Da is’ das Ding!

 

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25. Jan. 2011

Was ist besser, als Fußball im TV? Genau: Fußball live im Stadion! Endlich wieder hüpfen, singen, klatschen, anfeuern. Was hatte ich es vermisst!

Vor dem Spiel ein gemütliches Wegebier mit @HerrEberhardt, zum Abendessen im Stadion eine leckere Bratwurst mit Nedfuller – und dann ab in den Block, der längst mein Zuhause geworden ist.

Wenn ich das letzte Mal schon so über den Support gemeckert habe, muß ich diesmal loben: Die Stimmung im Block war recht gut, die Gesänge gingen ineinander über, es wurde dauerhaft angefeuert. Klar, nach oben war noch Luft – aber das Problem dürfte sich bei den nächsten beiden Heimspielen von alleine lösen.

Ich muß allerdings zugeben: Langsam wird es doch anstrengend, gleichzeitig zu hüpfen und aus voller Kehle zu singen. Muß wohl daran liegen, daß ich schon wieder älter geworden bin…

Die Eintracht, die ja bekanntermaßen der Club ist, den ich neben meinem HSV am meisten mag, machte einen auf HSV – und kam quasi ohne Abwehr. Dadurch stand alles, was hessisch babbele konnte oder wenigstens einen Adler (Nicht René!) auf der Brust trug, sehr tief – und machte dem HSV das Leben schwer. Gleichzeitig wurde, wenn sie mal den Ball hatten, versucht, ihn irgendwie nach vorne auf Gekas zu bolzen.

Ja, es war kein schönes Spiel. Es war aber auch, zumindest in der ersten Halbzeit, ein Spiel ohne Panikattacken meinerseits. Auch mal schön!
Es gab die ein oder andere Torchance, nichts zwingendes… Aber der HSV schien mir doch zumindest die spielbestimmende Mannschaft mit mehr Ballbesitz zu sein.

Blöderweise knallten nach ner halben Stunde unser Neu-Innenverteidiger Kacar und unser Ex-Spieler Meier so zusammen, daß beide vom Platz mußten. Fortan schien es mir wieder etwas hühnerhaufiger da hinten. Aber nicht so, daß ich zur nächsten Packung Haarfärbemittel hätte greifen müssen.

Nach der Halbzeitpause, vielleicht lag es am Äbbelwoi in der Pause, kam die Eintracht doch ein wenig aus den Puschen. Es gab plötzlich auf Frankfurter Seite sogar sowas ähnliches wie Ballbesitz und Freiheiten. Zum Glück wußten sie damit nicht wirklich was anzufangen.

Stattdessen machte mein Mladen das Einsnull – ich vermute, es handelt sich dabei um ein verspätetes Geburtstagsgeschenk für mich. Fand ich gut.

Gibt mir nämlich auch endlich mal die Möglichkeit, mein T-Shirt zu bloggen:

Äh, ja.

Während Petric also das tat, was alle von ihm erwarten – gut aussehen Tore schießen – macht Ruud vor allem eins: Stunk. Kinners, ich kann Euch gar nicht sagen, wie sehr mir diese Nummer auf den Zeiger geht.
Ruud kam zu uns, da war er nichts. Verletzt, ausgemustert, auf der Tribüne. Wir haben ihn, übertrieben gesagt, aufgepäppelt – und jetzt spielt er sogar wieder Nationalelf. In biblischem Alter.

Und was macht er? Will zurück zu Real, um “einmal die Champions League zu gewinnen”.
Seien wir ehrlich: Wenn Real nicht grade verletzungstechnisch im Sturm sowas von Scheiße am Fuß hätte – die würden nichtmal im Traum dran denken, van Nistelrooy zurückzuholen.

Für den HSV dagegen ist Ruud das feine Tafelsilber, das man für besondere Anlässe aus dem Schrank holt. Oder, wenn man es sich leisten kann, sogar jeden Tag benutzt – über das man sich aber dann auch jeden einzelnen Tag freut. Weil man sich noch gut dran erinnert, wie das war, als man nur das billige Ikea-Besteck hatte.

Wenn ich jetzt lese, daß Ruud jammert, der HSV wisse gar nicht, was er ihm antue – dann möchte ich meine rechte Hand zur Faust ballen und den Arm so lange ausstrecken, bis mir ein Herr van Nistelrooy dagegen läuft. (Das war kein Aufruf zur Gewalt, liebe Fans des St. Adtteilvereins – das war allenfalls ein Aufruf zur Unachtsamkeit beim Spazierengehen.)

Macht er sich eigentlich klar, was er dem HSV damit antut? Was er verlangt?? Daß der Verein sein eigenes Ziel, nämlich einen internationalen Wettbewerb zu erreichen, abschenkt, um einem einzelnen Spieler, der jetzt 12 Monate da ist, einen Wunsch zu erfüllen?

Wo, lieber Ruud, soll das denn hinführen? Nehmen wir Troche, der ist schon viel länger beim HSV. Der ist recht klein, aber hey, vielleicht wollte er immer mal ne Saison bei nem Bundesligisten im Tor stehen! Na klar, komm her, hier, Torwarthandschuhe, rein ins Tor! Wir kriegen die Bude voll? Macht doch nix, Hauptsache, der Troche is glücklich!

Läuft das so in Holland? In der Premier League? Bei Real Madrid? Vermutlich nicht. Wieso, zum Teufel, soll es dann ausgerechnet beim HSV so laufen – wir sind doch nicht die Wohlfahrt!

Und wenn ich dann noch lese, daß Ruud sogar anbot, dem HSV aus eigener Tasche eine Ablöse zu zahlen und in Madrid ohne Gehalt zu spielen – dann ist der Ofen bei mir wirklich aus. Zahlen wir, frage ich mich, ihm vielleicht schlichtweg zuviel Gehalt?

Und ja, ich sage “wir”, wenn ich vom HSV spreche. Dafür wurde ich gestern auf Facebook belächelt – aber hey, wir sind ein e.V., und ich damit Teil des Ganzen, oder nicht?
Außerdem könnte ich mir vermutlich, wenn ich das ganze Geld, das ich in den vergangenen 15 Jahren (Zeitraum grob geschätzt) für Tickets, Zugfahrten, Flüge, Hotels, Glücksfranzbrötchen und Glückssocken, sowie Wegebiere, Haarfärbemittel und was man halt sonst noch so braucht, ausgegeben habe, gespart hätte, meinen eigenen van Nistelrooy kaufen. Aber dann würde ich mich nur noch mehr über ihn aufregen.

Weißt Du was, Ruud? Bejubel Dich doch bitte beim nächsten Mal selbst, wenn Deine Rückennummer ausgerufen wird. Ich glaube, ich hab da nämlich keinen Bock mehr zu.

‘Schuldigung, das mußte jetzt mal raus.

Was ich eigentlich hab sagen wollen:
Es war kein schönes Spiel, aber unterm Strich stimmte das Ergebnis. Man könnte gerne auch mal mit mehr als einem Tor gewinnen – aber hey, zunull, drei Siege in Folge, vier Punkte auf die Champions League-Qualifikation – ich will wirklich nicht meckern.

Ein Problem habe ich übrigens zum Schluß noch: Ich hatte, ganz Tradition, vorm Spiel beim Schanzenbäcker ein Franzbrötchen gekauft. Wie immer. Es gab allerdings, und das versetzte mich spontan in Panik, keine normalen Franzbrötchen. Das geringste Übel schien mir das Rosinenfranzbrötchen – das sah nämlich so aus, als wären trotz des Namens kaum Rosinen drin.
So richtig Lust schien ich unterbewußt allerdings nicht drauf zu haben. Denn als wir nach dem Spiel zurück zur S-Bahn sind, fiel mir plötzlich siedend heiß ein: Anders als sonst hab ich das Ding nicht in der Halbzeitpause gegessen.

Nur: Was heißt das jetzt für die Zukunft? Muß ich jetzt immer ein Rosinenfranzbrötchen kaufen, es aber es nicht essen?

In diesem Sinne:
Spieler kommen und gehen, die Raute bleibt bestehen.
NUR DER HSV!

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