Wenn man davon absieht, daß ich am ganzen Körper gezittert hab. (Nein, nicht vor Kälte.)

Seufz.
Wenn man davon absieht, daß ich am ganzen Körper gezittert hab. (Nein, nicht vor Kälte.)

Seufz.
Was tut man nicht alles für seinen Club. Ich wage mich sogar zum ersten Mal in die verbotene Stadt:

Und ich freue mich drauf, mal wieder “10 000 Hamburger” zu singen. Und “Hamburg ist ne schöne Stadt, da läßt es sich gut leben, drum fahren wir nach Bremen und benehmen uns daneben”. Und “Kniet nieder, Ihr Bauern, Hamburg ist zu Gast!” Hach.
Wer ist denn von Euch alles mit am Start?
Da war es also, das erste der vier Nordderbys. Mein erstes DFB-Pokal-Halbfinale. Der Traum vom Finale, zu dem ich endlich mal ein Heimspiel gehabt hätte. Es hat nicht sollen sein.
Wir hatten über weite Strecken eine tolle Simmung – und vorm Anpfiff eine großartige Choreo:

Der Dank für das Foto geht wieder an Marcus, seine weiteren Fotos bei hamburg-web.
Als ich in der Verlängerung beim Stand von 1:1 eine SMS kam mit den Worten “Du Arme, ich leide mit Dir! Jetzt durchhalten und dann Elfmeter klarmachen!” wurde mir schlagartig klar: alles, bloß das nicht. Bitte kein Elfmeterschießen. Meine Nerven!!
Außerdem wußte ich: Elfmeterschießen ist unsres nicht. Zu Beginn des Jahres gegen Mailand – vergeigt. Damals, irgendwann vorm Krieg, im UI-Cup-Finale gegen Montpellier – vergeigt. Mittwoch… reden wir nicht mehr drüber.
Schauen wir lieber der Tatsache ins Gesicht: Der HSV ist das England der Bundesliga!!
Immerhin weiß ich jetzt, daß der HSV mein Blog liest. Der ein oder andere unsrer Elfer erinnerte doch sehr an Wattebäusche. Die hätt ich auch gehalten. Mit verbundenen Augen und auf den Rücken gefesselten Händen. Mit der Zunge, wenn’s sein muß!!
Daß ausgerechnet das größte Großmaul auf dem Platz jetzt als Held gilt – da kommt mir wahrscheinlich noch ne ganze Weile die Kotze hoch.
Aber wißt Ihr was? Wir haben noch drei Chancen. Und so’n Endspiel in Istanbul ist eh um vieles cooler, als eins in Berlin. Vor allem hätte ich am Tag nach dem Berlin-Finale nicht zur Feier nach Hamburg fahren können – ich hab da nämlich Sonntagsdienst.
Also aufstehen, Mund abwischen und weitermachen. Jetzt erst recht.
AUF GEHT’S HAMBURG, KÄMPFEN UND SIEGEN!