Da is’ das Ding!

 

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31. Jan. 2011

Lange habe ich mich gefragt, ob ich eigentlich bloggen muß, wenn der HSV kein Fußball gespielt hat…

Die Antwort dürfte klar sein: Ja. Muß ich. Weil mir sonst irgendwann der Kragen platzt.
Meine Fresse, bin ich sauer. Was zur Hölle war denn da los?! Wo war der Einsatz? Der Kampfgeist? Die Abwehr? Auf dem Platz jedenfalls nicht.

Es hätte eine Serie werden können. Vielleicht sogar müssen. Es waren vor dem Spieltag nur vier Punkte auf Platz 3, der Europapokal lag direkt vor unsrer Nase. Es gab die Möglichkeit, der Saison den Vollkatastrophencharakter zu nehmen und oben dran zu bleiben.

Hätte, hätte, Fahrradkette – wir sind ja leider nicht bei “Wünsch Dir was”, sondern beim HSV. Daher war eigentlich klar, was passiert: Totale Arbeitsverweigerung auf dem Platz.

Aber warum?! Ist das Angst, vielleicht doch noch das Niemandsland der Tabelle zu verlassen und die Möglichkeit zu bekommen, ein weiteres Jahr im Halbfinale des Europapokals Frau Pleitegeiger das Herz zu brechen? Ist das schlichtweg Faulheit? Oder war es gar Überheblichkeit, weil der Gegner ja “nur” Nürnberg hieß und drei Tage vorher im DFB-Pokal 120 Minuten gegen Schalke ran mußte und man den auch locker mit angezogener Handbremse vom Platz fegen kann?

Egal, was es ist – es führt dazu, daß mein Nudelholz heftig an der Tür kratzt. Es will los, den letzten Zug nach Hamburg erwischen…

Zum Spiel muß ich nicht viel sagen, das war nicht nur ein zwonull, das war ne Vollkatastrophe. Man kann ja mal verlieren, auswärts eh, von mir aus auch bei Nürnberg. Aber man sollte doch vorher bitte wenigstens mal Fußball gespielt haben!!
Den Elfer … puh. Ich hätte ihn nicht gegeben, was möglicherweise daran liegt, daß ich gegen den HSV nie einen Elfer geben würde. Die rote Karte gegen Kacar dagegen halte ich wirklich für ne Fehlentscheidung. Aber mich fragt ja keiner.

Wer sich mal richtig aufregen möchte – Herr Nedfuller hat wie jedes Spiel die Statistiken bemüht. Ich kann mir das nicht angucken, mir wird davon schlecht. 7 Torschüsse in 90 Minuten? Möchte mal jemand umrechnen, was der HSV dann pro Torschuß an Gehalt zahlt..?

Ich vermute ja, daß wir dem HSV alle Unrecht tun. Es liegt nicht daran, daß die nicht wollten oder konnten. Vermutlich hat man einfach vergessen, ihnen bei der Platzbegehung zu zeigen, wo die Tore stehen. Und ehe sie sich im großen Easy-Credit-Stadion auf der Suche verlaufen…

Sprechen wir lieber von was lustigem. Pinolas Frisur, zum Beispiel. Wie heißt das, was er da trägt? Oglahila? (Oben Glatze, hinten lang)

Ich konnte mich übrigens nicht mal an Petric erfreuen. Der hatte zwar ne hübschere Frisur als Pinola (Okay, das ist nicht schwer.), fand aber auch nicht so richtig ins Spiel. Und als er irgendwann bei einem Freistoß in Großaufnahme zu sehen war und heftig pumpte, fragte ich mich, weshalb er so außer Atem war. Hatte er sich etwa bewegt?

Lieber HSV – ich hoffe wirklich sehr für Dich und mich, daß Du Dich in Nürnberg nur fürs Derby schonen wolltest. Wenn Du diese gequirlte Kacke am Sonntag in unserer Arena auch abziehst, werde ich sauer. Und ich glaube, dann bin ich nicht die Einzige.
Ich möchte Sonntag 150 Prozent sehen. Das muß locker drin sein – aus Nürnberg sind nämlich noch mindestens 50 Prozent übrig.

In diesem Sinne:
NUR DER HSV!

25. Jan. 2011

Was ist besser, als Fußball im TV? Genau: Fußball live im Stadion! Endlich wieder hüpfen, singen, klatschen, anfeuern. Was hatte ich es vermisst!

Vor dem Spiel ein gemütliches Wegebier mit @HerrEberhardt, zum Abendessen im Stadion eine leckere Bratwurst mit Nedfuller – und dann ab in den Block, der längst mein Zuhause geworden ist.

Wenn ich das letzte Mal schon so über den Support gemeckert habe, muß ich diesmal loben: Die Stimmung im Block war recht gut, die Gesänge gingen ineinander über, es wurde dauerhaft angefeuert. Klar, nach oben war noch Luft – aber das Problem dürfte sich bei den nächsten beiden Heimspielen von alleine lösen.

Ich muß allerdings zugeben: Langsam wird es doch anstrengend, gleichzeitig zu hüpfen und aus voller Kehle zu singen. Muß wohl daran liegen, daß ich schon wieder älter geworden bin…

Die Eintracht, die ja bekanntermaßen der Club ist, den ich neben meinem HSV am meisten mag, machte einen auf HSV – und kam quasi ohne Abwehr. Dadurch stand alles, was hessisch babbele konnte oder wenigstens einen Adler (Nicht René!) auf der Brust trug, sehr tief – und machte dem HSV das Leben schwer. Gleichzeitig wurde, wenn sie mal den Ball hatten, versucht, ihn irgendwie nach vorne auf Gekas zu bolzen.

Ja, es war kein schönes Spiel. Es war aber auch, zumindest in der ersten Halbzeit, ein Spiel ohne Panikattacken meinerseits. Auch mal schön!
Es gab die ein oder andere Torchance, nichts zwingendes… Aber der HSV schien mir doch zumindest die spielbestimmende Mannschaft mit mehr Ballbesitz zu sein.

Blöderweise knallten nach ner halben Stunde unser Neu-Innenverteidiger Kacar und unser Ex-Spieler Meier so zusammen, daß beide vom Platz mußten. Fortan schien es mir wieder etwas hühnerhaufiger da hinten. Aber nicht so, daß ich zur nächsten Packung Haarfärbemittel hätte greifen müssen.

Nach der Halbzeitpause, vielleicht lag es am Äbbelwoi in der Pause, kam die Eintracht doch ein wenig aus den Puschen. Es gab plötzlich auf Frankfurter Seite sogar sowas ähnliches wie Ballbesitz und Freiheiten. Zum Glück wußten sie damit nicht wirklich was anzufangen.

Stattdessen machte mein Mladen das Einsnull – ich vermute, es handelt sich dabei um ein verspätetes Geburtstagsgeschenk für mich. Fand ich gut.

Gibt mir nämlich auch endlich mal die Möglichkeit, mein T-Shirt zu bloggen:

Äh, ja.

Während Petric also das tat, was alle von ihm erwarten – gut aussehen Tore schießen – macht Ruud vor allem eins: Stunk. Kinners, ich kann Euch gar nicht sagen, wie sehr mir diese Nummer auf den Zeiger geht.
Ruud kam zu uns, da war er nichts. Verletzt, ausgemustert, auf der Tribüne. Wir haben ihn, übertrieben gesagt, aufgepäppelt – und jetzt spielt er sogar wieder Nationalelf. In biblischem Alter.

Und was macht er? Will zurück zu Real, um “einmal die Champions League zu gewinnen”.
Seien wir ehrlich: Wenn Real nicht grade verletzungstechnisch im Sturm sowas von Scheiße am Fuß hätte – die würden nichtmal im Traum dran denken, van Nistelrooy zurückzuholen.

Für den HSV dagegen ist Ruud das feine Tafelsilber, das man für besondere Anlässe aus dem Schrank holt. Oder, wenn man es sich leisten kann, sogar jeden Tag benutzt – über das man sich aber dann auch jeden einzelnen Tag freut. Weil man sich noch gut dran erinnert, wie das war, als man nur das billige Ikea-Besteck hatte.

Wenn ich jetzt lese, daß Ruud jammert, der HSV wisse gar nicht, was er ihm antue – dann möchte ich meine rechte Hand zur Faust ballen und den Arm so lange ausstrecken, bis mir ein Herr van Nistelrooy dagegen läuft. (Das war kein Aufruf zur Gewalt, liebe Fans des St. Adtteilvereins – das war allenfalls ein Aufruf zur Unachtsamkeit beim Spazierengehen.)

Macht er sich eigentlich klar, was er dem HSV damit antut? Was er verlangt?? Daß der Verein sein eigenes Ziel, nämlich einen internationalen Wettbewerb zu erreichen, abschenkt, um einem einzelnen Spieler, der jetzt 12 Monate da ist, einen Wunsch zu erfüllen?

Wo, lieber Ruud, soll das denn hinführen? Nehmen wir Troche, der ist schon viel länger beim HSV. Der ist recht klein, aber hey, vielleicht wollte er immer mal ne Saison bei nem Bundesligisten im Tor stehen! Na klar, komm her, hier, Torwarthandschuhe, rein ins Tor! Wir kriegen die Bude voll? Macht doch nix, Hauptsache, der Troche is glücklich!

Läuft das so in Holland? In der Premier League? Bei Real Madrid? Vermutlich nicht. Wieso, zum Teufel, soll es dann ausgerechnet beim HSV so laufen – wir sind doch nicht die Wohlfahrt!

Und wenn ich dann noch lese, daß Ruud sogar anbot, dem HSV aus eigener Tasche eine Ablöse zu zahlen und in Madrid ohne Gehalt zu spielen – dann ist der Ofen bei mir wirklich aus. Zahlen wir, frage ich mich, ihm vielleicht schlichtweg zuviel Gehalt?

Und ja, ich sage “wir”, wenn ich vom HSV spreche. Dafür wurde ich gestern auf Facebook belächelt – aber hey, wir sind ein e.V., und ich damit Teil des Ganzen, oder nicht?
Außerdem könnte ich mir vermutlich, wenn ich das ganze Geld, das ich in den vergangenen 15 Jahren (Zeitraum grob geschätzt) für Tickets, Zugfahrten, Flüge, Hotels, Glücksfranzbrötchen und Glückssocken, sowie Wegebiere, Haarfärbemittel und was man halt sonst noch so braucht, ausgegeben habe, gespart hätte, meinen eigenen van Nistelrooy kaufen. Aber dann würde ich mich nur noch mehr über ihn aufregen.

Weißt Du was, Ruud? Bejubel Dich doch bitte beim nächsten Mal selbst, wenn Deine Rückennummer ausgerufen wird. Ich glaube, ich hab da nämlich keinen Bock mehr zu.

‘Schuldigung, das mußte jetzt mal raus.

Was ich eigentlich hab sagen wollen:
Es war kein schönes Spiel, aber unterm Strich stimmte das Ergebnis. Man könnte gerne auch mal mit mehr als einem Tor gewinnen – aber hey, zunull, drei Siege in Folge, vier Punkte auf die Champions League-Qualifikation – ich will wirklich nicht meckern.

Ein Problem habe ich übrigens zum Schluß noch: Ich hatte, ganz Tradition, vorm Spiel beim Schanzenbäcker ein Franzbrötchen gekauft. Wie immer. Es gab allerdings, und das versetzte mich spontan in Panik, keine normalen Franzbrötchen. Das geringste Übel schien mir das Rosinenfranzbrötchen – das sah nämlich so aus, als wären trotz des Namens kaum Rosinen drin.
So richtig Lust schien ich unterbewußt allerdings nicht drauf zu haben. Denn als wir nach dem Spiel zurück zur S-Bahn sind, fiel mir plötzlich siedend heiß ein: Anders als sonst hab ich das Ding nicht in der Halbzeitpause gegessen.

Nur: Was heißt das jetzt für die Zukunft? Muß ich jetzt immer ein Rosinenfranzbrötchen kaufen, es aber es nicht essen?

In diesem Sinne:
Spieler kommen und gehen, die Raute bleibt bestehen.
NUR DER HSV!

24. Jan. 2011

So, da wären wir also wieder. Gehe nicht über Start, stelle keinen Sportchef ein… Und wißt Ihr was? Ich glaube, es ist besser so. Aber von vorne.

Schon als der Name Sammer zum ersten Mal fiel, war ich skeptisch. Weil wir uns ja alle immer noch nicht von den Jubelarien erholt haben, die uns der letzte Sportchef beschert hat, der vom DFB kam. Siegenthaler. Genau.

Je länger diese Sache dauerte, und je mehr Infos durchsickerten, desto skeptischer wurde ich. 2 Millionen Jahresgehalt? Oha. Die von Siegenthaler installierten Leute im Nachwuchsbereich müssen gehen? Soso. Sammer will Freund, Schumann, Stevic, Böger mitbringen? Äh, ja.

Klar, Sammer war als Spieler wahnsinnig erfolgreich, holte mit Dortmund als Trainer danach den Titel und schaffte es ins UEFA-Pokal-Finale. Auch beim DFB läuft es nicht grade schlecht, seit er da ist.
ABER: Er hat als Sportdirektor in der Bundesliga keinerlei Erfahrung. Und dann gleich so ein hohes Gehalt, verbunden mit so hohen Folgekosten? Puh.

Da hatte ich schon ziemliche Magenschmerzen bei dem Gedanken. Weil: Nen Sportchef mit ohne Bundesligaerfahrung haben wir ja schon. Und der ist mir, ehrlich gesagt, lieber als Sammer.

Es wurde seit Freitag Mittag wahnsinnig oft erwähnt, wie schlecht der HSV jetzt da stehe, weil etwas verkündet wurde, was noch nicht fix war.
Ganz ehrlich? Ich fand es gut, daß der HSV mit der Information, daß man Sammer ein Angebot macht, an die Presse ist. Man hat ja zu keiner Zeit Vollzug vermeldet, sondern eben nur das Angebot.
Weil: Den Flurfunk, daß der HSV an Sammer dran ist, gab es schon Wochen vorher. Mir ist es lieber so, mit offenen Karten, als bis zuletzt zu dementieren und dann “Ätsch, wir haben Euch doch angelogen” zu sagen. Ich mag Ehrlichkeit – auch beim Fußball.

Viel wichtiger ist doch aber: Laut Rieckhoff, AR-Vorsitzender des HSV, war nicht nur die Meldung, sondern sogar ihr genauer Wortlaut mit Sammer abgesprochen. Zuvor hatte er Teilen des Aufsichtsrats vier Stunden lang ein Konzept vorgestellt.
Noch am Freitag früh wurden mit Sammers Anwalt Details am Vertrag geändert – Freitagmittag sagte er dann ab.

Die Begründung Sammers zu seiner Absage finde ich dann schon recht niedlich – denn daß seine Kinder in München zur Schule gehen und beim FCB Fußball spielen, das war vermutlich auch schon vor Wochen klar, als er anfing, mit dem HSV zu flirten. Klärt man dann nicht früher, wie man das mit der Familie löst?
Und wieso meint Sammer, es sei unnötig Druck aufgebaut worden – wenn eigentlich schon alles klar war, er es nur dem DFB noch nicht gesagt hatte? Hat er dann den Druck nicht eigentlich selbst verursacht?

Es gab einen fast fertigen Vertrag, es gab bereits Verhandlungen mit konkreten Leuten – das war in meinen Augen alles sehr, sehr kurz vorm Abschluß. Dennoch: Daß Sammer jetzt einen Rückzieher gemacht hat, finde ich persönlich gut. Ich glaube, es wäre ein sehr, sehr teurer Fehler geworden.
Und das sagte ich auch schon, bevor er sich heute Abend bei Sky90 in Widersprüche verrannte.

Mit dem erneuten Sportchef-ja-nein-vielleicht-Theater ist der HSV allerdings endgültig das “Bauer sucht Frau” der Bundesliga. Auch da sieht man peinlich berührt Menschen dabei zu, wie sie völlig tolpatschig versuchen, eine Beziehung zueinander aufzubauen.
Schlimm finde ich das allerdings nicht – ich gucke diesen Trash sehr gerne. Und die Einschaltquoten sprechen dafür, daß ich nicht die Einzige bin.

Meine größe Sorge an der ganzen Geschichte war, wie Basti Reinhardt es aufnimmt. Er wurde zum wiederholten Mal zur zweiten Wahl. Und ich finde es extrem großartig, daß er nicht beleidigt hinwirft – sondern ankündigt, daß er jetzt die Krallen ausfährt. Schaden kann das nicht.

17. Jan. 2011

Mensch, was bin ich froh. Meine gute alte Freundin Bundesliga ist endlich zurück! Egal, wie kurz die Winterpause auch war – sie war definitiv zu lang.
Jetzt hat das fußballfreie Elend endlich ein Ende und ich muß mir keine Gedanken mehr machen, wie ich mein Wochenende koordiniere – es wird jetzt nämlich einfach wieder schön um den HSV drumrum geplant.

Zum Auftakt der Rückrunde fuhr der HSV einen alten Freund besuchen und traf sich mit Magath auf Schalke. Daß die grade einen Dachschaden haben (Die Arena – ich weiß nicht, wen Ihr jetzt schon wieder meint!) ist bekannt. Aber mit Oben-Ohne-Etablissements kennt man sich in Hamburg ja aus, das war also kein Problem.

Schon vorm Anpfiff war klar: Loriots “Ach, ist der Rasen schön grün!” wäre auf Schalke wohl nie entstanden. Das war ein Kartoffelacker ohne gleichen. Vermutlich lief Troche deshalb nicht von Beginn an auf – er hätte kaum mit den Haarspitzen aus dem Matsch geragt.

Die Verletztenlage ist immer noch nicht völlig entspannt, auch der inzwischen genesene Jansen fiel mal wieder aus, diesmal mit Grippe.

Im Sturm war klar, daß Ruud auflaufen muß – Petric noch verletzt, Guerrero nicht fit. Daher war ich dann doch “etwas” unentspannt, als Freitag erste Gerüchte zum Thema Ruud durchsickerten. Real Madrid will Ruud zurück – und der will auch. Angeblich, so liest man, sei er Freitag wutentbrannt abgerauscht und habe gedroht, wenn man ihn nicht gehen lasse, würde er nie wieder für den HSV spielen.

Puh. Ich gestehe: Ich war/bin schockiert. Ja, das sind alles Profis. Ja, für Geld und Champions League machen die alles. Aber Ruud wurde bis dato überall als absoluter Musterprofi dargestellt, freundlich, hilfsbereit, hastenichtgesehen. (Außerdem hab ich, machen wir uns nix vor, natürlich trotz aller anderslautenden Pläne längst mein Fanherz an diesen Kerl gehängt…)

Ich bin ehrlich: Ich war fast schon darauf gefasst, daß er sich vorm Spiel an seiner Sporttasche (Oder seinem Sohn – oder wäre das ZU offensichtlich gewesen?) verhebt oder über einen Grashalm stolpert und nicht spielen kann. Was Boulahrouz und van der Veraat können, kann Ruud sicher auch.

Zum Glück kam es nicht so. Grashalme waren Mangelware und offenbar hatte ihm jemand die Sporttasche getragen. Dennoch habe ich ihm mehr als genau auf den Fuß geschaut. Und war erleichtert, daß er das Einsnull gemacht hat.

Inzwischen wird er mit “Die Situation ist nicht einfach für mich. Real ist nicht irgendein Klub. Es ist der einzige Verein, der in meinem Kopf etwas ändern kann” zitiert. Und inzwischen hat Basti Reinhardt auch knallhart gesagt, daß er bleiben muß. Hoffen wir, daß es so bleibt – ich glaube, wir brauchen ihn dringend, bis zum Ende der Saison. Und ich fürchte, es wird darum noch ne Menge Unruhe und Stunk geben.
Wenn Ruud unbedingt zu Real will – es gibt in Hamburg mehrere Filialen, das muß reichen.

Aber zurück zum Spiel. Es sah über lange Strecken so aus als beginne die Rückrunde, wie die Hinrunde aufgehört hat. Mit HSV-Torchancen, die überall hingehen, nur nicht ins Tor.
Großer Unterschied zur Hinrunde: Wir hatten eine Abwehr! In der lief zwar Kacar als Innenverteidiger auf, wofür er jetzt auch nicht unbedingt geholt wurde – aber ich war positiv überrascht. Der Ersatz-Mathijsen scheint vorerst gefunden!

Ich weiß nicht, ob es an der Harmlosigkeit Schalkes lag – aber unsere Abwehr wirkte bei weitem nicht so hühnerhaufig wie zuletzt – im Gegenteil! Ich hoffe, das war kein Einzelfall – ich habe nämlich frisch gefärbte Haare und möchte nicht schon wieder spontan ergrauen.

Grinsen mußte ich immer, wenn der Schalker Edu eine Aktion hatte. Ich dachte dann nämlich spontan an den Musikunterricht und den Merksatz “(G)Edu alter Esel, hole Fische”.

Meckern mußte ich leider auch diesmal. Über Pitti, der wieder mal im gegnerischen Strafraum zum Tiefflug ansetzte. Pitti, echt jetzt mal, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer – spiel Dir meinetwegen “Flieg junger Adler” von Tom Astor auf den iPod, aber hör auf mit dieser Scheiße!
Aber vielleicht hält er sich ja auch nur für einen Luftballon und versucht abzuheben – und wir sollten ihm vorsorglich mal einen Strick an den Fuß binden…

Und, nicht daß es hier heißt, ich lüge Euch an – ich hatte einen Sieg auf Schalke vorhergesagt und es kam ein Sieg auf Schalke. Ich sollte schnellstmöglichst die Weihnachtsdeko wieder auspacken und gucken, wie der Rest der Saison laufen wird.

Dabei weiß ich noch nicht mal, wie es Freitag gegen die Eintracht läuft – ob ich dabei sein kann oder nicht. Drückt mir die Daumen, ich bin völlig unterfußballt!

In diesem Sinne:
Willkommen in der Rückrunde und NUR DER HSV!

PS: Zum Thema “Herz an Profis hängen” – die Aussagen von Aogo im N3-Sportclub machen es schwer, das nicht zu tun. Er habe nicht nur seinen Vertrag verlängert, sondern bewußt ganz ohne Ausstiegsklauseln – weil er in Hamburg etwas aufbauen wolle.

Und wenn dann Basti Reinhardt noch sagt, er verstehe Ruud ja, aber für ihn sei der HSV viel größer als Real – Hach!! Und ausgerechnet unser Sportchef ist der nächste, den man mir aus dem Fanherz reißen könnte… ich bin einfach zu fußballromantisch.

16. Jan. 2011

Waaaah, das Jahr geht ja verplant los. Jetzt aber schnell noch den Rückblick raushauen…! (Fußballgedöns kommt dann nachher.)

1. Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen. Meistens. Das Telefon.
Der Rest… Keine Ahnung, ich habe keine Waage, es paßt aber alles noch. Mal besser, mal schlechter.

2. Haare länger oder kürzer?
Etwa gleichbleibend. Ich lasse immer wachsen, bis sie so kaputt sind, daß ein großes Stück runter muß… Alles in allem bin ich immer bei plus/minus schulterlang.

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Noch hat die Altersweitsicht meine Kurzsichtigkeit nicht korrigiert… Daher unverändert maulwurfesk.

4. Mehr Kohle oder weniger?
Hm. Ich wünschte, ich könnte “mehr” schreiben – aber “mehr Arbeit” bedeutet ja leider nicht immer “mehr Geld”. Vermutlich ungefährlich gleichbleibend.

5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Dank recht viel Europapokaaaaaaaal im ersten Halbjahr 2010 auf jeden Fall mehr für Fußball ausgegeben. Und es war jeden Cent wert.

6. Mehr bewegt oder weniger?
Mehr! Ha!! Das hättet Ihr jetzt nicht erwartet, ne? Ich bin im Fitneß-Studio angemeldet und gehe sogar ab und zu hin. Allerdings seltener, als ich gerne würde. Aber man muß sich ja auch für 2011 noch steigern können.

7. Der hirnrissigste Plan?
Der Stadtplan, den ich in Brüssel wenige Minuten nach der Ankunft verlor. Was hüpft der Arsch auch einfach aus meiner Tasche und macht sich davon?

8. Die gefährlichste Unternehmung?
Das Auswärtsspiel in Bremen. Nur der Tatsache, daß wir nach dem Spiel noch lange frustriert aufs Spielfeld starrten, verdanken wir, daß wir heil rausgekommen sind.
Ich weiß nach wie vor nicht, ob ich da nochmal hinfahren werde.

9. Der beste Sex?
Das 1:0 durch Mladen Petric im Craven Cottage gegen Fulham. Und danach 50 Minuten vom Finale im eigenen Stadion träumen dürfen.

10. Die teuerste Anschaffung?
Mein geliebtes Galaxy S i9000. Es war jeden Cent wert. Und falls ich es schaffe, blogge ich auch irgendwann mal drüber.

11. Das leckerste Essen?
Hm. Schwierig. Ich esse und koche doch so gerne!
Vielleicht dieses sensationelle Kichererbsen-Curry auf der Allure of the Seas…?

12. Das beeindruckendste Buch?
Öh. Hm. Tja. Keins?

13. Der ergreifendste Film?
Pfff. Höchstens die “Hamburg away”-DVDs. Das Material zum Fulham-Spiel traue ich mich immer noch nicht anzuschauen.

14. Die beste CD?
Ist musikalisch mehr so lala, war aber ein sehr zauberhaftes Geschenk.

15. Das schönste Konzert?
Wenn mich nicht alles täuscht, war ich 2010 nur auf zwei Konzerten von den Busters. Das tollere der beiden war auf jeden Fall die “Résiste”-Premiere in Berlin mit anschließendem Konzert. Gute-Laune-Musik und Heimat in einem. So muß das!

16. Die meiste Zeit verbracht mit…?
Arbeit, Twitter und meinem Netbook.

17. Die schönste Zeit verbracht mit…?
Meiner Familie, dem HSV und Nedfuller.

18. Vorherrschendes Gefühl 2010?
Irgendwo zwischen Jaaaaaaaaaaaa! und Gnaaaaaaaaa!

19. 2010 zum ersten Mal getan?
In 22C gestanden. Ein Visum beantragt. Eine Kreuzfahrt gemacht (Ja, das blogge ich auch noch. Irgendwann.).

20. 2010 nach langer Zeit wieder getan?
Richtigen Urlaub. Mich verliebt. Den Block gewechselt. Geglaubt, daß alles gut wird. Die USA besucht.

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Das einseins in Fulham.
Das zwoeins in Fulham.
Entfernung.

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Daß es nie zu spät ist, glücklich zu werden.

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Vertrauen.

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Eine Chance. Und ein HSV-Trikot aus der guten, alten Zeit.

25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Und hier ist er, miiiit der Nummer 22… (Februar 2010, Heimspielpremiere gegen Eindhoven. GÄN!SE!HAUT!!)

26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ich vermute, es war sowas wie “Ich habe zwei Tickets für London!” (Zitternd wie Espenlaub und mit Pipi in den Augen.)

27. 2010 war mit einem Wort…?
Ausbaufähig.

Und früher so: 2008, 2009

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