Da is’ das Ding!

 

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26. Dez. 2010

Meine Lieben,

Ich hoffe, Ihr hattet schöne Weihnachten mit allen, die Euch wichtig sind und habt es Euch gut gehen lassen. Falls Ihr allerdings in der Rückrunde noch nach Wolfsburg fahren wollt, hoffe ich, daß Ihr bei Plätzchen, Stollen, Schoki und Weihnachtsgans nicht zu sehr zugeschlagen habt – Ihr wißt ja, die Drehtür im Gästeblock ist verdammt eng.

Mir war in den wenigen Minuten zwischen den einzelnen Mahlzeiten ein wenig langweilig, und so habe ich mal geschaut, was die Rückrunde so bringt. Meine Glaskugel hatte ich leider in Berlin vergessen, daher mußte ich in eine rote Christbaumkugel blicken. Für eventuelle Abweichungen zwischen Realität und meiner Prognose übernehme ich daher keine Haftung.

Erst mal ein schneller Blick ins Ländle, zu einem Ex-HSVer…
Kaum war Labbadia in Stuttgart angekommen, sollte er auch schon wieder weg – die zwei Niederlagen gegen Bayern in Liga und DFB-Pokal zum Auftakt zeigten Wirkung.
Der Rückrundenstart wird nicht wirklich besser: Da die Mannschaft von Mainz 05 sich statt Fußball für die zeitgleich stattfindende Probe der Funkenmariechen entscheiden wird, schickt der Verein kurzerhand die Mainzelmännchen nach Stuttgart, in der Hoffnung, daß Brüno das durch sein tiefliegendes Pony gar nicht so genau sieht.
Tut er auch nicht – Edi, Det & Co. nehmen dem VfB die Kehrwoche ab und fegen die Schwaben ziemlich großzügig mit 7:0 vom Platz.

Aus Angst, gleich wieder seinen Job zu verlieren, greift Labbadia anschließend zu härteren Mitteln: Er läßt den Spielern der ersten und zweiten Mannschaft die gleiche fluffige Föhnfrisur verpassen, die er auch trägt – und hofft, daß wenn überhaupt der Falsche vor die Tür gesetzt wird.

Haarig ist es auch beim HSV – dort wird nämlich alles so wie immer. Der Brasilianer verlängert eigenmächtig den Urlaub im Warmen, die Abwehr glaubt, sie spiele Brennball und rennt weg, wenn der Ball in ihre Nähe kommt – und der Platz des Cheftrainers auf der Bank ist mal wieder nicht besetzt. Ich hatte es Euch doch gesagt: Wenn der Vorstand sich zum Trainer bekennt, sollte der lieber schon mal beim Arbeitsamt vorsprechen.

In den Startlöchern als Trainernachfolger stehen die üblichen Verdächtigen. Also quasi nur Loddamaddäus, der gehört hat, daß Hamburger Mütter auch junge Töchter haben. Sonst will ja keiner auf den Schleudersitz beim HSV.

Selbst Daum, der immer wieder mit dem HSV in Verbindung gebracht worden war, ist inzwischen raus aus der Nummer. Er hatte in einem Interview gesagt, er sei nicht für dauerhaftes Mittelmaß gemacht.

Aber, keine Panik! Ein neuer Trainer ist rechtzeitig zum Abflug ins Trainingslager nach Dubai am 2. Januar gefunden. Als Veh-Nachfolger steht künftig Die! (Name von mir geändert) an der Seitenlinie. Die ersten Worte an die Abwehr: “Ihr seid so tight, Alta, wenn ich mit Euch fertig bin, dann burnt’s!”
Na ja. Wenn’s hilft. Dann ist wenigstens der Schnee vom Platz getaut.

Ich fürchte allerdings, das einzige, was dabei rumkommt, ist daß Demel PAMM!PAMM!PAMM! die Gegenspieler umgrätscht und vom Platz fliegt.
Aber auch, wenn der HSV durch Die! nicht wirklich besser spielt – vielleicht springen die Abwehrspieler künftig wenigstens synchron und mit durchgestreckten Beinen am Ball vorbei.

Egal, wer auf der Bank sitzt, viel wichtiger ist doch: Der HSV siegt zum Rückrundenauftakt zu null auf Schalke.
Für Aufregung sorgt nach Abpfiff wieder ein Statement unsres Hobby-Lyrikers Wolfgang Amadeus Rost. “Das war kein Foul an Raul – und jetzt halt’s Maul!” wird er einem Reporter ins Mikrofon poetisieren.

Da der HSV in Dubai Zé Roberto und Elia gegen ein prima Kamel (Bei denen weiß man wenigstens vorher, daß sie nur laufen, wenn sie Bock haben!) eintauscht, wird im Januar nochmal eingekauft. Angeblich sind wir an Jô von Manchester City dran.

Find ich ja gar nicht so schlecht, die Idee, jetzt nur noch Spieler zu kaufen, deren Namen in unserer Torhymne vorkommt.
Hier also die vermutlich nächsten Neuzugänge in Hamburg:

Charlie Clough (20), Mittelstürmer von den Bristal Rovers
Frederik Appel (19), Abwehrspieler bei IFK Mariehamn in Finnland
Tom Wüllner (17), Mittelstürmer der SpVgg Eidertal Molfsee U19
Tobias Wiens (28), Mittelstürmer beim VfL Theesen
Jordan Rugg, Mittelfeldspieler von Wigan Athletic U19
Philipp Zogg, Mittelfelspieler vom SV Höngg, Schweiz
Michael Owen (31), Mittelstürmer von Manchester United
Luciano Zauri (32), Abwehrspieler von UC Sampdoria

Und jetzt alleeeeee:
Jô, Jô, Jô, Clough, Clough, Appel Wüllner Wiens Clough
Rugg-Zogg Owen Zauri…

Bevor ich Euch jetzt noch mehr Angst vor der Rückrunde mache, zünde ich nochmal ganz besinnlich die vier Bengalos auf meinem kleinen Hooliganetten-Adventskranz an und warte drauf, daß es in Hamburg den großen Knall gibt. Und ich meine nicht den, der das Silvesterfeuerwerk einläutet…

Und, nicht vergessen:
Glaube, Liebe, Hoffnung. NUR DER HSV!

20. Dez. 2010

Ach, ich bin schon so ‘ne Nase. Erst wünsche ich mir nix mehr als den Beginn der Winterpause – und kaum ist sie da, fehlt mir der Fußball auch schon wieder.

Aber vermutlich isses jetzt echt mal gut. Das Lazarett leeren, endlich mal Ordnung in den Hühnerhaufen bringen, den wir Abwehr nennen. Und so nebenbei muß man ja sagen… Auch vom Wetter her isses jetzt mal gut. Nicht, daß wir wie die Unioner noch antreten müssen zum Schnee schippen.

Die Anfahrt des HSV am Donnerstag nach Gladbach gestaltete sich, nun ja, eher schwierig. Es lag schließlich Schnee. Der geplante Flug wurde erst verschoben, dann gings zum Auftanken nach Münster. Erst war unklar, ob oder eher: wie es weitergeht. Dann die Nachricht: gar nicht.
Ein Bus sollte die Mannschaft ins Hotel bringen – nach Nottuln. Wo auch immer das sein mag, das wußte Jörn Wolf, Pressesprecher des HSV und der Mann am offiziellen Twitter-Account, der uns alle an der abenteuerlichen Reise teilhaben ließ, selbst nicht so genau.

Es war eine sehr chaotische Reise, mit ohne Gepäck (das war im Flieger geblieben), einem Hotelchef, der mit dem Auto fast von der glatten Straße gerutscht wäre, einem Busfahrer, der den Hoteleingang in Düsseldorf nicht fand – und ganz, ganz vielen, großartig-lustigen Tweets.

Hätte der HSV das Spiel in Gladbach gegen den Letzten verloren, klar, man hätte gepöbelt und geschimpft – aber man hätte vermutlich auch gesagt: lustig war’s!

Auch und vor allem wegen Tweets wie diesen, die so herrlich auf das aktuelle Gezerre in den Medien gemünzt waren:


Quelle: www.twitter.com/hsv

Auch, wenn wir es derzeit auf dem Platz nicht sind: In Sachen Social Media war das eine meisterliche Leistung. (Wer mich länger/besser kennt, weiß wie schwer diese Aussage über unseren Pressesprecher ausgerechnet von mir wiegt. Aber das ist ne andere Geschichte.)

Überraschenderweise mußte der HSV die letzte Etappe am Freitag zum Stadion nicht mit Hundeschlitten zurücklegen – die Mannschaft stand pünktlich auf dem Platz.

Ohne mich allerdings, weshalb ich mich schwer tue, etwas zum Spielgeschehen und der Leistung Einzelner zu sagen.

Denn als der HSV in Gladbach, wenn ich Nedfuller Glauben schenke, etwas auf dem Rasen veranstaltete, was sehr wenig mit Fußball zu tun hatte, saß ich im Zug. Der, Überraschung!, verspätet war.
Es schneite nicht nur ab und an drei Flocken, nein, unser Triebkopf war auch kaputt. Der Zug, ironischerweise ein ICE-Sprinter, also eigentlich dazu da, schnell zu fahren, konnte nicht sonderlich schnell fahren… und ob er nach dem Zwischenstop in Frankfurt überhaupt weiterfahren würde, war unklar. Das wußte die Zugbegleiterin auch nicht so genau, schon gar nicht, wie käme ich denn auf diese absurde Idee, in der Anfahrt auf Frankfurt. Müsse man dann halt mal sehen. Wohl dem, der NICHT weiter mußte (es war bei Ankunft in Frankfurt auch schon fast 23 Uhr) und NICHT irgendwo ein Empfangskomitee in der Kälte stehen hatte…

Aber ich schweife ab. Also, dank chaotischer Zugreise meinerseits und kaum vorhandenem Internetempfang im Zug bekam ich verdammt wenig mit.

Ist aber auch egal, weil: Wir haben gewonnen. Zwoeins, das reicht. Nicht schön, nicht gut – aber erfolgreich. Mehr wollte ich gar nicht vor der Winterpause.
Man stelle sich vor, wir hätten einen Bombenfußball aufs Parkett gelegt, gezaubert, getrickst und drölfzehnzunull gewonnen – das hätte doch nur verschleiert, wie viel eigentlich zu tun ist.

Bis zum nächsten Spiel isses jetzt leider noch ne ganze Weile hin – wir lesen uns aber vermutlich dazwischen trotzdem. Ich schulde Euch einen Reisebericht über Florida, ich will Euch mein neues Handy vorstellen und außerdem stecken irgendwo zwischen den Tasten meines Netbooks auch ein paar Hinrunden-Outtakes oder ein Blick in die Glaskugel… Mal sehen.

Erholt Euch von einer anstrengenden und aufreibenden Hinrunde und vergesst nicht:
Glaube. Liebe. Hoffnung.
NUR DER HSV!

PS: Kennt Ihr das eigentlich? Ist ein Plakat der Bahn aus den 60er Jahren :)

Quelle: Wikipedia, das Bild ist gemeinfrei

13. Dez. 2010

Ich hab die Schnauze voll, ich hab die Schnauze voll, ich hab, ich hab, ich hab die Schnauze voll!

Ja, Kinners, ich bin geladen und muß hier heute mal ein wenig Dampf ablassen. Und das liegt nicht nur am zwovier gegen Leverkusen.

Ich hab die Schnauze voll, daß ein Block, der sich Stimmungsblock nennt, nach einem Gegentor laut und langanhaltend “Hoffmann raus” skandiert. War Hoffmann auf dem Platz? Ich hab ihn nicht gesehen. Hat Hoffmann Gegentore verschuldet oder klare Torchancen verdaddelt? Nicht, daß mir aufgefallen wäre. Trainiert Hoffmann die Mannschaft, macht Hoffmann die Aufstellung? Wohl kaum.

Also, liebe “Hoffmann raus”-Forderer:
Wem hilft das, in so einer Situation? Wie soll es die Mannschaft nach vorne pushen, wie den Spielstand drehen? Und was ändert es an der aktuellen Tabellensituation, wenn Hoffmann weg ist?!
Meint Ihr wirklich, der HSV hätte derzeit keine anderen Probleme, als Hoffmann? Und vor allem, mit den Erfahrungen der Trainer- und Sportchefsuchen der letzten Jahre: Wer soll denn danach kommen?

Ich hab, ehrlich gesagt, auch die Schnauze voll von einem sonst hervorragenden Capo, der beim dreieins, wenn noch knapp ne halbe Stunde zu spielen ist, durch die Flüstertüte sagt “Also, ganz ehrlich, ich glaub, hier geht heut nix mehr. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr Euch rumdrehen” – und einem Block, der sich danach geschlossen umdreht. Also alle, außer mir.
‘Schulligung, versteh ich nicht. Geht nicht, in meinen Augen. Zwei Tore in 30 Minuten sind kein Ding der Unmöglichkeit. Selbst für den HSV nicht.

Man kann sauer sein, klar. Man kann frustriert sein. Aber man kann doch nicht nach zwo Dritteln vom Spiel schon aufgeben?!
Das war schon immer gegen meine Überzeugung – und wird immer gegen meine Überzeugung sein. Da halte ich es mit meiner lieben Freundin J., Eintracht-Fan, die vor einem halben Leben, als wir uns in der Bahn zum damals noch Waldstadion kennenlernten, sagte: “Wenn ich nicht mehr an meine Mannschaft glaube, muß ich auch nimmer hingehen. Ich glaube IMMER an die Eintracht, egal wie es steht und egal, gegen wen es geht.”

Warum muß man also den Rücken zum Spielfeld drehen? Die Spieler nehmen das vermutlich eh nicht wahr – ich hoffe, die haben die Augen auf dem Ball und dem Gegner, oder meinetwegen auf dem nächsten Gehaltsscheck – nicht auf Block 22C.

Wir regen uns alle auf, wenn eine Mannschaft gegen den Trainer spielt. Aber gegen die Mannschaft supporten ist okay, oder wie?

Ich hab die Schnauze voll von Menschen, die vom HSV Einsatz verlangen, und wollen, daß die Jungs kämpfen bis zur letzten Minute, egal, wie weit sie zurückliegen – und selbst im Block das Kämpfen aufgeben. Wofür hat Mozart uns denn damals extra “Wir! Woll’n! Euch! Kämpfen seh’n!” komponiert?!
Nicht nur der HSV war schlecht – sondern auch der “Stimmungsblock” 22C. Von den Menschen, die auf ihrer Homepage alle in den Block einladen, die “richtig abgehen” wollen, war jedenfalls über weite Strecken nicht viel zu sehen und zu hören.

Und wie war das? “Der Block 22C hat sich jedoch als oberstes Ziel gesetzt, die Mannschaft des glorreichen Hamburger Sport-Verein e.V. egal in welcher Situation bedingungslos zu unterstützen, was normalerweise auch immer gelingt.”
Ah ja. Egal welche Situation? Bedingungslos? Unterstützen? Sorry – aber davon war spätestens ab der 66. Minute nichts mehr zu spüren. Es wurde nur noch laut, wenn es gegen Hoffmann ging.

Ich hab die Schnauze voll von “Fans”, die die eigene Mannschaft auspfeifen – und das auch noch während des Spiels. Ich glaube, die wissen sehr wohl selbst, daß sie Grütze spielen. Und erkennen den Spielstand spätestens beim Blick auf die Anzeigentafel. Warum muß man pfeifen, statt wenigstens zu versuchen, die Mannschaft nach vorne zu singen? Warum kein “JETZT ERST RECHT” auf den Rängen?

Ich selbst würde NIE, und obwohl man nie “nie” sagen soll, kann ich es hier tun, meinen HSV auspfeifen. Wer meint, es tun zu müssen, soll es bitte nach dem Spiel tun, wenn wirklich nichts mehr zu retten ist. Dann, wenn die Mannschaft in die Kurve kommt. Aber nicht während des Spiels.

Ich hab die Schnauze voll von Leuten, die vom HSV auf dem Rasen Einsatz und Kampfgeist fordern – und diesen dann selbst nicht bringen, wenn es um den Support geht. Warum nicht mal mit gutem Beispiel vorangehen und den HSV, egal, wie schlecht und uninspiriert er spielt, zum Kämpfen auffordern? Selbst Einsatz zeigen, nicht nur verlangen?

Ich hab die Schnauze voll von Menschen, die einen Trainerwechsel fordern – denn ich frage mich: Liegt es wirklich (nur) an Veh? Hilft ein Trainerwechsel – oder hilft es nicht eher, Teile der Mannschaft auszutauschen – oder zumindest mal ne Weile zum Nachdenken auf die Bank zu setzen? Oder sich irgendwie in die Winterpause zu retten und mit den dann hoffentlich zurückgekehrten Verletzten bei quasi Null anzufangen? So mit einem erkennbaren System, Einsatz und einem echten Kampf um die Stammplätze?

Und, ja, natürlich: Ich hab auch die Schnauze voll vom völlig ohne Einsatz agierenden HSV, der sich einfach kampflos seinem Schicksal ergibt.
Ich hab die Schnauze voll von Zé Roberto, dessen Auftritt eine ziemliche Frechheit war (trotz des Eckstoß’, der im einseins mündete).
Ich hab die Schnauze voll von einer Mannschaft, die sich quasi selbst aufstellt – weil Veh durch diverse langwierigen Verletzungen wenig Alternativen hat. Da kann leider keiner was für – aber die Spieler müssen sich im Training ja nicht sonderlich anstrengen, es ist bei vielen ja eh klar, daß sie spielen. Wer soll es auch sonst tun, is ja keiner da!
Und daß Veh in, nennen wir das Kind ruhig beim Namen, der Krise dann doch lieber auf die mittelmäßigen Alten mit Erfahrung vertraut, statt auf unerfahrene Junge… Ich finde es nicht unbedingt gut, kann es ein Stück weit aber doch nachvollziehen.

Trotz dieser nicht vorhandenen Leistung am Sonnabend ist für mich klar: Ich gehe schon länger zum HSV als irgendeiner der Profis. Und ich werde auch dann noch zum HSV gehen, wenn die alle schon wieder irgendwo anders ihre Brötchen verdienen.
Und deshalb werde ich auch immer FÜR meine Mannschaft anfeuern. Nicht gegen sie.

Also, aufstehen, Mund abwischen – it ain’t Winterpause ’til the fat man climbs down the chimney. Oder so ähnlich.
In letzter Zeit fielen die Spiele gegen Gladbach ja häufiger mal ersatzlos aus – hoffen wir, daß das kommendes Wochenende anders wird.

Glaube, Liebe Hoffnung.
NUR DER HSV!

PS: Training war Freitag leider um 16 Uhr in der Arena – nicht öffentlich. Daher konnte ich keine Fotos machen… und keine guten Ratschläge mit dem Nudelholz übermitteln.

PPS: Wir haben Sidney Sam bei der Mannschaftsaufstellung höflich zurück in Hamburg begrüßt. Daß er dennoch ein Tor gegen uns macht – geschenkt, is ja schließlich sein Job. Daß er dann aber mehrfach, ausgiebig und vielleicht sogar mit Zunge das Leverkusen-Wappen auf seiner Brust knutscht und auf den Leverkusen-Schriftzug auf seinem Rücken deutet? Kann man machen. Muß man aber nicht. Ich vermute, nächstes Mal gibt’s keinen höflichen Applaus mehr. Von mir zumindest nicht.

6. Dez. 2010

Ach, ach. Freiburg. Eh so’n Thema für sich. Die mochte ich ja noch nie. Oder eher: Sie haben meinen Hass auf sich gezogen, damals, vor vielen Jahren, ich lebte noch in Heidelberg und wollte zum Auswärtsspiel des HSV anreisen. Also kurz beim SC angefragt, ob der HSV Gästekarten zurückgeschickt hat, und wann die Kassenhäuschen öffnen.
Antwort: Ja, es gibt noch Karten für die Gästekurve. Diese werden aber nur an Leute verkauft, die einen Personalausweis mit Wohnsitz in Hamburg oder Umgebung vorlegen können. WTF??

Die vierte Auswärtsniederlage in Folge. Aber dennoch, man muß dankbar sein: Der HSV hat sich diesmal gar nicht erst die Mühe gemacht, zwei Tore zu schießen, um dreizwo zu verlieren. Immerhin.

Der Ballbesitz (68,2 Prozent!!!) war da, das Tor aber nicht. Grmpf.

Einsnull also. Nach einem Tor durch Cissé in der dritten Minute. Konnte man ja auch nicht ahnen, daß der aktuell zweite der Torjägerliste gefährlich ist.

Ich habe lange überlegt, an was mich der HSV derzeit erinnert. Jetzt weiß ich es: An die Sicherheitsdurchsage im Flugzeug:

Sehr geehrte Damen und Herren,
willkommen auf unserem Flug ins Mittelmaß. Wir bitten Sie um ihre Aufmerksamkeit für einige wichtige Sicherheitshinweise.

Bitte vergewissern Sie sich, daß die Abwehr im Lazarett verstaut und Herr Schlendrian auf dem Feld ist.

Sollte der Druck auf die Mannschaft steigen, fliegen automatisch Trainer und Co-Trainer raus. In diesem Fall ziehen Sie sich bitte die Decke über den Kopf und warten, wem wir als nächstes diese Jobs zulosen.

Unter jedem Sitz befindet sich eine Schwimmweste. Falls dem HSV das Wasser mal wieder bis zum Hals steht, ziehen Sie die Schwimmweste über den Kopf. Alternativ lassen Sie es gar nicht erst so weit kommen, ziehen Sie vorher die Reißleine und setzen Sie sich ins Ausland ab. Oder zum FC Bayern, aber das ist ja auch Ausland.

Wenn an Ihrer Schwimmweste eine rote Signallampe aufleuchtet, geben Sie sich gefälligst mehr Mühe – das ist die rote Laterne, dann sind Sie nämlich letzter.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Wir wünschen Ihnen nun einen angenehmen Flug.

Bei der Durchsage wurde leider eins vergessen. Nämlich folgende, wichtige Info:

Unser Fußballplatz hat zwei Tore. Diese sind auf der Rückseite mit Netzen gekennzeichnet. Leuchtstreifen im Rasen weisen Ihnen den Weg dorthin.

Womöglich sind Leuchtstreifen aber auch als Feuerwerk einzustufen und daher verboten. Schade eigentlich. Dann würde nämlich vielleicht auch der HSV mal wieder den Weg zum Tor finden.

Kinners, es muß was passieren, das geht so nicht weiter. Daher werde ich (Stand heute) nächste Woche erstmals zum Training gehen. Und ich werde da ganz bestimmt keinen Tomatensaft servieren…

In diesem Sinne: Nur der HSV!

1. Dez. 2010

Es ist nur eines der unzähligen Dinge, die ich an diesem Verein so liebe: Der HSV weiß, wann er es mit mir machen kann – und wann nicht. Ich war Sonnabend zu platt zum aufregen, ich hatte kaum geschlafen, ca. 30 Grad Temperaturunterschied und um und bei 11 Stunden im Flugzeug hinter mir (dazu demnächst in Ruhe mehr) – ich hatte es gerade so rechtzeitig zum Anpfiff nach Hause geschafft, alles, was ich wollte, war ein Sieg.

Jetzt könnte man sagen, gegen Stuttgart MUSS man ja auch gewinnen, so weit unten, wie die momentan stehen. Ja, klar. Aber: Man hätte auch gegen Köln, Wolfsburg oder Hannover gewinnen müssen. Haben wir aber nicht.

Auf dem Platz eine dicke Überraschung: Tonay Torun stand in der Startself, Guerrero dagegen saß auf der Bank! Und das nicht etwa wegen einem erneuten Zipperlein, sondern schlicht, weil Torun in den vergangenen Wochen gut trainiert, in der Zwoten ne gute Figur abgegeben und sich für die Erste angeboten hatte. Dem gegenüber hatte Guerrero zuletzt ja eher schlecht als recht ausgesehen – in meinen Augen daher ein doppelt gutes Signal des Trainers! Einmal an die Stammelf – daß keiner sicher ist, und nach wie vor Leistung entscheidet, wer aufm Platz steht. Und eben auch an den Nachwuchs, daß es wirklich was bringt, sich ein Bein auszureißen!

Torun gefiel mir äußerst gut, er schien seine Chance wirklich nutzen zu wollen und ackerte viel. Daß er dann auch noch Troche das einsnull und Petric das dreieins auflegte… das war wohl das Sahnehäubchen.

Aber von vorn. Daß Troche schon in der dritten Minute das Einsnull schoß, war großartig. Daß 6 Minuten später Marica den Ausgleich schoß, eher nicht. Wir hatten wohl Glück, daß Marica sich wenig später selbst auswechselte (rote Karte) – der hätte uns sonst vermutlich noch gefährlich werden können.

Hinten spielten nämlich Westermann und Guy (Endlich mal wieder ein besseres Spiel! Lag es am Posten in der Innenverteidigung?), außerdem noch Tesche und Zé Roberto – die ja beide alles andere als gelernte Außenverteidiger sind. Sprich: Hinten wie immer pfui.
Nur, daß endlich wieder Rost im Tor stand, und auch laut schrie wenn was pfui war. Überhaupt, Rost – daß ich ihn großartig finde, dürfte hinlänglich bekannt sein. Ich glaube aber, daß er dem Team wirklich gut tut.

Rost kritisiert, nimmt kein Blatt vor den Mund, ist auch mal unbequem – und gleichzeitig muntert er auf und lobt. Also alles Dinge, die ich auch von einem Kapitän erwarten würde…

Aber, um nicht wieder das WestermannmannMANN-Faß aufmachen zu müssen (Das kommt noch früh genug): Vermutlich hat Westermann als “der Neue” auch einfach noch nicht das Standing in der Mannschaft, um den Mund aufzumachen und ein echter Leader zu werden. Nur… wieso macht man ihn dann zum Kapitän?

Aber wir schweifen ab.
Denn nach dem Platzverweis merkte man, daß bald Weihnachten ist: Es geschah ein kleines Wunder. Zumindest, wenn man der Sky-Tröte am Mikrophon glauben schenkt. Der hatte nämlich die ganze Zeit rumtrompetet, daß Pitroipa ja eh niemals das Tor treffen würde. Vermutlich hatte Pitti wieder keine Axt in der Hose, aber immerhin einen Sky-Empfänger – er strafte den Herrn, dessen Namen ich schon wieder verdrängt habe, einfach Lügen – zackbumm, zwoeins.

Überhaupt, Pitroipa! Er hat immernoch Beinchen wie Streichhölzer, legt aber eine extrem tolle Saison hin. Er ist bisher für mich einer DER Aufsteiger im Team. Okay, ist vielleicht auch einfach, unter lauter Verletzten… Aber Ihr wißt, was ich meine.
Daher möchte ich auch ein mahnendes Wort Richtung Liverpool richten: Finger weg!! Also… Falls an den “Die Reds bietet 6 Millionen für Pitroipa”-Gerüchten wirklich was dran ist.

Als wäre ein Pitroipa-Tor nicht schon großartig genug, gab mir der Fußballgott noch ne Portion Schlagsahne: In Form des dreieins durch “mein’” Mladen. Hach. Fußball kann so schön sein!!

Und eigentlich sollte man bei nem dreieins im eigenen Stadion gegen einen Verein vom unteren Ende der Tabelle doch denken, der Drops sei gelutscht. Sollte man. Kann man aber nicht, zumindest beim HSV. Denn kurz nach dem Wiederanpfiff, der HSV war (zumindest geistig) noch in der Kabine… das dreizwo für Stuttgart.

Ich wünschte mir spontan ein Beißholz vor den Fernseher, denn es war ja irgendwie so, so, so typisch. Plötzlich war nämlich auch der Spieler auf den Platz, den ich noch weniger mag als WestermannmannMANN: Der Herr Schlendrian.

Zum Glück ging alles gut, Stuttgart geizte fortan mit Toren, Veh brachte Ruuuuuud und der machte (nach Vorlage von meinem Mladen übrigens. Ich sags ja nur!) das erlösende vierzwo.

Dabei blieb’s dann auch, der HSV siegte endlich mal wieder verdient. Und dennoch: So hui es nach vorne war, das Offensivspiel gefiel mir echt gut, Troche machte ein tolles Spiel (Hab ich das eben gesagt? Aber es war so!) und man könnte wirklich zuversichtlich sein. Wenn, ja wenn, wir eine Abwehr auf dem Platz hätten…

Aber auch da ist Rettung in Sicht: Aogo trainiert wieder, steht kurz vorm Comeback. Vielleicht kann er sogar am Wochenende in Freiburg schon ran. Ich meine, hallo? Ein LINKSVERTEIDIGER?! Wie geil wäre das denn! Ob wir das überhaupt noch können…? :)

Trotz des Sieges platzte Rost nach dem Spiel der Kragen – zu Recht, wie ich finde.

Ich will mich nicht daran gewöhnen, die Bude voll zu kriegen. Selbst gegen zehn Mann. Da müssen sie einen anderen reinstellen.

Ich will mich daran auch nicht gewöhnen. Und eigentlich auch nicht an nen anderen Torwart. Daher hoffen wir, daß es mit Benjamin (soll wohl zum Wochenende auch wieder fit sein) und Aogo bald hinten wieder bergauf geht – nach vorne sind wir ja tatsächlich gut besetzt.

Jetzt wird’s aber auch Zeit, daß ich mal wieder in der Kurve stehe – eisige Temperaturen hin oder her: Ich hab richtig Bock!
NUR DER HSV!

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