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21. Apr. 2010

Wir erinnern uns doch alle, wie das damals mit den Dinosauriern war. Na gut, dabei war ich auch nicht! Aber ich hab das mal irgendwo gelesen. Vulkanausbruch, Ascheregen, Sonne verdunkelt, Dinos tot. Oder so ähnlich.

Vulkanausbruch? Asche? Dinos tot? Naaaaa, klingelt’s?

Genau. Mir wird da auch gerade einiges klar. Schließlich gibt es noch genau einen Dino in der Bundesliga: meinen geliebten HSV.
Und der spielte am Samstag, als hätte er schon länger kein Sonnenlicht mehr gesehen.

Vergeßt also unangemeldete Kinobesuche, Forderungen nach Trainerwechseln und Verletztenlisten in der Länge der Chinesischen Mauer: Wir müssen als allererstes den doofen Eyjafjallajökull unter Kontrolle bringen!

Da sieht’s aber grad gut aus, der deutsche Luftraum soll ab 11 Uhr wieder frei sein. Dann müßte der HSV ja bis morgen genug Sonne getankt haben, um ne Reaktion auf dem Platz zu zeigen, oder?

Falls nicht, schau ich nochmal genau in den Jagd- und Schonzeitkalender, was da zum Thema “Problembär” steht…

5. Apr. 2010

Wenn es bei Bruno Labbadia irgendwann mal nicht mehr läuft mit dem Trainerjob – er kann immer noch Achterbahnfahrer werden. Diese schnellen Wechsel zwischen Auf und Ab, diese rasanten Talfahrten – das kann er.

Während am Donnerstag noch eine Mannschaft auf dem Feld stand, die Spaß machte, die tollen Fußball spielte, die fightete… war heute – nun ja. Auf dem Rummel nennt man das “Geisterbahn”.

Hannover 96 war zu Gast. Die mögen wir, da gibt es eine Fanfreundschaft, international finden sich manchmal auch Fans von H96 in der HSV-Gästekurve (Wie in Anderlecht, zusammen mit Fans von Celtic Glasgow und Arminia Bielefeld, aber das ist ne andere Geschichte…). Außerdem steht Hannover diese Saison ja eh unter Artenschutz. Irgendwie. Zumindest bei mir.
Seit dem Tod von Robert Enke und der anschließenden Talfahrt ins Bodenlose kann man (oder eher: ich) Hannover nicht wirklich böse sein. Ich hätte vor dem Spiel vielleicht sogar gesagt: Hier, nehmt, drei Punkte – aber bitte steigt nicht ab.

Jetzt war es dann aber so, daß uns Stuttgart und Frankfurt (Glückwunsch zum Sieg gegen Leverkusen!) am Arsch hängen… der HSV mußte handeln, brauchte drei Punkte, da muß dann auch die Fanfreundschaft mal ruhen, und irgendwie sogar das Mitleid.

…und genau da lag das Problem. “Wir brauchen diese drei Punkte”-Spiele kann der HSV nämlich echt super. Versemmeln. Zumal gegen Hannover 96. Die ja extrem gerne gegen den großen HSV gewinnen.

Ich konnte das Spiel nicht sehen, hatte auch keinen Radiokommentar, auf meinem Handy läuft selbst 90elf nicht. Alles, was ich hatte, war ein eher doofer Live-Ticker, den ich ständig von Hand aktualisieren mußte, und ab und an ein Blick in die Timeline.
Das reichte allerdings, um zu wissen: Ich verpasse nichts, wenn ich es nicht sehe. Es ist gruselig, was der HSV da zeigt.

Ich habe dann vorhin wenigstens Sportclub auf N3 geschaut. Da kamen in erster Linie die, nunja, Torchancen… und es war immer noch nicht dolle. Da will man echt nicht wissen, wie die 90 Minuten waren.

Der HSV verlor das Spiel nullnull, hat einen hauchdünnen Punkt Vorsprung auf Stuttgart und Frankfurt, zwei auf Wolfsburg – und gefühlte drölf Punkte Rückstand auf einen Europa-Pokal-Rang. Das macht echt Laune. Und zwar schlechte.

Einen Treffer gab es dennoch, wenn auch nach dem Spiel – Guerrero pfefferte einem Fan, der ihn bepöbelte, die Wasserflasche an den Kopf.

Rost, den ich sehr schätze, sagte im Interview, die Spieler müssten sich viel anhören, man dürfe sich als Fan nicht wundern, wenn es mal ne Reaktion gäbe.
O-Ton Rost “Hat er doch gut getroffen, die New York Yankees würden ihn wahrscheinlich gern verpflichten” (Video).

Puuuh. Ich seh das dann doch ne Ecke problematischer. Guerrero hat immerhin die so oft zitierte Vorbildfunktion. Und wenn ihn ein Fan beleidigt, dann soll er ihn im allergrößten Notfall zurück beleidigen. Aber handgreiflich werden? Geht in meinen Augen GAR nicht.

Ja, es werden seit zig Jahren Spieler mit Flaschen beworfen. Geht auch GAR nicht!! Und auch die Pfeifen, die heute zu hunderten die eigenen Spieler ausgepfiffen haben, würde ich gerne mal sprechen. Sowas verstehe ich nicht.

Dennoch bin ich der Meinung, daß sich Spieler, auch nach Beleidigungen, besser im Griff haben müssen. Falls das ein Problem ist, erteilt Uli Hoeneß da sicherlich gerne Nachhilfe-Seminare, wie man mit friedlichen Gedanken an Blümchen oder Meisterschalen solche Situationen übersteht.

Hätte Guerrero lieber auf dem Spielfeld getroffen – da hätten wir echt alle mehr von. Er auch. So bleibt einfach nur ein sehr bitterer Beigeschmack und jede Menge zusätzliche Unruhe, die wir wirklich nicht brauchen können. Denn jetzt sprechen alle von Guerreros Fehltritt – und nicht vom schlechten Spiel des HSV. Eine Aufmerksamkeitsverschiebung, die ich für gefährlich halte.

Fest steht jedenfalls:
Die Guerrero-Aktion war schon ein echter Lehmann. Nur ohne Hubschrauber…

2. Apr. 2010

Geschichte wiederholt sich. Manchmal leider viel zu schnell. So kam es, daß ich nach dem verpaßten Achtelfinalhinspiel gegen Anderlecht auch das Viertelfinalhinspiel gegen Standard Lüttich verpaßte. Hmpf.

Es ging allerdings nicht anders. Der Osterbesuch und der Ausflug ins Elsaß waren ewig geplant – und zwar ausnahmsweise ohne einen Blick in den Rahmenterminplan. Nun denn. Was im Achtelfinale irgendwie geklappt hat, muß auch im Viertelfinale irgendwie klappen. Und für ein potentielles Halbfinale sind natürlich längst alle Termine geblockt.

Auf dem Papier klang das alles ganz logisch. Ich hatte nur mal wieder nicht eingerechnet, wie sehr mein HSV-Herz blutet, wenn ich mein ausverkauftes Wohnzimmer im TV sehe. Wenn ich die beiden Papp-Europapokaaaaaal-Schwenker im TV sehe, die immer vor mir stehen. Wenn Sat.1 ausnahmsweise komplett “Hamburg meine Perle” zeigt (Allerdings mit Karaoke-Untertitel. Wer braucht DAS denn bitte??). Wie sehr ich ausflippe, wenn der unfähige Schnittmensch dazu nur Menschen zeigt, die gar nicht, leidenschaftslos oder falsch mitsingen.

Wie dem auch sei, Lebbe geht weider – auch, wenn die Pleite nicht im Stadion ist. Ich hatte Herrn Nedfuller mit bedingungslosem Support beauftragt und zumindest, wenn man seinem Blog Glauben schenkt, hatte er den Auftrag verstanden. Gut, das muß nix heißen – wir erinnern uns alle, was passiert ist, als ich ihn das letzte Mal ohne Einkaufszettel ins Stadion schickte… Bereits nach ein paar Minuten twitterte er von kaputter Stimme und angebotenen Hustenbonbons – Frauen sind da wohl einfach leidensfähiger. Aber ich nahm das mal als Indiz, daß ich gut vertreten werde.

Mein Nudelholz saß entspannt neben mir auf dem Sofa, und begann von Minute zu Minute mehr, sich mit seiner Arbeitslosigkeit abzufinden – denn der HSV spielte, oh Wunder! tatsächlich Fußball. Endlich mal wieder!!

Der Ball lief, es gab nicht ständig unnötige Ballverluste wie sonst immer, hach, mir ging das Herz auf! In überragender Form: der kleine Pitti! Ich kann mich nicht erinnern, wann mir Pitroipa derart gut gefiel wie gestern. Jaro ackerte wie immer, auch Zé fand ich um einiges besser als die letzten Wochen – vielleicht lag’s doch am Wetter. Wird ja langsam Frühling, jetzt. Möglicherweise muß der Zauberfuß unsres Brasilianers nach dem harten Winter erst noch komplett auftauen.

Der HSV war zwar von Beginn an über lange Strecken klar überlegen, doch das Tor schossen, wie so oft – die anderen. Grmpf. Und das auch noch nach ner Standardsituation. Hätte man beim auch erwarten können… aber langsam muß das Brüno doch auch mal auffallen, wie schlecht wir immer bei Standards aussehen! Mannmannmann.

Der HSV zeigte endlich mal wieder Moral, kämpfte und fightete, nur der scheiß Ball wollte nicht hinter die Linie. War ja auch schwer, da standen fast dauerhaft 10 Belgier drauf…
Für den Ausgleich mußte erst wieder ein Elfer her… und mein Mladen. Puuuuh. Da war ich dann doch etwas stolz, daß er den verwandelt hat. Das zwoeins war in meinen Augen ein typischer Ruuuuuuud. Hach. ich warte immer noch drauf, daß ich aufwache, und er gar nicht vom HSV verpflichtet wurde, sondern das alles nur ein großartiger Traum war.

In Halbzeit zwei tat sich dann leider nicht viel in Sachen Ergebnis. Lattentreffer kosteten mich ne Menge Nerven, Rost hielt einmal mehr die drei Punkte fest und der Schiri hatte leider wohl seinen Blindenhund zu Hause vergessen.

Das zwoeins ist natürlich nicht gerade ein optimales Ergebnis… aber ich denke, daß da auswärts hoffentlich noch mal was geht. Auch ohne mich.

Dennoch sehe ich den gestrigen Abend durch und durch positiv: Der HSV trat endlich mal wieder als Mannschaft auf, zeigte Willen und Kampfgeist – und spielte Fußball!! Das macht doch Mut, auch für die nächsten Spiele.

Ihr wollt wissen, ob es an den Sprüchen (zB. “Eine Stadt. Ein Finale. Ein Ziel.” und “C. Ronaldo: 90 Millionen. Allianz Arena: 350 Millionen. Fernando Torres: 50 Millionen. Finale im eigenen Stadion: Unbezahlbar. Es gibt Dinge im Leben die kann man nicht kaufen, für diese Dinge muss man kämpfen!”) auf dem Weg von der Kabine zum Spielfeld lag, oder an einem Einlauf von Brüno?

Nein, nein. Das Geheimnis des neuen Auftretens ist die MMS, die ich mit dem Betreff “Aufrüstung” aus Frankreich an die Mannschaft verschickt hatte. Das enthaltene Bild möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten…

Daß man aber auch immer erst mit Gewalt drohen muß…!

28. Mrz. 2010

Es könnte so einfach sein. Wäre ich (Gott bewahre!) Fan des FC St. Pauli – mein erster Satz hieße heute zweifelsohne “Stell Dir vor, es ist Fußball – und Deine Ultras lassen Dich nicht hin”. Ich bin aber kein Fan des FC St. Pauli – und das ist auch gut so. Mich muß schon die DFL per Blocksperre aus dem Stadion aussperren, unsre Ultras würden das wohl kaum tun.

Dafür haben wir andere Probleme. Auch die wären leicht zu lösen – ich müßte nur bei der DFL anrufen, und dafür sorgen, daß das Spiel gegen Gladbach mal wieder ersatzlos gestrichen wird.

Aber nein, es hat ja keinen Sinn. Schauen wir der Wahrheit ruhig mal tief in die Augen – auch, wenn die nicht schön sind.

Man hätte es ja schon vor dem Spiel ahnen können. Joris Mathijsen nämlich hatte vier Siege aus den nächsten vier Spielen gefordert. Und fiel kurz drauf mit Magen-Darm-Grippe aus. Da wird sich doch niemand ob seiner eigenen Forderung in die Hose gemacht haben…?

Zu allem Elend fielen zusätzlich auch noch Elia (OP) und Jansen (Bänderriß) aus – aber hey, dafür waren Baaaasti Reinhardt und Paolo Guerrero wieder im Aufgebot. Und außerdem war es ja “nur” Gladbach.
Da waren sie also wieder, die fest eingeplanten drei Punkte. Nunja.

Erstens kommt es anders… und zweitens spielte der HSV eine unfassbare Scheiße zusammen. Für die erste Halbzeit wäre selbst das Wort “desolat” noch untertrieben.
Gladbach machte auch das einzig richtige und schoß kurz vor der Pause das Einsnull. Völlig verdient. Leider.

Daß der HSV scheiße spielte, merkte, oh Wunder, sogar der Problem-Bär, den wir Trainer nennen. Entgegen seiner Gewohnheit, frühestens in er 70. auszuwechseln, und selbst dann am liebsten Spieler, die den eigenen Kopf unterm Arm haben, wechselte er diesmal schon zur Halbzeit. Und wie!!

Er nahm Rincón runter, brachte dafür Pitroipa. Ähm. Moment mal…. Hä?? Wieso denn Rincón? Der war zu dem Zeitpunkt einer der Besten auf dem Platz!!

Mir wurde dann aber sehr schnell klar: Labbadia hat wohl ein neues iPhone, oder sowas – und mit ihm eine Glücksrad-App. Jetzt werden Auswechslungen einfach per Glücksrad entschieden! Es ist also wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis Rost gegen Dino Herrmann ausgewechselt wird.

Während ich mich also noch frage, wie ich die Glücksrad-App hacken könnte, plant Brüno schon den nächsten Klopper: und wechselt Ruud gegen Guerrero. WTF?? Petric stand nur rum wie Falschgeld und Ruud nimmt er runter? Macht Sinn. Nicht.
Sah Ruuuuuuud wohl ähnlich – und schnaubte wutendbrannt direkt vom Feld in die Kabine.

Ich habe ja die Theorie, daß Petric die ein, zwei Freistöße während des Spiels überhaupt auch nur geschossen hat, um mal zu zeigen, daß er da ist. Aufgefallen ist er nämlich kaum.

Im Interview beim NDR sagte Labbadia übrigens später, man hätte ja gesehen, daß Ruud von Anfang an nicht so frisch gewesen sei.
Spätestens da fragte ich mich, was für ein Spiel Brüno eigentlich auf seinem iPhone verfolgt hat. Denn Gladbach – HSV kann es irgendwie nicht gewesen sein.

Ja, die Mannschaft hat scheiße gespielt, keine Frage. Ja, die Einsnull-Niederlage geht völlig in Ordnung. Aber der Trainer hat auch scheiße ausgewechselt.

Bei Twitter werden nun die “Labbadia raus!”-Rufe immer lauter. Noch schreie ich nicht mit, sondern frage erst mal: Wer soll’s denn sonst machen? Wir erinnern uns doch alle an die letzten Trainer-Findungs-Schwierigkeiten!

Kinners, bei aller Liebe – ich bin noch nicht bereit für eine neue Staffel “Pleite sucht den Super-HSV-Trainer-Star (PSDSHSVTS)”. Außerdem hat Neururer während des Spiels schon mal vorsorglich per SMS abgesagt – bliebe also nur noch Loddamaddäus. Um ihn zu verpflichten, müßten wir aber wohl seiner “Model”-Frau eine große Zukunft auf dem Laufsteg garantieren. Ich bin mir nicht sicher, ob ein Gang über den Jungfernstieg da reicht.

Alternativ könnten wir auch zum Haribo-Werksverkauf fahren und mit mehreren Tonnen Gummibärchen versuchen, Pagelsdorf zurück an die Elbe zu locken. Oder wir holen Doll zurück, damit er den Bock umstößt, den Drops lutscht und die Jungs wieder auf Kurs bringt.

Egal, was passiert… ich werde für alle Fälle weiter das Nudelholz mit mir rumtragen.

22. Mrz. 2010

“Fährst Du schon wieder zum Fußball”, fragten mich einige, weil ich heute früh wieder mal den ICE nach Hamburg bestieg. Was heißt denn hier “schon wieder”? Ich könnte momentan jeden Tag!! Aber da macht wohl dann doch die Fitness der Jungs nicht mit.

Kurzum: Trotz des Euro-League-Krimis am Donnerstag und der alles in allem chaotischen Brüsselfahrt (Details sind schon in Arbeit, versprochen!) war ich schon wieder heiß wie Frittenfett.

Hamburg begrüßte mich mit astreinem Wetter. Frühlinghafte Temperaturen, Sonne, blauer Himmel. Ein Traum! Da ist ein Nachmittag im Stadion doch gleich noch etwas schöner.

Auch der HSV schien Fruudlingsgefühle zu haben. Wobei die von Labbadia ausgegebene Taktik scheinbar war, lange Bälle in den gegnerischen Strafraum zu schlagen – und darauf zu hoffen, daß ein laues Sommerwindchen sie ins Tor trägt.

Irgendwann kam dann Sturmtief Ruud auf und machte das einsnull. Die Taktik schien also doch nicht so doof zu sein.

Während Ruud ettliche gute Aktionen zeigte, sah man von Mladen Petric streckenweise wenig bis gar nix. Ich vermute ja langsam, er spielt so schlecht, weil er eifersüchtig ist. Weil ihm nicht mehr meine ungeteilte Aufmerksamkeit gehört. Aber die muß man sich halt auch erarbeiten…!

Vorne der HSV halbwegs hui, hinten sowas von pfui, das ging gar nicht. In einem Hühnernhaufen war streckenweise mehr Ordnung, als in unserer Abwehr. Die Strafe kam schnell: einseins durch meinen speziellen “Freund” Kevin, dann zu allem Elend auch noch ein (meiner Meinung nach mehr so etwas fragwürdiger) Elfmeter für Schalke. Einszwo. Grmpf.

Nervenzerfetzendste Szene im ganzen Spiel: Rincón klärt in der 74. liegend mit dem Kopf auf der Linie. Guckst Du hier:

Foto via Twitter, Screenshot von @balliever, glaub ich

Puuuuuuuh.

Kurz drauf machte dann Pitroipa das zwozwo. Ja, genau, der kleene Wirbelwind mit den Streichholzbeinchen. Vorarbeit, wie beim einsnull, durch Trochowski – der mir heute wesentlich besser gefiel als in den Spielen zuvor.

Nicht so wirklich gefiel mir Zé Roberto. Er scheint die Rolle übernommen zu haben, die früher David Jarolim zustand: Ball annehmen und sofort umfallen.

Unterm Strich ein so lala Spiel, eine beängstigende Abwehrleistung, eine Mannschaft, die immer wieder vergaß, Fußball zu spielen und sich von Schalke komplett überrennen ließ. Das geht so nicht!!

Was bleibt ist ein Punkt, der uns nicht hilft. Der HSV ist dadurch aus den Europacup-Rängen gerutscht -der Verein von der Stinkeweser steht jetzt auf Platz 5. Das geht so auch nicht!!!

Es klingt jetzt zwar nach Kindergeburtstag, war es aber nicht, wenn ich schreibe:
Die Tore von Pittiplatsch und Schnatteruudchen retten dem HSV einen Punkt.

Und ehe jemand fragt: Natürlich war ich nicht allein im Stadion!

17. Mrz. 2010

Das ist übrigens mein Kindernudelholz. Damit hat schon Klein-Pleite gebacken… damals, vorm Krieg. Ich backe damit ehrlich gesagt heute noch Kuchen, Pizza und Kram.
Und jetzt machen wir zusammen die Anderlecht-Tour. ;-)

8. Mrz. 2010

…Hamburg war wirklich schlapp, war wirklich…

Wenn der beste Verein der Welt gegen den letzten der Liga spielt, ist das eigentlich ein klares Ding. Denn wir wissen alle: der HSV hat ein großes Herz. Von den großen nehmen, den kleinen geben – das ist schon lange so, da kann man die Uhr nach stellen.

Ich hatte diesmal echt keine Lust auf dieses “Sozialamt der Liga”-Ding. Und irgendwie auch das Gefühl, daß an der Tür diesmal das “Geschlossen”-Schild hängen würde.

Angesichts der Tabellensituation hätte man leicht übermütig werden können und ein 6:0, 7:0 oder 8:0 des HSV erwarten. Aber ich weiß es ja besser, ich kenn meine Pappenheimer…

So war dann auch die Erleichterung groß, als Jansen kurz vor der Pause endlich das einsnull machte. Denn bis dahin… nun ja. Also nen Klassenunterschied sah man nicht unbedingt. Und das ist noch nett ausgedrückt.

Noch schlimmer wurde es nach der Pause: da bettelte der HSV mal wieder um den Ausgleich. Also alles wie immer.
Das Spiel war einfach grottig, selbst den großen Zé(h) sah man kaum. Was war denn da los? Und wie soll das so am Donnerstag gegen Anderlecht oder am Sonntag in Leverkusen klappen? Mannmannmann. Da muß einfach mehr kommen, auch – oder gerade gegen den Tabellenletzten!

Es war kein schöner Sieg, aber ein verdammt wichtiger. Zumal zeitgleich Bayern nur einseins in Köln spielte (Das Tor für Köln schoß Lukas Podolski, seht Ihr, liebe Kollegen – man kann das auch sagen, ohne ausgerechnet das Wort “ausgerechnet” zu benutzen!).
Schalke gewann, okay… das is doof. Aber Wer da? spielte auch nur unentschieden, nur Dortmund sitzt uns sehr dicht im Nacken.

Nach dem schlechten Spiel am Samstag trat der HSV dann Sonntag gleich nochmal an – gegen Leverkusen. Also… sozusagen. Denn das zwischenzeitliche 3:0 für den Glubb aus Nürrrrnberch schossen zweimal Choupo und einmal Tavares – also lauter HSVer. Der Endstand lautete 3:2, ich nehm das mal als gutes Omen für Sonntag.

Die größte Freude des Spieltags bereitete mir allerdings der Sieg von Hannover 96. Die Niederlagenserie seit dem Tod von Robert Enke tat einem auch als Nicht-H96-Fan in der Seele weh.

Größter Lacher des Spieltags: Hoffenheim verliert gegen den Karnevalsverein aus Mainz zu Hause mit 0:1. Willkommen im Mittelmaß, Herr Hopp. Sagte nicht neulich noch irgendein Funktionär von 18,99 was von wegen “internationale Klasse” und “bekannt in ganz Europa”? Nun, dann hält sich jetzt wohl ganz Europa den Bauch vor Lachen… falls die da nicht grad andere Probleme haben, als nen Dorfverein mit Größenwahn.

Drückt mir mal bitte alle Dienstag ab 10 die Daumen – da werde ich mich online um ein Auswärtsticket für Anderlecht prügeln, das Hinspiel Donnerstag werde ich leider nicht live im Stadion verfolgen können.

Und jetzt alleeeee: Hey, was geht ab…

2. Mrz. 2010

Eigentlich wollte ich nach dem Bayernspiel ja das hier bloggen. Tu ich jetzt trotzdem. Der “echte” Blogpost kommt dann gleich nach…

Berlin-München und zurück: 73 Euro
Karte im Gästeblock: 40 Euro
Übernachtung mit Frühstück: 49 Euro

Den Bayern ihren 110. Geburtstag versauen: unbezahlbar.

Die meisten Dinge kann man kaufen. Für alles andere: NUR DER HSV!

27. Feb. 2010

Mannmannmann. Meinen Plan, in stoischer Ruhe das Spiel zu verfolgen, trat ich schon in der zweiten Spielminute in die Tonne – da schoß nämlich Eindhoven das einsnull, während der HSV wohl noch in der Kabine war.

Damit war der Hinspielsieg erst mal fürn Arsch und ausgewischt. Der HSV brauchte dringend ein Tor! Das ist allerdings schwer, wenn der Gegner die ganze Zeit am Drücker ist.

Es fiel dann, “zu einem psychologisch schlechten Zeitpunkt” (Kinners nennt mir mal bitte einen psychologisch GUTEN Zeitpunkt für ein Gegentor??) kurz vor der Halbzeit auch noch das zwonull.

Ab da suchte ich dann nicht mehr meinen Geldbeutel, sondern meine Contenance.

Drüben bei Twitter mußte ich dann auch gleich noch mal meine Trainer-Qualitäten unter Beweis stellen:

Tja, was soll ich sagen? Mein Mladen hört halt auf mich!! 46. Spielminute, Toooooor durch die Nummer 10: Mladen PETRIC! Verzeihung. Jetzt ist grad der Stadionsprecher mit mir durchgegangen.
Es war ja fast schon sowas wie das zweite Tor von Petric, das zwonull hatte er mehr als unglücklich bei nem Freistoß abgefälscht… Grmpf.

Es sah nach dem Anschlußtreffer dann also schon viel weniger scheiße aus als vorher, weil Auswärtstore ja doppelt zählen, Ihr kennt das Spielchen. Ich verfluchte einmal mehr den Erfinder der 90-minütigen Fußballspiele, war noch ziemlich lang, um das Ergebnis über die Zeit zu schaukeln – und der HSV schien auch die Schaukel vergessen zu haben. Grmpf.

Irgendwann erinnerten sich dann offenbar auch alle Beteiligten daran, daß ja quasi grade Deutschland gegen Holland spielt und man da schon der Tradition wegen Kratzen und Beißen muß. Es gab massig gelbe Karten.

Dann flog erst Dzsudzsak vom Platz, weil er dem Schiri an die Wäsche wollte (hier bitte Amerell-Witz einfügen). Doch anstatt in Überzahl das Ding nach Hause zu bringen, erinnerte sich Demel wohl dran, daß gelb seine Lieblingsfarbe ist… und holte sich gleich zwei davon ab. Nur ist minus mal minus eben plus, und zweimal gelb gelbrot.

Es gab dann noch ein rüdes Engelaar-Foul gegen Petric, den ließ Labbadia danach wieder viel zu lange aufm Platz. Bänderanriss im Knöchel, Einsatz in München morgen immer noch unklar. Grmpf.

Für Petric kam Boateng, der schon nach ein paar Minuten im Strafraum gelegt wurde – Elfmeter! Piotr Tooooooorowski machte endlich mal wieder, was man von ihm erwartet – zwozwo!

Es waren noch rund 10 Minuten Spielzeit, Eindhoven hätte jetzt ein 4:2 gebraucht, um noch ne Runde weiterzukommen. Ich begann schon mal, den Auswärtstrip für die nächste Runde zu planen… als das 3:2 fiel. PANIK!!

Die 5 Minuten Nachspielzeit gaben mir dann komplett den Rest. Von meiner geplanten stoischen Ruhe war genau GAR NIX zu sehen.
Aber dank Rost wurde dann doch alles gut.

Der HSV verlor zwar, gewann aber den Einzug ins Achtelfinale. Nach diversen Unentschieden, die Niederlagen waren jetzt also endlich mal eine Niederlage, die ein Sieg war.

Lobend erwähnen möchte ich auf PSV-Seite übrigens die Kollegen Afellay und Dzsudzsak. Nicht für ihren Fußball – sondern für ihre Namen. Ich verstand nämlich jedes Mal “Waffelei” und “Schuhschrank” – typisch Frau…

In diesem Sinne… Europapokaaaaaaaaaaaaaaaaaaal!

PS. Ich werde das Anderlecht-Hinspiel in Hamburg aller Voraussicht nach nicht live im Stadion sehen können, sondern stattdessen zum Rückspiel nach Brüssel fliegen. Daher suche ich händeringend a) ne Möglichkeit, sicher und ohne abstürzenden Server an Gästetickets zu kommen und b) ein okayes, bezahlbares Hotel. Falls jemand helfen kann, bitte in den Kommentaren zu Wort melden!

15. Feb. 2010

Die nachfolgenden Zeilen entstanden unter dem Einfluß von zwei Ruud-Toren in 90 Sekunden. Ich bitte daher um Nachsicht, falls es zu übermäßigem Einsatz von Ausrufezeichen, Großbuchstaben oder dem Wort “Ruuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuud” kommen sollte.

Was wurde vor dem Spiel in Stuttgart nicht alles geschrieben, getwittert und gesagt! Van Nistelrooy war ja eh der Vollversager, weil er in Köln in der 90. kam und das Spiel nicht rumgerissen hat. Labbadia sollte am besten auch gleich gehen, ach, und überhaupt, alles doof.
Ich sah das natürlich anders. Ich neige da ja mehr so zu unerschütterlichem Optimismus. Und daher war mir auch klar: die schwäbische Siegesserie is mir wurscht – die hau’n wir wech!

Wer spielt, war mir auch eher egal. Die Herren @norman, @nedfuller und @matze_sagt hatten sich da aber schon mal Gedanken gemacht: Jansen auf links, Elia in der Spitze hinter Petric und Berg – und auf rechts ein Kasten Holsten.

Den Kasten Holsten hielt ich für ne verdammt gute Idee. Da ist nämlich Pfand drauf! Und der Schwabe an sich ist ja eher sparsam. Daher hätte sich der gesamte VfB natürlich erst mal um den Kasten Holsten geprügelt, um dann gemeinsam zum Pfandautomaten zu ziehen – während der HSV gemütlich das Spiel gewinnt.

Es kam dann aber doch irgendwie anders. Vor allem von gemütlich war nicht so viel zu sehen. Das Einsnull durch Berg ging ja noch völlig in Ordnung – nur wurde danach alles irgendwie insgesamt sehr ARGH. Der HSV bettelte mal wieder regelrecht um den Ausgleich und nur dank Rost nahmen wir die Führung mit in die Kabine.

Aber weitere 45 Minuten kann dann halt auch Rost keine Führung festhalten – und auch keinen Ausgleich wegfausten. Und, das muß selbst ich zugeben: das einseins war mehr als verdient, zu dem Zeitpunkt. Kurz drauf starb ich tausend Tode, weil noch das zwoeins für Stuttgart hätte fallen können/dürfen/müssen.

In der 65. kam dann endlich Ruud. Im Doppelpack mit Tesche. Dafür mußte mein Mladen runter, aber so’n büschn Schwund is ja immer.

Und dann kam das, was mir immer noch Gänsehaut bereitet: zweimal Ruuuuuuuuuuuuud in 90 Sekunden. Ich glaube, es waren sogar seine ersten beiden Ballberührungen im Strafraum. So genau konnte ich das alles nicht sehen, ich hatte Pipi in den Augen.

Wie erwartet und erhofft: Ruud kann’s noch. Ich glaube, er ist genau das, was der HSV gebraucht hat: Ein Spieler, der den Unterschied machen kann. Und damit verstummen jetzt hoffentlich die Kritiker, die auf seinem Alter und auf seiner langen Verletzungspause rumgeritten sind.

Ich freue mich wie ein kleines Kind auf Donnerstag – die Heimspiel-Premiere von Ruuuuuud. Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich nur daran denke, bei der Aufstellung seinen Namen zu schreien.
Donvanone und Tissi haben das schon hinter sich, sie waren beide in Stuttgart – und ich könnte neidischer kaum sein!

Man stelle sich nur vor, wie das erst werden kann, wenn Ruud fit für 90 Minuten und Zé Roberto wieder am Start ist. Ich glaube, spätestens dann muß ich mal mit Mladen reden und ihm sagen, daß er nicht mehr der Einzige ist.

Ich bin übrigens dringend für die Wiedereinführung der persönlichen Torsongs. Für unsre Nummer 22 würde ich dieses Lied von Jan the Frallan vorschlagen.

In diesem Sinne: Alles wird Ruud.

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