Da is’ das Ding!

 

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24. Aug. 2009

Ich weiß nicht, ob es Euch aufgefallen ist – über ca. 60, 70 Minuten wurde fast ausschließlich auf ein Tor gespielt. Das vor den Wolfsburg-Fans. Oder besser gesagt den Laien-Schauspielern, die man gegen eine geringe Bezahlung als solche verkleidet hatte.

Anfangs dachte ich, im Ball sei Eisen, und unter der Tribüne der Heimfans ein starker Magnet.

Später wurde mir klar: Die Erdbewegung ist schuld. Man läßt ja gerne mal außer acht, daß sich die Erde um sich selbst dreht, und wir mal oben drauf, und mal unten drunter sind. Und manchmal eben seitlich. So wie gestern.

Während des Spiels war Wolfsburg seitlich. So etwa bei 3 Uhr, wenn die Erde eine Uhr wäre. Dabei war das Tor vor den Heimfans unten, also im Süden. Daher fielen dort so viele Tore… die Gravitation war Schuld!

Es ist einfach viiiiel anstrengender, gegen die Schwerkraft anzuspielen. In die andere Richtung dagegen lief der Ball ja quasi von alleine.

Damit wäre jetzt also das Geheimnis gelüftet, weshalb der HSV sein Trainingslager in Längenfeld zwischen Alpengipfeln verbrachte: Labbadia ließ dort an Steilhängen Spielsituationen und Torschüsse trainieren und hat die HSver zu Bergziegen ausgebildet. Damit hat sich auch endgültig die Berufung des Yeti in den Beraterstab gelohnt.

Als nächstes geht’s zu Hause gegen Köln. Mit welchen Extrem-Trainings man sich darauf vorbereitet hat, verrate ich Euch aber ein anderes Mal.

24. Aug. 2009

Jetzt kann ich’s ja zugeben: Ich habe den Sieg des HSV fahrlässig in Gefahr gebracht. Ich hatte nämlich die Hummel Hummel nicht dabei.

Wäre das schiefgegangen, hätte ich mir ewig Vorwürfe gemacht. Da aber laut Stadionordnung beim VfL Golfsburg alles verboten ist (sogar Konfetti!), hab ich mich nicht getraut. Ich hatte Angst, daß man sie mir abnimmt.

Laut Stadionordnung sind übrigens sogar “Gesänge, die zu Hass und Gewalt gegen Spieler und Schiedsrichter auffordern”, verboten. Im Vorfeld hatte ich schon Horrorvisionen, daß man uns nur ein Lied gestattet: “Danke für dieses schöne Stadion, danke für dieses tolle Team. Danke, daß wir als schnöde Hamburger hier willkommen sind”…

Aber ich hatte irgendwie so eine Ahnung, daß ich heute keine schweren Geschütze (aka. Hummel Hummel) brauchen würde. “Ich hab vom Feeling her ein gutes Gefühl”, schrieb ich gestern einem Bayern-Fan. Und dieses Gefühl wurde 90 Minuten lang nicht erschüttert.

Okay, ich geb’s zu, das war gelogen. Aber von vorn.

Ich war vorher noch nie in Wolfsburg, ich kenne die Stadt nur als Bahnhof auf der Fahrt nach Mannheim. Ich hatte im Vorfeld viel über die Wolfsburger Polizei gehört. Ausnahmslos schlechtes. Und kaum, daß ich 5 Minuten in der Stadt war, merkte ich: alles untertrieben.

Auf dem Weg zum Stadion schien die größte Gefahr von den bepanzerten und beknüppelten Herren und Damen in schwarzen Kampfanzügen auszugehen. Ich lief mit einer kleineren Gruppe HSV-Fans zum Stadion – selbst wenn man nicht wußte, wo es lang geht, wußte man es sofort: Man ließ uns nämlich erst gar keinen anderen Weg. Da, wo in anderen Städten Polizisten im Mob mitlaufen, stellt Wolfsburg haufenweise “Streckenposten” an die Straße.

Hie und da zusätzlich ein paar Berittene… Die ich auch gleich im Einsatz sah. Als nämlich einige Fans sich erdreisten, da hinzulaufen, wo sie -vermeindlich- nix zu suchen hatten, galoppierte gleich die halbe Wolfburger Polizei hinter ihnen her. Beängstigend. Im Stadion erzählte man sich auch etwas von Festnahmen vorm Spiel.

Wenn jemand auf dem Weg zum Stadion stehen blieb, oder nur langsamer wurde, wurde er sofort in den Rücken geschubst und angebrüllt, er solle die Gruppe nicht aufhalten.
Deeskalation geht anders. Von Gastfreundschaft ganz zu schweigen.

Am Gästeblock angekommen verstand ich auch, warum mir hier in den Kommentaren dazu geraten wurde, früh am Stadion zu sein. Es gab zwei Drehtüren, beide so schmal, daß jemand, der auch nur 3 Gramm zu viel auf den Rippen hat, schon sehr quetschen muß, um durchzukommen.

Die Einlaßkontrolle war extremst gründlich, dann war ich auch endlich drin. Die Probleme hörten allerdings damit noch nicht auf. Ich fand nämlich meinen Platz nicht. Und damit war ich nicht allein…

Die Nummerierung der Volkswagen-Arena ist, äh… “interessant”. Ich sach ma so: Ich saß mitten im Block und hatte Platz 1. Rechts von mir, auch mitten im Block, war Platz 28. Noch Fragen? :-)

Zum Wesentlichen: FUSSBALL!

Der HSV machte da weiter, wo er gegen Dortmund aufgehört hatte. Sensationeller Fußball, erster Angriff, zwote Minute, Tor. Einsnull Guerrero. Oder Torwart Benaglio, je nachdem, wie man das sehen will. Ist mir ehrlich gesagt auch wurscht, hauptsache, wir führen.

Die Stimmung in der Gästekurve, eh schon sensationell, kochte über. Ich wußte gar nicht, wie mir geschah, da… Sechste Minute, Elia, Toooor! Zwonull. Wir flippten völlig aus.

Die Sache mit den frühen Toren gefällt mir. Jetzt müssen wir nur noch irgendwie den DFB dazubringen, daß er die Gesamtspielzeit auf, sagen wir mal, 15 Minuten verkürzt, dann ist alles gut.

Meine Fresse, war der HSV überlegen in der ersten Halbzeit. Es gab noch zahlreiche Chancen, einige zwingend. Unterm Strich hätten wir auch zweistellig gewinnen können. Aber auch mit so nem zwonull in der Fremde beim amtierenden Meister geht man recht beruhigt in die Halbzeit.

Blöd allerdings, wenn man gedanklich zu lange in der Pause bleibt und der Gegner innerhalb von drei Minuten alles kaputt macht. Plötzlich zwozwo. Ich erfand neue Schimpfworte.

Ich, die nach sieben Spielminuten schon gezittert hat wie Espenlaub, bekam plötzlich echt Angst. Es spielte fast nur noch Wolfsburg, plötzlich hatten die jede Menge Chancen. Aber es hatte alles so toll angefangen, das DURFTE nicht den Bach runtergehen! Außerdem hatte ich immer noch so ein naives Grundvertrauen in meine Jungs.

Und mit was? Mit Recht. Das Schätzle schoß dann erst den Ball ins Tor und dann nen Pfeil zu mir in den Block… Hach. Besonders schön, daß Petric in Wolfsburg traf – wo die ihn doch im Sommer noch wollten…

Als endlich Berg kam, dachten wir alle, der macht wieder bei der ersten Ballberührung ein Tor und alles ist klar. Machte er leider nicht. Dafür legte Romeo Castelen ein tolles Comeback hin. Klar hätte man sich über jeden Torschützen gefreut. Aber bei jemandem, der so lange verletzt war, wie er (Im Hinterkopf hab ich 19 Monate, kann stimmen, muß es aber nicht), freut man sich doch doppelt und dreifach.

Und plötzlich war er wieder da, der Zweitorevorsprung. Und ich konnte mit ohne Stimme, aber mit ein wenig Pipi in den Augen, mit allen anderen “Wer wird Deutscher Meister? H-H-H-HSV” singen. Ich weiß, es ist erst der dritte Spieltag. Aber scheiße, war das geil!

Ich hab in den letzten fast 15 Jahren einige großartige Spiele mitgemacht. Aber ich glaube, das heute war eines der tollsten, besten und… ach, es war einfach legen…wait for it…dary! Das sind die Spiele, für die man sich Enkel wünscht, um ihnen davon zu erzählen…

Die Bahn schaffte es dann natürlich auf dem Heimweg auf einer Strecke, die eigentlich 1:05 Stunden dauert, eine Verspätung von 45 Minuten rauszufahren… aber wenn ich erst mal den Pitch um die neuen Bahn-Slogans gewonnen habe, und ganz Deutschland mit “Die Bahn kommt. Vielleicht.” plakatiert ist, wundert sich darüber wenigstens keiner mehr.

Bis dahin könnt Ihr hier noch ein paar Bilder gucken:

Diese Aufwärmübung gibt’s bei uns erst, seit Labbadia da ist.

11 Freunde müßt Ihr sein

Nach seinem Tor zur erneuten Führung wollte Petric Applaus. Da ließ ich mich natürlich nicht lange bitten…

Jubel nach dem Vierzwo

Die Mannschaft in der Kurve. Inklusive UFFTA

Ooooh, wie ist das schööööööön! Seht Ihr sie auch, die Träne im Auge??

* Ich bin immer noch ein klein wenig sprachlos.

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