Da is’ das Ding!

 

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26. Sep. 2011

Diese Woche erschien der “Glücksatlas Deutschland” – eine Studie, derzufolge die Menschen in Hamburg am glücklichsten sind. Spätestens seit Freitagabend glaube ich das gern.

Ich weiß nicht, wie es Euch geht: Ich hatte vergessen, wie es ist, zu gewinnen. Auswärts. Nach einem Rückstand.
Ja, klar, wir hatten Oldenburg. Aber ich meine jetzt in der Liga.
Der letzte Sieg: Im März. Jetzt ist September. Das sind verdammte sechs Monate ohne – und jetzt kommt mir hier bloß nicht mit Sommerpause und so nem Quatsch!

Seit dem Schlußpfiff am Freitag weiß ich wieder, wie sich das anfühlt. Und ich möchte dieses Gefühl am liebsten nie wieder missen.

Der HSV lebt noch, das hat er am Freitag in Stuttgart eindrucksvoll bewiesen. Die Mannschaft KANN – und sie WILL offenbar auch.
Ein gutes Gefühl.

Als Interimstrainer saß Pelu auf der Bank – auch bekannt als Rodolfo Esteban Cardoso. Er sieht laut @ankegroener ein wenig aus wie ein Monchichi, und spielte für den HSV, als ich anfing, über ihn zu schreiben. (Ja, so lange mache ich diesen Quatsch schon!)

Cardoso, sonst Trainer der Zwoten und mit ihnen Tabellenführer, brachte dann gleich mal einen Spieler aus der Zwoten mit, von dem ich noch nie vorher gehört hatte: Zhi Gin Lam ist 20 und spielte, als hätte er nie etwas anderes gemacht.

Anstatt erfürchtig vor den gegnerischen Nationalspielern und dem vollen Stadion zu erstarren, machte er ordentlich Tempo und spielte frisch und frei von der Leber weg. Der Hammer.

Mich erinnerte das an ein ganz besonderes Spiel, nachdem ich etwas ähnliches über einen recht jungen Spieler schrieb. Damals, vor ziemlich genau 11 Jahren, HSV – Juventus Turin. Das Spiel endete 4 – 4.
Der Spieler, der damals unbeeindruckt von Namen wie Zidane, Del Piero und Inzaghi wirbelte? Marcel Ketelaer.

Ich hoffe inständig, daß Lam einen anderen Weg einschlägt als Ketelaer, der sich kurz nach diesem Spiel zu einem der größten Fehleinkäufe der Vereinsgeschichte entwickelte. Aber ich schweife ab.

Von Beginn an spielte der HSV besser als die letzten Spiele. Es war Zug nach vorne da. Es wurde gerannt, Pässe kamen an, es gab Seitenwechsel, es ging zum gegnerischen Tor, es wurde sogar, man lese uns staune, aufs Tor geschossen. Töre machte Druck, Lam wirbelte, es war Tempo drin. Cardoso schien die gezogene Handbremse gefunden und gelöst zu haben.

Dann kam nach knapp einer Viertelstunde der Rückstand – und ich hatte ein wenig Sorge, daß alles wieder auseinanderbricht. Es gab kurz drauf noch einen Aluminiumtreffer, alleine da bin ich 10 Jahre gealtert.
Gegen Ende der ersten Halbzeit hoffte ich nur noch auf den Pausenpfiff, die Defensive wackelte mir streckenweise etwas zu sehr – und darauf, daß Cardoso die richtigen Worte findet.

Und dann… Zweite Halbzeit. Auftritt des HSV, wie ich ihn sehen will. Mit wirklichem Willen und Kampfgeist. Mit Ideen. Ich hoffe, Cardoso hat sich seine Halbzeitworte gut gemerkt!

Kurz nach Wiederanpfiff gelang Bruma das Einseins. Tesche besorgte eine Viertelstunde später das Zwoeins. Sogar beide Tore nach Ecken, wenn ich mich nicht irre.

Emotionaler Höhepunkt in der 81. Minute: Das Comeback von Romeo Castelen. Gänsehaut pur. Ich glaube, es gab wenige HSV-Fans, denen das nicht nahe ging. Es ist so schön, ihn wieder auf dem Platz zu sehen! Er hatte gleich eine gute Aktion, ich würde ihn am liebsten in Knallfolie packen, damit ihm nichts passiert und er uns diesmal lange erhalten bleibt!

Und dann, endlich: Schlußpfiff. Die jungen Wilden (Papa Schlumpf Jaro saß auf der Bank, wurde erst in der Nachspielzeit zwecks Zeitschinderei eingewechselt) holten nach einem guten Spiel den ersten Dreier – und die Hoffnung zurück nach Hamburg.

Es geht also doch. Man muß sich nur was trauen und ein paar 19- und 20-Jährige aufs Feld schicken.
Der HSV ist immer noch letzter, Punktgleich mit Platz 16 – aber das, was ich Freitag gesehen habe, macht Hoffnung.

Die Trainerfrage ist weiter ungeklärt. Während am Freitag Huub Stevens so gut wie neuer Trainer war, wurde ihm jetzt abgesagt, wohl, weil er zeitgleich mit Schalke verhandelte und man einen Trainer will, der 100% zum HSV steht.

Stand heute wird daher Cardoso auch gegen Schalke auf der Bank sitzen. Ich hoffe, daß Bruma, Töre & Co. auch dann so mutig und frisch auftreten. Wer weiß, vielleicht darf ja Lam wieder ran – ich würde mich freuen.

In diesem Sinne:
NUR DER HSV!

19. Sep. 2011

So sehr ich mir seit Jahren Konstanz auf der Trainerbank des HSV wünsche, so sehr bin ich auch davon überzeugt, daß Oennings Rauswurf der richtige Schritt war.
Es ging einfach nicht mehr.
Vermutlich ging es nie, wenn wir mal ganz ehrlich sind.

Schon im Sommer, als Oenning als Cheftrainer bestätigt wurde, hatte ich extreme Zweifel. Ich wollte aber nicht unken und ihm vor allem eine Chance geben. Was ich damals nicht gebloggt (im kleinen Kreis aber geäußert) habe, deckt sich erschreckend genau mit dem, was in den letzten Wochen passiert ist.
Vielleicht sollte ich doch umsatteln auf Wahrsagerin.

Oenning konnte meiner Meinung nach beim HSV gar nicht funktionieren. Als Veh gescheitert war, war für mich fast zwangsläufig klar, daß auch Oenning scheitern würde.
Meine Hauptsorge damals: Als Co hatte Oenning schon unter Veh das Training geleitet, war nah dran an der Mannschaft – allerdings ohne merklichen Erfolg. Wie sollte sich das ändern, wenn er jetzt Cheftrainer war? Was würde er anders (besser?) machen, als zuvor, wo es schon keinen Erfolg brachte?

Oenning hat sicher eine Menge Ahnung, er ist ruhig, wirkt wie ein Kumpeltyp.
Aber all das hilft einem natürlich nicht weiter, wenn man, warum auch immer, ganz offenbar nicht entscheidend auf die Mannschaft einwirken kann.

In der Vorbereitung hat es geklappt, wieso auch immer. Aber kaum wurde es ernst… Puh.

Ich hatte befürchtet, daß der Vorstand im Bestreben, alles besser zu machen als in der Ära Hoffmann, noch eine ganze Weile wartet, ehe was passiert.
Mir war vom ersten Tag der Saison an klar, daß wir mit Oenning nicht die Saisonziellinie überschreiten werden würden (Bei Volker habe ich das dennoch eher diplomatisch ausgedrückt, wie gesagt, Oenning sollte von mir eine Chance bekommen.) – aber ich hatte erwartet, daß man eine Hinrunde an ihm festhält, um dann im neuen Jahr panisch etwas zu kitten zu versuchen, das vielleicht schon sehr zerbrochen ist.

Jetzt war das Fass wohl doch vorzeitig voll. Schließlich geht es nicht “nur” um die Erhaltung des Bundesliga-Dinos – es steht demnächst auch ein Pokalspiel an.

Ich hatte es ja gestern schon gesagt – Oenning wird auch Freitag auf der Bank sitzen. Irgendwo. Vielleicht in München im Festzelt – aber halt nicht bei uns.

Unterm Strich tut es mir leid für Oenning, der wohl einfach zu blaß, zu farblos, zu… nett war für den HSV.
Jetzt übernimmt erst mal Cardoso, der mit der Zwoten derzeit auf Platz 1 der Regionalliga steht. Eine Dauerlösung ist auch er nicht – ihm fehlt die A-Lizenz. Und ehrlich gesagt habe ich inzwischen immer Bauchschmerzen, wenn es darum geht, liebgewonnene, ehemalige Spieler in Ämtern des HSV zu “verbrennen”.

Ich bin gespannt, wen Arnesen als Nachfolger präsentiert.
Ich halte es da ganz mit Uns Uwe: Wir brauchen einen Schleifer. Einen, der die Spieler wachrüttelt, die müssen Gras fressen. Roh.

Nach Arnesens Job-Beschreibung “deutschsprachig, erfahren, von den Spielern respektiert”, schreit alles in mir:

Mach’s noch einmal, Huub!

Nein, natürlich ist Huub keine Lösung für immer. Aber ich fände es aktuell gar nicht so verkehrt, mit Stevens die Saison zu beenden. Wer uns im Februar als 18. übernimmt und auf Platz 7 führt – was kann der denn mit uns machen, wenn er uns bereits im September auf Platz 18 übernimmt?

Denn: Sieg, Sieg, wir brauchen Sieg:

Und in der Zwischenzeit könnte man in Ruhe einen neuen Trainer suchen.

Wie man hört, steht van Basten bei Arnesen allerdings hoch im Kurs. Und irgendwo las ich, auch ten Cate sei in der Verlosung – damit würden wir uns allerdings noch mehr als eh schon zum Spott der Massen machen (Ja, das geht!): Der war nämlich früher Co-Trainer bei Chelsea.

(Was guckt Ihr mich denn jetzt alle so erwartungsvoll an? Soll ich wirklich noch ne Staffel PSDSHSVTS?)

18. Sep. 2011

Wir sind nicht im Abstiegskampf.
Dennis Aogo nach dem 3:4 gegen Köln.

Wir müssen uns von der Tabelle lösen.
Michael Oenning nach dem 3:4 gegen Köln.

Zweite Liga? Darüber sprechen wir nicht. (..) Mit der Qualität, die wir haben, können wir meiner Meinung nach nicht absteigen.
Per Skjelbred vor der 0:1-Niederlage gegen Gladbach

Wir müssen nicht gewinnen.
Frank Arnesen vor der 0:1-Niederlage gegen Gladbach.

Meine Fresse.
Wenn ich das so gesammelt lese, dann hoffe ich nur eins: Daß unsere Bundesliga-Zugehörigkeitsuhr einen Wecker hat. Einen verdammt lauten, am besten.

Wir schreiben den 6. Spieltag, es sind noch 84 Punkte zu holen, alles keine Frage.
Aber das, was der HSV da seit Wochen von sich gibt, das klingt in meinen Ohren leider nach Verdrängung. Nach Realitätsverlust.

Ich weiß es nicht, vielleicht hat irgendwer ja die aktuelle Tabelle ausgedruckt und falschrum in die Kabine gehängt – das würde zumindest erklären, warum sich alle so äußern.

Ich will ja keine panischen Angsthasen, aber ich will Kampfgeist. Ich will Spieler, Trainer und Funktionäre, die erkennen, daß die Lage ernst ist.

Ich will keine Schönrednerei mehr. Kein “Wir haben zwar verloren, aber….” – ich kann das alles nicht mehr hören.

Und daher gehe ich fast so weit zu sagen: Gut, daß wir gegen Gladbach verloren haben. Denn sonst hätten sich doch nur wieder alle auf die Schultern geklopft und gesagt “Siehste, sag ich doch! Braucht doch bloß Zeit!”

Ich glaube inzwischen nicht mehr, daß es NUR Zeit braucht. Ich weiß nicht, was es außer Zeit noch braucht. Ganz ehrlich, hätte ich ein Patentrezept, wie der HSV da unten rauskommt, dann wäre ich vermutlich Fußballtrainer und säße jetzt nicht hier am Rechner.

Und mit diesem Nichtwissen bin ich offenbar nicht alleine.

Für uns Spieler ist es schwer, weil wir nicht so recht wissen, was wir verändern sollen.
Marcell Jansen nach der Niederlage gegen Gladbach

Bei uns ist es zappenduster, es kann nicht mehr schlimmer kommen. Jetzt hilft nur noch eine Serie, um da unten herauszukommen.
Heiko Westermann nach der Gladbach-Niederlage

Ich lasse das jetzt einfach mal so stehen – möge sich jeder selbst überlegen, wie das auf ihn wirkt.
Ich hoffe, es findet bald jemand den Lichtschalter.

Das Spiel kann sich wohl niemand wirklich schönreden. Die Aufstellung (Jaro rechts außen) habe ich nicht verstanden. So gern ich Jaro mag – Tempo nach vorne machen ist dann doch nicht so ganz seins. Das weiß ich, das wisst Ihr – wieso weiß das der Trainer nicht?

Ja, es hätte meiner Meinung nach Elfmeter für den HSV geben müssen, als Tesches Kopfball mit der Hand abgewehrt wurde.
Aber – hätte das was geändert? Müssen wir wirklich auf Elfmeter hoffen, um mal wieder ein Tor zu schießen?

Ich will nicht jammern, daß uns eine Hand die einzige (?) ernst zu nehmende Torchance versaut hat. Es hätte einfach mehr Torchancen geben müssen, verdammt nochmal.

Auch daß das Gegentor wieder nach einem Standard fällt, gibt mir zu denken. Trainiert man sowas nicht? Ihr müsst mir diese Fragen verzeihen, ich bin ne Frau, ich kann Nägel lackieren, aber keine Fußballmannschaft trainieren. (Wobei, wer weiß, wie ich mit links die Nägel der rechten Hand lackiere, der traut mir Meistertitel zu. Mit dem HSV. Aber das ist eine andere Geschichte…)

Nach dem Gegentor zerfiel unsre Defensive dann wieder komplett und verwandelte sich augenblicklich in einen Hühnerhaufen. Da ging dann gar nichts mehr und wir müssen fast froh sein, daß es beim Einsnull blieb.

Falls ich etwas positives nennen müsste, dann Töre. Er gefiel mir nach seiner Einwechslung recht gut, da ging für etwa 3 Sekunden mal was nach vorne.

Überhaupt, Wechsel – der Trainer scheint hier mitzulesen. Gewechselt wurde, man lese und staune, schon in der 56. Minute. Da stand es sogar noch Nullnull und es kamen gleich zwei Neue.
Son stand dann leider beim Gladbacher Treffer daneben und guckte zu – genau wie Rajkovic. Aber hey, kann ja nix schaden, wenn die ab und an mal sehen, wie das geht, mit dem Tore schießen. Sie machen es selbst ja so selten.

Ich meine, es ist ja wirklich nett, daß der HSV den ersten Heimsieg erst einfahren will, wenn ich wieder dabei bin – ich fiel gegen Gladbach nämlich leider erneut aus, ich hatte Sonntagsdienst und wollte mir den Streß, nur Samstag zu fahren, nicht geben.
Dann muß es ja jetzt definitiv gegen Schalke klappen – da bin ich nämlich wieder am Start.

Damit wir dann aber schon ein paar Punkte auf dem Konto haben (Ich kann den elendigen “Was ist der Unterschied zwischen einem Umlaut und dem HSV”-Kalauer nicht mehr lesen), habe ich reagiert:
Ich habe sofort nach dem Schlußpfiff eine Mail an die Hamburger Bäckervereinigung geschrieben. Sie wird kommende Woche mit allen verfügbaren Nudelhölzern zum Training erscheinen. Wenn die Rothosen demnächst grün und blau sind, wisst Ihr Bescheid.

Freitag geht’s dann zu Brüno nach Stuttgart. Laut Arnesens Aussage nach Schlußpfiff wird Oenning auch da auf der Bank sitzen. Er hat allerdings nicht gesagt, auf welcher – es könnte auch eine Parkbank oder eine Bank im Wartezimmer des Arbeitsamts sein.

Immerhin: Die Null stand schon mal. Allerdings auf der falschen Seite der Anzeigentafel.
Nach Zwonull und Einsnull müsste dann jetzt in Stuttgart ja wenigstens mal wieder ein Pünktchen drin sein.

In diesem Sinne:
Glaube, Liebe, Hoffnung.
NUR DER HSV.

12. Sep. 2011

Ach, was war das schön, letztes Wochenende. Keine Bundesliga, kein Ärger… Stattdessen guude Laune und das Designer Outlet in Berlin leergeshoppt.

Dieses Wochenende dann also wieder Bundesliga. Der HSV fuhr in den Problemvorort – ohne mich, ich habe dem Stadion nach den Vorkommnissen letzte Saison den Rücken gekehrt.

Es hätte auch ohne mich der perfekte Tag werden können, um das Ruder rumzureißen. Man stelle sich das mal vor – der HSV gewinnt in Bremen, verlässt den letzten Platz – das hätte Selbstvertrauen und Aufwind gegeben!

Hätte, wäre, wenn.
Es kam (natürlich) anders.

Dabei spielte der HSV nicht so schlecht. Also, verglichen mit den letzten Spielen. Richtig gut spielte der HSV allerdings auch nicht. Und schon gar nicht erfolgreich.

Ich habe inzwischen den Eindruck, daß es in den einzelnen Mannschaftsteilen ganz okay klappt. Aber halt nur da – und nicht zusammen. Und genau das wäre vermutlich hilfreich, wenn man mal wieder Tore schießen und ein Spiel gewinnen will.

Das sind dann die Situationen, in denen ich mich frage, was eigentlich unser Trainer von Beruf ist. Hat er einen Plan? Und wenn ja: Kennt die Mannschaft den auch? Versteht sie ihn?
Ich habe daran mittlerweile Zweifel.

Ich will hier keine Trainer absägen – ich will einfach nur mal eben meine Gedanken darlegen. Und vor allem das Beste für den Verein.

Ein Punkt nach fünf Spielen – das ist dann wohl das, was man allgemein “Fehlstart” nennt.
Kann passieren, hey, es sind noch 29 Spiele. Das sind noch 87 mögliche Punkte – da geht noch was!!

Die Medien melden schon wieder, es würde eng für Oenning. Ich frage mich, ob es das wirklich wird.
Denn so tief, wie vor der Saison gestapelt wurde, und so sehr, wie Jarchow & Co. es anders machen wollen als in der Ära Hoffmann… Da KÖNNEN sie ja Oenning eigentlich gar nicht feuern. Zumindest nicht jetzt. Und nicht nächsten Monat.
Den einzigen, den ich da nicht so ganz einschätzen kann, wo er steht, ist Arnesen.

Was mir allerdings, außer der Leistung auf dem Platz, bzw. dem, was dabei raus kommt, Sorgen bereitet: Die Körpersprache von Oenning. Er wirkt wie eine Marionette, der man die Fäden abgeschnitten hat. Er wirkt jetzt schon völlig resigniert und hilflos. Aber wo soll das enden, wenn selbst der Trainer ideenlos ist?

In Interviews erinnert er mich mit den Durchhalteparolen zuweilen an Doll. Ich erwarte täglich ein “Die Jungs müssen den Bock umstoßen, dann ist der Drops geluscht” in der Presse. Wobei… Was soll er auch sonst sagen. Er muß sich ja irgendwie äußern.

Ach, überhaupt. Presse. Interviews.

Nach der Köln-Niederlage sagte Westermann, über den ich diesmal übrigens gar nicht so sehr gepöbelt habe: Bei Werder werden wir ein Feuerwerk abbrennen.

Hm. Das einzige Feuerwerk, das ich gesehen habe, waren Pyros vorm Anpfiff im Gästeblock…

Diese Woche las ich zum Thema Drobny auch irgendwo, daß Arnesen vor der Saison einen jungen Torwart aus Belgien holen wollte. Als ich den Namen Koen Casteels (Er wechselte dann übrigens nach Hoppenheim) zum ersten Mal hörte, dachte ich nur: Ach, ist das der Bruder vom Koan Neuer?

Und, wo wir grade beim Thema Torhüter sind: Ich habe mich 90 Minuten gefragt, an was mich das Trikot von Tim Rasen erinnerte. Gelbes Shirt, blaue Hose.
Bis es mir irgendwann einfiel: LUCKY LUKE!
Leider hielt Rasen dann auch schneller als sein Schatten – dieses gefühlt eine Mal, als der HSV in Form von Petric gefährlich vorm Tor auftauchte.

Nun denn. Zwonull in der verbotenen Stadt… Kann passieren. Sollte aber nicht. Zwei Tore nach Standards, zwei Tore von Pizarro, der gefühlt irgendwie eh IMMER gegen uns trifft.
Ich sach mal so: Es gab Niederlagen gegen Wer da?, die taten mehr weh.

Was man bei all dem Gerede vom Fehlstart nicht vergessen darf: Das waren schon ziemliche Brocken zum Saisonstart. Dennoch wäre langsam so ein Dreier schon ganz nett.
Am besten kommendes Wochenende, daheim gegen Gladbach. Auch, wenn gegen die ja einige der letzten Spiele aus unerklärlichen Gründen ausfallen mussten…

Ein letztes noch: Der, der Brüno in Stuttgart beigebracht hat, vor der 70. Minute zu wechseln, möge doch bitte mal bei Oenning durchklingeln. Meiner Meinung nach hätte er Töre viel früher bringen können/müssen/sollen/dürfen.
So von wegen… Erst Töre, dann Tore.

In diesem Sinne:
Nur der HSV.

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