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29. Sep. 2010

Tja, was soll ich sagen? Außer vielleicht: Schon wieder Bremen.

Einige Tage, viele Gedanken und viele wiederholte Spielszenen später bin ich immer noch da, wo ich Samstag nach Abpfiff war. Also… gedanklich. Nicht körperlich. Nicht auszudenken, ich stünde immer noch in der verbotenen Stadt auf der Baustelle rum…

Nach vorne war das Samstag streckenweise ziemlich hui – nach hinten dafür um so mehr pfui. Da wünscht man sich doch glatt die gute, alte Stevensive zurück.

Machen wir uns nix vor, ich bin echt kein Taktik-Nerd. Dafür ist der Herr Nedfuller da. Ich mach hier mehr so den Mädchenkram.

Aber wenn sogar ich erkenne, daß wir ein System spielen, daß wir nicht können… wieso erkennt das dann der Trainer nicht?

Wie viele Spieler will er denn noch auf der 10 ausprobieren? Guerrero, Petric, Elia, Troche – alles ein Schuß in den Ofen. Gut, wir haben noch ein paar Spieler im Kader, wir hätten auch noch ein puscheliges Maskottchen und sogar einen bloggenden Busfahrer, die können wir gerne alle da vorne noch ausprobieren – helfen wird es aber vermutlich nicht.

Der einzige, der meiner Meinung nach (Wir erinnern uns: ich bin ein Mädchen und kann 90 Minuten dauerpöbeln, hab die Taktik aber echt nicht erfunden) in der Lage wäre, da vorne zu spielen, stand in Bremen hinten links in der Abwehr.
Zé wurde, wenn ich mich richtig erinnere, bei irgendeinem Testspiel schon als Linksverteidiger ausprobiert, klar kann der das, wenns sein muß. Zé kann alles! Aber es kann doch nicht sein, daß er dann von hinten versuchen muß, das Spiel zu machen und die Bälle zu verteilen?

Und überhaupt, Abwehr. Kinners, ich bin inzwischen so weit, daß ich mir Rozehnal zurückwünsche, wenn wir nur Westermann los wären. ICH! ROZEHNAL! Das muß man sich mal vorstellen!
Ich halte Westermann da hinten für, sagen wir mal, suboptimal. Der ist leider nicht so ne Bank, wie unsre Abwehr bräuchte. Im Gegenteil. Gefühlt (Das mag in dem Ausmaß täuschen, aber einen wahren Kern hats allemal) leistet er sich in jedem Spiel nen Klops, der zu nem Gegentor oder zumindest einer Großchance führt.

Und dann isser auch noch Kapitän. Das geht so nicht!! Und trotzdem weiß ich: Veh wird vieles tun, aber nicht Westermann die Kapitänsbinde abnehmen, um sie Jaro oder sonstwem zu geben. Grmpf.

Aber erst mal zu Samstag. Bremen. Mal wieder. Letztes Mal war ich da zum UEFA-Cup-Halbfinal-Hinspiel. Ein AUS!WÄRTS!SIEG!

Seither ist einiges passiert. Bremen hat das Stadion so umgebaut, daß es von außen wie ein mit Solarzellen verkleidetes Parkhaus aussieht. Kennt Ihr das Parkhaus in Hamburg, hinter Saturn, am Anfang der Mönckebergstraße? Ja? Genau so sieht das aus, wenn man in Bremen vor der Gästekurve steht.

Und ich stand da lange. Ach, was sag ich… Noch länger. Das mit dem Einlaß war nämlich schon wieder ziemlich scheiße gelöst. Vorm Einlaß waren Absperrungen und Schleusen zur Sicherheitskontrolle. Klar. Aber davor war noch mal ne Absperrung. Und da stand mittendrin ein Baum, den man seinerseits mit einer Absperrung umgeben hat.
Wenn dann aber in der Absperrung rund um den Baum schon viele Leute sind, die gerne ins Stadion rein wollen und am Einlaß im Gedränge stehen… und dann die Polizei hinten die andere Absperrung aufmacht, obwohl der Einlaß vorne ewig dauert… dann wird das dadurch für die, die am Eingang anstehen, nicht unbedingt undrängeliger.

Es dauerte nämlich unter anderem deswegen so lange, weil die Bremer diesmal alles ganz besonders gut und gründlich kontrollieren wollten. Ich mußte meine Schuhe ausziehen. Turnschuhe. Ich.
Außerdem mußte ich meinen Schalknoten lösen. Und meine Tücher, von denen ich eins am Handgelenk hatte, und eins am Griff meiner Tasche, aufknoten.

Fragt mich nicht, was sich hätte unter den Knoten verbergen können, ich weiß es nicht. Es ist sicherlich gut gedacht gewesen – war allerdings lächerlich. Ich habe lange genug selbst Einlaßkontrollen zu öffentlichen Veranstaltungen durchgeführt – ich erkenne eine gute Kontrolle, wenn ich eine sehe. Und unter uns: Ich sehe in Bundesligastadien verdammt wenige bis gar keine.
Ich mußte zwar meine Tücher aufknoten und die Schuhe aufmachen – es hat sich aber keiner die Mühe gemacht, in die Seiten- oder Innentasche meiner Handtasche zu schauen. Natürlich würde das Zeit kosten – aber wesentlich weniger, als jemanden die Schuhe aus- und wieder anziehen und alle Tücher aufknoten zu lassen. Und die Wahrscheinlichkeit, daß sich in einer Innentasche ein verbotener Gegenstand befindet ist weit größer als die, daß ich ihn im Schuh mit mir rumtrage. Schon alleine, weil es in der Seitentasche bequemer ist.

Ich sage damit nicht, daß ich verbotene Gegenstände dabei hatte – im Gegenteil. Aber ich hätte können. Und zwar völlig ohne Probleme. (Und ja, ich habe damals immer alle Außen/Innentaschen gecheckt. Ich war aber auch nicht sonderlich beliebt deswegen…)

Egal. Nach der Kontrolle gings also direkt in den neuen Block. Oberrang. Kann man machen, klappt in München ja auch. Und auch mein Heimatblock im Volkspark ist ein Stehplatzblock im Oberrang. Alles kein Ding.

Problematisch allerdings: Die Stufen in Bremen, auf denen die Gäste stehen, sind sehr schmal. Und damit nicht genug: Zwischen den Wellenbrechern (Hinter jeder Stehplatzreihe ist ein Wellenbrecher, weil die Sitze, die bei internationalen Spielen runtergeklappt werden, dort fest montiert sind) sind zwei Stufen. Zwei schmale Stufen statt einer breiten, wie in Hamburg. Wer da “Wer nicht hüpft, der ist ein Bremer” zelebrieren will, muß aufpassen, wo er hin hüpft.
Doch damit nicht genug – direkt neben uns hörte mitten im Block die Stufe auf. Es gab eine Unterbrechung von vielleicht 20 Zentimetern – breit genug, um eine fiese Stolperfalle zu sein. Vor allem und gerade bei Stehplätzen, wo eben auch mal gehüpft wird, oder alle beim Torjubel ein wenig durch die Gegend pogen.

Ich erzähle das alles, weil ich schon sehr früh starke Zweifel an der Sicherheit des Gästeblocks und der gesamten Umsetzung äußerte. Ich habe recht früh gesagt, daß man durch die Anordnung der Stufen in der Nähe eines Bengalos nur schwer Platz machen kann. Und daß man als Gästefan die Anzeigentafel nicht sehen kann, da man sie direkt vorm Kopf hat, lassen wir jetzt einfach mal außen vor.

Zum Spiel selbst ist schon fast alles gesagt: Der HSV lag zwonull hinten, kämpfte sich durch Ruud und Pitti (!) zurück ins Spiel. Und dann bringt Veh, was keiner verstand, Troche. Wo wir alle hofften, daß er Petric bringt – weil der immer für ein Tor gut ist.

Der Rest ist Geschichte. Troche verliert kurz vorm Ende einen schnöden Zweikampf, daraus ergibt sich ein Konter – dreizwo. Alles aus.

Natürlich hat Troche (Achtung, nach meiner *hüstel* Taktikkompetenz und meiner Erfahrung als Security glänze ich jetzt mit meinem Jura-Studium) die Kausalkette in Gang gesetzt, die zum Gegentor geführt hat. Dennoch fand ich persönlich Vehs Reaktion nach Abpfiff (Gehöriger Anschiss vor allen Leuten für Troche) unprofessionell. Überzogen. Unnötig.
Das Spiel hat nicht alleine Troche vergeigt. Wir hätten uns zum Beispiel gar nicht erst die beiden Angriffe zulassen dürfen, die zu den ersten zwei Toren geführt haben!

Ach, lassen wir das. Es hilft ja leider nicht.

Kommen wir zu etwas anderem: Ich wäre nämlich dafür, daß man außen am Weser-Stadion irgendwo gut sichtbar den Hinweis “Dauerwerbesendung” anbringt. Natürlich befinden wir uns im Profifußball, klar gibt es Bannerwerbung und Werbejingles. Aber muß man wirklich jede Ecke akustisch mit einem Tröten ankündigen? Jede Karte, jeden alles? Bei uns werden manche Sponsoren (Karten, Ecken) einfach nur stumm auf der Tafel eingeblendet, ohne Ton.

Es ist ja vielleicht auch ganz niedlich, daß sofort nach jedem Tor ein “Sponsor XY brennt für Werder… und knipst das Licht an” auf den Werbeflächen der Haupttribüne und der Gegengerade erscheint. Aber ob das bei einem Gegentor so glücklich ist? Ich mein ja nur.

Was sich auf der großen Anzeigentafel bei Toren, Ecken, Karten oder Ballkontakten werbetechnisch abspielt, vermag ich indes nicht zu beurteilen: Ich konnte sie aus dem Gästeblock heraus schließlich nicht sehen.

Ich vermute aber, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis beispielsweise Pizzaro einen Personal-Sponsor bekommt, und bei jedem Ballkontakt der Duft frisch gebackener Pizza im Stadion verströmt wird, um den Verkauf in der Pause anzukurbeln.

Aber auch das werde ich nicht ändern können. Wenden wir uns lieber den Geschehnissen nach dem Spiel zu.
Ich habe lange weitestgehend geschwiegen, was für mich ziemlich selten ist. Ich habe verfolgt, was die Medien draus machen. Was die Bremer Polizei äußert. Und wann endlich die ersten beginnen, die zweite Variante der Geschichte aufzuschreiben.

Ich weiß nicht, wer an dem Unglück nach dem Spiel Schuld ist. Ich weiß nicht, wie es wirklich angefangen hat und ob es “den/die Schuldigen” überhaupt gibt. Ich weiß aber, daß vieles von dem, was allgemein so behauptet wird/wurde, nicht stimmt.

Ich war dabei. Ich war im Gästeblock. Und ja, es war vorher von der Bremer Polizei schon schriftlich über die Supporters angekündigt und im Stadion durchgesagt worden, daß es eine Blocksperre von 20 Minuten geben würde. Das ist ja kein Problem, das kennen wie schon – aus Bremen und von internationalen Spielen.

Wenn die Polizei jetzt behauptet, die Sperre sei nur 7 Minuten länger gewesen als angekündigt, dann ist das schlichtweg falsch. Wir waren nicht im Gedränge, sondern noch drin im Block und haben gewartet, bis sie die Treppen freigeben. Von unserem Platz aus blickten wir genau auf einen Treppenabgang. Und noch um 20.58 Uhr twitterte Nedfuller “Zwanzig Minuten sind in Bremen ein dehnbarer Begriff”. Selbst wenn man davon ausgeht, daß das Spiel um 20.20 Uhr endete – dann waren knapp 40 Minuten später die Ausgänge immer noch versperrt. Und es gab keinerlei Durchsagen, daß oder wieso sich die Blocksperre verlängert – und daß die Züge Richtung Hamburg warten würden.

Ich vermag keine Schuld zuzuweisen. Das ist die Aufgabe der Kripo, und ich hoffe, daß das Unglück schnell und komplett aufgeklärt wird und die Polizei in Zukunft unten das Tor zu macht, anstatt an so einem kritischen Punkt eine Sperre zu errichten.

Aber ich weiß, daß vorschnelle Schuldzuweisungen, und dazu gehören auch und vor allem Aussagen wie “HSV-Fans, die zum Zug wollten, haben die Absperrung durchbrochen” (Na ja, was will man machen, außer nach vorne fallen, wenn die Polizei am Treppenabsatz eine Sperre errichtet und von hinten ein ganzer Block kommt, der teilweise gar nicht weiß, daß vorne noch zu ist?) und “Typisch HSV-Assis, die können sich auch nirgends benehmen” (Das ist in etwa, wie wenn man nen Opa die Treppe runterwirft und dann “Hey Opa, was rennst Du denn so?” hinterher ruft) nicht angebracht sind.

Glaubt tatsächlich jemand, daß es sich hierbei um eine organisierte Aktion der HSV-Fans handelt? Daß wir uns verbrüdern, um der Bremer Polizei, mit der es jedes Mal Probleme gibt, eins auszuwischen? Daß wir uns kollektiv auf eine Blocksperre von 40 Minuten verständigt haben, obwohl es nur 27 waren, wie die Polizei berichtet?

Wir haben, wir erwähnt, den Gästeblock sehr spät verlassen. Wir sahen die Verletzten, die Sanis, die ankommenden Krankenwagen. Es gibt einen Fan, der wiederbelebt wurden mußte und im künstlichen Koma liegt. Es gibt zahlreiche Verletzte auf beiden Seiten. Alles Dinge, die es nicht geben sollte, wenn Menschen zu einer Sportveranstaltung gehen und sich amüsieren wollen. Gute Besserung an alle, die zu Schaden gekommen sind!

Vorm Stadion sahen wir dann, daß die Polizei trotz der sehr langen Blocksperre und trotz des angekündigten Busverkehrs einen Kessel um die HSV-Fans gebildet hatte und sie am Gehen hinderte. Darauf hatte ich, ehrlich gesagt, nicht auch noch Lust. Ich weiß mittlerweile, in welchen Städten man sich am besten von der Polizei fern hält, um sicher zu sein. Bremen gehört dazu.

Ich habe dann, zum zweiten Mal in einer Woche, bei einem Derby eine Polizeikette umgangen. Völlig problemlos, einfach nur, indem ich einen leicht anderen Weg einschlug als alle anderen. Auf Seitenstraßen, um nicht wieder in den Pulk zu geraten, ging es dann zurück zur Straßenbahn.

Unterwegs wurden wir noch ne Runde von Einheimischen bepöbelt – O-Ton des feigsten Bremers in der Runde “Endlich bin ich mal in der Überzahl”.

Ich habe für mich selbst starke Zweifel daran, ob ich noch einmal nach Bremen fahre. Nicht wegen der sportlichen Niederlage. Sondern schlichtweg, weil ich mich dort nicht wirklich sicher fühle. Und ich weiß, daß ich bei weitem mit diesen Gedanken nicht alleine bin.

Das war heute sehr lang, und streckenweise sehr untypisch. Aber was im Kopf drin ist, muß irgendwann raus, sonst macht es mich verrückt.

Ich hoffe, Ihr seid alle heil aus der verbotenen Stadt nach Hause gekommen.
In diesem Sinne: Nur der HSV!

20. Sep. 2010

Manchmal trifft man so spontane Entscheidungen und merkt hinterher, daß es goldrichtig war. Zum Beispiel die Sonntag Vormittag, entgegen der Planung nicht mit dem Mob zum Stadion zu laufen. Der Mob wurde eingekesselt und lange festgehalten, es gab (wenn auch verhältnismäßig geringe) Ausschreitungen und eine Gratis-Dusche für alle durch die Polizei. Das muß ich dann doch nicht haben.

Gut, wären wir mit dem Mob gelaufen, hätte Herr Nedfuller das Spiel auch live im Stadion sehen können. Der hatte nämlich kein Ticket, aber es haben mehrere Menschen unabhängig voneinander erzählt, daß der Mob einfach in die Gästekurve getrieben wurde – ohne Ticketkontrolle.

Ich war ja vorher noch nie am Millerntor. Wieso auch. Daher war ich schon sehr überrascht, daß der Verein, dessen Fans vom Volkspark nur als “Stadion an der Müllverbrennungsanlage” sprechen, selbst am Recyclinghof spielt…

Der Weg zum Gästeblock – Acker und “Matschebabbel”, wie das bei uns heißt, pur. Die Gästetribüne war ein besseres Baugerüst, und wenn man ins Stadion rein geht und nicht ganz schnell bremst, ist man auch schon fast wieder raus, so klein ist das. Elektrische Einlaßkontrollen gibt’s keine, sondern ganz oldschool Leute, die einem die Eintrittskarte kaputt reißen. Es war leider kein Flutlichtspiel – ob also unterm Flutlichtmasten dann Hamsterräder stehen, um den Strom zu erzeigen, weiß ich leider nicht ;-)

Sehr angenehm indes, daß man im Gästeblock machen darf, was man will. Daher hatten wir eine riesige Blockfahne (Nein, die war nicht falschrum. Das Motto war “Hamburg steht Kopf”) zum Einlauf der Mannschaft. Danach Fähnchen, Konfetti, Wurfrollen – das war schon regelrechtes Multi-Tasking.
Außerdem gab es blauen und weißen Rauch – aber alles sehr kontrolliert.

Nachdem mir alle immer erzählt haben, was das Millerntor für ein Hexenkessel ist… Nun ja. Ganz ehrlich? Das war heute allenfalls ein Hexenespressotässchen. Ich habe die Heimfans genau zweimal gehört: Bei der Einwechslung von Asamoah und beim Einsnull. Sonst war nix. Okay, und bei unsren Wechselgesängen mit dem gegenüberliegenden USP-Block, aber das zählt nicht, da waren wir ja ruhig um auf sie zu warten.

Sonst war es bei uns im Block einfach gut laut. Wie Jojo sagte: Wir hätten für das Spiel 50.000 Gästekarten verkaufen können. Jeder von uns war es denen, die draußen bleiben mußten, schuldig, bis zur Heiserkeit zu Supporten. So, wie ich für viele Blogleser und Leute aus meiner Twitter-Timeline mitsupportet habe.

Das Spiel selbst war so lala. Der HSV spielte gar nicht mal so gut. Einige Herren standen lieber rum und warteten, bis der Ball zu ihnen kam, anstatt sich mal drum zu bemühen. Blöd nur, daß der Ball kein Hund ist, der auf Kommando angerannt kommt. Der HSV veranstaltete leider mal wieder ein kleines Fehlpassfestival – ich hatte gehofft, das hätten wir hinter uns gelassen.

Als Petric vom Warmmachen gerufen wurde, das war schon sehr “Hach!”. Endlich wieder mein Mladen aufm Platz! Wir sangen in der Phase gerade unsere Version von “Hier kommt Alex” – und ich konnte bei seiner Einwechslung unproblematisch ein lautes “Hey, hey, hey, hier kommt Mladen…” brüllen. Ich hatte so das Gefühl, er würde uns in dem Spiel noch helfen.

Auch, wenn er erst einige Böcke baute und am Gegentor nicht unschuldig war. Das Einsnull war blöd, ich hatte aber befürchtet, daß es so kommt. Und obwohl die Zeit gegen uns lief, hatte ich vom Feeling her ein gutes Gefühl. Vielleicht sollte ich doch mal Lotto spielen. Das mit den 6 aus 49, nicht King Karl.
Und dann, kurz vor Schluß, als St. Adtteilverein schon die Sensation witterte… BÄMM! Mlaaaden PETRIC! Da ging mir schon ein wenig das Herz auf.

Nach dem Spiel gab es noch eine kleine Einkessungsaktion zwischen Gästeblock und Feldstraße, man treib uns dann im Mob irgendwohin… Wo, wußte ich nicht. Außerdem waren Wasserwerfer am Start und ich hatte kein Duschgel mit… Da hatte ich dann nicht so wirklich viel Lust zu, ich war schließlich mit Nedfuller verabredet. Ich hab mich dann heimlich abgesetzt und bin rüber zur U St. Pauli – und wer geht wenige Meter vor mir? Katja Kraus und Bernd Hoffmann. Unser Präsident fuhr dann sogar mit der U-Bahn nach Hause. Irgendwie ziemlich lässig.

An dieser Stelle noch Glückwunsch und Dank an Frank Rost für 400 Bundesliga-Spiele und erneut klare Worte: “Es war ja schon vorher Harmonie von allen Seiten angesagt. Eigentlich hat nur noch gefehlt, dass wir in rosa Röckchen auflaufen. Wir wollten ein Bundesliga-Spiel gewinnen, da kann man nicht nur so ein bisschen zur Sache gehen.”

Recht hat er. Beide Seiten haben nicht genug gebracht, das Einseins geht völlig in Ordnung. Veh muß sich bis Mittwoch (Heimspiel gegen Golfsburg) noch was einfallen lassen – so kann das nämlich nicht weitergehen. Und wenn Veh es nicht macht, dann klären meine Nudelmaschine und ich das Problem eben Sonnabend in Bremen.

In diesem Sinne: Ich hoffe, Ihr seid alle heil nach Hause gekommen.
NUR DER HSV!

24. Aug. 2010

…aber immerhin hab ich eins. Und das ganz ohne Schlangestehen.

Wer von meinen geschätzten Lesern ist denn auch im Besitz eines Tickets? Und wen treffe ich danach aufm Kiez zum Aktionstag “Derby guckt zu Hause keine Sau – Kiez und Schanze schwarz-weiß-blau!”?

Das wird übrigens mein erstes Derby. Tipps, wie ich die Nudelmaschine am besten ins Stadion schmuggeln kann, gerne in die Kommentare.

23. Aug. 2010

Am 21. August um 18:30 Uhr endete für mich eine lange Durststrecke. Es waren genau 103 Tage ohne Bundesliga. Ohne HSV. Ohne große Fußball-Emotionen.

Das hat jetzt endlich ein Ende. Endlich wieder Fußball, endlich normale Leute. Endlich Singen, Klatschen, Hüpfen, Pöbeln. Endlich wieder Glückssocken, Hummel Hummel und Halbzeitfranzbrötchen.

Und doch ist alles anders: ich habe nämlich ein neues Zuhause. Ich bin jetzt endlich dort angekommen, wo ich hingehöre: in 22C. Stimmungsblock. 90 Minuten Support. Choreos. Den Rest des Stadions animieren.

Von dort oben hat man, auch ich als Maulwurf, einen prima Überblick. Aber man hat ganz schön zu ackern. Da tun Hände vom Klatschen weh (Egal, ein bißchen Schwund is immer!) und meine Stimme ist immer noch angeschlagen. Aber es hat verdammt viel Spaß gemacht – und wahnsinnig gut getan.

Den Blick von da oben seht Ihr in meinem neuen Header. Schön, oder? (Nochmal Danke an Yellowled für die Hilfe beim Headerumbau!)

Die Entscheidung, nach 22C umzuziehen, war goldrichtig. Auch, wenn ich noch nicht alle neuen Chants kann. Aber die Nord mit “DIE ARMEEE!” aufzufordern, ein “Hey, hey, hey, hier kommt Hamburg” anzustimmen, das irgendwann das ganze Stadion mitsingt und natürlich mit’n Trudelband die Tore zu feiern… Großartig.

Das Spiel tat sein übriges. Topspiel, Schalke, Ruud vs. Raúl. Das Ergebnis ist bekannt: Der HSV gewann durch zwei Tore von (ich schreib das doch so gern, weil ich es immer noch nicht glauben kann) Ruud van Nistelrooy mit 2:1.

Und Raúl? Spielte gar nicht mal so gut. Aber hey, er hat keine Ablöse gekostet. Und Ihr wisst ja: nem geschenkten Raúl schaut man nicht ins Maul…

Noch in der ersten Halbzeit sah es so aus, als wäre es wieder eines dieser Spiele, in denen der Ball partout nicht über die Linie will. Der HSV spielte mit nur einem Stürmer (Ruud), Petric auf seiner neuen, ungeliebten Position. Da spielte er dann nur so lala… daß sogar ich vor Zeugen forderte: Petric raus, Guerrero rein – hilft ja nix!

Veh hörte sogar auf mich – wenn auch erst, ganz labbadiesk, in der 70. Da wehte dann fast ein Hauch von Fönfrisur durchs Stadion.

Was gut war, außer der Stimmung: Ruud natürlich. Und Pitti gefiel mir verdammt gut. Und Rost war da, wenn wir ihn brauchten. Und ich habe mich sehr gefreut, Jarolim aufm Platz zu sehen.

Lustige Anekdote am Rande: Neben mir, am Rand von 22C (Jojo nannte uns “Kuchenblock” – nächstes Mal stehe ich weiter im Block), stand Spence. Aus King of Queens. Oder sein Doppelgänger. Und er war wahnsinnig anhänglich. Klar, er wohnt ja noch bei seiner Mutter und sucht einen Weg da raus…

Was ich mich übrigens auch immer noch frage: Was ist eigentlich der Keeper von Wer da? von Beruf?

Der Auftakt war verdammt großartig – so kann es gerne weitergehen!
In diesem Sinne: Glaube, Liebe, Hoffnung. NUR DER HSV!

9. Jun. 2010

Sommerpause. Grmpf. Ich bin jetzt schon völlig unterfußballt und es ist noch verdammt lange hin bis zum 20. August. Ich trällere regelmäßig “Wann wird’s mal wieder richtig Fußball?” vor mich hin – und nein, selbst die WM ist da für mich nur ein schwacher Trost. Schließlich bin ich da nicht im Stadion und mein Herzblut hängt nicht halb so an einer Mannschaft wie am HSV.

Was bleibt mir also, als die zurückliegende Saison noch einmal Paroli laufen zu lassen, um Horst Hrubesch zu zitieren? Genau: nichts. Und Pleite(n), Pech und Pannen hab ich bei meinen Fußball-Touren wirklich genug erlebt… Los geht’s!

Wulle wu Kartoffelsupp?
Ich spreche gern Französisch. Gut, es ist inzwischen leider sehr eingerostet – aber ich sprach das sogar mal halbwegs fließend. Daher freute ich mich, bei der Auswärtstour nach Brüssel die Sprache endlich mal wieder anwenden zu können – und vielleicht sogar zu müssen.
Am Flughafen angekommen mußte ich in die Innenstadt – am besten zum Gare du Midi. Ich wußte, daß es einen Zug und einen Bus gab. Irgendwie wollte ich lieber Bus fahren – ich dachte, da sähe ich mehr von der Strecke.

Also quer durch den Flughafen, den Buszeichen hinterher. Irgendwann kam ich dann am Hintereingang des Flughafens an, da standen dann sogar Busse. Viiiele Busse. Und ein Busfahrkartenverkaufsautomat. Ich da also erst mal ein Ticket gezogen.
Und danach festgestellt, daß da zwar viele Busse standen, die aber alle da hinfuhren, wo ich nicht hin wollte. Zur Nato. Über die mußte ich in der Schule mal ein Referat halten, das war doof, damit war ich durch.

Ich also zum Fahrer des Nato-Busses, der wird ja wohl wissen, wo der Bahnhofs-Bus abfährt. Sollte man meinen. In einem, wie ich fand, exzellenten Französisch fragte ich, wo denn der Bus zum Bahnhof abführe. Der Fahrer antwortete in exzellentem Französisch – allerdings so viel und schnell und so koniftür, daß ich keine Ahnung hatte, was.
Im zweiten Anlauf verstand ich immerhin, daß ein weißer Bus zum Bahnhof fährt. Wie gut, daß der Nato-Fahrer auch in einem weißen Bus saß. Grmpf. Scherzkeks!

Mein Ticket war natürlich auch fürn Arsch – das galt nicht für den Bus, mit dem ich fahren wollte. Perfekt! Da ich weder den richtigen Bus, noch den richtigen Busfahrkartenverkaufsautomaten fand, beschloß ich, Zug zu fahren. Das schien mir irgendwie weniger schwierig zu sein.

Lost in Brussels
Das mit dem Zug klappte auch erstaunlich gut. Ich fuhr unfallfrei zum Gare du Midi, rannte auch nur dreimal quer durch die monströs große Bahnhofshalle von Ausgang A zu Ausgang B, bis ich für mich selbst ausgeknobelt hatte, welcher Ausgang der Richtung Hotel wäre. Ich bin ja nicht doof, ich kann ja Karten lesen. *räusper*

Ich lief dann, vorbei an seltsamen Gestalten, die mich alle etwas schräg beäugten (Ob’s am HSV-Schal lag?) in die Richtung, in der ich mein Hotel vermutete – und landete, oh Wunder, auf Anhieb in der richtigen Straße. Da die einzige Schwierigkeit jetzt nur noch darin bestand, die Straße entlang geradeaus bis zu einem Platz zu laufen, an dem dann mein Hotel liegen würde – faltete ich den Stadtplan zusammen – und steckte ihn der Einfachheit halber in die Arschtasche meiner Jeans.

Das sollte mein größter Fehler werden. Denn nach wenigen Schritten muß mir der Stadtplan aus der Tasche gesprungen sein. Vielleicht wollte er ein Bier trinken gehen… ich weiß es nicht. Jedenfalls war er weg. Und ich etwas verloren.

Die Sache mit dem Ladendiebstahl
Wie Ihr wißt, habe ich seit Kevin Kuranyi ein etwas gestörtes Verhältnis zu den Herren im Anzug, die im Kaufhaus die Ausgänge bewachen. Und ausgerechnet mit so einem sollte ich in Brüssel, nun ja, Freundschaft schließen.

Am Abreisetag zog ich nämlich mit meinem kleinen Rollköfferchen durch Brüssel. Es schien mir einfach praktischer, als ihn im (sehrsehr fragwürdigen) Hotel zu hinterlassen und dann dorthin zurück zu kehren, um ihn zu holen.

So fuhr ich mit dem Koffer nicht nur zum Atomium – sondern schlenderte mit ihm auch durch diverse Klamotten- und Schuhgeschäfte. Genau so lange, bis ich in einem Geschäft beim Passieren der Sicherheitsschranke einen fiesen Piepton auslöste. Großartig! Der Gorilla im Anzug stand schon bei Fuß. Und bat mich, den Koffer zu öffnen. Yeah, ich wollte schon immer mal des Ladendiebstahls bezichtigt werden!
Koffer auf – nüscht – merci. Nochmal durch die Schranke. Immer noch Piepsen. Also Handtasche auf – nüscht – merci. Ich weiß nicht, wo er mir sonst noch überall hätte reingucken wollen – wenn er nicht endlich kapiert hätte, daß neben mir ein Paar zwischen der Sicherheitsschranke stand, das in dem Laden eingekauft hatte. Offenbar war in der Tüte irgendwo noch ein Sicherheitsetikett. Man hätte also nur mal als allererstes die Tüte in die Sicherheitszone halten müssen, um das Rätsel zu lösen. Aber neiiiin, stattdessen nervt man mal ein wenig die HSV-Hooliganette. Is klar.

Jetzt bloß nicht abheben!
Daß es gern mal etwas chaotisch wird, wenn ich verreise, dürfte ja spätestens jetzt klar sein. Daß das Chaos schon losgeht, bevor die Auswärtstour überhaupt startet, ist allerdings selbst für mich ungewöhnlich.
Daher war ich auch etwas überfordert, als ich am Tag vor meinem Flug nach London zum Halbfinal-Rückspiel des HSV online einchecken wollte. Ich gab meine Buchungsnummer ein – und bekam eine Fehlermeldung. “Diese Buchungsnummer existiert nicht.” PANIK! Also am besten erst mal twittern… und dabei vergessen, daß ich ja in Heathrow mit Nedfuller verabredet war, der Angst hatte, ohne mich weder den Weg aus dem Flughafen, noch das Hotel, noch das Stadion zu finden.

Während es also von überall Replys hagelte – mal hämisch, mal besorgt – gab ich noch ungefähr drölfmal die Buchungsnummer ein. Einmal sogar ihre Quersumme. Das machte alles wenig bis gar keinen Unterschied. Außer, daß das Tool von British Airways irgendwann sowas sagte wie “Zu viele Fehlversuche. Vorgang storniert.” Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!

Ich hatte noch 24 Stunden. Ich hatte verdammt viel Deutschland und einen Ärmelkanal zwischen mir und der Craven Cottage. Und ich hatte keine Wanderschuhe!!!

Ich rief dann erst beim Reiseportal und danach bei British Airways an, hing in diversen Warteschleifen und erzählte mehrfach aufgeregt, was los ist – bis mir jemand sagte, die Buchungsnummer sei falsch – und mir die richtige diktierte. Puuuuh!

Abschließend muß ich zugeben: Mir werden die großen Touren in der neuen Saison wirklich sehr fehlen. Auch, wenn ich nicht zwingend Nachttische mit Brandlöchern (Brüssel) oder ein Bild der Queen überm Bett und kohlrabenschwarzen Toast auf dem Frühstückstisch (London) brauche. Mal sehen, was in der kommenden Saison alles schief geht.

Glaube. Liebe. Hoffnung. NUR DER HSV!

26. Mai. 2010

Ich ziehe um. Nein, nicht innerhalb Berlins, nicht von Berlin weg (ich bin geneigt, hier ein “leider” anzuhängen) – sondern innerhalb des Stadions!

Soeben habe ich den letzten der zwei Buttons geklickt, der dafür nötig war, um nicht nur meine Dauerkarte zu verlängern (Etwas tolleres kann man mit 156,70 Euro nicht machen!), sondern auch den Umzug zu bestätigen.

Zur neuen Saison verlasse ich nach drei wundervollen Jahren meinen geliebten A-Rang und siedle über in den neu geschaffenen Stehplatzblock in 22C.

Adieu Doppelpass über Bande mit Ruud. Adieu Loddo direkt vor meiner Nase. Adieu Kaffeekränzchen hinter mir.
Hallo Stimmungsblock, komm an mein Herz! Hallo neues Liedgut. Hallo Choreos. Hallo Heiserkeit noch vor Anpfiff – ich freu mich auf Dich!

Ich kann es kaum erwarten, von dort oben den Verein meines Herzens nach vorne zu schreien. Und das mit meinem Wohnzimmer zu Füßen.

30. Apr. 2010

leere
London, der Tag danach. Manche Alpträume enden wohl nie.

28. Apr. 2010

Ich habe bisher noch nicht über das Europa-League-Hinspiel geschrieben. Ich hatte es zu lange aufgeschoben, dann kam mir Hoffenheim in die Quere.

Daher jetzt nur kurz:
Die Stimmung war phantastisch. Und auch auf dem Platz lief vieles besser als vorher gegen Mainz bzw. danach in Hoffenheim. Kurz gesagt: sie spielten sowas ähnliches wie Fußball.

Daß der blöde Ball nicht ins Tor wollte, nun… das war natürlich eher doof. Aber als Ausgangslage ist mir so ganz grundsätzlich ein nullnull noch lieber als ein zwoeins.

Vor dem Spiel gab es eine gigantische Choreo auf der West. Stefan Groenveld hatte nicht nur den besseren Platz, um sie festzuhalten, sondern war auch so nett, mir sein klasse Foto zur Verfügung zu stellen:

Unter der riesigen Tribünen-Choreo hing ein Banner mit der Aufschrift:
DIE BESTE MÖGLICHKEIT, TRÄUME ZU VERWIRKLICHEN, IST AUFZUWACHEN!

Wenn ich das schreibe, bekomme ich schon wieder Gänsehaut. Ich weiß nicht, wie das Donnerstag in der Craven Cottage werden soll!

Konzentrieren wir uns also aufs Rückspiel, denn das nächste Spiel ist immer das nächste.
Bruno ist weg, der HSV hat im Hinspiel kein Tor geschossen. Fulham aber auch keins.

Und jetzt kommt die gute Nachricht: Alle internationalen Halbfinals, in denen der HSV das Hinspiel nicht gewinnen konnte, entschied der HSV im Rückspiel für sich und zog ins Finale ein!

1967/68:
Pokal der Pokalsieger gegen Cardiff City, Hinspiel: 1:1, Rückspiel 3:2 für den HSV

1976/77:
Pokal der Pokalsieger gegen Atlético Madrid, Hinspiel: 1:3, Rückspiel 3:0 für den HSV

1979/80:
Europapokal der Landesmeister gegen Real Madrid, Hinspiel: 0:2, Rückspiel 5:1 für den HSV

1981/82:
UEFA-Cup gegen Radnicki Nis, Hinspiel: 1:2, Rückspiel 5:1 für den HSV

1982/83:
Pokal der Landesmeister gegen Real Sociedad, Hinspiel: 1:1, Rückspiel 2:1 für den HSV

Es wäre also mal wieder an der Zeit…

…und jetzt entschuldigt mich: Ich hab Termine!

16. Apr. 2010

Ich bin fick und fertig. Ich hab gerade mein Ticket fürs Halbfinal-Rückspiel in London geschossen.
Craven Cottage, here I come!!!

Noch jemand von Euch am Start??

27. Mrz. 2010

Ich gestehe: Ohne den HSV wäre ich wohl nie nach Brüssel gekommen. Zu viele Städte standen vor Brüssel auf meiner Städtereisewunschliste.

Ich muß sagen: Es wäre ein Verlust gewesen, die Stadt ist toll! Ich fand Brüssel an vielen Ecken sehr französisch – gleichzeitig mochte ich die holländischen Hinweise überall. Was ich auf Französisch nicht verstand, verstand ich meist auf Dutch.

Mit das erste, was ich von Brüssel nach dem Ankommen sah, war der Grande Place bei Nacht. Wie könnte man sich da NICHT sofort in die Stadt verlieben?

Und überhaupt, Belgien! Da darf man den lieben, langen Tag Fritten essen, ohne als Kulturbanause zu gelten. Das hab ich dann auch gemacht – man paßt sich ja an!

Ich habe in den drei Tagen Brüssel einen neuen Vielfrittenessrekord aufgestellt. Und den Pommes-Jieper bis, na sagen wir, übermorgen, erfolgreich gestillt.
Falls Ihr mich also demnächst in Hamburg beim Mönckedöner erwischt: Haut mir auf die Finger! Auch im PommDöner sind Pommes!!!

Die Belgier frittieren ja offenbar alles. Ich habe bei meiner Stamm-Frittenbude sogar mal Wiener Würstchen in der Friteuse erwischt.
Die Waffeln sind auch nicht grade kalorienarm – und auch die Croissants, Pains au chocolat und was es sonst noch an Backwaren gibt, sind Kalorienbomben. Und saulecker.

Da aber alle Belgier, die ich gesehen habe, schlank waren, habe ich die Theorie, daß belgisches Fett nicht dick macht. Bitte laßt mich einfach in dem Glauben… noch passen die Jeans. Immerhin.

Sehr unauffällig, liebe belgische Drogenbosse. Da findet Euch sicher keiner!!

Mich erinnerte Brüssel immer wieder an Paris – und zwar nicht nur wegen der Kathedrale St. Michel et Gudule…

Allerdings gibt es in Brüssel offenbar auch große Armut. Manche Menschen können sich nicht mal echte Fenster leisten…

Natürlich war ich auch am Atomium.

Das war größer, als ich dachte. Dafür war das Männeken Pis noch kleiner, als ich dachte… Gleicht sich also alles wieder aus.

Fotos alle mit kleiner Digiknipse gemacht, ohne Stativ. Meckern also zwecklos ;-)

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