Da is’ das Ding!

 

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Pleite on Tour 2013/14

4.8. Jena (A, DFB)

17.8. Hoppelheim (H)

24.8. Berlin (A)

31.8. Braunschweig (H)

14.9. Dortmund (A)

21.9. Wer da? (H)

20.10. VfB (H)

2.11. Gladbach (H)

24.11. H96 (H)

29.11. Wolfsburg (A)

3.12. Köln (H, DFB)

26.1. Schalke (H)

8.2. Hertha (H)

12.2. FCB (H, DFB)

22.2. BVB (H)

8.3. Eintracht (H)

26.3. Freiburg (H)

4.4. Leverkusen (H)

12.4. H96 (A)

3.5. FCB (H)

10.5. Mainz (A)

15.5. Fürth (H)

18.5. Fürth (A)

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10. Jan. 2017

Wie sagte schon Forrest Gump: Der HSV ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie was man bekommt.

Da eine Schachtel Pralinen aber sicherlich mit den Vorsätzen einiger meiner Leser kollidiert, habe ich wieder ganz tief für euch in meine Glaskugel geschaut und verrate heute endlich, was das neue Jahr für unseren HSV mit sich bringt.

11. Januar: Die Elbphilharmonie eröffnet und zur Überraschung aller singt Lotto King Karl unter Begleitung des Philharmonieorchesters “Hamburg meine Perle”.
KMK*hne hatte sich heimlich in die Eröffnungsfeier eingekauft. Seine Begründung: Harmonie sei wichtig, vor allen Dingen für den HSV. Und die Elbphilharmonie sei nun mal die einzige gewesen, die man für Geld hätte kaufen können.

Doch damit nicht genug: Angela Merkel, als einzige offenbar Mitwisserin des K*hne-Deals, reißt sich das Ballkleid auf und präsentiert stolz ein Trikot in Schock-Pink.

Nach Loddos Ständchen werden die geladenen Gäste nach draußen gebeten – dort wird in einer feierlichen Zeremonie das Namensschild an der Außenseite abmontiert und durch ein neues ersetzt. Hamburg ist ab jetzt stolz auf seine Volksparkharmonie.

12. Januar: Emir Spahic unterschreibt einen gut dotierten Aufhebungsvertrag.

13. Januar: Johan Djourou verletzt sich, als er im Trainingslager ein lustiges Video für Instagram dreht.
Mit dem Ausfall von Jung hat der HSV jetzt nur noch einen Innenverteidiger. Einsatz für den neuen Sportchef Jens Todt: Er präsentiert wenig später einen vereinslosen Topspieler für die Abwehr: Emir Spahic.

14. Januar: Gisdol ist sauer. Er hat Angst vor Spahic und will ihn wieder loswerden. Er erreicht, daß man dem Spieler einen Aufhebungsvertrag anbietet.

15. Januar: Der KSC ruft an und will über das Ablösespiel für Jens Todt sprechen. “Bevor wir das vergessen”, so die Erklärung.
Bruchhagen kümmert sich persönlich um die Angelegenheit. Er erklärt seinem Gegenüber: “Wisst ihr das denn nicht mehr? Das Spiel fand längst statt – am 1. Juni 2015, euer Stadion war rappelvoll, das Spiel ging sogar in die Verlängerung…” Peinlich berührt entschuldigt sich der KSC-Vertreter und legt auf.

16. Januar: Die Abwehrkrise des HSV hält an. Halilovic bietet Gisdol an, zum Innenverteidiger umzuschulen, er will endlich Spielzeit. Gisdol erklärt, daß er dann aber jenseits der Mittellinie spielen müsse. Halilovic rennt schreiend davon.

17. Januar: Jens Todt kann endlich einen Neuzugang verkünden, der die Probleme in der Innenverteidigung lösen soll. Es ist ihm gelungen, einen Brasilianer nach Hamburg zu locken, der sogar schon Bundesligaerfahrung hat. Der Vertrag ist bereits unterschreiben, die Ablöse von 12 Millionen ein Witz. Komisch, daß keiner lacht, als er Cleber präsentiert.

18. Januar: Gisdol hat sich bei der Football-Abteilung des HSV eine komplette Montur samt Helm ausgeliehen und stapft ins Büro von Todt. Ob er nicht vielleicht diesen Spahic verpflichten könne? Er fühle sich dem jetzt gewappnet…

So, mehr wird nicht verraten, ich will euch ja nicht gleich die ganze Saison spoilern.
Auf ein tolles Fußballjahr!

Glaube. Liebe. Hoffnung.
Nur der HSV!

31. Dez. 2016

Silvester. Zeit für den Jahresendfragebogen. Auch, wenn ich schon längst so vieles anderes gebloggt haben wollte… Zumindest dafür ist dann doch Zeit.

Kommt gut rüber, wir lesen uns hoffentlich 2017!

1. Zugenommen oder abgenommen?
Immer noch nicht gewogen. Solange das meiste noch paßt, ist das schon okay so…

2. Haare länger oder kürzer?
Erst länger, dann kürzer… Ich war neulich tatsächlich mal wieder beim Frisör.

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Blind wie immer.

4. Mehr Kohle oder weniger?
Etwas weniger. Dafür mehr Lebensqualität.

5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Vermutlich weniger.

6. Mehr bewegt oder weniger?
Unterm Strich vermutlich gleich. Ich hab irgendwann wieder mit Laufen angefangen, es inzwischen aber wieder eingestellt. Nun ja.

7. Der hirnrissigste Plan?
Ich glaube, ich war ziemlich vernünftig. Wie langweilig!

8. Die gefährlichste Unternehmung?
Dieser Asthmaanfall kurz vorm Abflug in London war ziemlich uncool. Noch uncooler war allerdings der Arzt, der mich mit “Ist ja jetzt vorbei, kommen Sie doch nächste Woche mal…” abwimmelte.

9. Der beste Sex?
Dieser Derbysieg im April war nicht übel…

10. Die teuerste Anschaffung?
Mein neuer Herd. Beim alten ging der Backofen nicht mehr, und das ist ja auch kein Zustand, wenn man gern backt.

11. Das leckerste Essen?
Ein Burger mit Süßkartoffelpommes in einem vegetarischen Restaurant in London mit zwei netten Kolleginnen.
Und so einige Essen mit dem Mister oder der Familie.

12. Das beeindruckendste Buch?
Keins gelesen, das mich beeindruckt hätte.

13. Der ergreifendste Film?
Hm…

14. Die beste CD?
Wer kauft denn heutzutage noch CDs?

15. Das schönste Konzert?
Gleichzeitig das einzige: Loddo und Abschlach auf der Saisoneröffnung beim HSV.

16. Die meiste Zeit verbracht mit…?
Arbeit. Sorgen. Rückenschmerzen.

17. Die schönste Zeit verbracht mit…?
Meiner Familie und dem Mister.

18. Vorherrschendes Gefühl 2016?
Hilft ja nix.

19. 2016 zum ersten Mal getan?
Mitglied der Chefredaktion gewesen. Ein Büro mit Hafenblick gehabt. Je eine Woche in London und Paris gearbeitet. In einem Fünf-Sterne-Hotel übernachtet. Zwei Fotos, die ich gemacht habe, in einer Ausstellung gesehen.

20. 2016 nach langer Zeit wieder getan?
Zum ersten Mal seit dem Wegzug in Berlin übernachtet. Mehr beruflich als privat verreist. Einen Trainerrauswurf bedauert. Gedacht, ich würde mich vom HSV entfernen (Haha, als ob!).

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Sorgen. Rückenschmerzen. Den gesamten Ärger rund um den HSV.

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Wir kriegen das hin.

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Meinen alten Job zu kündigen. Zeit. Und diese ganz bestimmte Decke…

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zeit. Geduld. Rückhalt.

25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Wann können Sie anfangen?

26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Wieder so ein Jahr, in dem ich viel geschimpft und geflucht habe. Hm…

27. 2016 war mit einem Wort…?
Unschön.

Und früher so: 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015.

21. Aug. 2016

Diese Tage und Stunden im August vor dem ersten Pflichtspiel der Saison sind meine Lieblingsjahreszeit. Man hat wahnsinnig Lust auf die neue Saison, die Meisterschaft ist rechnerisch noch drin und man glaubt an den Umbruch und die Neuzugänge.
Diese Anfangseuphorie also, die sich dann manchmal schon nach der ersten Runde im DFB-Pokal wieder etwas gelegt hat.

In genau dieser Phase befinde ich mich gerade. Die neue Dauerkarte ist da und will endlich eingeweiht werden, morgen startet der HSV in Zwickau in den Pokal und wenn wir uns auf die Zehenspitzen stellen, können wir fast schon sehen, wie jede Menge Volunteers mit Segways und Pyros im Schlauchboot zu München das DFL-Logo in den Rasen fräsen.

Folglich ist es also an der Zeit, mal wieder einen Blick in die Glaskugel zu werfen. Ich traue es mich ja kaum zu sagen, was ich darin sehe. Denn, wenn die Glaskugel Recht behält, wird dieses Jahr alles anders.

Ich sehe rosarot, Verzeihung: Schockpink.

Die wichtigsten Neuerungen
Bevor der Ball in der Bundesliga wieder rollt, wird der HSV noch für jede Menge Aufsehen sorgen. Die pinken Auswärtstrikos waren erst der Anfang!

Als nächstes wird Dino Hermann in Rente geschickt und durch den Rosaroten Panther ersetzt.
Zum Ende der Stadionshow kommt dann künftig, nein, nicht Loddo, sondern keine geringere als P!nk. Sie singt dann, nein, nicht “Hamburg, meine Perle”, sondern “Wer hat an der Uhr gedreht?”.
Deshalb muß die Stadionuhr natürlich auch bleiben. Sorry, liebe Kritiker.

Fürs erste Heimspiel der Saison ist eine weitere Sensation geplant: Wenn alles so läuft, wie geplant, wird gegen Ingolstadt KMK*hne auf einem Elefanten (nein, natürlich ist der nicht rosa – was denkt Ihr denn?) ins Stadion einreiten.
Doch damit nicht genug: Im Mittelkreis wird sich K*hne dann die Maske runter reißen. Wer darunter steckt? Na, Dittsche, natürlich! Auch ohne Lotto auf dem Kran – irgendwas muß schließlich trotzdem perlen.

Der erste Skandal der Saison
Natürlich kommt der HSV auch diese Saison nicht ohne Skandälchen aus. Oder das, was die Presse dafür hält.

Für Schlagzeilen sorgt nach dem 1. Heimspiel Neuzugang Halilovic. Nach dem Sieg gegen Ingolstadt fragt er verwirrt einen Reporter, wieso vor Anpfiff nicht ‘Hells Bells’ gespielt wurde.

Nachforschungen ergeben: Er hat sich im Verein geirrt. Gut, man hätte es bei dieser Hose ahnen können…
Halilovic
Quelle: Instagram

Nümmerchen wechsel’ Dich
Auch ein weiterer Neuzugang wird weiterhin im Fokus der Presse stehen: Kostic’ Auswahl einer Rückennummer hatte bekanntlich länger gedauert. Sehr zur Freude der Presse. Die gewünschte 11 hatte sich Gregoritsch geschnappt, deshalb lief Kostic in Testspielen zunächst mit der 33 auf, übernahm nach Stiebers Abgang dessen 17.
Dabei wird es allerdings nicht bleiben. Nach einem torlosen Auftritt in Zwickau wird er gegen Ingolstadt mit der 6 erstmals im Volksparkstadion einlaufen, ein Reporter anschließend in den Katakomben weitere vorbereitete Trikots mit der 9, der 12 und der 13 finden. Bleibt abzuwarten, mit welcher Nummer er ins letzte Spiel der Saison gehen wird.

Ihr seht… Boulevardesk wird es ein typisches HSV-Jahr. Aber so lange keiner falsche Choreos auf T-Shirts druckt oder Rucksäcke abhanden kommen, wird das schon alles.

Und nachdem der HSV in Rio Gold gewonnen hat, kann die Saison so schlimm nicht werden. Im Notfall schmelzen wir die Medaillen ein und gießen uns nen eigenen Pott.

Ich freu mich auf die neue Saison!
In diesem Sinne… Nur der HSV!

20. Jun. 2016

Heute vor zwei Jahren schlug ich in Berlin zum letzten Mal die Tür meiner ersten eigenen Wohnung zu. Und zog nach Hamburg.

Die Abbuchungen vom Herrn IKEA sind selten geworden. Inzwischen habe ich auch eine richtige Küchenlampe und eine im Schlafzimmer, keine Übergangslösungen mehr. Die Fliegengitter hängen auch alle.

Dafür suche ich immerhin noch die Dinge, die seit dem Umzug weg sind, unter anderem der Kartoffelstampfer und diverse Küchenreiben.

Ich habe meinen ersten Wasserrohrbruch überstanden (Schon super, wenn man nachts aufs Klo watschelt und einem im Flur ein neuer Bach entgegenplätschert) und rausgefunden, wo in Hamburg Bärlauch wächst. (Das eine hat mit dem anderen allerdings nichts zu tun.)

Ich war im letzten Jahr immerhin in zwei Museen (im Altonaer Museum und im MiWuLa), dafür nicht einmal bei Hagenbeck.

Ich fahre immer noch zu selten Hafenfähre und bin quasi nie am Elbstrand. Beides fällt mir meist auch nur an sonnigen Wochenenden ein… Dann tue ich das, was man so tut als guter Hamburger: Ich halte mich von diesen Orten fern, weil da dann nur haufenweise Touris sind.

Ich habe Anfang des Jahres meinen Job gekündigt und seit 1. April einen neuen Arbeitgeber. Eigentlich habe ich sogar einen neuen Jobtitel, aber ich muß selbst immer noch kurz blinzeln, wenn ich meinen Namen hinter den Worten “Stellvertretende Chefredakteurin” lese.
Ich arbeite immer noch viel und hart, aber ich habe keine Spätschichten und keine Wochenenddienste mehr. Dafür war ich je eine Woche in London und Paris zur Einarbeitung und habe ein Büro mit Hafenblick.

Ich gehe jeden Morgen über die Reeperbahn zur Arbeit, und irgendwann werde ich vermutlich auch noch lernen, daß man dabei besser nicht durch die Nase atmen sollte. Aber man muß ja auch noch Ziele für sein drittes Jahr in Hamburg haben.

Ich habe alle HSV-Pflichtspiele im Stadion gesehen, bin aber kein einziges Mal auswärts gefahren. Auch zur Zwoten und zu Altona 93 habe ich es noch nicht geschafft… Das kollidierte erst mit meinem Dienstplan, dann mit dem Spielplan des HSV.

Ich habe es geschafft, mich auf dem Gelände der Post bei der Suche nach einer Abkürzung zu verlaufen, und zwei meiner Instagram-Fotos in einer Ausstellung bewundert.

Auch in meinem zweiten Jahr Hamburg lief vieles nicht optimal. Ich habe dennoch nie bereut, umgezogen zu sein.
Auf die nächsten 365!

[1 Jahr Hamburg]

1. Jun. 2016

Heute feierst Du zum ersten Mal Deinen zweiten Geburtstag. Manch einer wird jetzt vielleicht genervt die Augen verdrehen – die nun wieder! Aber für mich ist es genau das: So eine Art zweiter Geburtstag, zusätzlich zu Deinem echten, im September.

Ich weiß nicht, wie es Dir damals erging. Du warst schließlich mittendrin, nicht nur zum Zusehen verdammt, wie ich. Du hattest es selbst in der Hand. Hattest Du denn Angst, in jener 91. Spielminute? Wußtest Du, wenn Díaz das Ding vorbeisemmelt, dann war’s das? Fühlt sich das besser oder schlechter an als das, was ich vorm Fernseher erlebt habe?

Ich habe den Freistoß seither oft gesehen. Die Anspannung in den Gesichtern, den Jubel, das Müllertor in der Verlängerung, die unfaßbare Erleichterung. Und jedes Mal, wenn ich all das sehe, oder auch nur etwas zu genau darüber nachdenke, ist es alles wieder da. Als wäre es eben erst passiert. Dann kehrt die Gänsehaut zurück, und der Kloß im Hals.

Geht es Dir auch so, mein lieber HSV? Hast Du manchmal auch was im Auge, wenn Du siehst, wie die Anspannung und Angst in den Gesichtern der Erleichterung weicht? Wenn Du Dich daran zurückerinnerst, wie verdammt knapp das alles war?

Und wie begehst Du eigentlich diesen besonderen Tag heute – machst Du Dir ein Bier auf und prostest dem Fußballgott zu?

Wie dem auch sei – alles Gute zum Wiedergeburtstag, geliebter Verein. Mach Dir einen schönen Sommer, erhol Dich – und sieh bitte zu, daß kein dritter Geburtstag dazu kommt.

Daß Dein alter Kumpel, das Abstiegsgespenst, diese Saison nochmal in Hamburg vorbei kam, um Dich zu besuchen, kann ich ja verstehen. Ihr kennt Euch schon lange, habt viel miteinander gelebt. Aber ein wirklich guter Umgang ist es nicht für Dich, wenn ich ehrlich sein darf.

Vielleicht versucht Ihr es mal eine Saison ohne einander? Ich würde mich sehr freuen.

In Liebe,
Deine Pleite

PS: Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch mal an meinen Vorschlag erinnern, Díaz ein angemessenes Denkmal zu bauen…

27. Apr. 2016

Seit Wochen meckern alle über den April. Eigentlich schon mindestens seit März. Der März war streckenweise schon fies. Aber der April scheint dieses Jahr so aprilig wie selten. Ich meine, ernsthaft, Schnee?!

Inzwischen ist mir klar: Dahinter steckt der Fußballgott. Und wie so oft, ist an dem ganzen Schlamassel mal wieder der HSV Schuld. Immerhin weiß ich jetzt auch, wie lange wir noch frieren müssen: Bis rechnerisch Platz 16 nicht mehr drin ist.

Denn, Hand aufs Herz: wahnsinnig viele HSV-Fans hatten sich für diese Saison nichts mehr gewünscht als eine langweilige Saison und eine frühe Rettung. Am liebsten schon im Winter.

Tja. Hier kam dann aber der HSV ins Spiel, der eben, fußballgöttliche Anweisung oder nicht, auch nicht aus seiner Haut kann. Anders sind diese Graupenspiele wie gegen Darmstadt und Hoffenheim doch kaum zu erklären. Folglich ist eben so lange Winter, bis der HSV endlich durch ist.

Ihr könnt also schon mal langsam die kurzen Hosen aus dem Schrank holen und den Balkon bepflanzen. Der Frühling ist nur einen weiteren Punkt entfernt!

Wobei… In HSV gerechnet weiß man natürlich nie so genau, wie lange das dauert. Ich bin da aber durchaus optimistisch.

Und falls sich das doch noch ändern sollte: Lieber HSV, bitte pack Ekdal so lange im Watte, bis klar ist, daß Platz 16 an uns vorüber geht.

Der trägt nämlich aktuell die Rückennummer 20. So wie Lasogga vor zwei Jahren. Und Díaz vor einem.

Ich mein ja nur. Nicht, daß es dann wieder heißt, es hätte keiner Bescheid gesagt…

In diesem Sinne:
Derbysieger, Derbysieger, hey, hey!

Derbysieger

PS: Schön war’s. Und bitter nötig für Tabellensituation und Nerven. Aber wem sag ich das.

Fun Fact: Ich bin tiefentspannt ins Stadion. Nach dem Einsnull fing ich an, ständig auf die Uhr zu gucken. Nach dem Zweinull wurde ich richtig unruhig. Und nach dem gehaltenen Elfer hielt ich es kaum noch aus vor lauter OHMEINGOTTDASWÄRSOWICHTIG.

Puh. Hoffentlich kommt der Frühling wirklich bald, und bringt den Klassenerhalt mit.

29. Jan. 2016

HSV - Bayern

Das neue Fußballjahr begann mit einem Abschied. Und mit der Erkenntnis, daß ich die Szenen aus Karlsruhe immer noch nicht sehen kann, ohne daß sich meine Kehle zuschnürt und ich feuchte Augen bekomme. Karlsruhe steht jetzt, gleich neben Fulham, in meinem emotionalen HSV-Giftschrank.

Wer momentan #ibes guckt, weiß vom ‘Zuschauerkandidaten’ David O., daß die Dinosaurier “irgendwie Scheiße gebaut haben, sonst wären sie ja wohl nicht ausgestorben”.

Beim Bundesliga-Dino hat diese Scheiße Marcelo Díaz mit jenem Freistoßtor am 1. Juni 2015 verhindert. Klar, daß es bei seinem Abschied gezeigt wurde. Klar, daß mir dabei ein Tränchen über die Wange kullerte. (Bei Minustemperaturen und Blitzeiswarnung. Gab dank Salzgehalt aber kein Glatteis im Gesicht…)

Und auch, wenn der chilenische Zauberfuß nur ein Jahr die Raute trug: Díaz wird immer ein Teil der HSV-Geschichte bleiben. So wie Uwe Seeler, dessen Fuß vorm Stadion steht. Und wie Hermann Rieger, dessen Hände als Abdruck darunter verewigt sind. Zwischen diesen und weiteren Erinnerungen an HSV-Helden müßte sich meiner Meinung nach jetzt auch ein Abdruck von den Eiern von Marcelo Díaz in den Walk of Fame einreihen.

Denn ohne ‘Tomorrow, my friend, tomorrow’ hätte der HSV letzten Freitag kein in rund 200 Länder übertragenes Heimspiel gegen den FC Bayern verloren, sondern irgendwo im Trainingslager ein Testspiel absolviert. Die zweite Liga ist nämlich noch in der Winterpause…

Zum Spiel selbst will ich gar nicht viel sagen. Der HSV hat das in meinen Augen mehr als ordentlich gemacht. Ich verstand auch die Wut bzw Enttäuschung von Trainer und Mannschaft nach Abpfiff. Es wäre durchaus auch ein Punkt drin gewesen.

Ein 1-2 gegen Bayern ist keine Schande. Und gemessen daran, was ich so vor dem Spiel schon an Hohn hörte, beliefen sich die allgemeinen Erwartungen ja eher auf irgendwas zwischen 0-5 und zweistellig.

Stattdessen dann also nur eine knappe Niederlage und die Erkenntnis, daß man auch mit zahlreichen Verletzten und einem Kader, der gesamt weniger wert ist als die Ersatzbank der Bayern, durchaus was hätte holen können.

Schade, daß es für Konjunktiv allein keine Punkte gibt.

31. Dez. 2015

1. Zugenommen oder abgenommen?
Ich boykottiere den Gang auf die Waage nach wie vor. Aus Gründen. Aber die Hosen passen immer noch… Und was nicht mehr paßt, wurde einfach nur zu heiß gewaschen. Ganz bestimmt!

2. Haare länger oder kürzer?
Erst länger, dann kürzer… Ich hab’s irgendwann tatsächlich mal zum Friseur geschafft.

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Blind wie immer.

4. Mehr Kohle oder weniger?
Mehr.

5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger. Man kommt ja zu nix. Nicht mal zum Geld ausgeben!

6. Mehr bewegt oder weniger?
Wir laufen jetzt meist von mir zum Stadion und zurück. Also eindeutig mehr!

7. Der hirnrissigste Plan?
Nicht mehr nur mit, sondern auch mal gegen den Mister FIFA spielen zu wollen. Allerdings lerne ich dabei ne Menge und zwinge ihn immer häufiger in die Verlängerung. Und ab und an klappt’s sogar mit dem Sieg in regulärer Spielzeit…

8. Die gefährlichste Unternehmung?
Das Relegationsrückspiel. Ich war nicht vor Ort, aber das kann schon vorm Fernseher nicht gesund gewesen sein.

9. Der beste Sex?
Das 3:1 gegen Dortmund war schon ziemlich geiler Scheiß.

10. Die teuerste Anschaffung?
Egal, wie lange ich drüber nachdenke: Ich lande immer wieder gedanklich bei meiner Kaffeemaschine. Und die war auch nicht wirklich teuer. Wie gesagt: Man kommt ja zu nix.

11. Das leckerste Essen?
Saltimbocca alla Romana. (2015 zum ersten Mal gegessen und spontan zu einem meiner Lieblingsessen erkoren)
Neun Gänge im Januar.
Eine fangfrische Scholle in Büsum.

12. Das beeindruckendste Buch?
Ich lese zu wenig, um beeindruckt zu werden. Leider.

13. Der ergreifendste Film?
Stellvertretend für die 120 ergreifendsten Minuten:

14. Die beste CD?
Mal wieder keine einzige gekauft.

15. Das schönste Konzert?
Ich mag das “Mein Hamburg lieb ich sehr” aus zigtausend Kehlen kurz vorm Anpfiff sehr.

16. Die meiste Zeit verbracht mit…?
Arbeit. Sorgen. Rückenschmerzen.

17. Die schönste Zeit verbracht mit…?
Meiner Familie und dem Mister.

18. Vorherrschendes Gefühl 2015?
Muß ja.

19. 2015 zum ersten Mal getan?
Rumpsteak gegessen. In der Öffentlichkeit ein Kleidungsstück getragen, das ich selbst genäht habe. Büsum besucht.

20. 2015 nach langer Zeit wieder getan?
Beim letzten Spiel der Saison nicht mitgefahren. David Jarolim (schalalalala!) spielen sehen. Labbadia beklatscht. Billard gespielt. Im Kino gewesen.

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Sorgen. Rückenschmerzen. Die Rückkehr der Relegationsscheiße.

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Daß alles gut wird.

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Zeit.

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zeit. Und das perfekte HSV-Trikot.

25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
“…UND DA MÜLLER MIT DEM TOOOOOOOR!!! MIT DEM TOOOOOOOOR FÜR DEN HSV!!!! MÜLLEEEEEEEEEEER!!! NICOLAI MÜLLEEEEEEEEEEER!”

26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Gefühlt habe ich 2015 in erster Linie geflucht und gepöbelt. Ähem.

27. 2015 war mit einem Wort…?
(Zu) anstrengend.

Und früher so: 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014.

11. Dez. 2015

Mit dem Adventskalender ist das ja so eine Sache. Steckt jeden Tag Schokolade drin, ist am Ende der Adventszeit die Hose zu eng und das Geschrei deshalb groß.

Damit es im Stadion auch bei ausverkauften Haus nicht zu eng wird, hilft sich der HSV deshalb traditionell mit einem Verlosungs-Adventskalender in Video-Form. Dieses Jahr gibt’s jeden Tag ein Filmchen, in dem Spieler, Trainer und Kinder im Dingsda-Stil Begriffe aus dem Fußball erklären.

Die kurzen Filme sind meist nett gemacht, die Spieler albern vor der Kamera rum und scheinen Spaß zu haben. So auch im fünften Törchen.

Grinsend erklärte unter anderem Michael Gregoritsch den Begriff “Chancentod”. Nachmittags fuhr ich ins Stadion, hoffte auf ein bis drei Punkte im Heimspiel gegen Mainz.

Da hatte ich die Rechnung aber leider ohne den Adventskalender gemacht. Der HSV erarbeitete sich zwar zahlreiche Chancen… Blieb dem Lösungswort des Tages allerdings treu. Allen voran: Gregoritsch.

Das Ende vom Lied ist bekannt, der HSV ging 1:3 unter… Gerade, als ich angefangen hatte, mich ans Gewinnen zu gewöhnen und beim Blick in die Tabelle nicht mehr von unten anzufangen.

Nun ja. Was lernen wir daraus? Es ist offenbar nicht ausgeschlossen, daß es eine direkte Verbindung zwischen dem Lösungswort im Adventskalender und der Wirklichkeit gibt.

Ich habe die letzten Tage gar nicht mehr reingeschaut. Wieso auch… Ich gehe davon aus, daß man beim HSV entsprechend reagiert hat.

Da wird Rene Adler das Wort “Stammtorwart” erklärt haben, und Drobny entweder das Wörtchen “Ersatzbank”, vielleicht aber auch “Rentenbescheid”. Lasogga ließ man vermutlich “Doppelpack” umschreiben, und Holtby “Torvorlage”. Die schwerste Aufgabe ist sicherlich Schippo zugefallen. Wie will man auch “Selbst, wenn man das nicht immer merkt: Ich weiß, wo das Tor steht” erklären?

Ach, egal. Am liebsten würde ich eh schon jetzt das Türchen für morgen öffnen, und hoffe, das Lösungswort dahinter heißt AUSWÄRTSSIEG.

8. Sep. 2015

Leuchtturm in Büsum

Das Jahr 2015 ist schon zu zwei Dritteln rum. Ich habe aus diversen Gründen allerdings immer noch 90% meines Jahresurlaubs zur Verfügung. Da sich daran vorerst auch nicht groß was ändert und ich endlich mal ein komplettes Wochenende frei hatte und kein Heimspiel anstand, haben der Mister und ich kurzfristig beschlossen, ans Meer zu fahren.

Ich bin ja Team Nordsee, seit ich denken kann. Bisher war ich allerdings immer in Niedersachsen.

Diesmal verschlug es uns für zwei Nächte nach Büsum. Ja, genau. Das ist da, wo die Krabben her kommen.

Sehr viel mehr wußte ich über Büsum auch nicht, als ich unsere Pension buchte. Büsum liegt an der Nordsee, so schlecht konnte es da also per Definition schon mal nicht sein.

Ich hab dann natürlich nochmal kurz nachgelesen, was man da so macht, außer Krabben puhlen, bevor wir los sind. Stellte ich raus: nicht viel. (Eine Homepage listete unter der Überschrift “Sehenswürdigkeiten Büsum” aus purer Verzweiflung sogar ein Hochhaus auf, das wenig kann, außer halt hoch sein. Das sorgte bei uns auch jedes Mal, wenn wir dran vorbei liefen für große Heiterkeit.)

Freitagabend fuhren wir also los, knapp eine Stunde Richtung Norden. Als wir an Growianen und Kühen vorbei kamen, setzte bei mir schon die Entspannung ein.
Am Ziel angekommen, haben wir kurz unser Zimmer bezogen und sind dann gleich wieder los. Gucken, ob die Nordsee da ist. Weil… Die ist wirklich NIE da, wenn ich ankomme. So auch diesmal… An beliebten Traditionen muß man schließlich festhalten :)

Deich!

Während die Nordsee langsam zurück kam, um uns zu begrüßen, spazierten wir gemütlich den Deich entlang.
Die, nunja, “Innenstadt” erkannten wir unschwer daran, daß auf einer Bühne ein schlechter Alleinunterhalter Helene-Fischer-Songs zum besten gab. Gerüchten zufolge habe ich sogar kurz ausprobiert, ob “Atemlos” erträglicher wird, wenn man mitschunkelt… (Nein.)

Den Ohrwurm bekämpften wir anschließlich vergeblich damit, daß wir “Hamburg Ciddy” von Maggers United auf “Büsum City” umtexteten.

Ein paar Meter weiter zeigte ein Wegweiser in Richtung FANTOMAS 2000. Das klang nach Superheldencomic, nach Zukunft, wenigstens nach einer Dorfdisko… war dann aber leider nur irgendein Klamottenladen. Nun ja.

Auf dem Rückweg, es war längst dunkel und Helene wurmte noch in meinem Ohr umher, kamen wir an einem Spielplatz vorbei. MIT SCHAUKELN!!!
Wir mußten dann unbedingt erst mal eine kleine Heimgeh-Pause einlegen, um im Dunkeln mit Nordseeluft um die Nase zu schaukeln und Sterne zu gucken. Großartigst.

Der Sonnabend begann mit einem extrem leckeren Frühstück in der Pension. Anschließend, das Wetter war super, ging’s wieder Richtung Deich. Ich kann ja gut nen ganzen Tag damit verbringen, am Deich zu sitzen und auf die Nordsee zu gucken. Oder einfach immer wieder den Deich auf und ab zu laufen.

Weil man sonst gar nicht so viel machen kann, taten wir das auch. Deich, Nordsee, Kutter, Leuchtturm. Ach, und natürlich mußte ich einem Krabbenverkäufer in die Krabbenkiste gucken. Ich kenn das ja nicht frisch vom Kutter, sondern nur ausm Supermarkt.

Krabben

Mittags gab’s eine Kaffeepause, anschließend haben wir uns mit Fischbrötchen und Bier in einen Strandkorb im Innenhof der Pension gesetzt und dank SkyGo und WLAN Bundesliga geguckt.
Die Laune haben wir uns davon auch nur minimal versauen lassen… und sind dann bald wieder los, geeenau, den Deich entlang.

Abends wollten wir Scholle essen. Und nach ein wenig umherirren, entschieden wir uns (Todesmutig, ohne vorher bei Yelp & Co. die Kritiken zu lesen!) für das Restaurant Spieskomer.

Es gab lecker Scholle, ich aß die ersten frischen Nordseekrabben meines Lebens und filetierte zum ersten Mal einen Fisch. Mehr oder minder unfallfrei.

Während ganz Büsum und Umgebung den Abend an der Lagune beim Konzert von Andreas Bourani verbrachte, ließen wir den Tag im Strandkorb ausklingen…

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Am Sonntag gab’s zum Frühstück in der Pension sogar eine Portion Nordseekrabben, frisch gepult. Sensationell.
Anschließend packten wir unseren Kram ins Auto und liefen wieder die bewährte Route.

Mir wurde dann irgendwann ziemlich schummerig, knallrot war ich vom Vortag sowieso… und der Mister stellte dann recht schnell fest, daß ich mir am Sonnabend den ersten Sonnenstich meines Lebens eingefangen hatte. Upsi.

Die Erholung minderte das allerdings nicht… und wir haben uns jetzt beide fest vorgenommen, mit dem nächsten Kurztrip ans Meer nicht wieder so ewig zu warten.
Nächstes Mal nehme ich dann auch ne Kopfbedeckung mit und denke an die Sonnenmilch. Ganz sicher.

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