Da is’ das Ding!

 

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13. Dez. 2010

Ich hab die Schnauze voll, ich hab die Schnauze voll, ich hab, ich hab, ich hab die Schnauze voll!

Ja, Kinners, ich bin geladen und muß hier heute mal ein wenig Dampf ablassen. Und das liegt nicht nur am zwovier gegen Leverkusen.

Ich hab die Schnauze voll, daß ein Block, der sich Stimmungsblock nennt, nach einem Gegentor laut und langanhaltend “Hoffmann raus” skandiert. War Hoffmann auf dem Platz? Ich hab ihn nicht gesehen. Hat Hoffmann Gegentore verschuldet oder klare Torchancen verdaddelt? Nicht, daß mir aufgefallen wäre. Trainiert Hoffmann die Mannschaft, macht Hoffmann die Aufstellung? Wohl kaum.

Also, liebe “Hoffmann raus”-Forderer:
Wem hilft das, in so einer Situation? Wie soll es die Mannschaft nach vorne pushen, wie den Spielstand drehen? Und was ändert es an der aktuellen Tabellensituation, wenn Hoffmann weg ist?!
Meint Ihr wirklich, der HSV hätte derzeit keine anderen Probleme, als Hoffmann? Und vor allem, mit den Erfahrungen der Trainer- und Sportchefsuchen der letzten Jahre: Wer soll denn danach kommen?

Ich hab, ehrlich gesagt, auch die Schnauze voll von einem sonst hervorragenden Capo, der beim dreieins, wenn noch knapp ne halbe Stunde zu spielen ist, durch die Flüstertüte sagt “Also, ganz ehrlich, ich glaub, hier geht heut nix mehr. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr Euch rumdrehen” – und einem Block, der sich danach geschlossen umdreht. Also alle, außer mir.
‘Schulligung, versteh ich nicht. Geht nicht, in meinen Augen. Zwei Tore in 30 Minuten sind kein Ding der Unmöglichkeit. Selbst für den HSV nicht.

Man kann sauer sein, klar. Man kann frustriert sein. Aber man kann doch nicht nach zwo Dritteln vom Spiel schon aufgeben?!
Das war schon immer gegen meine Überzeugung – und wird immer gegen meine Überzeugung sein. Da halte ich es mit meiner lieben Freundin J., Eintracht-Fan, die vor einem halben Leben, als wir uns in der Bahn zum damals noch Waldstadion kennenlernten, sagte: “Wenn ich nicht mehr an meine Mannschaft glaube, muß ich auch nimmer hingehen. Ich glaube IMMER an die Eintracht, egal wie es steht und egal, gegen wen es geht.”

Warum muß man also den Rücken zum Spielfeld drehen? Die Spieler nehmen das vermutlich eh nicht wahr – ich hoffe, die haben die Augen auf dem Ball und dem Gegner, oder meinetwegen auf dem nächsten Gehaltsscheck – nicht auf Block 22C.

Wir regen uns alle auf, wenn eine Mannschaft gegen den Trainer spielt. Aber gegen die Mannschaft supporten ist okay, oder wie?

Ich hab die Schnauze voll von Menschen, die vom HSV Einsatz verlangen, und wollen, daß die Jungs kämpfen bis zur letzten Minute, egal, wie weit sie zurückliegen – und selbst im Block das Kämpfen aufgeben. Wofür hat Mozart uns denn damals extra “Wir! Woll’n! Euch! Kämpfen seh’n!” komponiert?!
Nicht nur der HSV war schlecht – sondern auch der “Stimmungsblock” 22C. Von den Menschen, die auf ihrer Homepage alle in den Block einladen, die “richtig abgehen” wollen, war jedenfalls über weite Strecken nicht viel zu sehen und zu hören.

Und wie war das? “Der Block 22C hat sich jedoch als oberstes Ziel gesetzt, die Mannschaft des glorreichen Hamburger Sport-Verein e.V. egal in welcher Situation bedingungslos zu unterstützen, was normalerweise auch immer gelingt.”
Ah ja. Egal welche Situation? Bedingungslos? Unterstützen? Sorry – aber davon war spätestens ab der 66. Minute nichts mehr zu spüren. Es wurde nur noch laut, wenn es gegen Hoffmann ging.

Ich hab die Schnauze voll von “Fans”, die die eigene Mannschaft auspfeifen – und das auch noch während des Spiels. Ich glaube, die wissen sehr wohl selbst, daß sie Grütze spielen. Und erkennen den Spielstand spätestens beim Blick auf die Anzeigentafel. Warum muß man pfeifen, statt wenigstens zu versuchen, die Mannschaft nach vorne zu singen? Warum kein “JETZT ERST RECHT” auf den Rängen?

Ich selbst würde NIE, und obwohl man nie “nie” sagen soll, kann ich es hier tun, meinen HSV auspfeifen. Wer meint, es tun zu müssen, soll es bitte nach dem Spiel tun, wenn wirklich nichts mehr zu retten ist. Dann, wenn die Mannschaft in die Kurve kommt. Aber nicht während des Spiels.

Ich hab die Schnauze voll von Leuten, die vom HSV auf dem Rasen Einsatz und Kampfgeist fordern – und diesen dann selbst nicht bringen, wenn es um den Support geht. Warum nicht mal mit gutem Beispiel vorangehen und den HSV, egal, wie schlecht und uninspiriert er spielt, zum Kämpfen auffordern? Selbst Einsatz zeigen, nicht nur verlangen?

Ich hab die Schnauze voll von Menschen, die einen Trainerwechsel fordern – denn ich frage mich: Liegt es wirklich (nur) an Veh? Hilft ein Trainerwechsel – oder hilft es nicht eher, Teile der Mannschaft auszutauschen – oder zumindest mal ne Weile zum Nachdenken auf die Bank zu setzen? Oder sich irgendwie in die Winterpause zu retten und mit den dann hoffentlich zurückgekehrten Verletzten bei quasi Null anzufangen? So mit einem erkennbaren System, Einsatz und einem echten Kampf um die Stammplätze?

Und, ja, natürlich: Ich hab auch die Schnauze voll vom völlig ohne Einsatz agierenden HSV, der sich einfach kampflos seinem Schicksal ergibt.
Ich hab die Schnauze voll von Zé Roberto, dessen Auftritt eine ziemliche Frechheit war (trotz des Eckstoß’, der im einseins mündete).
Ich hab die Schnauze voll von einer Mannschaft, die sich quasi selbst aufstellt – weil Veh durch diverse langwierigen Verletzungen wenig Alternativen hat. Da kann leider keiner was für – aber die Spieler müssen sich im Training ja nicht sonderlich anstrengen, es ist bei vielen ja eh klar, daß sie spielen. Wer soll es auch sonst tun, is ja keiner da!
Und daß Veh in, nennen wir das Kind ruhig beim Namen, der Krise dann doch lieber auf die mittelmäßigen Alten mit Erfahrung vertraut, statt auf unerfahrene Junge… Ich finde es nicht unbedingt gut, kann es ein Stück weit aber doch nachvollziehen.

Trotz dieser nicht vorhandenen Leistung am Sonnabend ist für mich klar: Ich gehe schon länger zum HSV als irgendeiner der Profis. Und ich werde auch dann noch zum HSV gehen, wenn die alle schon wieder irgendwo anders ihre Brötchen verdienen.
Und deshalb werde ich auch immer FÜR meine Mannschaft anfeuern. Nicht gegen sie.

Also, aufstehen, Mund abwischen – it ain’t Winterpause ’til the fat man climbs down the chimney. Oder so ähnlich.
In letzter Zeit fielen die Spiele gegen Gladbach ja häufiger mal ersatzlos aus – hoffen wir, daß das kommendes Wochenende anders wird.

Glaube, Liebe Hoffnung.
NUR DER HSV!

PS: Training war Freitag leider um 16 Uhr in der Arena – nicht öffentlich. Daher konnte ich keine Fotos machen… und keine guten Ratschläge mit dem Nudelholz übermitteln.

PPS: Wir haben Sidney Sam bei der Mannschaftsaufstellung höflich zurück in Hamburg begrüßt. Daß er dennoch ein Tor gegen uns macht – geschenkt, is ja schließlich sein Job. Daß er dann aber mehrfach, ausgiebig und vielleicht sogar mit Zunge das Leverkusen-Wappen auf seiner Brust knutscht und auf den Leverkusen-Schriftzug auf seinem Rücken deutet? Kann man machen. Muß man aber nicht. Ich vermute, nächstes Mal gibt’s keinen höflichen Applaus mehr. Von mir zumindest nicht.

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