So, da isses also, das worst case scenario. Der HSV steht 11 Tage vor Trainingsauftakt nicht nur ohne Neuzugänge, sondern auch ohne Sportchef da.
Dietmar Beiersdorfer zog beim Schwanzvergleich gegen Bernd Hoffmann den Kürzeren muß nach der heutigen Sitzung des Aufsichtsrats den Verein verlassen.
Schöne Scheiße. Ich glaube nach wie vor, daß 11 Tage vor Trainingsbeginn ein Präsident eher entbehrlich wäre als ein Sportchef. Aber wie so oft fragt mich leider keiner.
Bis zur Bestätigung durch den HSV haben wir noch gehofft und gebangt. Und uns gewünscht, daß alles alles nur eine Ente ist, die im Sommerloch ihre Runden schwimmt.
Was jetzt? Schon vor Tagen hieß es immer wieder, wenn Didi gehe, stehe Sergej Barbarez als Nachfolger zur Verfügung. Ob das allerdings so die beste Wahl ist, kann dahin stehen. Schließlich muß Beiersdorfer gehen, weil es enorme Meinungsverschiedenheiten und Machtkämpfe mit dem Präsidenten gab.
Eine Sache, die Barbarez nur zu gut kennt. Hoffmann gehört sicherlich nicht zu seinen engsten Freunden, und ob der Streit von damals komplett begraben ist, wissen wohl nur die beiden. Wenn man allerdings das alte Kicker-Interview zu Barbarez’ Abschied vom HSV, und den vorangegangenen Streitereien mit Hoffmann liest, kann man sich nicht vorstellen, daß das in Sachen reibungslose Zusammenarbeit die beste aller Lösungen wäre.
Bleibt die Frage, ob Bruno Labbadia jetzt nach Magath und Veh auf den Alleinherrscher-Zug der Bundesliga aufspringt und Trainer- und Sportchef-Posten in sich vereint. Wobei das dann genau das wäre, was Jol wollte… darüber sollte man besser gar nicht erst nachdenken.
Oder kommt es jetzt knüppeldick und Uli Hoeneß will es doch noch mal als Manager wissen? Auf unsrer Bank wäre gerade ein Platz frei… und seien wir ehrlich, schlecht wär’s nicht, wenn morgen ein neuer Sportchef vom Himmel fiele, der auch noch einen dicken Geldbündel unterm Arm hätte. Allerdings nein, die Glühbirne kann und will ich mir auch nicht bei uns vorstellen.
An dieser Stelle jedenfalls – danke Didi, für 7 Jahre HSV, besonders für Mladen Petric, und alles Gute für die Zukunft.
Man sieht sich im Leben immer zweimal. Mindestens. Und wenn es nur ist, weil Didi uns für seinen zukünftigen Club den superduper Nachwuchsspieler vor der Nase wegschnappt… Dann ist es zwar zu spät, aber dann können wir immer noch unsren Präsidenten rausschmeißen.