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10. Feb. 2010

Kinners, haltet Euch fest – ich werd auf meine alten Tage doch noch berühmt. Schuld sind diese beiden Taucher hier, die das Google-Street-View-Auto verfolgen…


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…und Kollege R., der das auf Facebook gepostet hat. Ich hab’s natürlich sofort getwittert und erhalte seither von Gott und der Welt Retweets. Und Followanfragen, weil jetzt alle Welt denkt, ich würde lauter so tolle Sachen twittern. Mach ich aber gar nicht. Meistens schimpfe ich nur, weil ich meinen Salat wieder auf die Tastatur gekleckert habe :-)

8. Feb. 2010

Kennt Ihr das? Wenn man nen Mann einkaufen schickt und er einige wenige Dinge kaufen soll, vergißt er unter Garantie irgendwas. Vorzugsweise die Butter – damit stehen Männer ja eh auf Kriegsfuß, die finden sie ja auch im Kühlschrak nie.
Ich weiß das inzwischen, man lernt ja dazu. Daher habe ich dann auch gleich ZWEI Männer mit dem HSV zum Auswärtsspiel nach Köln geschickt. Die Aufgabenstellung war so groß geschrieben wie einfach: AUS!WÄRTS!SIEG!

Wie der Sieg aussehen würde, hatte ich ja schon angekündigt. Ich zitiere mich selbst:

Ich finde, es ist für die Herren Jansen und Petric mal wieder an der Zeit, Tore zu schießen. Warum nicht in Köln?

HALLO?? Sogar die Reihenfolge war richtig!!!! Einsnull Jansen, zwoeins und dreieins Petric. Da sag nochmal jemand, meine Glaskugel sei kaputt!

Nun gut. Eine 3:1-Führung auswärts sollte reichen. Müßte man meinen.
Tut sie aber leider nicht immer. Zumindest nicht, wenn der HSV auf dem Platz steht.

Ganz schön bitter, das ganze. Auch, daß Rozehnal den Ball zum 3:3 mit dem Fuß abfälschte, paßt da irgendwie ins Bild. Klarer Fall von “Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß”. Und auch, wenn er diesmal nix dazu konnte – so wirklich Glück (und Punkte!) bringt er uns nicht gerade…

Immerhin: Ruuuuuuuud wurde eingewechselt. In der 90. Minute. Was einige Damen und Herren, deren Herz anderen Vereinen gehört, nicht davon abhielt zu lästern. Schließlich stand er auf dem Platz und hat kein Tor geschossen, da kann er ja nur ein Fehleinkauf gewesen sein! Ja nee, is klar. Ihr mich auch.

Weiß eigentlich jemand, was gegen eine SMS-Phobie hilft? Während des Spiels meldete sich Nedfuller aus dem Stadion per SMS – meist dann, wenn ein Tor gefallen war. Zuletzt hatte ich regelrechte Angstattacken, wenn das Handy summte…

Mein Dank des Spieltags geht wieder einmal nach Frankfurt. Weil die Eintracht in Dortmund gewann, hat der HSV trotz großer Dämlichkeit (Man erzählt sich von mehreren vergebenen Großchancen. Nein, NICHT durch van Nistelrooy!) einen Platz gut gemacht – und ist jetzt Vierter, punktgleich mit Dortmund, allerdings mit dem besseren Torverhältnis.
Dennoch müssen jetzt bitte endlich mal wieder Big Points her. Am besten Samstag in Stuttgart – auch, wenn die geizigen Schwaben die sicher nicht gerne hergeben.

Ob ich nochmal zulasse, daß Nedfuller und Matze alleine auswärts fahren? Klar.
Ich werde ihnen nächstes Mal einfach einen Einkaufszettel mit der Aufgabenstellung mitgeben…

1. Feb. 2010

Mannmannmann. Freitag fuhr ich voller Vorfreude nach Hamburg – zugefrorene Alster, HSV, liebe Freunde treffen. Klar, es ist Winter, es ist kalt – macht ja aber nix. Nun ja. In Hamburg angekommen, schneite es, was der Himmel her gab. Wäre ja normalerweise nicht weiter schlimm – wenn mein brauner Parka, den ich al Begleiter auserkoren hätte, nicht ein ziemlich durstiger Geselle wäre. Jede verdammte Schneeflocke, die auf ihn fiel, wurde einfach aufgesaugt.
Die Jacke wurde immer dunkler, nässer, schwerer – und mir immer kälter. Und ich war noch nicht mal im Stadion!

Vorm Spiel versuchte ich dann, die Jacke mit einem winzig kleinen Föhn ansatzweise wieder in ein wärmendes trockenes Etwas zu verwandeln. Nun ja. Wie hieß das immer im Zeugnis früher? “Sie hat sich bemüht.”

Ich fuhr dann also mit nasser Jacke ins Stadion. Und wie wir gerade die S-Bahn-Station Diebsteich (zwei Stationen vor Stellingen, wo die meisten, die zum HSV wollen, aussteigen – also quasi schon fast da) anfahren, fällt mir ein: ich hab meine Brille nicht dabei.
Da ich ohne Brille nicht erkennen kann, ob Jarolim den Ball hat, oder ob Balu der Bär gerade Flick Flack durch unser Stadion macht, steig ich also kurzerhand in die S-Bahn zurück Richtung City. Laut fluchend, versteht sich. Und das mir, die ich so gerne früh am Stadion bin!! Meine Vor-Spiel-Verabredungen konnte ich dann auch gleich mal knicken :-(

Ich schaffte es rechtzeitig. Ich verpaßte wegen dem Umweg zwar die feierliche Niederlegung des Knet-Bernds – aber @HerrEberhardt wartete netterweise an Uwes Fuß auf mich. Ich bekam also noch eine Erklärung der Skulptur vom Künstler persönlich! Ich bin ja nach wie vor begeistert, das ist echt ganz großes Knet-Kino! Damit Ihr mitreden könnte, biddeschön – da is das Ding:

In der Kurve angekommen sang Loddo dann zu meiner großen Überraschung (Es schneite immer noch, als hätte Frau Holle ihre Kissen nicht nur ausgeschüttelt, sondern aufgeschlitzt) doch wieder “Hamburg, meine Perle” – ich hatte mehr so mit “Hamburg, mein Schneeball” gerechnet.

Kurz vor Anpfiff dann DER Gänsehautmoment: Ruuuuuuud in Großaufnahme auf der Anzeigentafel. Er saß nicht mit den anderen Verletzten auf der Zusatzbank vor der Ost, sondern auf der Tribüne in der “Hamburger Weg”-Loge. Dennoch. ER IST DA!!! Ich hab das also wohl doch nicht alles geträumt.
Der Rest der Nord konnte es auch nicht so ganz glauben. Um es greifbarer zu machen, stimmten wir dann gleich mal ne Runde “Ruud van Nisterooy, schalalalala!” an – ich hab so das Gefühl, das werde ich diese Saison noch öfter singen…

Auf der Bank der Wolfsburger saß Lorenz-Günther Köstner, der Interims-Coach der Wolfsburger. Daß neue Besen gut kehren, sah man dem Spiel jetzt nicht unbedingt an. Aber dem Spielfeld: auf dem Rasen lag trotz heftigen Schneefalls keine einzige Schneeflocke. Oder lag das etwa nur daran, daß im Tor der Wolfsburger der Lenz höchstpersönlich stand?

Das Spiel – nun ja. Erst hatten wir kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu. Der HSV mit 65% Ballbesitz und 60% gewonnenen Zweikämpfen. Also eigentlich ne klare Sache. Wenn nicht die ganzen Chancen des HSV unverwertet geblieben wären! Es war wirklich zum Haare raufen, was da alles nicht klappte.

Das Einsnull der Wolfsburger machte die Sache nun nicht gerade besser. Ein abgepfiffener Ausgleich von Jansen, weitere Chancen, drei Auswechslungen auf einen Streich… all das blieb wirkungslos, irgendwie schien der Fußballgott gegen uns zu sein.

Nach seiner Einwechslung war Troche wie immer für die Freistöße zuständig. Nach zwei ziemlich verunglückten schimpfte ich wie ein Rohrspatz und zeterte Sachen wie “Und SOWAS ist Nationalspieler”. Ähem.

Ich war nicht die Einzige, die in der 92. beim erneuten Freistoß moserte, als Troche sich den Ball zurecht legte. Neben mir forderte sogar einer, Rozehnal solle da mal ran. Und dann das! Zimmert der das Ding in den Winkel. Ausgleich, Abpfiff – HAMMER!

Natürlich hätten wir angesichts der vielen Chancen das Spiel gewinnen müssen. Vor allem, wenn wir oben dran bleiben wollen. Aber so ein in-letzter-Sekunde-Ausgleich ist dann doch auch mal ganz nett. Okay, nicht für meine Nerven – aber nach denen fragt ja keiner.
Trotzdem ist der HSV so etwas wie ein Gewinner des Spieltags: Die direkten Tabellennachbarn Dortmund, Bremen (Muahaha!) und Frankfurt (Sorry, Kid!) haben verloren, daher nach oben auf Platz 4 nur ein Punkt, nach unten aber schon 7 Abstand.

Genervt hat mich die Stimmung im Block. Ich hab da wohl was nicht mitbekommen – 26 A schien das Ausflugsziel für Kaffeefahrten zu sein. Um mich rum nur Kerle, die mit dem Rücken zum Spielfeld standen und mit ihrem Hintermann quatschten. Ich meine… hätte mir einer Bescheid gesagt, ich hätte natürlich gern nen Kuchen gebacken! Ich wartete die ganze Zeit drauf, daß einer anfängt, Heizdecken zu verkaufen – dank meiner nassen Jacke war mir so kalt, ich hätte glatt eine gekauft!
Nächstes Mal ist dann hoffentlich wieder Herr Nedfuller dabei, dann bin ich wenigstens nicht die Einzige, die pöbelt und singt.

Rückblickend gesehen bin ich ja fast froh, daß der HSV nicht sowas wie 12:0 gewonnen hat. Ich kenne Euch (und mich) doch! Irgendwer hätte das dann auf meine vergessene Brille und meine Irrfahrt quer durch Hamburg geschoben und verlangt, daß ich das jetzt immer so mache.

Und jetzt: Stimmuuuung!

25. Jan. 2010

Was mußte ich da lesen, diese Woche? Die Hertha soll mit Hilfe von Walgesängen am Abstieg gehindert werden! Ja, Walgesänge. Im Trainingslager auf Malle setzte es für die Dame aus der Hauptstadt eine Musiktherapie – und statt DJ Ötzi und Jürgen Drews gab’s am Ballermann eben Moby Dick und Free Willy. Auch schön.

Hätten wir beim HSV vielleicht auch mal versuchen sollen! Gut, wobei Wale ja jetzt eher etwas behäbige Tiere sind… so, wie der HSV am Samstag Abend in Dortmund gespielt hat, würde das ja schon wieder fast passen.

Aber eigentlich vermute ich, die Mannschaft wurde auf dem Weg nach Dortmund eher mit “Biene Maja” beschallt. So lange, bis sich eine gewisse Lethargie gegenüber schwarz-gelb eingestellt hat. Anders kann ich mir das wirklich nicht erklären.

Ich hab ja echt schon einiges gesehen diese Saison. Das Spiel in Dortmund war aber dann doch gar nicht mal so gut. Das einsnull wurde astrein von Aogo vorbereitet. Leider für die falsche Mannschaft. Und danach kam einfach auch nicht wirklich was zusammen.

Das war, Entschuldigung, aber das muß auch mal gesagt werden, schlichtweg Scheiße!

Und dennoch muß ich den HSV loben. Denn die Idee, mit dem Abpfiff einer solch verdienten Kackniederlage gleichzeitig die Nachricht von der Verpflichtung van Nistelrooys online zu stellen, ist schlichtweg genial.
Da ist dann der Ärger über die Nicht-Leistung der Mannschaft und über die blöde Niederlage ruckzuck wie weggeblasen.

Zu oft sollte der HSV aber dann auch nicht mehr so dermaßen unterirdisch spielen und verlieren – sonst wird das auf Dauer doch teuer mit den Sensationstransfers.

Egal, aufstehen, Mund abwischen, weitermachen. Wahrscheinlich hat der HSV nur so Kacke gespielt, um den anderen Vereinen vorzugaukeln, wir wären total schlecht. Dann haben die uns nicht mehr auf dem Zettel und schwupps, gewinnen wir alle Spiele und stehen wieder an der Tabellenspitze. Mist, jetzt hab ichs verraten!

Naja, im Optimalfall lesen die Gegner ja gar nicht hier mit. Am Freitag kommen die Wölfe. Die haben sich gerade zu Hause gegen Köln blamiert, möglicherweise sagt Hoeneß daher vorher noch zu Armin Veh “Armin, geh!”.

Egal wie, fest steht jedenfalls: So scheiße wie gegen Dortmund darf der HSV nicht nochmal spielen. Sonst könnte es durchaus sein, daß sich am Freitag aus Block 26A ein weiblicher Fan löst, aufs Spielfeld rennt und mal ein paar Ohrfeigen verteilt.

Mein Musikvorschlag für die Vorbereitung auf das Spiel gegen die Wölfe wäre übrigens Wolfgang Petry – Wahnsinn (Hölle Hölle Hölle).

Auf geht’s, liebe Hamburger – schießen wir den Stolz des amtierenden Meisters auf den Müll, Müll, Sondermüll!

24. Jan. 2010

Wir schrieben den 23. Januar 2010 – den Beginn einer neuen Zeitrechnung. Gestern war der Tag, an dem Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen kamen, um das unmögliche möglich zu machen.

Der HSV bestätigte: RUUD VAN NISTELROOY KOMMT ZUM HSV.

Ja, lest es ruhig nochmal. Mir geht’s da ähnlich. Obwohl ich jetzt seit der ersten sehr endgültig klingenden Eilmeldung schon fast drei Tage Zeit hatte, mich daran zu gewöhnen, bekomme ich immer noch Gänsehaut beim bloßen Gedanken daran, daß “van the Man” demnächst die Raute auf der Brust trägt.

Ein Hammer-Transfer für den HSV und die ganze Bundesliga. Was die meisten allerdings nicht wissen werden: Ich hab ihn quasi angestoßen. Schon am 11. Juni 2006 bloggte ich nach Serbien&Montenegro vs. Holland:

…ich möchte mal kurz anregen, daß wir schnell noch van Nistelrooy nach Hamburg transferieren.

Gut, aus “schnell” wurden dann geschmeidige vier Jahre. Aber was kann ich denn dafür, wenn sich van Nistelrooy, der damals noch bei ManU spielte, auf dem Weg nach Hamburg mit seinem Wohnwagen verfährt und in Madrid landet? Dann wär ich wohl auch erst mal bei Real geblieben an seiner Stelle…

Aber jetzt isser schon fast da. Medizincheck bestanden, heute Abend war der Abschied bei Real, morgen landet er dann in Hamburg und wird offiziell präsentiert. Und dann geht’s so richtig los.

Ich habe immer noch einen Funken Hoffnung, daß er gleich Freitag gegen Wolfsburg debütieren kann, wenigstens ne Einwechslung… das wäre schon ein Traum. Man stelle sich vor, wenn durch den ganzen Volkspark ein Ruuuuuuuuuuuuuuuuuuuuud hallt!

Ehrlich gesagt – ja, ich mag Holländer, das ist bekannt. Ja, ich wollte van Nistelrooy schon lange im HSV-Dress sehen. Ja, ich fand die Diskussion darüber, Aaron Hunt aus Bremen zu holen, schon deshalb doof, weil er Bremer ist.
Es hat aber noch einen ganz praktischen Grund, weshalb ich Hunt nicht haben will: Wegen seinem Namen. Er spricht sich ja nicht wie der Hund, sondern mehr so wie die Hand. Und genau da ist das Problem.

Man stelle sich vor, hitziges Spiel viele Nicklichkeiten, Ecke der gegnerischen Mannschaft, Hunt klärt im eigenen Strafraum spektakulär per Kopf – und die ganze Nord ruft euphorisch “Huuuuuuuuuuuuuuuuuuuuunt” (Gesprochen: Haaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaand!”) – na da haben wir bei unsrem Glück doch wieder so nen übereifrigen Schiri, der spontan Handelfmeter gegen den HSV pfeift. Muß ja nicht sein!

Dann also viel lieber Ruud van Nistelrooy. Ich kann diesen Namen gar nicht oft genug schreiben! Ich meine, das ist doch in etwa so, als hätte Robbie Williams mit mir im Schulchor gesungen!

Besonders großartig ist ja – nicht nur ganz Hamburg freut sich wie bekloppt auf Ruud – nein, er freut sich auch auf Hamburg! Da stellt sich der Welttorjäger von 2002 hin und sagt “Ich bin wirklich sehr glücklich, dass alles geklappt hat, und freue mich schon sehr auf Montag, wenn ich nach Hamburg komme”

Das ist dann in etwa so, als würde Robbie Williams sich darauf freuen, mit mir im Chor singen zu dürfen…

Ich grinse also seit Donnerstag Abend nahezu ununterbrochen. Und zwar derart breit, daß sich meine Mundwinkel am Hinterkopf treffen.

van Nistelrooy, das ist in meinen Augen einfach mal ne Ansage. Das ist ein Spieler, der sensationelle Zahlen und Erfolge hinter sich hat – und der genau da nochmal hin will. Ja, er ist schon 33. Ja, er war ein Jahr verletzt und hat auch jetzt noch ein Zipperlein. Er wird sicherlich seine Zeit brauchen – aber ich denke, daß beispielsweise auch Berg und Torun von jemandem wie ihm profitieren und lernen können.

Man stelle sich das doch mal vor, wenn Petric und van Nistelrooy auflaufen, der bindet doch alleine 11 Mann! Dann hat Petric freie Bahn aufs Tor.
Davon ganz ab: Wenn man mit so einem beispielsweise gegen “kleinere” Mannschaften ohne Champions-League-Erfahrung spielt – die laufen doch vor lauter Ehrfurcht mit dem Autogrammheftchen in der Hand auf!

Bei Ehrfurcht fällt mir ein… Donnerstag Abend war die Ungläubigkeit auf Twitter riesig, auch ich glaubte erst daran, daß das HSV-Blog vom Abendblatt gehackt wurde, zu groß schienen die News. Mitten in diese Mischung aus Euphorie und Ungläubigkeit machte @HerrEberhardt diese folgenschwere Ansage:

Tja. Jetzt gibt es kein Zurück! Ich werde Freitag selbstverständlich vor Ort sein und die Knet-Action für die Nachwelt dokumentieren.

Übrigens gibt es auch schon die ersten Promis, die sich auf Ruud freuen. Bully Herbig hat da sogar schon mal was vorbereitet:

18. Jan. 2010

Endlich wieder Fußball!! Die unsägliche Winterpause ist um – und der HSV mußte leider gleich mal ohne mich in die Rückrunde starten.

Das war natürlich bei der langen Liste der Verletzten, Afrika-Cup-Teilnehmer und dem rotgesperrten Boateng ein weiterer herber Rückschlag für Labbadia – aber er machte vor dem Anpfiff einfach dem Herrn Nedfuller klar, daß ihm jetzt alles an Support abverlangt wird.

Böse Zungen lästerten ja vor dem Anpfiff, der HSV habe kein Geld, um sich einen neuen Rasen einfliegen zu lassen, daher würden wir auf diesem Acker spielen. Aber das ist natürlich falsch. Ihr habt doch alle keine Ahnung!
Die Wahrheit ist: In der Arena werden demnächst neue Folgen von “Bauer sucht Frau” aufgezeichnet – die Kulisse steht schon…

Wie hieß es noch in einem 80er-Jahre-Song von Climie Fisher? Love changes everything. Mag sein. Aber nicht beim HSV. Nachdem sich Vagner Love trotz HSV-blauen Rastazöpfchen gegen den tollsten Club der Welt entschieden hatte, lief halt Torun neben Petric auf. Ohne blaue Zöpfchen, aber mit mehreren Großchancen. Leider blieben es Chancen – aber das wird sicher auch noch irgendwann.

So wie bei Marcell Jansen, der schon wieder ein hübsches Tor machte. Wo er her kam, haben wir ihm wohl alle längst verziehen… Mittlerweile ist er doch einer von uns, und zwar einer von den Besten.

Anders, als meine Glaskugel prophezeit hatte, fiel das Einsnull auch schon nach sieben Minuten. Damit traf der HSV laut Mopo bereits zum zwölften Mal innerhalb der ersten Viertelstunde – Ligarekord. Es wäre wirklich mal an der Zeit, daß der DFB meinem Antrag, die Spielzeit auf 15 Minuten zu begrenzen, stattgibt.

Immerhin: Damit, daß Petric trifft, hatte ich recht. Und was kann ich dafür, wenn er keine Uhr dabei hat und daher nicht erst um 17:16 Uhr trifft, sondern schon gegen 16:40 Uhr? Egal, Tor ist Tor. Und Tor ist nun mal, wenn der Schiri pfeift – auch, wenn Petric dabei angeblich leicht im Abseits stand… Man muß auch mal Glück haben im Leben, Pech hatte der HSV wirklich schon genug.

Für mich wird auch immer klarer, was ich schon lange ahnte: Petric ist der neue van der Vaart. Und damit meine ich nicht, daß ich bei ihm meinen Vorsatz, keinen Lieblingsspieler mehr zu haben, ganz schnell ad acta legte… sondern wie wichtig er für das Spiel des HSV ist. Mit Petric gab es diese Saison noch keine Niederlage – ohne ihn keinen einzigen Sieg. Hoffen wir, daß Petric nie einfällt, daß seine Oma im Keller noch irgendwo eine Flasche spanischen Rotwein hat, und er daher dringend mal noch bei Valencia, Real Madrid oder Mailand spielen muß. Halt irgendwo in Spanien.

Daß nicht nur ich, sondern auch Jansen und Jarolim den Mladen ins Herz geschlossen haben, zeigt das tolle Jubelfoto vom Einsnull, das mir Stefan Groenveld freundlicherweise überlassen hat. VIELEN DANK!

HSV HAMBURG - SC FREIBURG

In Stefans Blog gibt’s außerdem noch ein Foto von Frank Rost, wie er beim Kasten sauberhalten mit den Stollen seinen Strafraum umpflügt, um nach dem Spiel darin Gänseblümchen anzupflanzen. Die bringen wir dann kommenden Samstag den Dortmundern als Gastgeschenk mit. Das wird allerdings auch das einzige Geschenk, das sie von uns bekommen.

In diesem Sinne… nur der HSV!

15. Jan. 2010

Wir kennen das ja alle. Eigentlich haben wir Samstags um 15:30 Uhr doch gar keine Zeit für Fußball, Bier und Bratwürste. Samstags um 15:30 Uhr gäbe es so viel wichtigeres zu tun! Geschirr spülen, zum Beispiel. Oder mit jeder Menge anderer Verrückter bei IKEA an genau der Selbstbedienungskasse stehen, an der jemand wieder mal nicht versteht, wie man jetzt den Preis der Teelichter einscannt. Auto putzen. Was auch immer.

Zu all diesen Dingen kommen wir aber natürlich nie, weil, es ist ja Fußball. Wenn ich Euch aber jetzt schon verrate, was in den nächsten zwei Wochen so aufm Platz passiert – dann können wir uns künftig alle Samstags mit Bier und Bratwurst in der Schlange an der IKEA-Selbstscannerkasse treffen. Klingt doch super, oder?

Also, ab geht die wilde Fahrt durch meine Glaskugel:

18. Spieltag
Den Auftakt zur Rückrunde bildet ein echter Knaller. Ein Spiel mit Tradition, ein Spiel zweier internationaler Marken (Ja, als solche sieht man sich im Kraichgau tatsächlich. Nein, ich weiß nicht, was da im Wasser ist.): der FC Bayern gegen die TSG Hoffenheim.
Auf Seiten der Bayern ist bis zuletzt unklar, ob Kranck Ribéry spielen kann. Er ist beim Fußnägel lackieren mit dem pinken Lack ausgerutscht und hat daneben gemalt. Sofort nach diesem schrecklichen Unfall hat er sich im Klo eingeschlossen und weigert sich seither, wieder rauszukommen. Auch Robben kränkelt noch. Man hätte in München wirklich besser ein Walross verpflichtet – die sind stabiler.
Hoffenheim hat weniger Pech mit den Stars – was natürlich auch an den mangelnden Stars liegen könnte. Hinter Eduardo stand bis zuletzt ein Fragezeichen – er hatte Probleme mit der Paella-Sehne. Kein Wunder, so als Brasilianer.
Das Spiel ist ähnlich attraktiv wie die beiden Kontrahenten und endet *gähn* 0:0. So viel also zur Rückeroberung der Tabellenspitze durch den FC Bayern nach über 600 Tagen.

Ganz andere Probleme hat man in Hamburg. Bernd Hoffmann läuft seit Tagen nur mit einem Gänseblümchen in der Hand auf und ab, reißt einzelne Blütenblätter raus und murmelt “Love… no Love… Love… no Love…”. Dabei geht es nicht um irgendeine Frau, sondern um Vagner Love, den Brasilianer mit den blauen Rastazöpfen. Ob er jetzt kommt, oder doch nicht… das will wohl nicht nur Hoffmann wissen. So, wie es momentan ausieht, heißt es für ihn dann wohl am Ende doch: Can’t buy me love. Hätten wir nur auf die Beatles gehört, wir hätten uns das ganze Transfergedöns sparen können.

Gegen Freiburg muß Labbadia mal wieder ohne alle spielen lassen – Elia fällt aus, Reinhardt hat einen Muskelfaserriss, Zé Roberto keine Wadenmuskulatur mehr, der Rest spielt Africa-Cup oder hat Silvester versehentlich die Fußballschuhe statt der Raketen in den Himmel gejagt. Rincón, Rozehnal und Tesche rutschen in die Startelf. Als Hommage an den 17:16-Erfolg im Elfmeterschießen des Tuttur-Cup-Finales gegen Besiktas läßt Petric sich bis 17:16 Uhr Zeit, um das erlösende Siegtor zu schießen.

Auch in Hessen startet die Saison turbulent. Wer da? besucht die Eintracht – und die ist mal wieder komplett ohne Sturm. Doch kein Grund zur Sorge! Maik Frank löst das Problem auf seine Art. Schließlich ist es doch unfair, wenn nur eine Mannschaft mit Handicap aufläuft, oder? Eben. Der Godfather of Fairplay tritt daher einfach die komplette Abwehr der Werderaner krankenhausreif. Plötzlich ist wieder alles offen.
In der 93. Minute kippt in der VIP-Loge ein Bembel Äbbelwoi um und setzt eine skurrile Kettenreaktion in Gang, an deren Ende Meier derart erschrickt, daß er den Ball an Wiese vorbei ins Netz zimmert.

19. Spieltag
Die Topspiel-Entscheider beim DFB haben ausnahmsweise mal eine gute Entscheidung getroffen. Mal ehrlich… Hamburger Problemvorort gegen Schickeria, Fischbrötchen gegen Weißwurst, Becks gegen Paulaner – das interessiert doch keinen! Daher spielen Wer da? und Bayern auch schon um 15:30 Uhr gegeneinander.
In einem Anflug von Menschlichkeit läßt van Gaal Klose auflaufen. Wiese freut sich so sehr über die Rückkehr Kloses, daß er ihm mit dem Fuß voraus entgegenspringt. Kennt man ja, diese Wiedersehensrituale. Vor lauter Pipi in den Augen über den freundlichen Empfang seines Ex-Kollegen verschießt Klose den anschließenden Elfmeter.
Stattdessen erinnert er sich an die guten Zeiten in Bremen, wo er wenigstens gesetzt war – und entscheidet in der 87. per Eigentor das Spiel. Der anschließende Jubellauf in die Bremer Fankurve bringt ihm den Rausschmiss bei Bayern und die Ehrenmitgliedschaft bei Wer da? ein. Man weiß nicht, aus welchem Grund man ihn mehr bemitleiden soll.

Das Topspiel am Abend ist selbstverständlich Dortmund gegen den HSV. Der Ex-Hamburger-und-jetzt-Dortmunder Zidan schießt kein Tor gegen seinen Ex-Club – wie auch, er ist beim Afrika-Cup. Aber machen wir uns nix vor, anders hätte er auch nicht getroffen. Und Barrios? Nun, irgendwer muß Chancentod Zidan ja vertreten. Das macht Barrios schon ganz gut.

Da zum Anpfiff 17:16 Uhr schon vorbei ist, kennt die Tormaschinerie des HSV kein Halten mehr. Jansen, Petric und Elia machen das Ding klar, die Dortmunder Fans nehmen vor lauter Neid im Gesicht das Textmarkergelb ihrer Trikots an.

So, das soll’s erst mal gewesen sein. Ich will ja nicht Schuld sein, wenn die Vereine über Einbrüche bei den Ticketverkäufen und die Sender bei den Einschaltquoten klagen. Nee, stimmt nicht, das ist mir völlig egal. Ich will einfach nächste Woche auch noch was zu erzählen haben.

In 24 Stunden rollt der Ball endlich wieder in Hamburg. Ick freu mir!

20. Dez. 2009

Morgen also endlich das Hinrundenfinale. Und dann gleich mit dem Nordderby. Ich hab mit den Fischköppen ja noch so die ein oder andere Rechnung offen – und ich weiß, daß ich da nicht die Einzige bin.

Lieber Weihnachtsmann, falls Du mein Blog im Feedreader hast (Was ne Frage!!) – Du weißt ja, was ich mir wünsche. Nen Heimsieg, bitte. Dann kannst Du das Pony und das Barbie-Auto gern behalten.

Rein zufällig ist jetzt, wenige Stunden vorm Anpfiff ein Kindervideo von Tim Rasen aufgetaucht. Da sag ich doch nur… Mach’s noch einmal, Tim!!

Ich wünsche allen ein schönes Spiel und dicke Klamotten (Wird sicher kalt, da hilft nur “Hey, hey, wer nicht hüpft, der ist ein Bremer, hey…”) – und uns nen Sieg.
NUR DER HSV!

14. Dez. 2009

Ihr kennt ja meine Theorie. HSV, Abstiegskandidaten, Vorweihnachtszeit – das endet fast immer mit einer großzügigen Punktespende des HSV. Aber eben nur fast.

Diesmal war alles anders. Die Nürnberger hatten hinterm 12. Türchen im Adventskalender keine drei Punkte. Sorry, liebe Glubberer, aber das Christkind war da leider dieses Jahr verhindert. Das ist nämlich in Amerika und gibt Interviews, weil es eine von Tiger Woods’ unzähligen Gespielinnen war.

Der HSV braucht kein Christkind, der HSV hat Petric. Und Jansen. Und Elia. Und Torun. Und endlich wieder das Glück des Tüchtigen!

Mit Petrics Rückkehr in die Startelf schien endlich ein Knoten geplatzt zu sein. In der ersten Halbzeit gabs zwingende Chancen auf beiden Seiten, in Halbzeit zwei schepperte es dann. Aber nur im einen Kasten. Dafür gleich viermal!

Elia, Jansen, Torun, Elia – nein, das ist nicht die neue Verletztenliste des HSV, das sind tatsächlich die Torschützen.
Endlich wieder ein Sieg, endlich wieder zu null, und dann gleich mit vier Toren. Das hatten wir schon verdammt lange nicht mehr! Da macht man schon mal, Verzeihung, überrascht Glubbschaugen vor Freude.

Ich verbrachte das Spiel zwar zu Hause und biß mir in den Hintern, daß ich -anders als @hsvswn- nicht mit nach Nürnberg gefahren war. Dennoch hatte ich hier feinstes Stadion-Feeling. Da der neue Herd nämlich erst mal zwei Stunden bei voller Pulle ausbrennen mußte und das zum Himmel stank, saß ich mit Winterjacke und Schal bei offener Balkontür auf dem Sofa und schaute das Spiel. Im Stadion kann es auch nicht kälter gewesen sein, als in meiner Bude. Der Herd rauchte sogar dermaßen, daß die Rauchbomben im Gästeblock dagegen alt aussahen.

Um den Hals trug ich meinen neuen HSV-Schal – damit dürfte die Angst von Nedfuller, daß Jekylla ihn verhext hat, wohl zerstreut sein. Falls sie gezaubert hat, dann nur zu unseren Gunsten! :-)

Vierzunull auswärts, der HSV kann’s also doch noch!! Ein rechter Sieg zur rechten Zeit. Am Donnerstag geht’s in Tel Aviv um Platz 1 in der Europa-League-Gruppe, und am Sonntag *trommelwirbel* um die Nummer eins im Norden.

Der Lieblingsfeind kommt, und mit dem hab ich ja noch das ein oder andere Hühnchen zu rupfen. Wer da? riß gestern gegen Schalke die Serie ohne Niederlage – fast bin ich geneigt, zu sagen: schade. Wäre doch dramaturgisch fast noch ne Ecke schöner gewesen, wenn sie erst in Hamburg gerissen wäre.

Wie dem auch sei: So, wie der HSV in Nürnberg und Wer da? daheim gegen Schalke gespielt hat, müssen wir definitiv keine Angst vor Sonntag haben. Müssen wir aber eh nicht – schließlich spielen die Bremer in grün-weiß und ich bin diese Saison noch ungeschlagen. Läääuft!

Am Samstag hab ich übrigens wegen der Herd-Warterei noch Großes verpaßt: Die Hertha bekam endlich mal wieder was gebacken, und ich war nicht dabei. Es waren dann aber doch nur Waffeln im Hauptbahnhof

30. Nov. 2009

Karneval find ich doof. Das dürfte bekannt sein. Ich bin auch immer froh, daß man mit diesem Firlefanz im Norden Deutschlands weitestgehend in Ruhe gelassen wird. Seit gestern glaube ich allerdings, daß der HSV einen Karnevalisten in seinen Reihen hat. Aber von vorne…

HSV gegen Mainz 05. Klingt wieder mal nach David (Mainz 05) gegen Goliath. Konnte also, wenn meine Robin-Hood-Theorie stimmt, eigentlich nur schief gehen.

Petric, der viel früher wieder halbwegs fit war als angenommen, hätte spielen sollen. Eigentlich. Hätte er sich nicht eine Magen-Darm-Grippe zugezogen. Hmpf. Das scheint beim HSV gerade ein Dauer-Problem sein (Ich find die momentane Lage zugegeben ja auch besch…eiden!), vielleicht sollte langsam wirklich mal jemand einen Antrag stellen, um ein Dixie-Klo im Anstoßkreis aufzustellen. Oder wir brauchen noch einen weiteren Supplier, der Windeln für unsre Spieler liefert. Die Firma Pimpers, zum Beispiel.

Ist aber bisher noch Zukunftsmusik, daher fiel Petric dann leider doch aus. In der Startformation stand als echter Stürmer nur Torun. Der Youngster, der ja bisher eher torun-gefährlich war.

Die Betonung liegt auf war. Denn bevor ich auch nur richtig auf dem Sofa saß und mich mit den Hilfsmitteln, die einem das Internet so bietet, ins Stadion gebeamt hatte – zackbumm, Torun, einsnull.

Ich AUS!WÄRTS!SIEGTE! vom Sofa durchs Wohnzimmer und versuchte nebenbei, halbwegs sinnvolle SMS an nedfuller zu schicken, der ohne Fernseher und Radio im Niemandsland unterwegs und auf Radio Pleitegeiger angewiesen war.

Da der große Zé ja leider erst vom Bayerndoc eingegipst worden war, damit der nach 10 Tagen feststellt, daß es nichts gebracht hat und jetzt doch ne OP inklusive vier Wochen Ausfall nötig sind (Hat hier jemand Sabotage gesagt??), mußte Boateng auf der sechs einspringen. Und tat das auch ganz ordentlich.

Der HSV war über weite Strecken die Spiel bestimmende Mannschaft, der Karnevalsverein verlor den Ball gerne schon an der Mittellinie – aber das zweite HSV-Tor ließ leider auf sich warten. Wer hätte es auch schießen sollen? Guerrero und Petric krank, Berg auf der Bank, Olic in München.

Unser kleiner Wirbelwind Elia wäre zwar normalerweise immer für ein Tor gut… aber da hatte der *piep* *piep* *piiiiiep* (O-Ton Ned) Noveski nach einer Viertelstunde ja vorgesorgt. Mit vollem Karacho sprang er Elia gegen das linke Sprunggelenk. Der wurde dann mit Tränen in den Augen vom Platz getragen. Diagnose noch ungewiß… aber ich fürchte, das HSV-Lazarett kann schon mal ein weiteres Bett aufbauen. Das sah überhaupt nicht gut aus.

Bei “nicht gut aussehen” wären wir auch schon bei der HSV-Abwehr angelangt. Die stand zwar streckenweise recht sicher – aber leider nicht immer. Das Übel hat auch einen Namen: David Rozehnal. Der spielte gegen Ende so unterirdisch, daß er sich quasi unter dem Rasen hätte befinden müssen. Ach was, in Australien wär’ er wieder rausgekommen!

Ich frage mich langsam, ob Rozehnal die Rache von Gravgaard ist. Oder Gravgaard selbst, der sich als Rozehnal verkleidet hat.

Rozehnal leistete sich da ja leider einige Böcke, aber die Aktion, in der der Ball nach ner Ecke im Fünfer direkt vor seine Füße fällt und er ihn nicht wegdrischt, sondern Hoogland (Mainzer, wohlgemerkt) auflegt, der das Geschenk dankend annimmt… AAAAAAAAAAAARGH!

Die einzige Erklärung, die mir dazu sinnvoll erscheint: Rozehnal (oder Gravgaard, wer weiß das schon so genau) ist heimlicher Karnevalist. Und auf die Frage “Wolle mer’n roilosse?” (den Ball) dachte er wohl… Noi middem! Narrhallamarsch.

Ich weiß, es ist müßig, sich nach so einem Abwehr-Ausfall über den Schiedsrichter aufzuregen. Aber auch da fand ich wieder ne ganze Menge zum Kotzen. Auch den Kommentar von Mainz-Trainer Tuchel nach dem Spiel – er hätte auswärts auch gern mal den Schiri auf seiner Seite. Ähm, Entschuldigung… WHAT??

Unterm Strich also ein weiteres HSV-Spiel ohne Sieg, ein weiterer verletzter Top-Spieler und schon wieder ein dicker Hals. Spaß geht irgendwie anders.

Mittwoch bin ich in Hamburg gegen Rapid, ich weiß nicht, ob Brüno bis dahin ne komplette Mannschaft zusammenbringt. Sicherheitshalber werd ich wohl mal den Turnbeutel einpacken, falls ich gebraucht werde.

Von einem Grauen noch schnell zum nächsten – Arnd Zeigler, seines Zeichens Stadionsprecher bei den Unaussprechlichen, hat da eine ganz besondere Perle getwitpict. Friedhelm “Dracula” Funkel beim Spiel seiner Hertha gegen die Eintracht.

Was macht er da? Sind das Kaugummi? Speichelt er die Ohrstöpsel ein, um hinterher das Gejammer seiner Spieler nicht hören zu müssen? Bewirbt er sich bei Marc Terenzis Horror-Show im Europapark? Oder sind das am Ende wirklich seine Zähne…?

Ich weiß es nicht. Ich weiß auch gar nicht, ob ich es wirklich wissen will. Aber alles Zähne fletschen hat nichts geholfen, Frankfurt gewann trotzdem 3:1. Und jetzt alleeee: Hey, was geht ab…

Nachtrag: Angeblich war es ein Kaugummi. Die gesamte Zahnärzte-Innung atmet erleichtert auf.

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