Da is’ das Ding!

 

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26. Okt. 2011

Seit der HSV sich gestern über 120 Minuten ins Achtelfinale des DFB-Pokals gezittert hat, habe ich die grauen Haare überfärbt, mit dem Bügeleisen die Falten geglättet und in einem Jungbrunnen gebadet. Leider ohne Erfolg – ich bin mal wieder um Jahre gealtert.

Ja, man kann das alles als Service sehen – die armen Trierer haben selten so ne volle Hütte und in der vierten Liga sicher auch selten so nen großen Gegner und überhaupt, beim HSV, da bekommt man noch richtig Spielzeit für sein Geld!
Und trotzdem: MACHT DAS BITTE NIE WIEDER MIT MIR!!

DFB-Pokal, zweite Runde, Viertligist – da denkt man ja gerne “Och, die hau’n wir wech!”. Eigentlich.

Aber während wir in der ersten Runde bei Oldenburg scheiße spielten und wenigstens in Führung gingen, um dann den Ausgleich zu kassieren… haben wir in der zwoten Runde scheiße gespielt und nach 10 Minuten erstmal ein Gegentor kassiert.

Ich will mich jetzt gar nicht näher über einzelne Spieler aufregen, Ihr wisst schon, der Blutdruck, mein Herz, die grauen Haare.
Aber meine Fresse, war das bitter.

Und das gute, alte “Mein Mladen wird’s schon richten” konnte ich mir sonstwo hinschmieren – den hatte Fink nämlich in Hamburg gelassen, zusammen mit Kacar und Töre. Riskant, meiner Meinung nach – ich hätte ihn wenigstens gern als “Lebensversicherung” auf der Bank gewusst.

Wenn ich jetzt aus dem Stehgreif die Startelf aufschreiben sollte – ich könnte es nicht. Es gibt Spieler, die habe ich gefühlt zum ersten Mal in der zweiten Halbzeit wahrgenommen. (Ja, auch Sie, Herr Berg!)

Ich glaube, nur wenige Torschreie waren erlösender, als der nach dem Einseins durch eben jenen Berg. Endlich hat er mal wieder getroffen – er dachte sich wohl auch, wenn das Tor nicht zum Berg kommt – muß der Berg eben eins schießen. Puh.

Nach dem Tor meldete sich auf Twitter ein “Schuldiger”: @kieliscalling hat in der Zeit, in der es fiel, seine Geschirrspülmaschine ausgeräumt.

Ich habe ja vieles, ich kann Torbrote schmieren, Tore pinkeln, die HummelHummel kann eh alles – aber verdammt, ich spüle von Hand! Das HSV-Schicksal konnte ich also nicht beeinflussen.

Daher verstrich die Spielzeit unbejubelt, es wurde später und später, das Spiel aber nur nuancenweise besser. Um nicht zu sagen: Immer, wenn Trier am Ball war, biss ich in die Tastatur vor Angst.

Ich weiß nicht, wo unsere Abwehr war – auf dem Platz schien sie nicht zu sein. Es lief überhaupt nichts zusammen, es war die Pest in roten Hosen.

Ich saß da so vorm Fernseher, passenderweise am Weltnudeltag (!), und schwenkte das Nudelholz wie andere ihre Fahnen. Ich hätte es dem ein oder anderen HSVer gerne unter die Füße geschnallt, damit er darauf rollen kann – es wäre schneller gewesen.
Ich habe bis zuletzt gehofft, daß irgendwie alles gut wird – aber mir kam der Schlußpfiff in die Quere. Einseins nach 90 Minuten. Verlängerung. Ächz.

Die erste Halbzeit der Verlängerung war wieder ne Vollkatastrophe, gleich nach Wiederanpfiff hatte Trier das zwoeins auf dem Fuß.

Ich begann zu überlegen, wo ich denn jetzt ne Spülmaschine herbekäme, ob ich mal beim Nachbar klingle… und dann half Twitter. @Flockheimer fand das Spiel doof und wollte, HURRA!, stattdessen lieber seine Spülmaschine ausräumen.

Und dann passierte das, wofür ich den Fußball so liebe: 110. Minute, Freistoß durch Dennis Aogo BÄMM! Zwoeins. Geiles Tor. Ganz großes Tennis, Dennis.
Und natürlich beanspruchte @Flockheimer das Tor für sich und seine Spülmaschine.

Zehn Minuten später stand der HSV irgendwie mehr schlecht als recht im Achtelfinale. Uffz.
Falls die Sache mit der Spülmaschine jetzt öfter klappt, sollte sich der HSV vielleicht mal nach einem geeigneten Kooperationspartner umschauen.

Sonntag geht’s zu Hause weiter gegen Lautern – auch dann muß dringend ein Sieg her. Am liebsten (Meine Nerven!), ohne vorher erst hinten zu liegen. An alle, die Sonntag nicht ins Stadion gehen und zu Hause einen Geschirrspüler haben: Ihr wisst, was zu tun ist!

In diesem Sinne:
NUR DER HSV!

25. Okt. 2011

“Hoide nicht, Felix!” stand auf dem T-Shirt, das Loddo unter der Winterjacke trug. Ja, Kinners, Winterjacke. Es ist langsam wieder so weit. Und es dauert vermutlich auch nicht mehr lang, bis die Strumpfhosen-unter-der-Stadionjeans-Zeit beginnt… und man sich über jedes “Hüpfe, Hamburg, hüpf, olé olé” freut, weil Bewegung eben auch irgendwie warm macht…

Irgendwie absurd, beim letzten Heimspiel hab ich noch nen halben Verknallungsanfall bekommen vor lauter warm – und diesmal war’s dann doch recht kühl, trotz dickerer Jacke.

Vorm Anpfiff wurde mir zum ersten Mal warm ums Herz: Statt der übrigen CD mit Disco-Chartmukke-Dingelingeling spielte der Herr am Stadion-CD-Player “Mein Hamburg lieb’ ich sehr” – und der ganze Block sang mit. HACH!! Da werden bei mir immer Erinnerungen an Glasgow wach. DAS war ne tolle Tour!!
Lieber Stadion-DJ: Bitte beibehalten!

Finks Einstand war mehr so lala – nach weniger als zwei Minuten eine Reihe von Fehlern und zackbumm – nulleins.
Erst verliert Aogo blöd den Ball, dann läßt er flanken, wo er nicht dürfte – und dann schaut Rajkovic dem Ball hinterher, wie er im Tor landet. Da schien das “Hoide nicht, Felix!” auf Loddos Shirt plötzlich ziemlich unangebracht.

Aber fußballabergläubisch, wie ich nun mal so bin, war ich fast geneigt, das frühe Gegentor als Zeichen vom Fußballgott zu deuten. Dahingehend, daß alles gut wird.
Denn wäre das Spiel letztlich dreieins für den HSV ausgegangen, es wäre das genaue Spiegelbild meines allerersten HSV- und Thorsten-Fink-Spiels gewesen.

Und genau daran dachte ich nochmal, als nach einer genialen Kombination Petric die Möglichkeit zum Ausgleich hatte – nur blöderweise lasch auf den Torwart schoss. Schade. Ich hätte gerne gesehen, daß sich Fußballgeschichte wiederholt.

Dem HSV gelang dann in der zwoten Halbzeit das verdiente einseins – natürlich in Person von Mladen Petric. Ich, die bei Toren ja gerne mal im falschen Moment in die falsche Richtung guckt, sah das Ding diesmal fast wie in Zeitlupe – und hatte sogar noch Zeit, vor dem Abschluß sowas wie “Oh Gott, BITTE!!” zu rufen. (Immerhin hab ich nicht Schnucki gesagt!)

Die halb befürchtete (gibt gelb), halb erhoffte (is schon ganz nett anzusehen) Jubel-Peepshow blieb allerdings aus. Dafür bekamen die Medien Fotos, wie Fink Arnesen jubelnd auf den Rücken sprang.

Überhaupt, Fink. Er wirkte abends im Sportstudio-Interview sehr sympathisch. Ich will ja nicht schon wieder voreilig Trainer ins Herz schließen, aber das könnte schon was werden, mit ihm und mir.

Auch (und vielleicht sogar genau wegen) dieser Perle, die das ZDF aus dem Giftschrank kramte: Thorsten Fink 1990, zu seiner Zeit bei Wattenscheid, in, äh… “interessanter” Klamotte bei Jauch im Sportstudio. Gnihihi.

Aber zurück ins Jahr 2011: Fink scheint zu wissen, was er will, er scheint eine Vision zu haben, wie er Fußball spielen lassen will. Das ist etwas, was mir bei Oenning immer fehlte (Vielleicht tue ich ihm da aber auch Unrecht).

Das Spiel des HSV war recht ansehnlich, Töre gefiel mir wie immer gut. Lam kam für meinen Geschmack zu spät ins Spiel, den hätte man früher bringen können, um nochmal Druck nach vorne zu machen.
Das Zwoeins wäre drin gewesen. Und meiner Meinung nach auch verdient. Der HSV hatte 20:7 Torchancen, gewann mehr Zweikämpfe und hatte mehr Ballbesitz – so ein Spiel kann, nein, MUSS, man dann vielleicht auch einfach mal gewinnen.

Was ich allerdings nicht verstehe:
Daß vier Trainer Drobny die weiten, hohen Abstöße mittenrein, die fast nie ankommen, noch nicht abgewöhnt haben. Mich machen die Dinger irre. Zumal Drobny damit auch gerne wartet, bis wirklich jeder Gegner wieder auf seine Position gelaufen ist, damit man auch ja nicht schnell einen Angriff ausführen kann. Grrrr.

Zumal ich mir denke (Wir erinnern uns, ich bin ne Frau und hab von dem ganzen Krempel keine Ahnung): Diese langen, hohen Bälle machen doch noch weniger Sinn, wenn wir (Wie im Sportstudio so herrlich anschaulich in der 3-D-Analyse erklärt, daß sogar ich es verstanden habe) mit einem hängenden Sechser, der aus der Mitte der Innenverteidigung das Spiel aufbauen soll, spielen?

Und wieso Jansen, der mir eh nicht sonderlich gefiel, gegen Ende vorm Strafraum zwei Mann vor sich hat und die lieber anschießt, als den außen freistehenden Aogo anzuspielen, der prima hätte in die Mitte vors Tor flanken können…. Seufz.

Egal. Ein Punkt ist ein Punkt ist ein Punkt. Und da zeitgleich Bayern in Hannover verloren hat, ist uns die Tabellenspitze sogar einen Schritt nähergekommen. Und Letzter sind wir auch nicht mehr. Ha!

Heute Abend ist aber erst mal DFB-Pokal, in Trier. Mein alter Stadion-Kumpel B. ist vor Ort – der hat uns ja schon in Freiburg Glück gebracht.

Abschließend hätte ich mal gerne noch ein Problem – und Eure Hilfe dafür. Denn Sonnabend, als ich auf dem Weg zum Stadion bei “meinem” Schanzenbäcker einlief, gab es keine Glücksfranzbrötchen mehr. Nur noch Kürbis und Rosinen – und sorry, das ging ja mal GAR nicht.
Weil ein Hamburgbesuch ohne Franzbrötchen aber kein Hamburgbesuch ist, holte ich mir im Hauptbahnhof bei “Franz&Friends” ein Hungerfranzbrötchen. Gegessen wurde das aber auch traditionell in der Halbzeitpause.

Nur… Was jetzt?! Esse ich beim nächsten Stadionbesuch ein Glücksfranz vom Schanzenbäcker? Ein Hungerfranz von Franz&Friends? Ist jetzt ein Hungerfranz ein Glücksfranz? Oder esse ich etwa gar kein Franz mehr? (Noooaaaiiin!)
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Ich finde, das ist eine so wichtige Frage, die müssen wir demokratisch lösen.
In diesem Sinne:
NUR DER HSV!

17. Okt. 2011

Jetzt isser also da, der Neue. Und obwohl der Neue neu ist, haben der Trainer und ich schon eine Vergangenheit. Und das kam so…

Ich komme jetzt wohl langsam in dieses Alter, in dem nicht nur fast alle Spieler des HSV jünger sind als ich – sondern in dem ich die, die jetzt als Trainer bei uns arbeiten, noch hab spielen sehen.

Egal, ob Thorsten Fink bei seinem Auftakt gegen Wolfsburg im Trainingsanzug, Sakko oder Bademantel bei uns an der Seitenlinie steht: Ich habe ihn noch live in kurzen Hosen mit Grasflecken drauf gesehen.

Sogar bei meinem allerersten Bundesligaspiel im Stadion. Fink war damals noch beim KSC, ich lebte in Heidelberg. Ohne Führerschein und ohne viel Geld konnte man von Trips quer durch die Republik nur träumen – daher hing ich bei HSV-Spielen meist am Radio, Sky gab es ja auch noch nicht.

Mein damals bester Freund M. hatte es da besser erwischt: Der war KSC-Fan und hatte durch glückliche familäre Umstände nicht nur eine große Schwester mit Führerschein, sondern sogar drei Dauerkarten in der Familie. Haupttribüne. Papier. So Dinger, in die der Ordner am Einlass ein Loch knipste. (Ja, ich BIN alt!!)

Eigentlich mochte ich M. ja eh schon sehr gerne. Unsterblich machte er sich aber, als er mich fragte, ob ich am Freitag mit zum Fußball kommen wollte – es sei eine Dauerkarte übrig.

Das war nicht einfach irgendein Spiel: Es war sein KSC gegen meinen HSV. Freitag, 20 Uhr. Flutlicht.
Ich würde lügen, wenn ich behauptet hätte, mich an Wochentag und Uhrzeit zu erinnern. Ich bekomme mit Mühe und Not noch zusammen, was ich gestern zu Essen gekocht habe (Ähhh…). Aber für sowas haben wir ja inzwischen dieses großartige Internet!

Seine Schwester, er und ich fuhren also los. Zum Fußball. Ich war quasi, aus heutiger Sicht gesehen, nackt. Keine Glückssocken, keine HummelHummel, kein Trikot, kein Schal – nichts.
Aber woher auch? Merchandise gab es damals (Bayern vielleicht ausgenommen) nur in den geografischen Regionen Deutschlands, in denen der jeweilige Verein ansässig war. Das Internet wurde noch hauptsächlich dazu benutzt zu gucken, ob der Kaffee schon fertig ist – und meine heiß ersehnte Bestellung im Fanshop scheiterte, wenn ich mich recht erinnere, daran, daß ich kein Giro-Konto besaß. (Ja, das waren noch echte Probleme!!)

Wir gingen also zu unseren Plätzen im Stadion – kaum saßen wir und das Badner Lied war rum, pfiff der Schiri auch schon Elfmeter. Für den HSV!

Lumpi lief an – und traf. Einsnull in der ersten Minute, der Sitz unter meinem Hintern war noch nicht mal richtig warm!!

Heute unvorstellbar: Ich jubelte innerlich – äußerlich hielt ich die Klappe. Ich saß umringt von KSC-Fans und war darauf angewiesen, daß mich zwei Karlsruher nach Hause fahren – mir schien das irgendwie sicherer…

Zwanzig Minuten später: Schon wieder ein Elfmeterpfiff. Diesmal für den KSC. Icke Häßler lief an – einseins.
Das Wort Mannmannmann kannte ich damals noch nicht. Ich hätte es sonst vermutlich bemüht. Es folgte wenig später noch ein KSC-Tor, diesmal von Sean Dundee.

Beim HSV liefen übrigens Namen wie Houbtchev, Hollerbach, Albertz und Kmetsch über den Rasen, am größten war es für mich, endlich Bäron live zu sehen. An der Seitenlinie stand der Trainer, der auch kommenden Samstag an der Seitenlinie stehen wird – wenn auch beim Gegner: Felix Magath.

Beim KSC im Tor stand unser späterer Torwarttrainer Reitmaier, auf dem Platz Häßler, den ich sehr mochte, und Kirjakow, der sich ein paar Jahre später auch noch zum HSV verirrte. Auf der Bank ein riesiger Haarbüschel, unter dem sich Winnie Schäfer versteckte.

Und dann, ich wähnte das Spiel schon zu Ende, ich hatte ja keinerlei Erfahrung… Fiel das Dreieins für den KSC. In der 90 Minute, ausgerechnet, um auch endlich mal “ausgerechnet” zu sagen.

Und wer war’s? Na klar: Thorsten Fink, unser neuer Trainer. Schööön der Frau Pleitegeiger das erste Spiel ihres Lebens versauen.
Geholfen hat’s nicht: Ich kam wieder. Zum KSC und vor allem zum HSV.

Ich bin mir dennoch ziemlich sicher, daß sich der Trainer mindestens alle Beine ausreißen wird, um das wieder gutzumachen.

Also, Herr Fink, falls Sie das lesen: Willkommen in Hamburg! Und nicht vergessen: Ich hab seit 15 Jahren was gut bei Ihnen. Sonst hole ich mein Nudelholz…!

PS: Wie man so liest, standen auf Arnesens Trainer-Casting-Zettel 70 Namen. SIEBZIG!! Ich wußte gar nicht, daß es so viele Trainer überhaupt gibt.
Ist denn überliefert, ob Oenning auch auf dem Zettel stand…?

14. Okt. 2011

Aaaalle Trainer sind schohoon da, alle Trainer, aaaalle. Arnesen, Cardoso, Fink und… och nöö, jetzt reicht’s erst mal wieder!

Wir haben also endlich wieder einen Trainer. Einen echten. Ab Montag sitzt Thorsten Fink beim HSV auf der Bank. Er kommt vom FC Basel, hat dort Titel geholt, sich für die Champions League qualifiziert – und ist uns sogar ein hübsches Ablösesümmchen wert.

Als Trainer habe ich bisher keine Meinung von ihm. Er hat damals als Spieler mit Bayern alles gewonnen, was so in der Losbude rumstand. Als Trainer hat er die Amateure vom Red Bull Salzburg und den FC Ingolstadt jeweils zum Aufstieg geführt, in Basel gewann er die Meisterschaft und den Schweizer Cup.

Zählbare Erfolge sind da, keine Frage. Was er für ein Trainer ist, weiß ich, ehrlich gesagt, dennoch nicht.
Er wäre vermutlich auch einer der letzten gewesen, die ich auf dem Zettel hatte. Und wenn man sich so anschaut, wer in den Medien alles diskutiert wurde, muß man wohl sagen: Damit war ich nicht ganz alleine.

Von wem ich allerdings eine Meinung habe, und zwar eine gute, ist Arnesen. Und wenn er bereit ist, für Fink sogar Ablöse zu zahlen – dann wird er schon wissen, was er tut.

Anfangs, als es hieß, Fink käme zwar – aber erst im Januar, war ich schockiert. Denn das hätten wir uns in der derzeitigen Situation wirklich nicht leisten können.
Daher finde ich es völlig legitim, Fink aus dem Vertrag in Basel rauszukaufen. Wenn er DER TRAINER sein soll, dann bitte. Dann lieber jetzt so, als mit einem halbherzigen “freien” Trainer rumzumurksen und in drei Monaten womöglich wieder zu suchen.

Natürlich hat man keine Garantie, daß er wirklich DER TRAINER wird. Und vielleicht auch mal länger bleibt, womöglich echte Erfolge feiert… Die gibt es aber im Fußball (Wie so oft im Leben) eh nicht – dafür muß man sich schon nen Toaster kaufen.
Allerdings müsste der HSV jetzt mal wieder die Trainer-Bonuskarte voll haben. Ist der nächste dann gratis, oder wie?

Und was ist das denn jetzt für einer, der Fink? Ich hoffe ein wenig, daß er ist wie seine gefiederten Namensvettern: Die gelten nämlich als Standvögel.

2 1/2 Jahre Vertrag hat der neue Trainer bekommen. Laut Wikipedia keine schlechte Vertragslaufzeit: Durchschnittlich werden Finken zwei bis drei Jahre alt; bei einigen Arten kann allerdings in Einzelfällen, insbesondere in Gefangenschaft, ein Alter von über 15 Jahren erreicht werden.

Vielleicht sollten wir doch mal über einen Käfig für unsere Trainer nachdenken…

Und nächstes Mal erzähle ich Euch, wieso ich mit Thorsten Fink noch eine Rechnung offen habe…

8. Aug. 2011

So, da ist sie also, die neue Bundesliga-Saison. Freitag kurz vor Anpfiff war ich fast ein wenig ergriffen – es war so, als würde ich einen alten Freund, der lange nicht im Lande war, endlich wiedersehen.

Aus diesem Anlaß war ich in sehr netter Gesellschaft mittags beim Griechen essen – und wäre beinahe das Opfer einer hinterhältigen Attacke geworden. In der Speisekarte standen die Biersorten nur beim Flaschenbier, ich bestellte unbekümmert (550 km Entfernung sollten ja wohl reichen!) ein Pils vom Fass. Erst, als die Bedienung sich zum Gehen wandte, roch ich den Braten. “Moment mal, ist das B*cks?” – “Ja.”

Noooaiiiiiiin! Ich habe dann erst schockiert ab- und später neu bestellt. Ein gefahrenloses regionales Export. Puh. Grade noch mal gut gegangen…

Wenig später erlegte ich beim Essen mit bloßen Händen eine Wespe. Sorry Kinners, aber wenn IHR auf meinem Essen sitzen würdet, würde ich Euch auch unsanft auf den Hinterkopf hauen, da hört der Spaß echt auf!

Ich nahm das dann einfach mal als gutes Omen, daß wir Dortmund schlagen würden – denn alles, was gelb-schwarz ist, ist mir in etwa gleich unliebsam. Bienen, Wespen, Hummeln, Dortmund-Trikots…

Im Radio sagte die Nachrichtensprecherin dann auch noch was von “Die Nervosität bei Schwarz-Gelb wächst” – Ha!, dachte ich, die Dortmunder haben die Hosen gestrichen voll!

Und dann… endlich! Anpfiff. Die ersten Minuten sahen sogar fast noch so aus, als liefe beim HSV halbwegs was zusammen.

Dann fiel in der 17. allerdings schon das 1:0 – und unsere Abwehr machte spätestens dann da weiter, wo sie in der letzten Saison aufgehört hatte: Sie verwandelte sich schlagartig in einen Hühnerhaufen.

Wobei, vermutlich habe ich einfach die Pressemeldung verpasst, daß der HSV jetzt auf dem Spielfeld Werbung für die bald startende neue Staffel “Die Alm” macht? Dann fände ich so einen Hühnerhaufen ja sogar recht passend…

Nach dem Einsnull fiel irgendwie alles auseinander. Hinten klappte nix, nach vorne nicht viel, und ich bepöbelte abwechselnd den Kommentator (B*rtels) und meinen speziellen Freund auf dem Spielfeld.

Zur Halbzeit stands dann zwonull. Ihr kennt mich: Ich bin eher von der “Dann wechseln wir jetzt eben den Hühnerhaufen gegen die Abwehr und schießen noch drei”-Truppe. Daher ärgerte mich auch die SMS von meinem alten Stadion-Kumpel B., der sich nach langer Abstinenz mal wieder ins Stadion verirrt hatte “Wenigstens fangen wir jetzt 15 Minuten keine Tore!”

Egal, ich glaubte jedenfalls trotzdem weiter an meinen HSV. Dieses mit-frischem-Mut-aus-der-Kabine-das-Spiel-drehen hat dann allerdings nur so leidlich geklappt. Und auch maximal bis zum dreinull.

Gut, als dann in der Schlußphase Tesche kam, um Gelb-Rot für Kacar zu vermeiden, da fragte ich mich schon… Wäre es nicht sinnvoller, alles nach vorne zu werfen und den Wikinger (Skjelbred. Und nein, nicht nur, weil ich ihn gerne sehen wollte…) zu bringen?
Daß “ausgerechnet” jener Tesche dann wenig später das Dreieins machte… Nun denn, ich kann ja auch mal irren, nä?

Dreieins beim Meister – kann man mal machen, hätte schlimmer enden können. An dieser Stelle auch einen Gruß an den Pfosten!

Unterm Strich bleiben beim HSV diverse Baustellen bestehen, bis Samstag muß da noch einiges passieren. Zum Beispiel muß der Hühnerhaufen weg, und das ganz dringend. Alternativ hoffe ich dann auf ein Remake von “Die Burg” – mit Wassergraben und Schutzmauer ums HSV-Tor…

Da fehlte mir Rost irgendwie schon sehr. Ich glaube, der hätte sich spätestens nach dem Zwonull Messer und Gabel ins Tor kommen lassen und die sogenannte Abwehr mit Haut und Haar verspeist. Drobny fuchtelbrüllte zwar zwischenzeitlich auch, wirkte dabei aber nicht ansatzweise so bedrohlich wie Fäustel.

Aber, und das muß man ja heutzutage schon positiv erwähnen: Nach dem dreinull verstummten weder die Gesänge aus dem Gästeblock, noch schien sich die Mannschaft aufzugeben. Das war nicht immer so!

Und: Bisher hat keiner die Niederlage auf die WM diesen Sommer geschoben… das ist ja auch schon mal was wert ;-)

Es ist ja auch nicht alles schlecht. Na ja. Zumindest nicht so schlecht wie schon wieder alle sagen.
Positiv(er als sonst) erwähnen muß man beispielsweise diesmal Elia, es war zwar bei weitem nicht alles sinnvoll oder erfolgversprechend – aber er lief zumindest schon mal viel. Vielleicht hat er neuerdings auch eine Klausel im Vertrag, die ihm Kilometergeld verspricht? Man weiß es nicht.
Schnell war er obendrein: Laut bundesliga.de war er mit 32,7 km/h schnellster Mann auf dem Feld! Er ackerte auch nach hinten – und wurde Gerüchten zufolge sogar hinten als Linksverteidiger gesichtet. Wo Aogo in dieser Zeit war, ist allerdings weiter ungeklärt. Entweder, der war gerade ein Tor pinkeln, oder er schmierte sich ein Brötchen mit Nuss-Nugat-Creme.

Begeistert bin ich nach wie vor von Töre. Er lief und lief und lief. Fast möchte ich ihm den goldenen Ivica am Bande verleihen. Aber nur fast: Rincon lief noch mehr. 11,1 km vs. 11,6 km, um genau zu sein. Dennoch: Von Töres Einsatz könnte sich so mancher eine Scheibe abschneiden!

Bevor beim HSV jetzt aber Töre-Sandwiches auf die Speisekarte kommen, hoffen wir einfach mal, daß am Samstag alles gut wird. Schließlich bin ich dann wieder dabei, Nudelholz inklusive.

In diesem Sinne:
Aufstehen, Mund abwischen, weitermachen.
NUR DER HSV!

3. Aug. 2011

In weniger als 48 Stunden beginnt endlich wieder die Fußball-Bundesliga – Zeit, mal einen Blick in die Zukunft zu werfen. Weiterlesen auf eigene Gefahr – beschwert Euch bitte nachher nicht bei mir, wenn die Spiele nicht mehr spannend sind, weil Ihr schon wisst, was passiert!

1. Spieltag
Der HSV eröffnet in Dortmund am Freitagabend die neue Saison. Überraschung für Klopp & Co.: Die murksigen Auftritte des HSV in den letzten Testspielen und im DFB-Pokal waren nur gespielt! Die Herren in Schwatz-Gelb sind völlig überfordert – und gehen mit 0:5 baden.
Son nach dem Spiel zur wartenden Presse: “Endlich durfte ich wieder zum Frisör! Damit ich nicht mehr das Tor treffe und ständig den Ball verliere, hatte ich mir eine Matte bis über die Augen wachsen lassen. Jetzt darf ich endlich wieder zeigen, was ich kann – und habe eine vernünftige Frisur!”

Montag nach dem Bundesliga-Auftakt:
Beim HSV trifft ein großes Paket aus Berlin ein. Inhalt: die drei Punkte und ein Begleitschreiben. “Viel Spaß damit, wir haben Angst um unser Torverhältnis.”

3. Spieltag
Der HSV fährt nach München. Als Töre, Petric und Son ihm nach 3 Minuten schon 3 Tore eingeschenkt haben, küsst Neuer verzweifelt das Wappen auf seiner Brust. Lieber von den Ultras zerrissen, als von diesem HSV abgeschossen werden!

4. Spieltag
Der Effzeh aus Köln kommt nach Hamburg. Da die Kölner ihr Bier nur in kleinen Gläschen trinken, serviert der HSV auch die Tore heute in geringen Dosen: Alle Viertelstunde eins. Endstand: 6:0. Das Tüddelband beginnt, auszuleiern.

5. Spieltag
Entgegen aller Verlege-Versuche – das Topspiel am Abend bleibt das Nordderby in der verbotenen Stadt. Aus Angst vor einer Klatsche zur Primetime füllt Tim Rasen sein Tor bündig mit Papierkugeln. Dumm gelaufen: Er hat irgendwo darunter seinen Kamm verloren. Während er bei der Suche hektisch das Papier aus dem Tor wühlt, ballern ihm Petric, Guerrero und Son die Solariumsbräune aus dem Gesicht.

Natürlich weiß ich auch, was an den weiteren Spieltagen passiert – ich will Euch die Spannung aber nicht völlig nehmen.

Ich hoffe auf eine tolle Saison für uns alle – wir sehen uns hoffentlich im Stadion!

In diesem Sinne:
Glaube, Liebe, Hoffnung.
NUR DER HSV!

PS: Wer außerdem wissen möchte, was ich von Oenning halte – Volker vom Tinneff-Blog hat mir diese und andere Fragen gestellt.

2. Jun. 2011

Kinners, ganz ehrlich… Ich vermisse ihn. Meinen Freund, den Ball.
Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich leise „Wann wird’s mal wieder richtig Fußball?“ trällere. „Ein Fußball wie er früher einmal war… So mit Toren und mit richtig vielen Punkten… Und nicht so traurig und so schlecht wie im letzten Jahr…“. Seufz.

Kaum bin ich ein wenig aus der Übung, komme ich auch schon völlig durcheinander. Als auf Twitter große Aufregung war, weil es im Bayern-Fanshop schon vor der Transferbestätigung Trikots mit Rafinha-Druck zu kaufen gab, war mein erster Gedanke „Hä? Ein Spielertrikot mit einem Schiedsrichternamen?“
(Jaja, Rafati. Ich weiß. *hüstel*)

Aber eigentlich ist mit der HSV ja auch viel wichtiger als die Bayern. Eh klar.

Da tut sich ja jetzt langsam was. Mit Mancienne hat der erste Neue unterschrieben. Er scheint in der Defensive eine eierlegende Wollmilchsau zu sein – ich bin gespannt, wie das dann in der Praxis aussieht.

Einen Hauch (klassisches) Drama, Baby gibt es derzeit auch im Hamburger Sommerpausen-Theater. Derzeit wird da eine Shakespeare-Adaption aufgeführt: To Guy or not to Guy.

Denn als wir am letzten Spieltag unsere (mehr oder minder) glorreichen Sieben verabschiedeten, war einer nicht dabei, dessen Abschied als beschlossene Sache galt: Guy Demel, im Volksmund: Guyyyyyyyyy.
Das lag schlichtweg daran, daß sich noch kein neuer Verein für Demel gefunden hatte. Er sollte aber, so viel schien klar, definitiv gehen.

Denn, seien wir ehrlich – wenn Demel zuletzt auf dem Platz war und den Ball am Fuß hatte, dann bewegte er sich in etwa so, als sei er 92 – nicht 29. Nämlich langsam bis gar nicht.

Meist spielte er aber gar nicht, sondern war verletzt – was Oenning gegen Ende der Saison zu einem, in meinen Augen, mehr als fragwürdigen Interview trieb.
Die Sache mit den immer verletzten Spielern gibt es sicherlich. Die kann und soll man als Trainer auch gerne ansprechen – aber doch vielleicht unter vier Augen mit dem Spieler – und nicht über eine Hamburger Boulevardzeitung.

Die letzten Tage war Demel bedingt jetzt völliges Chaos: Er sagte, er wolle seinen Vertrag erfüllen, Arnesen stellte klar, daß er gehen soll – aber eben nicht ablösefrei.
Damit dürfte klar sein, wo wir uns befinden: Im Hamburger Sommerloch, in dem man am besten erst mal gar nichts glauben sollte…

Außer dem, was überall steht, und zwar ohne Spekulation drumherum. Zum Beispiel, was Frank Rost jetzt macht.

Er hat offenbar direkt nach dem Schlußpfiff gegen Gladbach ein neues Leben begonnen und ein Bratwurst-Delikatessen-Imperium erschaffen. Oder wie soll ich es sonst verstehen, daß momentan über fast jedem Grillstand der Nation steht „Spezialitäten vom Rost“…?

10. Mai. 2011

Am 23. Mai soll Frank Arnesen beim HSV seinen Dienst antreten – ich bin gespannt. Doch schon bevor er da ist, versetzt er mich in helle Aufruhr. Er soll nämlich, so das Abendblatt, in Brasilien nach Talenten forschen.

Moment mal… HSV? Brasilien?

Genau! Nicht nur, daß das eigentlich immer schief ging – mein erster panischer Gedanke war: Was macht eigentlich Ailton?
Dann der Schock: Er spielt immer noch. Und zwar, Ihr ahnt es, in Brasilien!

Sollten also demnächst HSV-Scouts bei Rio Branco gesichtet werden, dann…
Waaaaaaaaaaaaaaaaah!!!

Denn spätestens seit dem Cuxhaven-Urlaub im Sommer 2010 wissen wir: Den wird man so schnell nicht mehr los!

Das Plakat hing im Fenster unsres Getränkemarktes in Cuxhaven. Kein Scherz. Ich dachte am ersten Urlaubstag, die wollen mich verarschen.

2. Mai. 2011

Das mit dem perfekten Zeitpunkt ist ja immer so ne Sache. Den zu finden ist oftmals nicht so einfach. Das beste Beispiel dafür bin ich – ich fahre öfter mal zum HSV, wenn er verliert – und verpasse dafür dann furiose Heimsiege (Na ja… Damals, als es die noch gab!)

Aber diesmal habe ich alles richtig gemacht. Anstatt darauf zu hoffen, daß der HSV sich gegen Freiburg sämtliche Beine ausreißt, um die Saison zu einem versöhnlichen Abschluß (Sprich: Platz 5 und Europapokal-Quali) zu bringen, habe ich den Herrn Nedfuller eingepackt und bin ein verlängertes Wochenende nach Paris geflogen. So eine Art “Europapokal Light” quasi – ohne Fußball.

Während Kate und William sich das Ja-Wort gaben (Oder vielleicht hat auch jemand “Nein” gesagt, ich weiß das nicht so genau – aber ich vermute, DAS hätte ich mitbekommen…), kraxelten wir gerade durch die engen Gassen auf den Butte Montmartre.

Als der HSV gegen Freiburg derart die Arbeit verweigerte, daß es auf den Rängen höhnische UFFTAS, La Olas und Europapokaaaaals gab, und mit einer Zwonull-Heimniederlage jegliche rechnerische Chance auf internationale Spiele begrub, schlenderten wir über die Avenue des Champs-Élysées zum Arc de Triomphe.

Vermutlich die denkbar bessere Wahl.

Etwas unglückliches Timing legte dagegen der HSV an den Tag – ich wurde vor genau 5 Jahren, am 1. Mai 2006, HSV-Mitglied. Und deshalb bekam ich eine Gratulationsmail.

Vor dem Bild eines feiernden Fans mit HSV-Fahne stehen die Worte:
Die Raute im Herzen! Eine Leidenschaft, die ewig hält…

Darunter dann

Liebe Frau Pleitegeiger,
heute vor genau 5 Jahren bist du in den HSV eingetreten.

Wir sagen Danke für die Treue und hoffen auf ereignisreiche weitere gemeinsame Jahre mit der Raute im Herzen.

Dein Hamburger Sport-Verein e.V.

Fast möchte man antworten:

Lieber Hamburger Sport-Verein e.V.,

Ich hoffe nicht nur auf ereignisreiche gemeinsame Jahre – sondern auch auf erfolgreiche. Ich werde auch nicht jünger, und so eine Meisterschaftsfeierlichkeit ist sicherlich anstrengend. Ich habe da ja leider keinerlei Erfahrungswerte – was auch daran liegen könnte, daß meine Leidenschaft zwar ewig hält – die der Spieler auf dem Platz allerdings nur in sehr geringen Dosen vorhanden ist.

Ich sage Danke für Nichts,
Deine Frau Pleitegeiger

Immerhin, ein Gutes hat es ja:
Man kann endlich aufhören zu hoffen, daß wir doch noch irgendwie nach Europa kommen.

(Ja, ich kenne diese Fairplay-Wertungs-Möglichkeit. Hallo Freiburg – rote Karte gefällig?!)

Auch, wenn’s manchmal schwer fällt:
NUR DER HSV!

25. Apr. 2011

Ach Kinners. Hamburg ist das Tor zu Welt. Dann sollte es doch erst recht das Tor zu Europa sein, oder? Isses aber nicht. Irgendwer hat das Tor zu Europa zugeschlagen, abgeschlossen und den Schlüssel in der Elbe versenkt. Schöne Scheiße.

Ja, natürlich rede ich von Fußball. Von was denn sonst?
Und, seien wir ehrlich – so wunderschön Hamburg ist, so gern ich mich mit Euch in der Kurve oder danach treffe… Ich will wieder international spielen, verdammt! Ich wäre, man stelle sich das mal vor, sogar dankbar für den UI-Cup. Statt Sommerpause über osteuropäische Dörfer tingeln, in der Hoffnung, daß man es doch noch in den Europapokal schafft.

Lernen, wo Cisinau eigentlich genau liegt, und spaßeshalber nachschauen, wie lange man dorthin mit der Bahn braucht – und wie oft man umsteigen muß.

Und irgendwann… Europapokaaaaaaal!

Donnerstags nach der Arbeit nach Hamburg hetzen, und Freitags vor der Arbeit heiser und müde, aber glücklich zurück.

Prag, Glasgow, Brüssel & Co. – Ihr wisst ja selbst, wo ich mit auswärts gefahren bin. Das Kribbeln, morgens kurz vor 10, wenn man weiß, daß gleich die Tickets im Shop freigeschaltet sind. Das Feilschen um Urlaub. Die Spaziergänge durch fremde Städte, stolz mit der Raute auf der Brust.

Es fehlt mir, verdammt noch mal.

Stuttgart war die vermutlich letzte Ausfahrt nach Europa. Oenning hatte man kurz vorher zum hauptamtlichen Schlüsseldienst bestellt – er sollte das Schloss knacken und das Tor nach Europa aufstoßen.

Und was ist?
Das, was immer ist, wenn der HSV gewinnen MUSS: Er verliert.

Schön dreinull bei nem Verein, der jetzt wohl endgültig nix mehr mit den Abstiegsrängen zu tun hat, und dessen Trainer die Haare schön hat. Ja, genau, der Trainer, der vorher in Hamburg die Haare schön hatte. Hmpf. Doppel-Hmpf, um genau zu sein.

Oenning trat den Job als Schlüsseldienst offenbar ohne Dietrich und Brecheisen an. Prima!

Und jetzt?
Noch drei Spiele. Sechs Punkte Abstand auf Platz 5. Eigentlich haben alle Europa abgeschrieben.
Außer der kleinen gallischen Pleite…

Ob ich mal eben den Schlüsselnotdienst anrufen soll…?

Glaube, Liebe, Hoffnung.
NUR DER HSV!

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