Da is’ das Ding!

 

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27. Okt. 2010

Gut, daß heute kein Fußball war. Man stelle sich mal vor, heute wäre, zum Beispiel, DFB-Pokal gewesen. Sagen wir… Zweite Runde. Dann hätte ich jetzt womöglich schlechte Laune!

Nee, gut, daß kein Fußball war. Sonst hätte der HSV vielleicht nach Frankfurt gemusst, zur Eintracht. Und wäre, ich weiß, das ist total unwahrscheinlich, aber man kann sich das Horrorszenario ja ruhig mal vorstellen, um danach um so glücklicher zu sein, daß heute ein stinknormaler Mittwoch mit ohne Fußball war, mit 5:2 unter die Räder gekommen.

FÜNFZUZWO! Ich meine, stellt Euch doch mal vor, was ich da für nen Hals gehabt hätte!!!

Nee, stellt Euch das lieber nicht vor – sonst verkriecht Ihr Euch vor Angst schlotternd unterm Bett und kommt nie wieder hervor. Wär schade.

Aber wenn, also WENN, heute Fußball gewesen WÄRE… dann hätte es ja auch sein können, daß Armin Veh krank im Bett bleibt und sich das Elend gar nicht mit ansieht. Womöglich wäre das dann auch der wahre Grund gewesen, daß O(k)rakel Paul starb: Er hat das Debakel vorhergesehen und sich lieber im eigenen Becken ertränkt!

Womöglich hätte es dann nach 13 Minuten schon einsnull und nach 21 Minuten schon zwonull gehießen. Weil WestermannmannMANN und Demel wieder wie Falschgeld in der Abwehr rumgestanden hätten.

Und dann hätte vielleicht mein Mladen den Anschlußtreffer gemacht und man hätte schon gedacht, uiuiui, da geht noch was. Und dann hätten möglicherweise Petric und Pitti jeweils an die Pfosten gesemmelt, und Gekas noch vor der Pause das dreieins gemacht.

Blöd wie ich bin, hätte ich aber trotzdem gedacht, daß da noch was geht. Wenn man der Abwehr in der Halbzeitpause nur genug Espresso einflößt.

Und dann hätte der Petric vielleicht ein Tor gemacht, aber auf der falschen Seite. Und weil das Schicksal echt ein Arschloch ist, und der Fußballgott ein Sadist, hätte er es dann bestimmt gemerkt, und auf der richtigen Seite auch noch eins gemacht.

Und dann hätte vielleicht der kleene Son auch noch ne gute Chance gehabt, und dann hätte Rincón zu allem Elend noch nen Elfer verursacht und zackbumm – 5:2. Mann, wäre das ne Schmach gewesen!

Nee, also wenn ich mir das so alles vorstelle… bin ich echt froh, daß heute kein Fußball war.
Da fällt mir ein… Wann ist eigentlich das Rückspiel?

PS: Glaubt dem Tissi ja nix! In der Halbzeit hat, äh, hätte, er noch per SMS ein dreidrei und den entscheidenden Elfer im Elfmeterschießen durch Petric versprochen. PAH!

PPS: Auf Twitter wurde gleich wieder verbreitet, das Problem des HSV hieße nicht Veh, sondern Hoffmann. Falls jemand der Anwesenden versteht, was Hoffmann mit dem heutigen Pokalaus zu tun hat – ich wäre für eine Erklärung sehr dankbar.

PPPS: Die Salatschüssel ist eh viel schöner als der Pott. Und leichter abzustauben! Und überhaupt, Berlin, wer will schon nach Berlin…?

25. Okt. 2010

Mandelentzündung und Heimspiel gegen Bayern – das paßt wie… nunja. Ihr kennt mich ja. Ins Stadion gehen und NICHT alles geben? Darüber hat Hollywood eine ganze Filmreihe gedreht, blöderweise mit Tom Cruise in der Hauptrolle, wo ich den doch gar nicht so mag. Es wäre eine Mission:Impossible gewesen, beim Nord-Süd-Gipfel krankheitsbedingt die Klappe zu halten. Aber als hätte er es gewußt – Dienstags meinte mein Arzt, er bekommt mich bis Freitags hin. (Nicht hin im Sinne von “kaputt” – das war ich schließlich schon.)

Afrikagroßen Penicillin-Tabletten sei Dank war ich dann also doch fit fürs Spiel der Spiele. Endlich wieder Hamburg, endlich wieder Heimspiel, endlich wieder 22C. Und: Endlich wieder Bayern!

Seit November 2006 haben die Bayern nicht mehr bei uns gewonnen, das letzte Tor gelang ihnen im September 2007. Klingt gut, ne?
Für mich ist Bayern eh nie ein Angstgegner – aber mit einem mehr als verpatzten Saisonstart erst recht nicht. Klar, Bayern hatte Dienstag Champions League gespielt, Doppelbelastung, blablabla. Aber hey, da wurde ihnen ja sogar das Tore schießen vom Gegner abgenommen!

Konnte also eigentlich nix schief gehen, ich hatte schließlich auch noch das Trikot an – und war folglich eine der bei Nedfuller erwähnten Optimisten.

Und dann so… Tja. Das Spiel war mittelmäßig, Bayern, wenn man bedenkt, daß es BAYERN ist, schlecht, der HSV hat keine groben Fehler gemacht, aber auch nicht wirklich was richtig.
Guerrero fand ich über weite Strecken unterirdisch, ich habe recht früh gefordert, daß er gegen Petric getauscht wird. Aber gut, wenn ich Petric fordere, werde ich ja immer nur belächelt.

Überhaupt, Petric. Es war mir, ehrlich gesagt, etwas peinlich, daß ausgerechnet mein Mladen beim Aufwärmen als Einziger auf Mädchen machte und lange Hosen trug. Sogar Zé Roberto trug Shorts! Okay, ihm sind dabei offenbar die Beine eingefroren, denn in der zweiten Halbzeit stellte er das Laufen irgendwann so extrem ein, daß wir eine Verletzung vermuteten.

Bayern in Form von Schweinsteiger (Irgendwer twitterte, er sei mehr Schwein als Steiger) macht mal wieder das, was er immer macht: Rost kaputt. Nachdem er im Auswärtsspiel letzte Saison am Ellenbogen verletzt wurde, war es diesmal das Knie. Verdacht auf Außenbandriss. Hoffentlich bestätigt sich das nicht!

Wobei man ja sagen muß: Im Tor haben wir ein echtes Luxusproblem. Unser erster Bundesligatorwart ist verletzt? Okay, dann wechseln wir einfach einen weiteren Erstligatorhüter ein! Ätsch. So kommt Drobny auch mal zu Einsätzen – geprüft wurde er nicht wirklich, Bayern schoß meist lieber am Tor vorbei als aufs Tor.

Im Vorbeischießen war der HSV leider auch nicht schlecht. Noch besser allerdings im Treffen. Den Pfosten. Das hätte der große Tag von Pittiplatsch werden können… aber es hat leider nicht sollen sein.

Petric kam dann ganz labbadiaesk um die 60. Minute – und gefiel mir noch nicht so richtig. Ich hatte immer den Eindruck, er will sich nicht das schöne weiße Trikot dreckig machen. Ich hatte gehofft, er macht im dritten Heimspiel gegen Bayern zum dritten Mal den Einsnull-Siegtreffer – aber neiiiiiin. Irgendwie scheint er noch nicht völlig zurück zur alten Form gefunden haben. Leider. Immerhin: Der Pass auf Pitti (siehe oben) war klasse.

Auf der anderen Seite spielte Buttbuttbutt mit einem Trikot, das er sich scheinbar vom Schiri geliehen hatte. Ich würde nicht schwören wollen, daß er und Manuel Gräfe nicht zwischendurch mal die Plätze getauscht haben. Hat aber auch nix geändert.

Positiv muß man erwähnen: Bayern ist jetzt seit 290 Minuten in Hamburg ohne Tor. Kaufen können wir uns dafür allerdings nichts. Und während ich in den 90ern über ein Unentschieden gegen Bayern noch in Freudentaumel verfallen wäre, finde ich es diesmal schlichtweg zu wenig. Zwei verschenkte Punkte. Schade!

Auch die Stimmung war mehr so lala. Es schienen mir viele “Fußball-Touris” da zu sein, die nur gucken und nicht supporten. Im A-Rang erkannte man nur in Teilen von 25A Bewegung, vom Rest kaum kaum was oben an. Wechselgesänge mit dem A-Rang wurden zum Trauerspiel. Das muß sich ändern!

Während ich die lustige Schal-schwing-Choreo inzwischen kann, gab es auch (zumindest für mich) neues Liedgut. Sehr eingängiges, einfaches, mit nur vier Zeilen Text. Blöd nur, wenn man über Zeile drei sehr lange rätselt… und irgendwann zum Ergebnis kommt, daß der Text lautet: “Hamburg/ Hamburger SV/ Nordikone/ Schieß’ für uns ein Toooohooohooor!”
Und dann, nach mehreren Runden, in denen man diesen Text laut mitgesungen hat, Nedfuller neben einem plötzlich wispert “Oh. Der hat “Schreit die Kurve!” gesungen!”
Ups. Aber wie sagt der von mir sehr geschätzte Rolf Stahlhofen immer? “Ihr müßt nicht schön und richtig singen – sondern laut und ehrlich!” – ich hoffe, das gilt auch beim Fußball.

Abschließend möchte ich nicht unerwähnt lassen, daß das Mädchen, das von diesem ganzen Taktikkram ja nur so mädchenmäßig Ahnung hat (Ich!), von Nedfuller für das Taktikgebrabbel im Stadion gelobt wurde. Ha!

Am Mittwoch geht’s dann also nach Frankfurt zum DFB-Pokal. Tissi, übernehmen Sie!

Bis dahin… NUR DER HSV!

18. Okt. 2010

Wer hier regelmäßig mitliest, weiß: So sehr ich im restlichen Leben meine Entscheidungen rational treffe – so bekloppt abergläubisch bin ich beim Fußball. Ich glaube ganz ernsthaft an die Kraft der Glückssocken und würde mich schuldig fühlen, wenn ich die Hummel Hummel nicht dabei hätte und der HSV verlöre. Ich glaube auch daran, daß ich nie wieder mit dem Auto zu einem Heimspiel gegen Wer da? fahren darf.

All das machte mir all die Jahre den Kauf eines Trikots zwar nicht unmöglich, aber doch zumindest schwer. Klar, wollte ich eins. Nur was, wenn ich mir eins kaufe, und der HSV dann nur noch verliert? Was, wenn der Spieler, dessen Namen ich auf dem Rücken trage, sich verletzt? Und vor allem: Kaufe ich das Trikot in M, L, XL oder XXL? Was so viel heißt wie: Kaufe ich es in passend, in “Da geht noch ein Pulli drunter”, “Das paßt auch noch über die Regenjacke” oder in “Wenn ich heimlich ins Stadion ziehen will, kann ich unter dem Trikot den halben Hausstand reinschmuggeln”? Für einen Entscheidungsprokrastinateur wie mich eine nahezu unlösbare Aufgabe.

Zuletzt durfte ich ein Trikot vom Herrn Nedfuller ausführen. Jetzt muß ich das nicht mehr: Ich habe nämlich ein eigenes. Und zwar ein ganz wunderbares, das man kaum noch im Stadion sieht.
Vor einigen Tagen bot mir nämlich Thomas Knüwer sein 80er-Jahre-Trikot an. Kein Retro-Nachdruck, ein echtes. BP-Werbung. Erima. Ihr wißt schon: damals. Die guten, alten Zeiten – als der HSV noch richtig erfolgreich war und ich mit der Rassel um den Weihnachtsbaum bin.

Ich vermute, es hat selten jemand ehrfürchtiger ein Trikot ausgepackt als ich. Und das, obwohl ich da noch nicht mal wußte, daß es live bei der vorletzten Meisterfeier war. Es paßt wie angegossen und ich würde es am liebsten gar nicht mehr ausziehen. Es ist eines der großartigsten Geschenke, die ich mir vorstellen kann, genau so ein Trikot wollte ich immer haben – daher auch hier noch mal ein riesiges Dankeschön an Thomas Richtung Düsseldorf. Ich werde es hüten wie meinen Augapfel und es natürlich Freitag gegen Bayern gleich tragen. Und wenn der Fußballgott irgendwann ein Einsehen hat und mir meinen so sehr gewünschten Titel schenkt, dann wird es seine zweite Meisterfeier erleben.

Kaum saßen das Trikot und ich zusammen auf dem Sofa (Ich bin da wie ein kleines Kind, das an Heiligabend die neuen Spielsachen mit ins Bett nimmt.), spielte der HSV auch schon in Mainz. Lustigerweise, denn das hätte so ja auch keiner gedacht, ein Spiel, auf das alle guckten. Mehr wegen Mainz, als wegen dem HSV – die waren nämlich mit sieben Siegen in Folge in die Saison gestartet, hatten den Startrekord von Bayern (1995) und Lautern (2001) eingestellt – und wollten gegen uns einen neuen aufstellen.

Moment mal… Siegesserie? Bayern? Da war doch was…! Genau.
2005 hatte Bayern saisonübergreifend 15 Siege in Folge gewonnen, 16 nicht verloren. Dann kam das Spiel beim HSV – und die Serie war vorbei.
Der zweite Streich folgte ein halbes Jahr später: Wieder hatten die Bayern 16 Spieltage lang nicht verloren, der HSV kommt – und gewinnt.

Eigentlich KONNTE also auch gar nix schief gehen. Dachten meine Rothosen auch – und machten ordentliche Ansagen Richtung Mainz, Veh inklusive.
Ich bin ja, wen wundert’s, ein Freund von Großmäuligkeit. Ein noch größerer Freund bin ich aber davon, diesen Worten Taten folgen zu lassen. Denn sonst bietet man den Lieblingsgegnern einfach zu viel Angriffsfläche. Darauf hatte der HSV sicher keinen Bock.
Außerdem hatte ich ein weiteres As im Ärmel: Tissi war im Stadion und hatte mir vorher schriftlich gegeben, daß er den Sieg mitbringt…

Ich war entsprechend entspannt.

Neben Ruud spielte diesmal Guerrero – eine gute Wahl. Okay, wir hätten auch nicht viele Alternativen im Sturm gehabt (Außer, wieder auf lustige Systeme umzustellen, die wir nicht können) – aber Guerrero gefiel mir jedenfalls richtig gut.
Auch Zé (Wir erinnern uns, das ist immer mehr so subjektiver Mädcheneindruck hier – die Fakten dröselt wie immer Nedfuller auf) gefiel mir gut – endlich wurde er mal nicht hinten in der Abwehr verschenkt, sondern konnte im Mittelfeld für Gefahr sorgen.

Gefahr gab es reichlich – es gab Torchancen hüben wie drüben. Mainz tat uns den großen Gefallen und spielte Fußball – anstatt sich hinten reinzustellen und zu mauern.
Immer wieder schienen sich beide Mannschaften “Wolle mer’n roilosse??” zu fragen – zweimal stand dabei nur noch die Latte im Weg. Ein weiteres Mal stand der Schiri im Weg – er gab ein Tor von Ruud nicht. Ich fand die Entscheidung hart, wenn nicht sogar unberechtigt – aber mich fragt ja keiner.

Ich habe eigentlich die ganze Zeit über nie mein “Die hau’n wer wech!”-Gefühl verloren. Nur, daß irgendwann die Zeit davonzulaufen schien. Und dann, kurz vor Schluß… BÄMM! Guerrero. Nulleins. AUS!WÄRTS!SIEG!

Der HSV also wieder einmal als Serienkiller. Wie sagte Poldi am Freitag nach dem Kölnspiel so schön?
“Jetzt stehen wir wieder mit leeren Punkten da.”

Wir zum Glück nicht. Und wo jetzt die Mainzer Serie gerissen ist, wäre es an der Zeit, eine neue zu beginnen. Der HSV hat zwei Siege aus den letzten beiden Spielen – und ich finde, am Freitag darf da gerne ein dritter dazu kommen. Das magische Trikot und ich werden jedenfalls alles dafür tun.

In diesem Sinne: NUR DER HSV!

3. Okt. 2010

Zu Kaiserslautern hab ich ja ne ganz spezielle Beziehung. Früher, als ich noch in Heidelberg wohnte und Lautern erstklassig war, war das natürlich eins der Pflichtauswärtsspiele. Man konnte da auch spontan hinfahren, es gab an der Tageskasse immer noch Gästekarten, meist sogar ermäßigt (Ja, auch ich ging mal zur Schule/Uni. Lange her.).

Unvergessen, wie ich mich mit Stadionkumpel B. im Block traf, und er ohne Begrüßung erst mal vor mir niederkniete, um zu prüfen, ob ich auch die Glückssocken trage (Die von damals sind inzwischen übrigens in Rente).

Ich habe in Lautern oft verloren. Ich kann mich an keinen einzigen Sieg dort erinnern, beim 3:0-Auswärtssieg 2005 lebte ich nämlich schon in Berlin und schaffte es nicht auf den Betze.
Einmal hatte ich sogar schon im Zug vom Feeling her ein schlechtes Gefühl, der Zug war bereits flächendeckend durch Lauterer (Verziehung, war aber so!) vollgekotzt, von den Zugtoiletten mal ganz zu schweigen, und irgendwie machte das alles gar keinen Spaß. Ich stieg irgendwo in der Pampa aus, kehrte Lautern den Rücken und fuhr mit dem nächsten Zug zurück. Gute Entscheidung: Der HSV ging damals (es war 2003) 4:0 baden.

Jetzt sind die roten Teufel also wieder erstklassig – und es war klar: Für den HSV muß ein Sieg her. Oder in Hamburg ist der Teufel los.

Nach massivem Geblogge und Getwitter ließ sich Armin Veh dann auch tatsächlich auf das Projekt #442 ein und stellte das System um.
Das fruchtete auch sofort. Allerdings für Lautern. Dritte Minute – nulleins.

Ich nahm spontan vor Zorn die Farbe des Lautrer Wappens an und rief in Lille an, ob sie nicht vielleicht Rozehnal wieder hergeben wollen.
Ganz ehrlich – ich bekomme Schnappatmung, wenn WestermannMannMANN!! auch nur in der NÄHE des Balles ist. Bei Rozehnal bekam ich die meist erst, wenn er den Ball hatte.

Schon wieder ein Gegentor verschuldet. Diesmal durch ein Foul. Und auch sonst ein, zwei Klöpse geliefert. UND DAS ALS KAPITÄN! Kann da nicht jemand was machen? Bitte??

Und weil man nicht meckern soll, wenn man keine Alternative hat, habe ich natürlich auch noch ne Lösung in der Hinterhand… Unser Sportchef gibt, habe ich gehört, nen ganz passablen Innenverteidiger ab. Wie wär’s, Basti? Nochmal Anzug gegen Rothosen tauschen?

Was uns letztlich den Arsch rettete, war Jaros Verletzung. Quasi. Für ihn kam Kacar, der in der zweiten Halbzeit den Ausgleich machte. Endlich!! Mir purzelten diverse Hinkelsteine vom Herzen.

Das hatte sich allerdings recht schnell erledigt. Veh brachte nämlich, wie in Bremen, beim Unentschieden Troche. Waaaaaah. Humor hat er ja. Diesmal ging es allerdings gut.

Mehr als gut, sogar: Choupo schaffte es sogar kurz vorm Ende, mit der Sohle den Ball über die Linie zu drücken. Zwoeins. Endlich mal wieder drei Punkte!

Machen wir uns nichts vor, das Spiel war eine Vollkatastrophe, der HSV spielte nur ca. 10 Minuten Fußball. Die restlichen 80 Minuten waren eine absolute Zumutung. Trotzdem sind es unterm Strich drei Punkte.

Da muß aber ganz, ganz dringend was passieren. Da muß jemand ordentlich auf den Tisch hauen – oder ich statte der Mannschaft mal mit dem Nudelholz einen Besuch ab.

Jetzt ist Länderspielpause, Zeit genug, da mal ein bißchen System in den Hühnerhaufen zu bringen. Danach geht’s nach Mainz. Eigentlich klingt das so einfach, ein Spiel beim (gefühlten *hüstel* Danke an Arne!!) Aufsteiger – wenn der Karnevalsverein nicht ungeschlagener Spitzenreiter mit 10 Punkten mehr als dem HSV wäre. Aber jede Serie reißt mal – auch die der Mainzer. Ich finde, der 8. Spieltag wäre der perfekte Zeitpunkt dafür.

Hoffen wir, daß Veh diesmal nicht wieder kurz vorm Spiel ein Geheimtraining anordnet, damit keiner merkt, wie scheiße wir spielen.

In diesem Sinne: Nur der HSV!

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