Da is’ das Ding!

 

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29. Sep. 2010

Tja, was soll ich sagen? Außer vielleicht: Schon wieder Bremen.

Einige Tage, viele Gedanken und viele wiederholte Spielszenen später bin ich immer noch da, wo ich Samstag nach Abpfiff war. Also… gedanklich. Nicht körperlich. Nicht auszudenken, ich stünde immer noch in der verbotenen Stadt auf der Baustelle rum…

Nach vorne war das Samstag streckenweise ziemlich hui – nach hinten dafür um so mehr pfui. Da wünscht man sich doch glatt die gute, alte Stevensive zurück.

Machen wir uns nix vor, ich bin echt kein Taktik-Nerd. Dafür ist der Herr Nedfuller da. Ich mach hier mehr so den Mädchenkram.

Aber wenn sogar ich erkenne, daß wir ein System spielen, daß wir nicht können… wieso erkennt das dann der Trainer nicht?

Wie viele Spieler will er denn noch auf der 10 ausprobieren? Guerrero, Petric, Elia, Troche – alles ein Schuß in den Ofen. Gut, wir haben noch ein paar Spieler im Kader, wir hätten auch noch ein puscheliges Maskottchen und sogar einen bloggenden Busfahrer, die können wir gerne alle da vorne noch ausprobieren – helfen wird es aber vermutlich nicht.

Der einzige, der meiner Meinung nach (Wir erinnern uns: ich bin ein Mädchen und kann 90 Minuten dauerpöbeln, hab die Taktik aber echt nicht erfunden) in der Lage wäre, da vorne zu spielen, stand in Bremen hinten links in der Abwehr.
Zé wurde, wenn ich mich richtig erinnere, bei irgendeinem Testspiel schon als Linksverteidiger ausprobiert, klar kann der das, wenns sein muß. Zé kann alles! Aber es kann doch nicht sein, daß er dann von hinten versuchen muß, das Spiel zu machen und die Bälle zu verteilen?

Und überhaupt, Abwehr. Kinners, ich bin inzwischen so weit, daß ich mir Rozehnal zurückwünsche, wenn wir nur Westermann los wären. ICH! ROZEHNAL! Das muß man sich mal vorstellen!
Ich halte Westermann da hinten für, sagen wir mal, suboptimal. Der ist leider nicht so ne Bank, wie unsre Abwehr bräuchte. Im Gegenteil. Gefühlt (Das mag in dem Ausmaß täuschen, aber einen wahren Kern hats allemal) leistet er sich in jedem Spiel nen Klops, der zu nem Gegentor oder zumindest einer Großchance führt.

Und dann isser auch noch Kapitän. Das geht so nicht!! Und trotzdem weiß ich: Veh wird vieles tun, aber nicht Westermann die Kapitänsbinde abnehmen, um sie Jaro oder sonstwem zu geben. Grmpf.

Aber erst mal zu Samstag. Bremen. Mal wieder. Letztes Mal war ich da zum UEFA-Cup-Halbfinal-Hinspiel. Ein AUS!WÄRTS!SIEG!

Seither ist einiges passiert. Bremen hat das Stadion so umgebaut, daß es von außen wie ein mit Solarzellen verkleidetes Parkhaus aussieht. Kennt Ihr das Parkhaus in Hamburg, hinter Saturn, am Anfang der Mönckebergstraße? Ja? Genau so sieht das aus, wenn man in Bremen vor der Gästekurve steht.

Und ich stand da lange. Ach, was sag ich… Noch länger. Das mit dem Einlaß war nämlich schon wieder ziemlich scheiße gelöst. Vorm Einlaß waren Absperrungen und Schleusen zur Sicherheitskontrolle. Klar. Aber davor war noch mal ne Absperrung. Und da stand mittendrin ein Baum, den man seinerseits mit einer Absperrung umgeben hat.
Wenn dann aber in der Absperrung rund um den Baum schon viele Leute sind, die gerne ins Stadion rein wollen und am Einlaß im Gedränge stehen… und dann die Polizei hinten die andere Absperrung aufmacht, obwohl der Einlaß vorne ewig dauert… dann wird das dadurch für die, die am Eingang anstehen, nicht unbedingt undrängeliger.

Es dauerte nämlich unter anderem deswegen so lange, weil die Bremer diesmal alles ganz besonders gut und gründlich kontrollieren wollten. Ich mußte meine Schuhe ausziehen. Turnschuhe. Ich.
Außerdem mußte ich meinen Schalknoten lösen. Und meine Tücher, von denen ich eins am Handgelenk hatte, und eins am Griff meiner Tasche, aufknoten.

Fragt mich nicht, was sich hätte unter den Knoten verbergen können, ich weiß es nicht. Es ist sicherlich gut gedacht gewesen – war allerdings lächerlich. Ich habe lange genug selbst Einlaßkontrollen zu öffentlichen Veranstaltungen durchgeführt – ich erkenne eine gute Kontrolle, wenn ich eine sehe. Und unter uns: Ich sehe in Bundesligastadien verdammt wenige bis gar keine.
Ich mußte zwar meine Tücher aufknoten und die Schuhe aufmachen – es hat sich aber keiner die Mühe gemacht, in die Seiten- oder Innentasche meiner Handtasche zu schauen. Natürlich würde das Zeit kosten – aber wesentlich weniger, als jemanden die Schuhe aus- und wieder anziehen und alle Tücher aufknoten zu lassen. Und die Wahrscheinlichkeit, daß sich in einer Innentasche ein verbotener Gegenstand befindet ist weit größer als die, daß ich ihn im Schuh mit mir rumtrage. Schon alleine, weil es in der Seitentasche bequemer ist.

Ich sage damit nicht, daß ich verbotene Gegenstände dabei hatte – im Gegenteil. Aber ich hätte können. Und zwar völlig ohne Probleme. (Und ja, ich habe damals immer alle Außen/Innentaschen gecheckt. Ich war aber auch nicht sonderlich beliebt deswegen…)

Egal. Nach der Kontrolle gings also direkt in den neuen Block. Oberrang. Kann man machen, klappt in München ja auch. Und auch mein Heimatblock im Volkspark ist ein Stehplatzblock im Oberrang. Alles kein Ding.

Problematisch allerdings: Die Stufen in Bremen, auf denen die Gäste stehen, sind sehr schmal. Und damit nicht genug: Zwischen den Wellenbrechern (Hinter jeder Stehplatzreihe ist ein Wellenbrecher, weil die Sitze, die bei internationalen Spielen runtergeklappt werden, dort fest montiert sind) sind zwei Stufen. Zwei schmale Stufen statt einer breiten, wie in Hamburg. Wer da “Wer nicht hüpft, der ist ein Bremer” zelebrieren will, muß aufpassen, wo er hin hüpft.
Doch damit nicht genug – direkt neben uns hörte mitten im Block die Stufe auf. Es gab eine Unterbrechung von vielleicht 20 Zentimetern – breit genug, um eine fiese Stolperfalle zu sein. Vor allem und gerade bei Stehplätzen, wo eben auch mal gehüpft wird, oder alle beim Torjubel ein wenig durch die Gegend pogen.

Ich erzähle das alles, weil ich schon sehr früh starke Zweifel an der Sicherheit des Gästeblocks und der gesamten Umsetzung äußerte. Ich habe recht früh gesagt, daß man durch die Anordnung der Stufen in der Nähe eines Bengalos nur schwer Platz machen kann. Und daß man als Gästefan die Anzeigentafel nicht sehen kann, da man sie direkt vorm Kopf hat, lassen wir jetzt einfach mal außen vor.

Zum Spiel selbst ist schon fast alles gesagt: Der HSV lag zwonull hinten, kämpfte sich durch Ruud und Pitti (!) zurück ins Spiel. Und dann bringt Veh, was keiner verstand, Troche. Wo wir alle hofften, daß er Petric bringt – weil der immer für ein Tor gut ist.

Der Rest ist Geschichte. Troche verliert kurz vorm Ende einen schnöden Zweikampf, daraus ergibt sich ein Konter – dreizwo. Alles aus.

Natürlich hat Troche (Achtung, nach meiner *hüstel* Taktikkompetenz und meiner Erfahrung als Security glänze ich jetzt mit meinem Jura-Studium) die Kausalkette in Gang gesetzt, die zum Gegentor geführt hat. Dennoch fand ich persönlich Vehs Reaktion nach Abpfiff (Gehöriger Anschiss vor allen Leuten für Troche) unprofessionell. Überzogen. Unnötig.
Das Spiel hat nicht alleine Troche vergeigt. Wir hätten uns zum Beispiel gar nicht erst die beiden Angriffe zulassen dürfen, die zu den ersten zwei Toren geführt haben!

Ach, lassen wir das. Es hilft ja leider nicht.

Kommen wir zu etwas anderem: Ich wäre nämlich dafür, daß man außen am Weser-Stadion irgendwo gut sichtbar den Hinweis “Dauerwerbesendung” anbringt. Natürlich befinden wir uns im Profifußball, klar gibt es Bannerwerbung und Werbejingles. Aber muß man wirklich jede Ecke akustisch mit einem Tröten ankündigen? Jede Karte, jeden alles? Bei uns werden manche Sponsoren (Karten, Ecken) einfach nur stumm auf der Tafel eingeblendet, ohne Ton.

Es ist ja vielleicht auch ganz niedlich, daß sofort nach jedem Tor ein “Sponsor XY brennt für Werder… und knipst das Licht an” auf den Werbeflächen der Haupttribüne und der Gegengerade erscheint. Aber ob das bei einem Gegentor so glücklich ist? Ich mein ja nur.

Was sich auf der großen Anzeigentafel bei Toren, Ecken, Karten oder Ballkontakten werbetechnisch abspielt, vermag ich indes nicht zu beurteilen: Ich konnte sie aus dem Gästeblock heraus schließlich nicht sehen.

Ich vermute aber, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis beispielsweise Pizzaro einen Personal-Sponsor bekommt, und bei jedem Ballkontakt der Duft frisch gebackener Pizza im Stadion verströmt wird, um den Verkauf in der Pause anzukurbeln.

Aber auch das werde ich nicht ändern können. Wenden wir uns lieber den Geschehnissen nach dem Spiel zu.
Ich habe lange weitestgehend geschwiegen, was für mich ziemlich selten ist. Ich habe verfolgt, was die Medien draus machen. Was die Bremer Polizei äußert. Und wann endlich die ersten beginnen, die zweite Variante der Geschichte aufzuschreiben.

Ich weiß nicht, wer an dem Unglück nach dem Spiel Schuld ist. Ich weiß nicht, wie es wirklich angefangen hat und ob es “den/die Schuldigen” überhaupt gibt. Ich weiß aber, daß vieles von dem, was allgemein so behauptet wird/wurde, nicht stimmt.

Ich war dabei. Ich war im Gästeblock. Und ja, es war vorher von der Bremer Polizei schon schriftlich über die Supporters angekündigt und im Stadion durchgesagt worden, daß es eine Blocksperre von 20 Minuten geben würde. Das ist ja kein Problem, das kennen wie schon – aus Bremen und von internationalen Spielen.

Wenn die Polizei jetzt behauptet, die Sperre sei nur 7 Minuten länger gewesen als angekündigt, dann ist das schlichtweg falsch. Wir waren nicht im Gedränge, sondern noch drin im Block und haben gewartet, bis sie die Treppen freigeben. Von unserem Platz aus blickten wir genau auf einen Treppenabgang. Und noch um 20.58 Uhr twitterte Nedfuller “Zwanzig Minuten sind in Bremen ein dehnbarer Begriff”. Selbst wenn man davon ausgeht, daß das Spiel um 20.20 Uhr endete – dann waren knapp 40 Minuten später die Ausgänge immer noch versperrt. Und es gab keinerlei Durchsagen, daß oder wieso sich die Blocksperre verlängert – und daß die Züge Richtung Hamburg warten würden.

Ich vermag keine Schuld zuzuweisen. Das ist die Aufgabe der Kripo, und ich hoffe, daß das Unglück schnell und komplett aufgeklärt wird und die Polizei in Zukunft unten das Tor zu macht, anstatt an so einem kritischen Punkt eine Sperre zu errichten.

Aber ich weiß, daß vorschnelle Schuldzuweisungen, und dazu gehören auch und vor allem Aussagen wie “HSV-Fans, die zum Zug wollten, haben die Absperrung durchbrochen” (Na ja, was will man machen, außer nach vorne fallen, wenn die Polizei am Treppenabsatz eine Sperre errichtet und von hinten ein ganzer Block kommt, der teilweise gar nicht weiß, daß vorne noch zu ist?) und “Typisch HSV-Assis, die können sich auch nirgends benehmen” (Das ist in etwa, wie wenn man nen Opa die Treppe runterwirft und dann “Hey Opa, was rennst Du denn so?” hinterher ruft) nicht angebracht sind.

Glaubt tatsächlich jemand, daß es sich hierbei um eine organisierte Aktion der HSV-Fans handelt? Daß wir uns verbrüdern, um der Bremer Polizei, mit der es jedes Mal Probleme gibt, eins auszuwischen? Daß wir uns kollektiv auf eine Blocksperre von 40 Minuten verständigt haben, obwohl es nur 27 waren, wie die Polizei berichtet?

Wir haben, wir erwähnt, den Gästeblock sehr spät verlassen. Wir sahen die Verletzten, die Sanis, die ankommenden Krankenwagen. Es gibt einen Fan, der wiederbelebt wurden mußte und im künstlichen Koma liegt. Es gibt zahlreiche Verletzte auf beiden Seiten. Alles Dinge, die es nicht geben sollte, wenn Menschen zu einer Sportveranstaltung gehen und sich amüsieren wollen. Gute Besserung an alle, die zu Schaden gekommen sind!

Vorm Stadion sahen wir dann, daß die Polizei trotz der sehr langen Blocksperre und trotz des angekündigten Busverkehrs einen Kessel um die HSV-Fans gebildet hatte und sie am Gehen hinderte. Darauf hatte ich, ehrlich gesagt, nicht auch noch Lust. Ich weiß mittlerweile, in welchen Städten man sich am besten von der Polizei fern hält, um sicher zu sein. Bremen gehört dazu.

Ich habe dann, zum zweiten Mal in einer Woche, bei einem Derby eine Polizeikette umgangen. Völlig problemlos, einfach nur, indem ich einen leicht anderen Weg einschlug als alle anderen. Auf Seitenstraßen, um nicht wieder in den Pulk zu geraten, ging es dann zurück zur Straßenbahn.

Unterwegs wurden wir noch ne Runde von Einheimischen bepöbelt – O-Ton des feigsten Bremers in der Runde “Endlich bin ich mal in der Überzahl”.

Ich habe für mich selbst starke Zweifel daran, ob ich noch einmal nach Bremen fahre. Nicht wegen der sportlichen Niederlage. Sondern schlichtweg, weil ich mich dort nicht wirklich sicher fühle. Und ich weiß, daß ich bei weitem mit diesen Gedanken nicht alleine bin.

Das war heute sehr lang, und streckenweise sehr untypisch. Aber was im Kopf drin ist, muß irgendwann raus, sonst macht es mich verrückt.

Ich hoffe, Ihr seid alle heil aus der verbotenen Stadt nach Hause gekommen.
In diesem Sinne: Nur der HSV!

23. Sep. 2010

70 Prozent Ballbesitz, 175:1 Ecken, 19:8 Torschüsse, 51:8 Flanken, 513:223 Pässe, davon 89 Prozent erfolgreich. Klingt eindeutig? War es auch. Denn die Mannschaft, die nach Zahlen derart unterlegen war, gewann durch 1:3 Tore. Wieso, weiß keiner so genau.

Es ist ein wenig wie bei Rotkäppchen. Nur, daß der böse Wolf diesmal Rothöschen gefressen hat. Und zwar eine ganze Mannschaft. Und wir waren nicht auf dem Weg zur Großmutter, sondern… tja, wo hin eigentlich? Sagen wir einfach: Nach oben, Richtung Tabellenspitze.

Zu allem Elend gefiel mir der HSV wesentlich besser als am Sonntag. Die Pässe kamen an, nach vorne ging endlich mal was. Guerrero war verletzungsbedingt raus, dafür spielte Petric. Er schien mir die Chance nutzen zu wollen, zumindest in der ersten Halbzeit hatte ich den Eindruck, daß für ihn einiges geht. Da lag auch ein Tor in der Luft.

Na ja. Das fiel dann auch. Für die Wölfe. Blöd. Immerhin: Der HSV drückte, es gab Torchancen – und irgendwann endlich den Ausgleich. Durch Choupo-Moting. Hochverdient!

Für ihn freute es mich sehr, überhaupt gefiel er mir heute gut. Aber klar, was will er auch machen? Da bekommt er nen Platz in der Startelf, endlich mal ne Chance – die MUSS er nutzen. Ich glaube, selbst wenn Veh ihn ins Tor gestellt hätte, hätte Choupo heute alles gegeben.

Und doch hat es nix gebracht. Die Überlegenheit war da – aber der Abschluß scheiterte. Und wer vorne keinen rein macht, kann eben leider auch kein Spiel gewinnen.
Irgendwie ein weiterer Fall von “Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.”

Schöne Scheiße. Ich könnte, wenn es nicht schon so spät wäre und ich eh keinen Hunger mehr hätte, gar nicht so viel essen, wie ich gerade kotzen möchte.

Aber es hilft ja auch alles nix. Aufstehen, Mund abwischen – weitermachen. Es muß sich was ändern. Und ich finde, Sonnabend in Bremen wäre der passende Ort und die passende Zeit dafür.

Heute nach dem Spiel gelernt: Es gibt wahnsinnig viele estnische Sprichwörter, die sich mit Wölfen beschäftigen. Mein liebstes lautet: Der Wolf hat keine Angst, wenn das Schaf furzt.
Hat zwar nix mit dem Spiel zu tun – schießt aber auch keine Tore gegen den HSV. Immerhin.

Ich sollte vielleicht morgen noch mal ins Fitnessstudio. Für den Fall, daß ich Sonnabend in Bremen alleine das Ruder rumreißen muß…
Und bis dahin frage ich mich: Rothöschen, wieso hast Du denn so eine schlechte Abwehr?

In diesem Sinne: Nur der HSV!

20. Sep. 2010

Manchmal trifft man so spontane Entscheidungen und merkt hinterher, daß es goldrichtig war. Zum Beispiel die Sonntag Vormittag, entgegen der Planung nicht mit dem Mob zum Stadion zu laufen. Der Mob wurde eingekesselt und lange festgehalten, es gab (wenn auch verhältnismäßig geringe) Ausschreitungen und eine Gratis-Dusche für alle durch die Polizei. Das muß ich dann doch nicht haben.

Gut, wären wir mit dem Mob gelaufen, hätte Herr Nedfuller das Spiel auch live im Stadion sehen können. Der hatte nämlich kein Ticket, aber es haben mehrere Menschen unabhängig voneinander erzählt, daß der Mob einfach in die Gästekurve getrieben wurde – ohne Ticketkontrolle.

Ich war ja vorher noch nie am Millerntor. Wieso auch. Daher war ich schon sehr überrascht, daß der Verein, dessen Fans vom Volkspark nur als “Stadion an der Müllverbrennungsanlage” sprechen, selbst am Recyclinghof spielt…

Der Weg zum Gästeblock – Acker und “Matschebabbel”, wie das bei uns heißt, pur. Die Gästetribüne war ein besseres Baugerüst, und wenn man ins Stadion rein geht und nicht ganz schnell bremst, ist man auch schon fast wieder raus, so klein ist das. Elektrische Einlaßkontrollen gibt’s keine, sondern ganz oldschool Leute, die einem die Eintrittskarte kaputt reißen. Es war leider kein Flutlichtspiel – ob also unterm Flutlichtmasten dann Hamsterräder stehen, um den Strom zu erzeigen, weiß ich leider nicht ;-)

Sehr angenehm indes, daß man im Gästeblock machen darf, was man will. Daher hatten wir eine riesige Blockfahne (Nein, die war nicht falschrum. Das Motto war “Hamburg steht Kopf”) zum Einlauf der Mannschaft. Danach Fähnchen, Konfetti, Wurfrollen – das war schon regelrechtes Multi-Tasking.
Außerdem gab es blauen und weißen Rauch – aber alles sehr kontrolliert.

Nachdem mir alle immer erzählt haben, was das Millerntor für ein Hexenkessel ist… Nun ja. Ganz ehrlich? Das war heute allenfalls ein Hexenespressotässchen. Ich habe die Heimfans genau zweimal gehört: Bei der Einwechslung von Asamoah und beim Einsnull. Sonst war nix. Okay, und bei unsren Wechselgesängen mit dem gegenüberliegenden USP-Block, aber das zählt nicht, da waren wir ja ruhig um auf sie zu warten.

Sonst war es bei uns im Block einfach gut laut. Wie Jojo sagte: Wir hätten für das Spiel 50.000 Gästekarten verkaufen können. Jeder von uns war es denen, die draußen bleiben mußten, schuldig, bis zur Heiserkeit zu Supporten. So, wie ich für viele Blogleser und Leute aus meiner Twitter-Timeline mitsupportet habe.

Das Spiel selbst war so lala. Der HSV spielte gar nicht mal so gut. Einige Herren standen lieber rum und warteten, bis der Ball zu ihnen kam, anstatt sich mal drum zu bemühen. Blöd nur, daß der Ball kein Hund ist, der auf Kommando angerannt kommt. Der HSV veranstaltete leider mal wieder ein kleines Fehlpassfestival – ich hatte gehofft, das hätten wir hinter uns gelassen.

Als Petric vom Warmmachen gerufen wurde, das war schon sehr “Hach!”. Endlich wieder mein Mladen aufm Platz! Wir sangen in der Phase gerade unsere Version von “Hier kommt Alex” – und ich konnte bei seiner Einwechslung unproblematisch ein lautes “Hey, hey, hey, hier kommt Mladen…” brüllen. Ich hatte so das Gefühl, er würde uns in dem Spiel noch helfen.

Auch, wenn er erst einige Böcke baute und am Gegentor nicht unschuldig war. Das Einsnull war blöd, ich hatte aber befürchtet, daß es so kommt. Und obwohl die Zeit gegen uns lief, hatte ich vom Feeling her ein gutes Gefühl. Vielleicht sollte ich doch mal Lotto spielen. Das mit den 6 aus 49, nicht King Karl.
Und dann, kurz vor Schluß, als St. Adtteilverein schon die Sensation witterte… BÄMM! Mlaaaden PETRIC! Da ging mir schon ein wenig das Herz auf.

Nach dem Spiel gab es noch eine kleine Einkessungsaktion zwischen Gästeblock und Feldstraße, man treib uns dann im Mob irgendwohin… Wo, wußte ich nicht. Außerdem waren Wasserwerfer am Start und ich hatte kein Duschgel mit… Da hatte ich dann nicht so wirklich viel Lust zu, ich war schließlich mit Nedfuller verabredet. Ich hab mich dann heimlich abgesetzt und bin rüber zur U St. Pauli – und wer geht wenige Meter vor mir? Katja Kraus und Bernd Hoffmann. Unser Präsident fuhr dann sogar mit der U-Bahn nach Hause. Irgendwie ziemlich lässig.

An dieser Stelle noch Glückwunsch und Dank an Frank Rost für 400 Bundesliga-Spiele und erneut klare Worte: “Es war ja schon vorher Harmonie von allen Seiten angesagt. Eigentlich hat nur noch gefehlt, dass wir in rosa Röckchen auflaufen. Wir wollten ein Bundesliga-Spiel gewinnen, da kann man nicht nur so ein bisschen zur Sache gehen.”

Recht hat er. Beide Seiten haben nicht genug gebracht, das Einseins geht völlig in Ordnung. Veh muß sich bis Mittwoch (Heimspiel gegen Golfsburg) noch was einfallen lassen – so kann das nämlich nicht weitergehen. Und wenn Veh es nicht macht, dann klären meine Nudelmaschine und ich das Problem eben Sonnabend in Bremen.

In diesem Sinne: Ich hoffe, Ihr seid alle heil nach Hause gekommen.
NUR DER HSV!

19. Sep. 2010

Der Countdown läuft. In weniger als 4 Stunden beginnt das Hamburger Stadtderby. Schon seit Tagen, ach was, Wochen, muß man sich als HSVer allerdings dafür rechtfertigen, zum Derby zu wollen, ob mit oder ohne Karte, und das auch noch in Couleur. Denn in den eigenen Farben ins Stadtviertel des Gegners zu wollen, scheint irgendwie vielen nicht in den Kram zu passen. Daran, daß unsere eigene Fankneipe auch aufm Kiez ist, denkt irgendwie keiner.

Wenn HSV-Fans dazu auffordern, einfach nur Präsenz auf dem Kiez zu zeigen, dann ist das Provokation, ach was, ein Aufruf zu blanker Gewalt und wird in gegnerischen Blogs und “neutralen” Medien gleichermaßen breit getreten.

Wenn aber Fans von St. Adtteilverein darauf reagieren und auf dem Anti-Flyer ein vermummter Typ mit Steinschleuder zu sehen ist, dann wird das nirgends thematisiert.

Vermutlich ist der Gute aber auch gar nicht vermummt, sondern es ist nur so wahnsinnig kalt. Und mit der Steinschleuder will er sicherlich nur die Vögel über die Gästekurve abschießen, damit die uns nicht auf den Kopf kacken.

Und auch, wenn man mal großzügig ist, und das noch nicht zum Aufruf zur Gewalt verstehen will… Spätestens bei diesem Bild müßte doch dann auch mal ein Aufschrei über die bösen Schläger vom St. Adtteilverein die Runde machen. Dachte ich.

Aber weit gefehlt. Vermutlich ist das auch gar kein Aufruf zur Gewalt. Ich glaube, das Plakat zeigt in Wirklichkeit Fans von St. Adtteilverein, die Stühle in die Gästekurve tragen, damit wir dort nicht die ganze Zeit stehen müssen. Denn Schläger gibt es in deren Reihen ja sicherlich keine.

Sorry, aber dieses Gutmenschentum und diese einseitige Berichterstattung kotzen mich an. Der Stadtteilverein ist nicht besser, nicht kultiger, nicht weniger kommerziell als der HSV. Auch, wenn er all das sicherlich gerne wäre. Er ist ANDERS, aber allein das ist keine Wertung.

Seit ich HSV-Fan bin (das sind jetzt doch auch schon über 15 Jahre), muß ich gegen das ewige “Alle HSV-Fans sind rechte Schläger”-Klischee ankämpfen.
Daß jetzt die NPD meinte, Solidarität mit dem HSV verkünden zu müssen, spielt genau jenen Stadtteilvereinlern natürlich in die Karten.

Daher möchte ich an dieser Stelle von den ach-so-gefürchteten Chosen Few zitieren: Faschos, Rassisten und Leute, die meinen mit Faschosprüchen provozieren zu wollen, haben in dem Marsch nichts zu suchen! Für diese Scheiße haben wir keinen Platz. Bleibt zu Hause!
Und auch zur Ankündigung der NPD, am Derbymarsch teilzunehmen, finden sich dort deutliche Worte.

Aber all das will ja leider niemand wissen – es würde das Bild vom rechten HSV-Schläger ja ins Wanken bringen.

Harmlos, aber ziemlich niedlich ist ja der Plan, in der Pappschachtel so eine gute Stimmung zu machen, daß sich der HSV “einscheißt”. Äh. Verzeihung, aber… allein in Dortmund stehen mehr Menschen auf der Südtribüne, als beim St. Adtteilverein überhaupt ins Stadion passen! Von Spielen in ECHTEN Hexenkesseln wie bei Galatasaray mal ganz abgesehen. Da brannte fast der Rasen und wir haben trotzdem gewonnen. Und dann soll uns ein bißchen Konfetti einschüchtern? Lächerlich!

Ich bin sicherlich nicht so blauäugig, daß ich denke, das Derby würde ohne Zwischenfälle abgehen. Dazu gibt es auf beiden Seiten zu große Idioten.

Dennoch möchte ich noch einmal (frei nach Hansa Rostock) dran erinnern:
Nur unsre Herzen schlagen – Hamburg spielt fair!

Ich freue mich jetzt auf ein schönes Derby und hoffe, daß es rundrum halbwegs ruhig bleibt und der HSV auf dem Rasen zeigt, wer die Nummer eins der Stadt ist.

Glaube. Liebe. Hoffnung. NUR DER HSV!

19. Sep. 2010

Am Trafalgar Square in London schreiben derzeit zum London Design Festival acht Roboter-Arme Licht-Botschaften in die Luft. Die Botschaften kann man übers Internet einschicken, sie werden dann ausgewählt, umgesetzt und ein Video davon auf Youtube gepostet.

Die meisten Botschaften sind einfach nur Grüße. Ich habe rechtzeitig zum Derby dafür gesorgt, daß London schwarz-weiß-blau ist.

Hier ist das Beweisvideo:

In diesem Sinne… NUR DER HSV!

13. Sep. 2010

Vermutlich sollte ich dankbar sein. Immerhin hat Veh bisher als Trainer immer gegen den Glubb verloren. Sagt der Herr Fußballwurst. Der ist aber nicht objektiv, der ist Glubberer.
Verloren hat der Veh diesmal auch wieder gegen die Glubberer. Einseins nämlich. Dumm gelaufen.

Aber von vorn: Der Glubb spielte schon im Mittelfeld so, als hätte Mörtel Lugner höchstpersönlich die Aufstellung gemacht. Da wurde mit Mann und Maus gemauert, dabei aber vergessen, daß sich Fußball MIT Ball deutlich einfacher spielen läßt. Der HSV kam so auf knapp 75 Prozent Ballbesitz, womit er allerdings auch nicht immer was anzufangen wußte.

Irgendwann war dann aber doch Tooooris Mathijsen da. Oder eher sein Knie. Einsnull. Nach ner Ecke. Schon wieder!

Apropos schon wieder. Die Schiriassistenten schienen eine neue Art Hand-Viagra genommen zu haben. So oft, wie die ihr Fähnchen hoben und Abseits anzeigten, kann man gar nicht im Abseits stehen. Mannmannmann.

Bleiben wir beim Thema Hand. Rost foulte bei einer Rettungsaktion mit dem Fingernagel des kleinen Fingers Schieber und der Schiri meinte, er müsse Elfmeter pfeifen. Kann man machen, muß man aber nicht. Also echt nicht. Ich meine… der Typ heißt nicht umsonst Schieber, nä?

Tja. Was soll man sagen? Die Pfeife pfiff und dann kam einer, dessen Namen mich immer an die Fettcreme aus der TV-Werbung (die mit dem blauen Blob) erinnert, und macht das Einseins.
Blöd. Und irgendwie doch ziemlich unverdient.

Der HSV gefiel mir nur so lala. Jaro war mit den Gedanken wohl in Prag bei seiner hochschwangeren Frau – verständlich. Sah man aber leider. Trochowski stand seit längerem mal wieder in der Startelf und schaffte es nicht wirklich, sich zu empfehlen. Petric saß nur auf der Tribüne rum und sah gut aus… und selbst Ruud brachte diesmal leider nicht so viel.
Großes Hmpf in jeder Hinsicht. Aber ich seh das einfach mal als verpatzte Generalprobe für kommenden Sonntag.

Am Ende des Tages hatte der Glubb dann leider doch der alte Spruch auf seiner Seite: Hinten dicht machen, vorne hilft der liebe Gott. Nur daß der liebe Gott diesmal eben leider ne Pfeife in der Hand hatte.

In diesem Sinne: Glaube, Liebe, Hoffnung. NUR DER HSV!

6. Sep. 2010

Na, was wohl? Mit seiner großen Schwester, der Nudelmaschine, Nudeln!

Zum Beispiel rote Tagliatelle mit ner vegetarischen Arrabiata-Soße. Sehr, sehr lecker und fast so gut wie Fußball. Und weil es sonst grad nix zu bloggen gibt, nehme ich mir ein Beispiel an Anke Gröner und blogge mal das Rezept.

Für zwei Portionen:
200g Mehl
2 Eier
1 EL Öl
1 Prise Salz
1 EL kaltes Wasser
2 EL Tomatenmark

In das Mehl eine Mulde drücken, Eier, Öl, Wasser, Salz und Tomatenmark reingeben. Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten, durch die Nudelmaschine jagen und zum Schluß von der Tagliatelle-Walze in Streifen schneiden lassen.

Kochen müssen die Nudeln nur ganz kurz, nach 2-3 Minuten sind sie fertig.

Und so sah das dann aus:

Keine Sorge, demnächst gibt’s dann auch wieder Fußball hier. Beschwerden bitte nicht an mich, sondern an die Länderspielpause.

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