würde die Stadt kennen. Das tue ich auch, auf meine Art. Aber eben anders. Mit den Augen von jemandem, der sonntags wieder in den Zug steigt und weg fährt.

Jetzt lebe ich hier, und erlebe die Stadt völlig neu. Als Hamburger. Verzeihung: Quiddje.

Vor einigen Wochen nach der Arbeit, es war wunderbar warm, fuhr ich zum Hafen. Ich wollte schon länger mal wieder mit der Hafenfähre fahren, schließlich habe ich ja inzwischen eine Profi Card des HVV.

Es war mir völlig egal, wohin ich dabei fahre. Hauptsache, Fähre.

Die erste, die kommt, fährt Richtung Finkenwerder. Also rauf aufs Schiff, die Nase in den Wind halten und darüber freuen, wie die Sonne sich in den sanften Wellen der Elbe bricht.

Unterwegs überlege ich, wo ich eigentlich aussteigen will. Als wir Neumühlen erreichen, springe ich spontan vom Schiff. Eine gute Entscheidung.

Ich laufe am Museumshafen vorbei, passiere die Biergärten und Restaurants. Es ist heiß, ich brauche dringend eine Abkühlung und finde sie bei “Sutsche”, kurz bevor der Weg aufhört, und der Elbstrand beginnt. Sutsche, das hat man mir mittlerweile beigebracht, ist nie verkehrt. Und wenn ein Laden Sutsche heißt und hausgemachtes Eis verspricht, dann wird auch das so verkehrt nicht sein.

Sutsche to go

Wenig später sitze ich mit meiner Eiswaffel am Elbstrand und es ist tatsächlich alles richtig und gut. Hach. Ich ziehe die Schuhe aus und vergrabe die nackten Füße im warmen Sand. Wieso hab ich das nicht viel früher gemacht?

Man hört das Plätschern der Wellen, wenn ein größerer Pott die Wasseroberfläche durchpflügt. Gegenüber beladen meine geliebten Hafenkräne einen großen Kahn mit Hamburg Süd Containern. Es rummst und scheppert, wenn die Container aufeinander treffen. Ich frage mich, wo sie wohl hin geschippert werden. Und ob sie nicht lieber hier blieben, mit Blick auf den Elbstrand.

Hach, Hamburg.

So. Genug im Sand gesessen… Ich gehe auf die Wellen am Ufer zu und merke, daß ich die einzige bin. Nur ein paar Meter weiter planscht ein Kind. Sonst halten sich alle vom Wasser fern, obwohl es unglaublich heiß ist. Egal. Muß jetzt sein.

Meine innere Fünfjährige planscht begeistert im Wasser rum und gräbt die Zehen in den nassen Sand. Irgendwann fällt mir ein, daß ich kein Handtuch mit habe. Und mir beim Gehen gleich die Füße panieren werde. Ach, egal.

Ich laufe los, durch den Sand, immer an der Elbe lang. Mit den Schuhen in der Hand und einem fetten Grinsen im Gesicht. Hach, Hamburg. Ich hatte ja immer geahnt, daß ich hierher gehöre. Langsam merke ich, daß ich damit recht hatte.

Ich komme an der Strandperle an, es ist knackevoll. Alleine hinsetzen mag ich mich nicht. Der Plan fürs nächste mal ist aber klar: In Begleitung wiederkommen, und in der Strandperle ein Bier trinken. Aber keins aus Bremen.

14. Jul. 2014

So. Es war lange still hier, aus unterschiedlichen Gründen.

Natürlich hat der HSV und die letzte Saison auch mich viel Kraft gekostet. Ich habe darüber hinaus aber in den vergangenen Monaten parallel zum Abstiegskampf auch mein komplettes Leben über den Haufen geworfen. Ich habe meinen Job und meine Wohnung gekündigt und bin nach Hamburg gezogen.

Hamburg, endlich.
Endlich echte Heimspiele, endlich Freunde, endlich (und das ist das wichtigste!) nicht mehr pendeln.

Aber eben auch: zehn Jahre Berlin in Kisten packen, Wohnung in Hamburg suchen, umziehen.

Seit 20.6. wohne ich jetzt in Hamburg, es ist immer noch nicht alles ausgepackt und immer noch viel zu tun.
Ich habe immer noch keinen Festnetzanschluß und werde fast wahnsinnig darüber. Aber… Hamburg. Das wiegt vieles auf.

Und wer weiß, vielleicht schaffe ich es ja bald auch wieder, regelmäßig zu bloggen.

Moin Hamburg

8. Aug. 2013

So, die Sommerpause liegt in den letzten Atemzügen – ab morgen ist endlich wieder Bundesliga.

War ja auch lang genug, der Sommer ohne HSV. Und hier war es viel zu still in der Zeit. Kein letztes Heimspiel, kein Saisonrückblick, kein Wort zu Kreuzer. Das hatte allerdings auch gute Gründe.

Denn auch, wenn ich nicht gebloggt habe – ich war alles andere als faul. Ich habe viel geschrieben und noch mehr recherchiert. Dabei habe ich irrsinnig viel gelernt – und mich mal wieder neu in altbekanntes verliebt.

Diesmal ging’s allerdings ausnahmsweise nicht um den HSV, sondern um mein geliebtes Heidelberg.

Heraus kamen 100 Fragen und Antworten zur Stadtgeschichte, berühmten Persönlichkeiten und Anekdoten aus meiner Heimatstadt. Erscheinen wird das ganze im September als Heidelberg-Quiz im Grupello-Verlag (ISBN-Nummer 978-3-89978-198-4, ich bin sogar schon bei Amazon gelistet :)).

Heidelberg-Quiz

Ich habe in den bloglosen Wochen einen Vertrag unterschrieben, der die magischen Worte “…nachstehend Autor genannt…” enthielt, meinen Namen in einer Verlagsvorschau gelesen, das fertige Manuskript an “meine” Lektorin geschickt… und mir darauf natürlich auch ein verdientes Piccolöchen aufgemacht.

Es war ein völlig anderes Arbeiten, als ich es bisher kannte. Pro Quiz-Karte (die je eine Frage und Antwort enthält) hatte ich nur 520 Zeichen Platz, man würde annehmen, daß das für einen Twitter-Suchtie wie mich ein leichtes ist. Von wegen! :) Ich habe sehr oft gekürzt, umformuliert und undamenhaft geflucht. Letzteres kennt Ihr ja schon vom Fußball.

Aktuell läuft das Lektorat und ich finde alles wahnsinnig aufregend. Ich freu’ mich schon jetzt wie ein kleines Kind drauf, die fertige Quiz-Box endlich in den Händen zu halten – oder sie irgendwo im Handel zu sehen.

Vielen Dank und liebe Grüße an dieser Stelle an Quiz-Papst Matze, der das alles überhaupt erst angeschubst hat.

6. Sep. 2010

Na, was wohl? Mit seiner großen Schwester, der Nudelmaschine, Nudeln!

Zum Beispiel rote Tagliatelle mit ner vegetarischen Arrabiata-Soße. Sehr, sehr lecker und fast so gut wie Fußball. Und weil es sonst grad nix zu bloggen gibt, nehme ich mir ein Beispiel an Anke Gröner und blogge mal das Rezept.

Für zwei Portionen:
200g Mehl
2 Eier
1 EL Öl
1 Prise Salz
1 EL kaltes Wasser
2 EL Tomatenmark

In das Mehl eine Mulde drücken, Eier, Öl, Wasser, Salz und Tomatenmark reingeben. Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten, durch die Nudelmaschine jagen und zum Schluß von der Tagliatelle-Walze in Streifen schneiden lassen.

Kochen müssen die Nudeln nur ganz kurz, nach 2-3 Minuten sind sie fertig.

Und so sah das dann aus:

Keine Sorge, demnächst gibt’s dann auch wieder Fußball hier. Beschwerden bitte nicht an mich, sondern an die Länderspielpause.

13. Apr. 2010

Kinners, Ihr müßt jetzt stark sein: Ich bin eigentlich mehr so der Passiv-Sportler. Fußball gucken und Spieler, die rumstehen wie Falschgeld bepöbeln… das kann ich gut. Aber mit selber bewegen war’s dann in den letzten Tagen, Wochen, ach, was, seien wir ruhig ehrlich: Jahren nicht so weit her. Außer, wenn der HSV mal wieder gegen Gladbach verlor und ich frustjoggen ging. Aber seit die Spiele immer prophylaktisch abgesagt werden, fielen auch diese Joggingrunden flach.

Früher war ich auch nicht so die Sportskanone, aber irgendwas hab ich immer gemacht. Zuletzt im Uni-Sport jede Menge Fitness-Kurse. Gerüchten zufolge war ich da sogar im Konditionskurs bei Carlos, einem Brasilianer, der so rumschrie, daß man vor Angst einfach weitermachte, auch, wenn man schon gar nicht mehr konnte.

Ich wollte schon länger in Berlin wieder irgendwas machen, aber Ihr kennt das ja. Der Job ist hart, das Sofa so gemütlich, und man will ja sich auch irgendwann mal ausruhen.

Samstag hatte ich dann genug und betrat unbekanntes Terrain. Ja, ich war vorher tatsächlich noch nie in einem Fitness-Studio. Was soll ich da auch? Duschen hab ich zu Hause, ein Fahrrad im Keller und… na, Ihr wißt schon.

Um jetzt aber endlich mal Nägel mit Köpfen zu machen, meldete ich den inneren Schweinehund kurzerhand im neuen Fitness-Studio ganz in der Nähe an.
Montag kam die Anmeldebestätigung, mit der ich schon trainieren gehen kann, obwohl ich erst am Mai zahle.

Heute (Dienstag) war’s dann so weit. Ich packte meine sieben Sportsachen, sperrte den Schweinehund in den Keller und zog los. Da ich noch keine Einweisung an den Geräten und total Lust auf Kurse hatte, wollte ich da mal was ausprobieren.

Zur Wahl standen Wirbelsäulengymnastik (ich hab doch seit einigen Wochen immer so schlimm Rücken!) und Tae Bo.
Wirbelsäulengymnastik klang mir allerdings zu omahaft. Also Tae Bo. Im nachhinein muß ich sagen: Ächz.

Spaß hat es gemacht, keine Frage. Schweißtreibend war es auch. Und ich vermute, daß mir Oberschenkel und Arme morgen auch zu verstehen geben werden, daß da diverse Muskeln existieren.

Aber ich sag mal so: Es wäre für ein konditionsloses Etwas wie mich vielleicht auch ne Maßnahme gewesen, es langsam angehen zu lassen – und erst mal den kaputten Rücken gemütlich bei der Wirbelsäulengymnastik zu pampern.

Stattdessen kam ich nach einer Tae Bo-Lektion und ettlichen Hundert Kicks und Punches in alle Himmelrichtungen mit knallrotem Gesicht (Farbton “Uli Hoeneß”) aus dem Kursraum. Erschöpft, aber irgendwie auch glücklich.

Daß Sport so anstrengend ist, hätte mir auch wirklich jemand sagen können!

Mal sehen, wie es morgen mit dem Muskelkater wird. Falls wir uns also morgen Abend auf der Twitterlesung zur re:publica sehen und ich mich etwas eckig bewege: Billy Blanks ist schuld!

25. Feb. 2010

Es gibt wenig Themen, zu denen jeder was zu sagen hat. Weisheitszähne sind aber so ein Thema. Das hab ich damals gemerkt, als ich meine OPs hatte. Da hatte vorher und hinterher (Da konnte ich mich nicht wehren, mein Kopf war quadratisch geschwollen und ich konnte nicht sonderlich gut sprechen) jeder Geschichten zu erzählen. Mutmachende (“Es hat gar nicht weh getan und ich war einen Tag später schon wieder im Büro!”) und beängstigende (“Mir hat der Zahnarzt beim Zähne ziehen die Nasenscheidewand gebrochen”).

Noch so’n Thema, das weiß ich seit heute: verlorene Geldbeutel.
Ich bin so jemand, der eigentlich (Klopf auf Holz) selten was verliert. Ich verlege ständig alles – aber wirklich irgendwo liegen lassen? Nö.

Ich gehe jeden Morgen aus dem Haus und habe Schlüssel, Geldbeutel, Hausausweis und Handy bei mir. Und wenn ich abends nach Hause gehe, dann hab ich das auch alles noch.

Ich glaube, das letzte Mal, daß ich was verloren habe bzw. irgendwo liegen ließ, da war ich sowas wie 8. Da war ich mit ner Freundin und ihrem Vater in einem Spaßbad in Weinheim und hab dort meine Badeschlappen stehenlassen.

Egal. Jedenfalls wollte ich heute früh in den Bus einsteigen, zückte gerade den Geldbeutel, um meine Fahrkarte zu zeigen – und griff voll ins Leere. Da war kein Geldbeutel.

Es empfiehlt sich aber auch nicht, ohne Fahrkarte in Berlin Bus zu fahren. Nicht, weil da kontrolliert werden würde – das ist mir in all den Jahren nur einmal passiert. Nein, weil man dem Busfahrer beim Einsteigen das Ticket zeigen muß. Laut Aushang erst ab 20 Uhr, aber wer einmal versucht hat, ohne Vorzeigen am Fahrer vorbeizugehen und ein freundliches “Junge Frau, würden Se mir mal det Ticket zeijen, wa?” entgegengeschmettert bekam, der weiß, daß in Berlin der Busfahrer bestimmt, wann 20 Uhr ist. Nämlich immer.

Ich ging also zurück in meine Wohnung, um den Geldbeutel vom Tisch zu nehmen – wo er nicht lag.

Für große Suchaktionen hatte ich keine Zeit, ich war mittlerweile auch überzeugt, daß der Geldbeutel im Büro auf meinem Schreibtisch liegt, weil ich doch da gestern 5 Euro rausgenommen hatte, bevor ich ans Salatbüffet bin… Man kann sich Dinge echt schön reden. Sogar dann, wenn man die Kollegin anruft, und die einem versichert, daß da kein Geldbeutel liegt.

Ich saß also gerade im Bus zur Arbeit, das Ticket hatte ich so ziemlich mit dem letzten Kleingeld, das aufzutreiben war, bezahlt (Der nächste Schritt wäre sonst ein “Ham Se mal nen Euro?” gewesen), als mir einfiel: Der Geldbeutel muß gestern ja noch dagewesen sein, ich kam ja irgendwie nach Hause.

Aber das ist das Problem, wenn alle Tage gleich sind: Was weiß denn ich, ob ich gestern wirklich beim Einsteigen dem Fahrer den Fahrschein gezeigt hatte – oder ob das vorgestern war? Ich stehe ja auch oft unter der Dusche und überlege, ob ich mir jetzt schon die Haare shampooniert habe, oder ob das gestern war…

Aus dem Bus twitterte ich dann erst mal: “Fuck. Mein Geldbeutel ist weg. Ich bete, daß er auf meinem Schreibtisch im Büro liegt. Kollegin verneint das allerdings.” – und wenig später hatte ich Reaktionen von überall. Aufmunternde Replys, Daumendrücken, Geschichten, wer wie wo seinen Geldbeutel verloren und irgendwann zurückbekommen hat, Links, um EC-Karten sperren zu lassen. Kurz: Meine halbe Timeline litt mit mir mit!

Im Büro stellte ich dann fest, daß da wirklich kein Geldbeutel liegt. Aber auch da ging die Anteilnahme weiter – irgendwie hatte jeder schon mal nen Geldbeutel verloren und auf Irrwegen zurückbekommen.

Egal, ob Männlein oder Weiblein, ob HSV, Bayern oder Sankt Pauli – bei verlorenen Geldbeuteln ist dann alle Konkurrenz erst mal verflogen. Vielleicht wäre das ja mal ein Ansatz für den Weltfrieden. Bin Laden und Obama sollten sich einfach mal zusammensetzen und über Weisheitszähne, verlorene Geldbeutel und kalte Füße philosophieren…

Aber ich schweife ab. Ich versuchte dann erst mal, zu arbeiten. Einfach ist das nicht, wenn man in Gedanken die Fächer seines Geldbeutels durchgeht und überlegt, wie man wohl vor der Auswärtstour nach München noch schnell an einen neuen Perso und eine neue EC-Karte kommt und welche Karten man alles sperren lassen muß.

Irgendwann war ich sicher: Der Geldbeutel kann nur zu Hause sein! Wahrscheinlich hatte ich ihn mit dem Brokkoli in den Kühlschrank gelegt, schusselig wie ich bin. Oder einfach mit der Zeitung aus der Tasche geholt und auf den Tisch gelegt.

Also lieh ich mir in der Mittagspause beim Lieblingskollegen eine übertragbare Monatskarte (meine ist natürlich im Geldbeutel) und fuhr wieder heim.

Und da lag er dann!! Mein Geldbeutel hatte sich schon mal den Logenplatz auf dem Sessel gesichert, wahrscheinlich fürs Fußballspiel. Und das faule Stück hatte nicht mal Bier kaltgestellt. Pfff.

Mir fiel das Riesengebirge vom Herzen und ich hab erst mal nen Entwarnungstweet abgesetzt und einen Zimtlikör getrunken. Es war zwar noch lange nicht vier – aber Zimtlikör ist ja auch kein Bier.

Im Büro dann auch nochmal große Erleichterung allerseits – die Kollegen hatten schon für mich sammeln wollen :-)

Ich hatte also heute tagsüber dank meines Geldbeutels und meiner Schussligkeit schon mehr Panik und Herzrasen, als während eines handelsüblichen Fußballspiels. Und eigentlich dachte ich, es könne gar nicht mehr schlimmer werden und ich würde in stoischer Ruhe Eindhoven gegen den HSV schauen können… Ob das geklappt hat, erzähle ich Euch dann im nächsten Post.

12. Dez. 2009

Mannmannmann, das war echt ne schwere Geburt. Daß ich mir nen Neuen würde suchen müssen, war schon länger klar. Der Alte ging mir auf den Nerven, er hatte Altlasten und war ungepflegt. Deshalb hab ich ihn jetzt in den Keller gesperrt und mir nen neuen, jüngeren geholt.

Da isser:

Und kochen kann er auch!! Heute gab’s zur Einweihung erst mal ne leckere selbstgemachte Pizza mit Hackfleisch, Paprika und Zucchini. Nur gekocht hat er für ne ganze Kompanie… typisch Mann!

Und das wohl Beste: Er wurde NICHT von Mario Barth geliefert. Das war ehrlich gesagt meine größte Sorge an der ganzen Sache…

4. Nov. 2009

Ich hatte nicht nur schlaflose Nächte über den Entscheidung, wer den nächsten Freitagstexter ausrichten darf – nein, sogar mein neues Netbook wurde ob der großen, anstehenden Entscheidung nervös. Als ich vorhin langsam mal mit der Auswahl anfangen wollte, war plötzlich mein Internet futsch. Die Tante Alice wollte nicht mehr so wie ich.

Aber jetzt ist zum Glück alles wieder gut und wir können zur Pokalübergabe schreiten. Vorab allen Teilnehmern erst mal vielen, lieben Dank für die rege Beteiligung und die großartigen und witzigen Ideen. Es ist faszinierend, von wie vielen Seiten man sich diesem Foto nähern kann… und noch faszinierender, daß fast alle schmutzig sind ;-)

Aaaber, nich’ lang schnacken, Pokal anpacken.

And the winner is… *trommelwirbel* Heinzkamke für Ihre Lebenslüge war aufgeflogen, die Windmühle abgebrannt, nur die Schuhe geblieben. Käse konnte sie schon lange nicht mehr riechen. Frau Antjes Stolz jedoch war ungebrochen.

Herzlichen Glückwunsch, ich freue mich schon auf die nächste Runde!

Weil ich aber so oft so sehr lachen mußte (Auch über den allerersten Kommentar meiner Mum), möchte ich noch einige Sonderpreise vergeben.

Und zwar geht der HSV-Sonderpreis an Frau Jekylla für Rothosen, Bruno, RotHOSEN!!!. Ihr Gewinn: Sie dürfen bei einem HSV-Spiel meiner Wahl Daumen drücken. Ich weiß doch, daß Sie sich das schon immer gewünscht, sich aber nie getraut haben! (Donnerstag Abend würde mir ganz gut passen…)

Den Igitt-wer-leiht-sich-denn-Leoparden-Unterhosen-Sonderpreis möchte ich Curi0us verleihen für Von unten nach oben: Something old, something new, something borrowed, something blue. Alles Liebe zur Hochzeit, Onkel Jürgen. Und jetzt: Feuerwerk!. Als Belohnung darfst Du die Leo-Unterhose, die ich Dir geliehen habe, behalten, ja? :-p

Und damit der FC Bayern diese Saison überhaupt irgendetwas gewinnt, habe ich hier spontan einen Sonderpreis ausgelobt. Er geht an Sahjah für Louis van Gaal hinterlässt Scherbenhaufen in München!. Den Gewinn (eine Runde Mitleid für Bayern) liefere ich am besten gleich aus, die Münchner können’s brauchen: Ooooooooooooooooooooooooooooooh!

Nochmal vielen Dank allen Teilnehmern – wir treffen uns dann Freitag zur nächsten Runde im Hause Angedacht!

30. Okt. 2009

Ja, ich weiß. Eigentlich beginnt ein Freitagstexter pünktlich um 0:01 Uhr. Beschwerden bitte direkt an meinen Laptop richten, der gestern nichts besseres zu tun hatte, als sich mal wieder von den Lebenden zu verabschieden, nachdem er erst vor ca. 3 Monaten aus der Reparatur kam.

Da kommt man von der Arbeit nach Hause, freut sich auf einen Abend mit Popstars-Lästereien auf Twitter und dann… Piep, piep, piep. Mein Rechner hat mich nicht lieb, sondern zeigt mir nur noch einen schwarzen Bildschirm, der Arsch. Im Hintergrund höre ich Windows und Co. ordnungsgemäß starten, ich seh nur nix. Und da tut man sich dann mit dem Bloggen doch sehr schwer, auch dann, wenn man sein Freitagstexterbild (zum Glück!) schon ausgewählt hat.

Also, Ihr kennt die Regeln… Bis Dienstag Punkt Mitternacht dürft Ihr über- und unterschrifteln, dichten, und was Euch sonst noch einfällt. Ich werde dann, abhängig und parteiisch wie immer, den Sieger küren, der dann als nächstes den Freitagstexter hosten darf.

Ich freue mich wirklich sehr darauf, von Euch dieses Bild erklärt zu bekommen:

Auf die Plätze, fertig… LOS!

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