Da is’ das Ding!

 

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20. Sep. 2010

Manchmal trifft man so spontane Entscheidungen und merkt hinterher, daß es goldrichtig war. Zum Beispiel die Sonntag Vormittag, entgegen der Planung nicht mit dem Mob zum Stadion zu laufen. Der Mob wurde eingekesselt und lange festgehalten, es gab (wenn auch verhältnismäßig geringe) Ausschreitungen und eine Gratis-Dusche für alle durch die Polizei. Das muß ich dann doch nicht haben.

Gut, wären wir mit dem Mob gelaufen, hätte Herr Nedfuller das Spiel auch live im Stadion sehen können. Der hatte nämlich kein Ticket, aber es haben mehrere Menschen unabhängig voneinander erzählt, daß der Mob einfach in die Gästekurve getrieben wurde – ohne Ticketkontrolle.

Ich war ja vorher noch nie am Millerntor. Wieso auch. Daher war ich schon sehr überrascht, daß der Verein, dessen Fans vom Volkspark nur als “Stadion an der Müllverbrennungsanlage” sprechen, selbst am Recyclinghof spielt…

Der Weg zum Gästeblock – Acker und “Matschebabbel”, wie das bei uns heißt, pur. Die Gästetribüne war ein besseres Baugerüst, und wenn man ins Stadion rein geht und nicht ganz schnell bremst, ist man auch schon fast wieder raus, so klein ist das. Elektrische Einlaßkontrollen gibt’s keine, sondern ganz oldschool Leute, die einem die Eintrittskarte kaputt reißen. Es war leider kein Flutlichtspiel – ob also unterm Flutlichtmasten dann Hamsterräder stehen, um den Strom zu erzeigen, weiß ich leider nicht ;-)

Sehr angenehm indes, daß man im Gästeblock machen darf, was man will. Daher hatten wir eine riesige Blockfahne (Nein, die war nicht falschrum. Das Motto war “Hamburg steht Kopf”) zum Einlauf der Mannschaft. Danach Fähnchen, Konfetti, Wurfrollen – das war schon regelrechtes Multi-Tasking.
Außerdem gab es blauen und weißen Rauch – aber alles sehr kontrolliert.

Nachdem mir alle immer erzählt haben, was das Millerntor für ein Hexenkessel ist… Nun ja. Ganz ehrlich? Das war heute allenfalls ein Hexenespressotässchen. Ich habe die Heimfans genau zweimal gehört: Bei der Einwechslung von Asamoah und beim Einsnull. Sonst war nix. Okay, und bei unsren Wechselgesängen mit dem gegenüberliegenden USP-Block, aber das zählt nicht, da waren wir ja ruhig um auf sie zu warten.

Sonst war es bei uns im Block einfach gut laut. Wie Jojo sagte: Wir hätten für das Spiel 50.000 Gästekarten verkaufen können. Jeder von uns war es denen, die draußen bleiben mußten, schuldig, bis zur Heiserkeit zu Supporten. So, wie ich für viele Blogleser und Leute aus meiner Twitter-Timeline mitsupportet habe.

Das Spiel selbst war so lala. Der HSV spielte gar nicht mal so gut. Einige Herren standen lieber rum und warteten, bis der Ball zu ihnen kam, anstatt sich mal drum zu bemühen. Blöd nur, daß der Ball kein Hund ist, der auf Kommando angerannt kommt. Der HSV veranstaltete leider mal wieder ein kleines Fehlpassfestival – ich hatte gehofft, das hätten wir hinter uns gelassen.

Als Petric vom Warmmachen gerufen wurde, das war schon sehr “Hach!”. Endlich wieder mein Mladen aufm Platz! Wir sangen in der Phase gerade unsere Version von “Hier kommt Alex” – und ich konnte bei seiner Einwechslung unproblematisch ein lautes “Hey, hey, hey, hier kommt Mladen…” brüllen. Ich hatte so das Gefühl, er würde uns in dem Spiel noch helfen.

Auch, wenn er erst einige Böcke baute und am Gegentor nicht unschuldig war. Das Einsnull war blöd, ich hatte aber befürchtet, daß es so kommt. Und obwohl die Zeit gegen uns lief, hatte ich vom Feeling her ein gutes Gefühl. Vielleicht sollte ich doch mal Lotto spielen. Das mit den 6 aus 49, nicht King Karl.
Und dann, kurz vor Schluß, als St. Adtteilverein schon die Sensation witterte… BÄMM! Mlaaaden PETRIC! Da ging mir schon ein wenig das Herz auf.

Nach dem Spiel gab es noch eine kleine Einkessungsaktion zwischen Gästeblock und Feldstraße, man treib uns dann im Mob irgendwohin… Wo, wußte ich nicht. Außerdem waren Wasserwerfer am Start und ich hatte kein Duschgel mit… Da hatte ich dann nicht so wirklich viel Lust zu, ich war schließlich mit Nedfuller verabredet. Ich hab mich dann heimlich abgesetzt und bin rüber zur U St. Pauli – und wer geht wenige Meter vor mir? Katja Kraus und Bernd Hoffmann. Unser Präsident fuhr dann sogar mit der U-Bahn nach Hause. Irgendwie ziemlich lässig.

An dieser Stelle noch Glückwunsch und Dank an Frank Rost für 400 Bundesliga-Spiele und erneut klare Worte: “Es war ja schon vorher Harmonie von allen Seiten angesagt. Eigentlich hat nur noch gefehlt, dass wir in rosa Röckchen auflaufen. Wir wollten ein Bundesliga-Spiel gewinnen, da kann man nicht nur so ein bisschen zur Sache gehen.”

Recht hat er. Beide Seiten haben nicht genug gebracht, das Einseins geht völlig in Ordnung. Veh muß sich bis Mittwoch (Heimspiel gegen Golfsburg) noch was einfallen lassen – so kann das nämlich nicht weitergehen. Und wenn Veh es nicht macht, dann klären meine Nudelmaschine und ich das Problem eben Sonnabend in Bremen.

In diesem Sinne: Ich hoffe, Ihr seid alle heil nach Hause gekommen.
NUR DER HSV!

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