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1. Dez. 2010

Es ist nur eines der unzähligen Dinge, die ich an diesem Verein so liebe: Der HSV weiß, wann er es mit mir machen kann – und wann nicht. Ich war Sonnabend zu platt zum aufregen, ich hatte kaum geschlafen, ca. 30 Grad Temperaturunterschied und um und bei 11 Stunden im Flugzeug hinter mir (dazu demnächst in Ruhe mehr) – ich hatte es gerade so rechtzeitig zum Anpfiff nach Hause geschafft, alles, was ich wollte, war ein Sieg.

Jetzt könnte man sagen, gegen Stuttgart MUSS man ja auch gewinnen, so weit unten, wie die momentan stehen. Ja, klar. Aber: Man hätte auch gegen Köln, Wolfsburg oder Hannover gewinnen müssen. Haben wir aber nicht.

Auf dem Platz eine dicke Überraschung: Tonay Torun stand in der Startself, Guerrero dagegen saß auf der Bank! Und das nicht etwa wegen einem erneuten Zipperlein, sondern schlicht, weil Torun in den vergangenen Wochen gut trainiert, in der Zwoten ne gute Figur abgegeben und sich für die Erste angeboten hatte. Dem gegenüber hatte Guerrero zuletzt ja eher schlecht als recht ausgesehen – in meinen Augen daher ein doppelt gutes Signal des Trainers! Einmal an die Stammelf – daß keiner sicher ist, und nach wie vor Leistung entscheidet, wer aufm Platz steht. Und eben auch an den Nachwuchs, daß es wirklich was bringt, sich ein Bein auszureißen!

Torun gefiel mir äußerst gut, er schien seine Chance wirklich nutzen zu wollen und ackerte viel. Daß er dann auch noch Troche das einsnull und Petric das dreieins auflegte… das war wohl das Sahnehäubchen.

Aber von vorn. Daß Troche schon in der dritten Minute das Einsnull schoß, war großartig. Daß 6 Minuten später Marica den Ausgleich schoß, eher nicht. Wir hatten wohl Glück, daß Marica sich wenig später selbst auswechselte (rote Karte) – der hätte uns sonst vermutlich noch gefährlich werden können.

Hinten spielten nämlich Westermann und Guy (Endlich mal wieder ein besseres Spiel! Lag es am Posten in der Innenverteidigung?), außerdem noch Tesche und Zé Roberto – die ja beide alles andere als gelernte Außenverteidiger sind. Sprich: Hinten wie immer pfui.
Nur, daß endlich wieder Rost im Tor stand, und auch laut schrie wenn was pfui war. Überhaupt, Rost – daß ich ihn großartig finde, dürfte hinlänglich bekannt sein. Ich glaube aber, daß er dem Team wirklich gut tut.

Rost kritisiert, nimmt kein Blatt vor den Mund, ist auch mal unbequem – und gleichzeitig muntert er auf und lobt. Also alles Dinge, die ich auch von einem Kapitän erwarten würde…

Aber, um nicht wieder das WestermannmannMANN-Faß aufmachen zu müssen (Das kommt noch früh genug): Vermutlich hat Westermann als “der Neue” auch einfach noch nicht das Standing in der Mannschaft, um den Mund aufzumachen und ein echter Leader zu werden. Nur… wieso macht man ihn dann zum Kapitän?

Aber wir schweifen ab.
Denn nach dem Platzverweis merkte man, daß bald Weihnachten ist: Es geschah ein kleines Wunder. Zumindest, wenn man der Sky-Tröte am Mikrophon glauben schenkt. Der hatte nämlich die ganze Zeit rumtrompetet, daß Pitroipa ja eh niemals das Tor treffen würde. Vermutlich hatte Pitti wieder keine Axt in der Hose, aber immerhin einen Sky-Empfänger – er strafte den Herrn, dessen Namen ich schon wieder verdrängt habe, einfach Lügen – zackbumm, zwoeins.

Überhaupt, Pitroipa! Er hat immernoch Beinchen wie Streichhölzer, legt aber eine extrem tolle Saison hin. Er ist bisher für mich einer DER Aufsteiger im Team. Okay, ist vielleicht auch einfach, unter lauter Verletzten… Aber Ihr wißt, was ich meine.
Daher möchte ich auch ein mahnendes Wort Richtung Liverpool richten: Finger weg!! Also… Falls an den “Die Reds bietet 6 Millionen für Pitroipa”-Gerüchten wirklich was dran ist.

Als wäre ein Pitroipa-Tor nicht schon großartig genug, gab mir der Fußballgott noch ne Portion Schlagsahne: In Form des dreieins durch “mein’” Mladen. Hach. Fußball kann so schön sein!!

Und eigentlich sollte man bei nem dreieins im eigenen Stadion gegen einen Verein vom unteren Ende der Tabelle doch denken, der Drops sei gelutscht. Sollte man. Kann man aber nicht, zumindest beim HSV. Denn kurz nach dem Wiederanpfiff, der HSV war (zumindest geistig) noch in der Kabine… das dreizwo für Stuttgart.

Ich wünschte mir spontan ein Beißholz vor den Fernseher, denn es war ja irgendwie so, so, so typisch. Plötzlich war nämlich auch der Spieler auf den Platz, den ich noch weniger mag als WestermannmannMANN: Der Herr Schlendrian.

Zum Glück ging alles gut, Stuttgart geizte fortan mit Toren, Veh brachte Ruuuuuud und der machte (nach Vorlage von meinem Mladen übrigens. Ich sags ja nur!) das erlösende vierzwo.

Dabei blieb’s dann auch, der HSV siegte endlich mal wieder verdient. Und dennoch: So hui es nach vorne war, das Offensivspiel gefiel mir echt gut, Troche machte ein tolles Spiel (Hab ich das eben gesagt? Aber es war so!) und man könnte wirklich zuversichtlich sein. Wenn, ja wenn, wir eine Abwehr auf dem Platz hätten…

Aber auch da ist Rettung in Sicht: Aogo trainiert wieder, steht kurz vorm Comeback. Vielleicht kann er sogar am Wochenende in Freiburg schon ran. Ich meine, hallo? Ein LINKSVERTEIDIGER?! Wie geil wäre das denn! Ob wir das überhaupt noch können…? :)

Trotz des Sieges platzte Rost nach dem Spiel der Kragen – zu Recht, wie ich finde.

Ich will mich nicht daran gewöhnen, die Bude voll zu kriegen. Selbst gegen zehn Mann. Da müssen sie einen anderen reinstellen.

Ich will mich daran auch nicht gewöhnen. Und eigentlich auch nicht an nen anderen Torwart. Daher hoffen wir, daß es mit Benjamin (soll wohl zum Wochenende auch wieder fit sein) und Aogo bald hinten wieder bergauf geht – nach vorne sind wir ja tatsächlich gut besetzt.

Jetzt wird’s aber auch Zeit, daß ich mal wieder in der Kurve stehe – eisige Temperaturen hin oder her: Ich hab richtig Bock!
NUR DER HSV!

27. Okt. 2010

Gut, daß heute kein Fußball war. Man stelle sich mal vor, heute wäre, zum Beispiel, DFB-Pokal gewesen. Sagen wir… Zweite Runde. Dann hätte ich jetzt womöglich schlechte Laune!

Nee, gut, daß kein Fußball war. Sonst hätte der HSV vielleicht nach Frankfurt gemusst, zur Eintracht. Und wäre, ich weiß, das ist total unwahrscheinlich, aber man kann sich das Horrorszenario ja ruhig mal vorstellen, um danach um so glücklicher zu sein, daß heute ein stinknormaler Mittwoch mit ohne Fußball war, mit 5:2 unter die Räder gekommen.

FÜNFZUZWO! Ich meine, stellt Euch doch mal vor, was ich da für nen Hals gehabt hätte!!!

Nee, stellt Euch das lieber nicht vor – sonst verkriecht Ihr Euch vor Angst schlotternd unterm Bett und kommt nie wieder hervor. Wär schade.

Aber wenn, also WENN, heute Fußball gewesen WÄRE… dann hätte es ja auch sein können, daß Armin Veh krank im Bett bleibt und sich das Elend gar nicht mit ansieht. Womöglich wäre das dann auch der wahre Grund gewesen, daß O(k)rakel Paul starb: Er hat das Debakel vorhergesehen und sich lieber im eigenen Becken ertränkt!

Womöglich hätte es dann nach 13 Minuten schon einsnull und nach 21 Minuten schon zwonull gehießen. Weil WestermannmannMANN und Demel wieder wie Falschgeld in der Abwehr rumgestanden hätten.

Und dann hätte vielleicht mein Mladen den Anschlußtreffer gemacht und man hätte schon gedacht, uiuiui, da geht noch was. Und dann hätten möglicherweise Petric und Pitti jeweils an die Pfosten gesemmelt, und Gekas noch vor der Pause das dreieins gemacht.

Blöd wie ich bin, hätte ich aber trotzdem gedacht, daß da noch was geht. Wenn man der Abwehr in der Halbzeitpause nur genug Espresso einflößt.

Und dann hätte der Petric vielleicht ein Tor gemacht, aber auf der falschen Seite. Und weil das Schicksal echt ein Arschloch ist, und der Fußballgott ein Sadist, hätte er es dann bestimmt gemerkt, und auf der richtigen Seite auch noch eins gemacht.

Und dann hätte vielleicht der kleene Son auch noch ne gute Chance gehabt, und dann hätte Rincón zu allem Elend noch nen Elfer verursacht und zackbumm – 5:2. Mann, wäre das ne Schmach gewesen!

Nee, also wenn ich mir das so alles vorstelle… bin ich echt froh, daß heute kein Fußball war.
Da fällt mir ein… Wann ist eigentlich das Rückspiel?

PS: Glaubt dem Tissi ja nix! In der Halbzeit hat, äh, hätte, er noch per SMS ein dreidrei und den entscheidenden Elfer im Elfmeterschießen durch Petric versprochen. PAH!

PPS: Auf Twitter wurde gleich wieder verbreitet, das Problem des HSV hieße nicht Veh, sondern Hoffmann. Falls jemand der Anwesenden versteht, was Hoffmann mit dem heutigen Pokalaus zu tun hat – ich wäre für eine Erklärung sehr dankbar.

PPPS: Die Salatschüssel ist eh viel schöner als der Pott. Und leichter abzustauben! Und überhaupt, Berlin, wer will schon nach Berlin…?

25. Okt. 2010

Mandelentzündung und Heimspiel gegen Bayern – das paßt wie… nunja. Ihr kennt mich ja. Ins Stadion gehen und NICHT alles geben? Darüber hat Hollywood eine ganze Filmreihe gedreht, blöderweise mit Tom Cruise in der Hauptrolle, wo ich den doch gar nicht so mag. Es wäre eine Mission:Impossible gewesen, beim Nord-Süd-Gipfel krankheitsbedingt die Klappe zu halten. Aber als hätte er es gewußt – Dienstags meinte mein Arzt, er bekommt mich bis Freitags hin. (Nicht hin im Sinne von “kaputt” – das war ich schließlich schon.)

Afrikagroßen Penicillin-Tabletten sei Dank war ich dann also doch fit fürs Spiel der Spiele. Endlich wieder Hamburg, endlich wieder Heimspiel, endlich wieder 22C. Und: Endlich wieder Bayern!

Seit November 2006 haben die Bayern nicht mehr bei uns gewonnen, das letzte Tor gelang ihnen im September 2007. Klingt gut, ne?
Für mich ist Bayern eh nie ein Angstgegner – aber mit einem mehr als verpatzten Saisonstart erst recht nicht. Klar, Bayern hatte Dienstag Champions League gespielt, Doppelbelastung, blablabla. Aber hey, da wurde ihnen ja sogar das Tore schießen vom Gegner abgenommen!

Konnte also eigentlich nix schief gehen, ich hatte schließlich auch noch das Trikot an – und war folglich eine der bei Nedfuller erwähnten Optimisten.

Und dann so… Tja. Das Spiel war mittelmäßig, Bayern, wenn man bedenkt, daß es BAYERN ist, schlecht, der HSV hat keine groben Fehler gemacht, aber auch nicht wirklich was richtig.
Guerrero fand ich über weite Strecken unterirdisch, ich habe recht früh gefordert, daß er gegen Petric getauscht wird. Aber gut, wenn ich Petric fordere, werde ich ja immer nur belächelt.

Überhaupt, Petric. Es war mir, ehrlich gesagt, etwas peinlich, daß ausgerechnet mein Mladen beim Aufwärmen als Einziger auf Mädchen machte und lange Hosen trug. Sogar Zé Roberto trug Shorts! Okay, ihm sind dabei offenbar die Beine eingefroren, denn in der zweiten Halbzeit stellte er das Laufen irgendwann so extrem ein, daß wir eine Verletzung vermuteten.

Bayern in Form von Schweinsteiger (Irgendwer twitterte, er sei mehr Schwein als Steiger) macht mal wieder das, was er immer macht: Rost kaputt. Nachdem er im Auswärtsspiel letzte Saison am Ellenbogen verletzt wurde, war es diesmal das Knie. Verdacht auf Außenbandriss. Hoffentlich bestätigt sich das nicht!

Wobei man ja sagen muß: Im Tor haben wir ein echtes Luxusproblem. Unser erster Bundesligatorwart ist verletzt? Okay, dann wechseln wir einfach einen weiteren Erstligatorhüter ein! Ätsch. So kommt Drobny auch mal zu Einsätzen – geprüft wurde er nicht wirklich, Bayern schoß meist lieber am Tor vorbei als aufs Tor.

Im Vorbeischießen war der HSV leider auch nicht schlecht. Noch besser allerdings im Treffen. Den Pfosten. Das hätte der große Tag von Pittiplatsch werden können… aber es hat leider nicht sollen sein.

Petric kam dann ganz labbadiaesk um die 60. Minute – und gefiel mir noch nicht so richtig. Ich hatte immer den Eindruck, er will sich nicht das schöne weiße Trikot dreckig machen. Ich hatte gehofft, er macht im dritten Heimspiel gegen Bayern zum dritten Mal den Einsnull-Siegtreffer – aber neiiiiiin. Irgendwie scheint er noch nicht völlig zurück zur alten Form gefunden haben. Leider. Immerhin: Der Pass auf Pitti (siehe oben) war klasse.

Auf der anderen Seite spielte Buttbuttbutt mit einem Trikot, das er sich scheinbar vom Schiri geliehen hatte. Ich würde nicht schwören wollen, daß er und Manuel Gräfe nicht zwischendurch mal die Plätze getauscht haben. Hat aber auch nix geändert.

Positiv muß man erwähnen: Bayern ist jetzt seit 290 Minuten in Hamburg ohne Tor. Kaufen können wir uns dafür allerdings nichts. Und während ich in den 90ern über ein Unentschieden gegen Bayern noch in Freudentaumel verfallen wäre, finde ich es diesmal schlichtweg zu wenig. Zwei verschenkte Punkte. Schade!

Auch die Stimmung war mehr so lala. Es schienen mir viele “Fußball-Touris” da zu sein, die nur gucken und nicht supporten. Im A-Rang erkannte man nur in Teilen von 25A Bewegung, vom Rest kaum kaum was oben an. Wechselgesänge mit dem A-Rang wurden zum Trauerspiel. Das muß sich ändern!

Während ich die lustige Schal-schwing-Choreo inzwischen kann, gab es auch (zumindest für mich) neues Liedgut. Sehr eingängiges, einfaches, mit nur vier Zeilen Text. Blöd nur, wenn man über Zeile drei sehr lange rätselt… und irgendwann zum Ergebnis kommt, daß der Text lautet: “Hamburg/ Hamburger SV/ Nordikone/ Schieß’ für uns ein Toooohooohooor!”
Und dann, nach mehreren Runden, in denen man diesen Text laut mitgesungen hat, Nedfuller neben einem plötzlich wispert “Oh. Der hat “Schreit die Kurve!” gesungen!”
Ups. Aber wie sagt der von mir sehr geschätzte Rolf Stahlhofen immer? “Ihr müßt nicht schön und richtig singen – sondern laut und ehrlich!” – ich hoffe, das gilt auch beim Fußball.

Abschließend möchte ich nicht unerwähnt lassen, daß das Mädchen, das von diesem ganzen Taktikkram ja nur so mädchenmäßig Ahnung hat (Ich!), von Nedfuller für das Taktikgebrabbel im Stadion gelobt wurde. Ha!

Am Mittwoch geht’s dann also nach Frankfurt zum DFB-Pokal. Tissi, übernehmen Sie!

Bis dahin… NUR DER HSV!

18. Okt. 2010

Wer hier regelmäßig mitliest, weiß: So sehr ich im restlichen Leben meine Entscheidungen rational treffe – so bekloppt abergläubisch bin ich beim Fußball. Ich glaube ganz ernsthaft an die Kraft der Glückssocken und würde mich schuldig fühlen, wenn ich die Hummel Hummel nicht dabei hätte und der HSV verlöre. Ich glaube auch daran, daß ich nie wieder mit dem Auto zu einem Heimspiel gegen Wer da? fahren darf.

All das machte mir all die Jahre den Kauf eines Trikots zwar nicht unmöglich, aber doch zumindest schwer. Klar, wollte ich eins. Nur was, wenn ich mir eins kaufe, und der HSV dann nur noch verliert? Was, wenn der Spieler, dessen Namen ich auf dem Rücken trage, sich verletzt? Und vor allem: Kaufe ich das Trikot in M, L, XL oder XXL? Was so viel heißt wie: Kaufe ich es in passend, in “Da geht noch ein Pulli drunter”, “Das paßt auch noch über die Regenjacke” oder in “Wenn ich heimlich ins Stadion ziehen will, kann ich unter dem Trikot den halben Hausstand reinschmuggeln”? Für einen Entscheidungsprokrastinateur wie mich eine nahezu unlösbare Aufgabe.

Zuletzt durfte ich ein Trikot vom Herrn Nedfuller ausführen. Jetzt muß ich das nicht mehr: Ich habe nämlich ein eigenes. Und zwar ein ganz wunderbares, das man kaum noch im Stadion sieht.
Vor einigen Tagen bot mir nämlich Thomas Knüwer sein 80er-Jahre-Trikot an. Kein Retro-Nachdruck, ein echtes. BP-Werbung. Erima. Ihr wißt schon: damals. Die guten, alten Zeiten – als der HSV noch richtig erfolgreich war und ich mit der Rassel um den Weihnachtsbaum bin.

Ich vermute, es hat selten jemand ehrfürchtiger ein Trikot ausgepackt als ich. Und das, obwohl ich da noch nicht mal wußte, daß es live bei der vorletzten Meisterfeier war. Es paßt wie angegossen und ich würde es am liebsten gar nicht mehr ausziehen. Es ist eines der großartigsten Geschenke, die ich mir vorstellen kann, genau so ein Trikot wollte ich immer haben – daher auch hier noch mal ein riesiges Dankeschön an Thomas Richtung Düsseldorf. Ich werde es hüten wie meinen Augapfel und es natürlich Freitag gegen Bayern gleich tragen. Und wenn der Fußballgott irgendwann ein Einsehen hat und mir meinen so sehr gewünschten Titel schenkt, dann wird es seine zweite Meisterfeier erleben.

Kaum saßen das Trikot und ich zusammen auf dem Sofa (Ich bin da wie ein kleines Kind, das an Heiligabend die neuen Spielsachen mit ins Bett nimmt.), spielte der HSV auch schon in Mainz. Lustigerweise, denn das hätte so ja auch keiner gedacht, ein Spiel, auf das alle guckten. Mehr wegen Mainz, als wegen dem HSV – die waren nämlich mit sieben Siegen in Folge in die Saison gestartet, hatten den Startrekord von Bayern (1995) und Lautern (2001) eingestellt – und wollten gegen uns einen neuen aufstellen.

Moment mal… Siegesserie? Bayern? Da war doch was…! Genau.
2005 hatte Bayern saisonübergreifend 15 Siege in Folge gewonnen, 16 nicht verloren. Dann kam das Spiel beim HSV – und die Serie war vorbei.
Der zweite Streich folgte ein halbes Jahr später: Wieder hatten die Bayern 16 Spieltage lang nicht verloren, der HSV kommt – und gewinnt.

Eigentlich KONNTE also auch gar nix schief gehen. Dachten meine Rothosen auch – und machten ordentliche Ansagen Richtung Mainz, Veh inklusive.
Ich bin ja, wen wundert’s, ein Freund von Großmäuligkeit. Ein noch größerer Freund bin ich aber davon, diesen Worten Taten folgen zu lassen. Denn sonst bietet man den Lieblingsgegnern einfach zu viel Angriffsfläche. Darauf hatte der HSV sicher keinen Bock.
Außerdem hatte ich ein weiteres As im Ärmel: Tissi war im Stadion und hatte mir vorher schriftlich gegeben, daß er den Sieg mitbringt…

Ich war entsprechend entspannt.

Neben Ruud spielte diesmal Guerrero – eine gute Wahl. Okay, wir hätten auch nicht viele Alternativen im Sturm gehabt (Außer, wieder auf lustige Systeme umzustellen, die wir nicht können) – aber Guerrero gefiel mir jedenfalls richtig gut.
Auch Zé (Wir erinnern uns, das ist immer mehr so subjektiver Mädcheneindruck hier – die Fakten dröselt wie immer Nedfuller auf) gefiel mir gut – endlich wurde er mal nicht hinten in der Abwehr verschenkt, sondern konnte im Mittelfeld für Gefahr sorgen.

Gefahr gab es reichlich – es gab Torchancen hüben wie drüben. Mainz tat uns den großen Gefallen und spielte Fußball – anstatt sich hinten reinzustellen und zu mauern.
Immer wieder schienen sich beide Mannschaften “Wolle mer’n roilosse??” zu fragen – zweimal stand dabei nur noch die Latte im Weg. Ein weiteres Mal stand der Schiri im Weg – er gab ein Tor von Ruud nicht. Ich fand die Entscheidung hart, wenn nicht sogar unberechtigt – aber mich fragt ja keiner.

Ich habe eigentlich die ganze Zeit über nie mein “Die hau’n wer wech!”-Gefühl verloren. Nur, daß irgendwann die Zeit davonzulaufen schien. Und dann, kurz vor Schluß… BÄMM! Guerrero. Nulleins. AUS!WÄRTS!SIEG!

Der HSV also wieder einmal als Serienkiller. Wie sagte Poldi am Freitag nach dem Kölnspiel so schön?
“Jetzt stehen wir wieder mit leeren Punkten da.”

Wir zum Glück nicht. Und wo jetzt die Mainzer Serie gerissen ist, wäre es an der Zeit, eine neue zu beginnen. Der HSV hat zwei Siege aus den letzten beiden Spielen – und ich finde, am Freitag darf da gerne ein dritter dazu kommen. Das magische Trikot und ich werden jedenfalls alles dafür tun.

In diesem Sinne: NUR DER HSV!

3. Okt. 2010

Zu Kaiserslautern hab ich ja ne ganz spezielle Beziehung. Früher, als ich noch in Heidelberg wohnte und Lautern erstklassig war, war das natürlich eins der Pflichtauswärtsspiele. Man konnte da auch spontan hinfahren, es gab an der Tageskasse immer noch Gästekarten, meist sogar ermäßigt (Ja, auch ich ging mal zur Schule/Uni. Lange her.).

Unvergessen, wie ich mich mit Stadionkumpel B. im Block traf, und er ohne Begrüßung erst mal vor mir niederkniete, um zu prüfen, ob ich auch die Glückssocken trage (Die von damals sind inzwischen übrigens in Rente).

Ich habe in Lautern oft verloren. Ich kann mich an keinen einzigen Sieg dort erinnern, beim 3:0-Auswärtssieg 2005 lebte ich nämlich schon in Berlin und schaffte es nicht auf den Betze.
Einmal hatte ich sogar schon im Zug vom Feeling her ein schlechtes Gefühl, der Zug war bereits flächendeckend durch Lauterer (Verziehung, war aber so!) vollgekotzt, von den Zugtoiletten mal ganz zu schweigen, und irgendwie machte das alles gar keinen Spaß. Ich stieg irgendwo in der Pampa aus, kehrte Lautern den Rücken und fuhr mit dem nächsten Zug zurück. Gute Entscheidung: Der HSV ging damals (es war 2003) 4:0 baden.

Jetzt sind die roten Teufel also wieder erstklassig – und es war klar: Für den HSV muß ein Sieg her. Oder in Hamburg ist der Teufel los.

Nach massivem Geblogge und Getwitter ließ sich Armin Veh dann auch tatsächlich auf das Projekt #442 ein und stellte das System um.
Das fruchtete auch sofort. Allerdings für Lautern. Dritte Minute – nulleins.

Ich nahm spontan vor Zorn die Farbe des Lautrer Wappens an und rief in Lille an, ob sie nicht vielleicht Rozehnal wieder hergeben wollen.
Ganz ehrlich – ich bekomme Schnappatmung, wenn WestermannMannMANN!! auch nur in der NÄHE des Balles ist. Bei Rozehnal bekam ich die meist erst, wenn er den Ball hatte.

Schon wieder ein Gegentor verschuldet. Diesmal durch ein Foul. Und auch sonst ein, zwei Klöpse geliefert. UND DAS ALS KAPITÄN! Kann da nicht jemand was machen? Bitte??

Und weil man nicht meckern soll, wenn man keine Alternative hat, habe ich natürlich auch noch ne Lösung in der Hinterhand… Unser Sportchef gibt, habe ich gehört, nen ganz passablen Innenverteidiger ab. Wie wär’s, Basti? Nochmal Anzug gegen Rothosen tauschen?

Was uns letztlich den Arsch rettete, war Jaros Verletzung. Quasi. Für ihn kam Kacar, der in der zweiten Halbzeit den Ausgleich machte. Endlich!! Mir purzelten diverse Hinkelsteine vom Herzen.

Das hatte sich allerdings recht schnell erledigt. Veh brachte nämlich, wie in Bremen, beim Unentschieden Troche. Waaaaaah. Humor hat er ja. Diesmal ging es allerdings gut.

Mehr als gut, sogar: Choupo schaffte es sogar kurz vorm Ende, mit der Sohle den Ball über die Linie zu drücken. Zwoeins. Endlich mal wieder drei Punkte!

Machen wir uns nichts vor, das Spiel war eine Vollkatastrophe, der HSV spielte nur ca. 10 Minuten Fußball. Die restlichen 80 Minuten waren eine absolute Zumutung. Trotzdem sind es unterm Strich drei Punkte.

Da muß aber ganz, ganz dringend was passieren. Da muß jemand ordentlich auf den Tisch hauen – oder ich statte der Mannschaft mal mit dem Nudelholz einen Besuch ab.

Jetzt ist Länderspielpause, Zeit genug, da mal ein bißchen System in den Hühnerhaufen zu bringen. Danach geht’s nach Mainz. Eigentlich klingt das so einfach, ein Spiel beim (gefühlten *hüstel* Danke an Arne!!) Aufsteiger – wenn der Karnevalsverein nicht ungeschlagener Spitzenreiter mit 10 Punkten mehr als dem HSV wäre. Aber jede Serie reißt mal – auch die der Mainzer. Ich finde, der 8. Spieltag wäre der perfekte Zeitpunkt dafür.

Hoffen wir, daß Veh diesmal nicht wieder kurz vorm Spiel ein Geheimtraining anordnet, damit keiner merkt, wie scheiße wir spielen.

In diesem Sinne: Nur der HSV!

23. Sep. 2010

70 Prozent Ballbesitz, 175:1 Ecken, 19:8 Torschüsse, 51:8 Flanken, 513:223 Pässe, davon 89 Prozent erfolgreich. Klingt eindeutig? War es auch. Denn die Mannschaft, die nach Zahlen derart unterlegen war, gewann durch 1:3 Tore. Wieso, weiß keiner so genau.

Es ist ein wenig wie bei Rotkäppchen. Nur, daß der böse Wolf diesmal Rothöschen gefressen hat. Und zwar eine ganze Mannschaft. Und wir waren nicht auf dem Weg zur Großmutter, sondern… tja, wo hin eigentlich? Sagen wir einfach: Nach oben, Richtung Tabellenspitze.

Zu allem Elend gefiel mir der HSV wesentlich besser als am Sonntag. Die Pässe kamen an, nach vorne ging endlich mal was. Guerrero war verletzungsbedingt raus, dafür spielte Petric. Er schien mir die Chance nutzen zu wollen, zumindest in der ersten Halbzeit hatte ich den Eindruck, daß für ihn einiges geht. Da lag auch ein Tor in der Luft.

Na ja. Das fiel dann auch. Für die Wölfe. Blöd. Immerhin: Der HSV drückte, es gab Torchancen – und irgendwann endlich den Ausgleich. Durch Choupo-Moting. Hochverdient!

Für ihn freute es mich sehr, überhaupt gefiel er mir heute gut. Aber klar, was will er auch machen? Da bekommt er nen Platz in der Startelf, endlich mal ne Chance – die MUSS er nutzen. Ich glaube, selbst wenn Veh ihn ins Tor gestellt hätte, hätte Choupo heute alles gegeben.

Und doch hat es nix gebracht. Die Überlegenheit war da – aber der Abschluß scheiterte. Und wer vorne keinen rein macht, kann eben leider auch kein Spiel gewinnen.
Irgendwie ein weiterer Fall von “Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.”

Schöne Scheiße. Ich könnte, wenn es nicht schon so spät wäre und ich eh keinen Hunger mehr hätte, gar nicht so viel essen, wie ich gerade kotzen möchte.

Aber es hilft ja auch alles nix. Aufstehen, Mund abwischen – weitermachen. Es muß sich was ändern. Und ich finde, Sonnabend in Bremen wäre der passende Ort und die passende Zeit dafür.

Heute nach dem Spiel gelernt: Es gibt wahnsinnig viele estnische Sprichwörter, die sich mit Wölfen beschäftigen. Mein liebstes lautet: Der Wolf hat keine Angst, wenn das Schaf furzt.
Hat zwar nix mit dem Spiel zu tun – schießt aber auch keine Tore gegen den HSV. Immerhin.

Ich sollte vielleicht morgen noch mal ins Fitnessstudio. Für den Fall, daß ich Sonnabend in Bremen alleine das Ruder rumreißen muß…
Und bis dahin frage ich mich: Rothöschen, wieso hast Du denn so eine schlechte Abwehr?

In diesem Sinne: Nur der HSV!

13. Sep. 2010

Vermutlich sollte ich dankbar sein. Immerhin hat Veh bisher als Trainer immer gegen den Glubb verloren. Sagt der Herr Fußballwurst. Der ist aber nicht objektiv, der ist Glubberer.
Verloren hat der Veh diesmal auch wieder gegen die Glubberer. Einseins nämlich. Dumm gelaufen.

Aber von vorn: Der Glubb spielte schon im Mittelfeld so, als hätte Mörtel Lugner höchstpersönlich die Aufstellung gemacht. Da wurde mit Mann und Maus gemauert, dabei aber vergessen, daß sich Fußball MIT Ball deutlich einfacher spielen läßt. Der HSV kam so auf knapp 75 Prozent Ballbesitz, womit er allerdings auch nicht immer was anzufangen wußte.

Irgendwann war dann aber doch Tooooris Mathijsen da. Oder eher sein Knie. Einsnull. Nach ner Ecke. Schon wieder!

Apropos schon wieder. Die Schiriassistenten schienen eine neue Art Hand-Viagra genommen zu haben. So oft, wie die ihr Fähnchen hoben und Abseits anzeigten, kann man gar nicht im Abseits stehen. Mannmannmann.

Bleiben wir beim Thema Hand. Rost foulte bei einer Rettungsaktion mit dem Fingernagel des kleinen Fingers Schieber und der Schiri meinte, er müsse Elfmeter pfeifen. Kann man machen, muß man aber nicht. Also echt nicht. Ich meine… der Typ heißt nicht umsonst Schieber, nä?

Tja. Was soll man sagen? Die Pfeife pfiff und dann kam einer, dessen Namen mich immer an die Fettcreme aus der TV-Werbung (die mit dem blauen Blob) erinnert, und macht das Einseins.
Blöd. Und irgendwie doch ziemlich unverdient.

Der HSV gefiel mir nur so lala. Jaro war mit den Gedanken wohl in Prag bei seiner hochschwangeren Frau – verständlich. Sah man aber leider. Trochowski stand seit längerem mal wieder in der Startelf und schaffte es nicht wirklich, sich zu empfehlen. Petric saß nur auf der Tribüne rum und sah gut aus… und selbst Ruud brachte diesmal leider nicht so viel.
Großes Hmpf in jeder Hinsicht. Aber ich seh das einfach mal als verpatzte Generalprobe für kommenden Sonntag.

Am Ende des Tages hatte der Glubb dann leider doch der alte Spruch auf seiner Seite: Hinten dicht machen, vorne hilft der liebe Gott. Nur daß der liebe Gott diesmal eben leider ne Pfeife in der Hand hatte.

In diesem Sinne: Glaube, Liebe, Hoffnung. NUR DER HSV!

31. Aug. 2010

Ich mag Listen. Schon immer. Ich habe als Kind schon ein halbes Jahr vorm Sommerurlaub akribisch aufgeschrieben, was ich mitnehmen werde. Und dann doch die Hälfte vergessen. Ich habe hier zig Listen über dies und das gebloggt, alles fein. Was ich nicht mag, ist diese verdammte Transferliste. Oder eher: die Panikmache am letzten Tag des Transferfensters.

Eben, um 12 Uhr, schloß das Transferfenster. Will sagen: Wer dann nicht auf der Liste steht, bleibt.

Was wurde die letzten Tage nicht alles geschrieben – über Mladen Petric natürlich. Er sei unzufrieden, divenhaft, wolle weg. Turin hätte Interesse, Stuttgart auch. Der Trainer plane eh nicht mehr mit ihm.

Interesse von mir aus. Aber nach EINEM Spiel auf der Bank Wechselabsichten unterstellen? Ick weeß ja nüscht. Ich hielt das von Anfang an für absurd, schon alleine, weil Petric einfach ein guter Stürmer ist, den man nicht einfach so gehen läßt.

Ja, momentan spielt er die zweite Geige. Aber was, wenn wir mal spät in Rückstand geraten und Veh umstellt? Was, wenn sich Ruud verletzt oder gelbgesperrt ist?
Guerrero, klar. Und dann? Choupo scheint mir zu jung. Berg ist verliehen.

Also so rein objektiv hatte ich da ja gar keine Sorge. Aber dann kam wieder die Panikmache von allen Seiten, Herr Matz änderte zum drölften Mal die Meinung und irgendwann war ich dann doch panisch, daß irgendwer Scheiße baut und meinen Mladen auf die Transferliste setzt.

Jetzt ist sie endlich da, die Liste (PDF). Rozehnal wurde nach Italien verliehen (oder nach Frankreich verkauft, das ist wohl noch etwas unklar), was ich begrüße. Van der Vaart kommt nicht zum HSV, nicht zu Schalke und auch nicht zu den Bayern – was ich ebenfalls begrüße. Und, das wichtigste: Petric bleibt!

Wie hieß es schließlich schon in Dirty Dancing? “Mein Mladen gehört zu mir!”

Update: Das Chaos um die Deadlines ist perfekt. Während Matz meldet, es sei endgültig, die Liste geschlossen und gäbe auch keine Hintertürchen, kann man laut Dogfood bis 18 Uhr noch für die Transferliste nachmelden. I wer’ narrisch!!

PS: Wann öffnet eigentlich das Transferfenster im Winter? Ich frage für eine dringend nötige Baldrian-Bestellung…

30. Aug. 2010

Man kann in Frankfurt am Main ja so einiges tun. Ebbelwoi trinken. Bei Primark shoppen. Ins Ausland fliegen. Man kann aber auch einfach das machen, was der HSV dort besonders gerne macht: anreisen, 3 Punkte mitnehmen, abreisen.

Ach Kinners. Ihr wißt ja, wenn ich für einen Verein neben dem HSV wirklich Sympathien habe, dann schon immer für die Eintracht. Aber nicht, wenn sie gegen den HSV spielt. Dann sind die Punkte uns, ob mit Abseitstor in der Nachspielzeit oder ohne.
Sorry, liebe Frankfurter – wir brauchen die Punkte einfach dringender als Ihr, wir wollen nächste Saison wieder international spielen. Bei Euch käme da doch eh nix bei rum ;-)

Dieses war der erste Streich. Und der zweite folgt Ende Oktober im DFB-Pokal.

Aber langsam. Es sah ja ne Weile gar nicht so dolle aus für uns. Die Eintracht führte mit einsnull, weil Jansen wie der Ochs vorm Berg (Nein, nicht Marcus Berg…) rumstand, während Patrick Ochs das Tor machte.

Nach der Halbzeit dann die riesige Überraschung: Der HSV schießt Tore. NACH ECKEN. Bidde WAS??

Erst kommt Tooooris Mathijsen und macht nach einer Ecke das wichtige (“Mei Nerve!”) einseins. Dann kommt -wer sonst?- Ruuuuuuuuuuuuuuuud und macht das zwoeins. Auch nach ner Ecke. UN-GLAUB-LICH!
Also, Ihr wißt doch… Ecken. Diese Standards, bei denen der HSV letzte Saison zum Schluß gar nimmer angetreten ist, weil eh klar war, daß sie nix bringen!

Aber der HSV kann nicht nur plötzlich Ecken. Es ist auch sonst alles rosarot. Also außer der neuen Frauenkollektion, die ist schwarz-weiß-gold. Aber das tut hier nix zur Sache.
Wieder ein Spiel gedreht. Wieder ein Ruud-Tor. Und anstatt in der Schlußphase, wie letzte Saison so oft, noch den Ausgleich oder sogar eine Niederlage zu kassieren, macht Paolo Guerrero mit dem dreieins den Deckel zu.

Kinners, das macht Spaß. Das kann gerne so weitergehen!

Okay, nicht ganz. In Frankfurt saß nämlich mein Mladen auf der Bank, was er gar nicht so lustig findet. Die MOPO orakelt schon, er würde vielleicht nach der Nationalelf gar nimmer zurück nach Hamburg kommen, sondern nach Turin fliegen.

Turin? Naaaaaiiiiin! Ich hab dem Mladen doch gesagt, er soll mich in Berlin besuchen. BERLIN, Herr Petric. NICHT Turin! Wenn er mir doch nur eiiinmal zuhören würde…. Pah, Männer!

Ich hoffe, die machen jetzt kein Scheiß da in Hamburg. Ich weiß, daß Petric uns nur noch jetzt Geld bringen würde. Aber die können doch nicht einfach meinen Mann verkaufen, das ist doch ein Guter! Und wenn man ihn wegen akutem Stinkstiefelism loshaben will, dann hätten wir Elia ja schon längst vor die Tür setzen müssen… der ist mit seiner Position, dem Verein, dem Wetter und dem Inhalt seines Überraschungseis doch noch nie zufrieden gewesen!

Also, Herr Veh… Finger weg. DAS IST MEIN MLADEN!

Und Ihr lieben Frankfurter, danke für die Gastfreundschaft und die drei Punkte. Wir kommen gerne wieder! Ihr wißt ja: Ihr müßt immer auf der Ruud sein…

In diesem Sinne: Glaube, Liebe, Hoffnung. NUR DER HSV!

23. Aug. 2010

Am 21. August um 18:30 Uhr endete für mich eine lange Durststrecke. Es waren genau 103 Tage ohne Bundesliga. Ohne HSV. Ohne große Fußball-Emotionen.

Das hat jetzt endlich ein Ende. Endlich wieder Fußball, endlich normale Leute. Endlich Singen, Klatschen, Hüpfen, Pöbeln. Endlich wieder Glückssocken, Hummel Hummel und Halbzeitfranzbrötchen.

Und doch ist alles anders: ich habe nämlich ein neues Zuhause. Ich bin jetzt endlich dort angekommen, wo ich hingehöre: in 22C. Stimmungsblock. 90 Minuten Support. Choreos. Den Rest des Stadions animieren.

Von dort oben hat man, auch ich als Maulwurf, einen prima Überblick. Aber man hat ganz schön zu ackern. Da tun Hände vom Klatschen weh (Egal, ein bißchen Schwund is immer!) und meine Stimme ist immer noch angeschlagen. Aber es hat verdammt viel Spaß gemacht – und wahnsinnig gut getan.

Den Blick von da oben seht Ihr in meinem neuen Header. Schön, oder? (Nochmal Danke an Yellowled für die Hilfe beim Headerumbau!)

Die Entscheidung, nach 22C umzuziehen, war goldrichtig. Auch, wenn ich noch nicht alle neuen Chants kann. Aber die Nord mit “DIE ARMEEE!” aufzufordern, ein “Hey, hey, hey, hier kommt Hamburg” anzustimmen, das irgendwann das ganze Stadion mitsingt und natürlich mit’n Trudelband die Tore zu feiern… Großartig.

Das Spiel tat sein übriges. Topspiel, Schalke, Ruud vs. Raúl. Das Ergebnis ist bekannt: Der HSV gewann durch zwei Tore von (ich schreib das doch so gern, weil ich es immer noch nicht glauben kann) Ruud van Nistelrooy mit 2:1.

Und Raúl? Spielte gar nicht mal so gut. Aber hey, er hat keine Ablöse gekostet. Und Ihr wisst ja: nem geschenkten Raúl schaut man nicht ins Maul…

Noch in der ersten Halbzeit sah es so aus, als wäre es wieder eines dieser Spiele, in denen der Ball partout nicht über die Linie will. Der HSV spielte mit nur einem Stürmer (Ruud), Petric auf seiner neuen, ungeliebten Position. Da spielte er dann nur so lala… daß sogar ich vor Zeugen forderte: Petric raus, Guerrero rein – hilft ja nix!

Veh hörte sogar auf mich – wenn auch erst, ganz labbadiesk, in der 70. Da wehte dann fast ein Hauch von Fönfrisur durchs Stadion.

Was gut war, außer der Stimmung: Ruud natürlich. Und Pitti gefiel mir verdammt gut. Und Rost war da, wenn wir ihn brauchten. Und ich habe mich sehr gefreut, Jarolim aufm Platz zu sehen.

Lustige Anekdote am Rande: Neben mir, am Rand von 22C (Jojo nannte uns “Kuchenblock” – nächstes Mal stehe ich weiter im Block), stand Spence. Aus King of Queens. Oder sein Doppelgänger. Und er war wahnsinnig anhänglich. Klar, er wohnt ja noch bei seiner Mutter und sucht einen Weg da raus…

Was ich mich übrigens auch immer noch frage: Was ist eigentlich der Keeper von Wer da? von Beruf?

Der Auftakt war verdammt großartig – so kann es gerne weitergehen!
In diesem Sinne: Glaube, Liebe, Hoffnung. NUR DER HSV!

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