Da is' das Ding!

 

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25. Feb. 2014

Normalerweise freue ich mich jedes Mal auf den Anblick der Arena. Auf die HSV-Fahnen, die stolz im Wind flattern. Auf Uwes Fuß. Auf den Gang ins Wohnzimmer, das Spiel, das Drumherum. Fußballtage sind Feiertage.

Dieses Mal war alles anders. In der S-Bahn war mir schlecht, weil ich wußte, was mich erwartet. Die Fahnen auf Halbmast, Uwes Fuß umringt von Blumen, Kerzen und letzten Grüßen. Das erste Spiel ohne Hermann. Hermann Rieger, Ex-Physiotherapeut, Namensgeber des Dinos, HSV-Ikone.

Hermann, den ich so oft in der Kurve gesehen hatte, der mir bei meinen europäischen Auswärtsspielen fast immer begegnet war. Hermann, der immer gut gelaunt war, alle Burschi nannte, immer lächelnd und zuversichtlich den Daumen in die Höhe reckte - egal, wie krank er eigentlich war.

Ich bin mir nicht sicher, ob das Nicht-HSVer verstehen können. Da ich Uwe Seeler und Kevin Keegan nie habe spielen sehen, war Hermann für mich der Inbegriff des HSV. Die Konstante, die all die Jahre da war. Die personifizierte Raute.

Und ich weiß, daß ich damit bei weitem nicht die Einzige bin. Am Mittwoch, einen Tag nach seinem Tod, gab es einen spontanen Trauermarsch. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde bis morgens um vier eine Abschieds-Choreo vorbereitet.

Beim Basteln mußte ich aus organisatorischen Gründen leider passen, beim Aufbau am nächsten Morgen war ich dabei. Es wurde eine Blockfahne in Position gebracht, die Spruchbänder vorbereitet und Tausende schwarze Pappen gefaltet und verteilt.

Dann folgte der schlimmste Teil des Tages: das Spiel. Und ja, ich weiß, wie das aus der Sicht derer, die das Ergebnis kennen, klingt.

Ich habe schon häufig ein Tränchen im Stadion verdrückt und mache daraus auch keinen Hehl. Aber selbst Jaros Abschied, der mir wirklich zugesetzt hat, war ein Lachkrampf gegen das, was vorm Anpfiff kam.

Bei der Mannschaftsaufstellung rief Loddo bei jedem Spieler die Trikotnummer und HERMANN. Das Stadion antwortete mit RIEGER. Also der Teil, der vor lauter Kloß im Hals noch was rausbrachte. Klappte bei mir nicht bei allen Spielern.

Die Choreo war beeindruckend und ergreifend. Eine wunderbare Geste, um an einen tollen Menschen zu erinnern.


Danke für alles und Servus, Burschi. Wir werden Dich nie vergessen!
Danke an @HeideJensinger für das Foto!

All das überstrahlte, was auf dem Platz und am Rande des Platzes passierte. Das erste Spiel von Mirko Slomka als Trainer des HSV, das Comeback von Rajkovic, der von Fink einst verbannt wurde und danach nie wieder zurück in die erste Elf fand.

Und ja, irgendwie überstrahlte es auch das erste Spiel des HSV seit langem, in dem er Fußball spielte. Präzisen Fußball, in dem einfach mal alles klappte. In dem keiner nachließ. In dem alle gemeinsam an einem Strang zogen.

Nach den krassen Patzern gegen Braunschweig flog Adler wieder wie früher und hielt und hielt und hielt. Jiracek, der so lange nicht auf dem Platz gestanden hatte, machte ein Tor der Art, wie es sonst der HSV in den letzten Spielen reihenweise kassierte - es hätte eigentlich nicht fallen dürfen. Lasogga hat zwei Dortmunder neben sich und flankt trotzdem, Jiracek hat zwei Dortmunder neben sich und köpft (!) trotzdem den Ball ins Tor. Und natürlich Schallanollu, der einfach mal aus 41 Metern einen Freistoß ins Tor zimmert. BÄMM!

Trotz Platz 17, trotz Niederlagenserie, Trainerwechsel und Querelen, trotz dem hauchdünnen Ein-Punkte-Vorsprung auf Platz 18: Ich hatte zu keiner Sekunde Angst, daß das Spiel verloren geht. Im Gegenteil - ich war, was das betraf, von Anfang an die Ruhe selbst.

Der Heimsieg, das Dreinull gegen Dortmund - es tat wahnsinnig gut, keine Frage. Und doch war es ein bittersüßer Sieg.

Wie sagte Jojo nach dem Spiel so schön zu mir? “Eigentlich wollte ich heute ein Spiel des HSV sehen, aber die waren irgendwie nicht da….”
Ich weiß nicht, wer da unsere Trikots trug. Aber sie standen ihnen verdammt gut. Vielleicht haben sich ja nach dem DFB-Pokal gegen Bayern auch Thiago & Co. im Kabinentrakt verlaufen - und dann beschlossen, Dortmund noch ein wenig auf Abstand zu halten.

Vielleicht saß aber auch einfach Hermann neben dem Fußballgott und hat ihm auf die Finger gehauen.

In diesem Sinne:
Glaube, Liebe, Hoffnung.
NUR DER HSV!

6. Feb. 2014

Am Sonntag war Murmeltiertag. Ihr wisst schon, dieser Tag aus “Und täglich grüßt das Murmeltier”, an dem sie ein kleines, unschuldiges Nagetier aus dem Winterschlaf reißen, um zu gucken, ob es seinen Schatten sieht. Entschuldigung, aber… GEBT DEM VIEH DOCH ERST MAL KAFFEE, DAMIT ES DIE AUGEN AUF KRIEGT!

Äh. Verzeihung. Ich schweife ab.

Manchmal habe ich jedenfalls das Gefühl, daß wir HSV-Fans auch in einer Zeitschleife festhängen, wie Bill Murray im Film. Da, wo wir jetzt stehen, standen wir doch schonmal. Also… mehrfach. Regelmäßig, um genau zu sein.
Die Mannschaft macht dumme Fehler und verliert mehrere Spiele in Folge, in der Tabelle geht’s steil nach unten, die Medien hauen drauf, die Fans brechen entweder in Panik und Tränen aus, oder wenden sich ab. Uns Uwe macht sich Sorgen, Beckenbauer auch - und irgendwann fliegt der Trainer und es geht doch noch alles gut.

Man könnte fast sagen, Uns Uwe ist unser Mumeltier. Er kommt verschlafen aus seinem Bau, guckt irgendwo in die Kamera und macht sich Sorgen. Manchmal ist es der Schatten der Bayern, der übermächtig auf dem HSV liegt, manchmal ist es der Schatten des fehlenden Geldes, aktuell halt… na ja, Ihr kennt die Tabelle. Aber Winter bleibt es quasi ohnehin immer - nicht nur die nächsten sechs Wochen. Da hat’s das Murmeltier in den Staaten irgendwie besser.

Am Samstag in Sinsheim war’s natürlich besonders schattig. Und damit meine ich jetzt nicht die Temperaturen, sondern die Spielweise des HSV.

Ein bekannter italienischer Trainer würde sagen: HSV habe gespielt wie Flasche leer! Und klar, ein Pfandautomat wäre die Lösung für unsere überzähligen Spieler, die wir anders nicht los werden… aber auf so einer Flasche sind ja nur maximal 25 Cent, das füllt die leeren Kassen auch nicht.

Jedenfalls war da von “Gras fressen” leider wenig zu sehen, im Gegenteil, der HSV war lammfromm. Nicht mal den Rasen haben wir ihnen kaputt getreten! (Ähnlichkeiten zu ehemaligen Sinsheimer Torhütern sind rein zufällig und nicht beabsichtigt!)

Und damit das endlich aufhört, wird jetzt das komplette Team ausgetauscht. Und der Trainer dazu. Damit das heimlich und unbeobachtet noch vor dem Hertha-Spiel über die Bühne gehen konnte, wurde als Ablenkungsmanöver der Vertrag von Tah im Internet verbreitet und der von Cal Schal Hakan vorzeitig verlängert.

Ich möchte aber nicht, daß Ihr am Samstag beim Warmmachen hintenüber kippt, deshalb heute, exklusiv nur hier: Der Hamburger Sennen-Verein. Damit endlich mal wieder Gras gefressen wird - und zwar roh!


Trainer: Thomas Schaaf
Auf der Ersatzbank: Timo Ochs, Tobias Feisthammel, Keith Cowan, Makoto Hasebe, Tom Trybull, Patrick Ebert, Elroy Lammers

In diesem Sinne:
Glaube, Liebe, Hoffnung.
NUR DER HSV!

4. Feb. 2014

Neues Jahr, neuer Versuch. Vielleicht schaffe ich es ja 2014 ansatzweise regelmäßig, hier sowas ähnliches wie Tagebuch zu bloggen. Bei anderen lese ich das nämlich sehr gerne.

Gelesen: Seit ich den E-Reader habe, lese ich wieder etwas mehr. Aktuell “Doctor Sleep” von Stephen King, vorher habe ich “Mad About The Boy” von Helen Fielding (fertig) gelesen. Hmmm. Ich mochte Bridget Jones ja immer sehr, ich sah da gewisse chaotische Parallelen… Aber der Sprung, den die Figur seit dem ersten und zweiten Teil gemacht hat, war mir dann doch etwas ZU groß. Und zu krass, ehrlich gesagt.

Gegessen: Endlich mal wieder neue Dinge probiert: Fenchel (Hatte ich noch nicht bewusst gegessen, bzw es war einfach zu lange her) und Mairübchen. Beides für gut befunden, das gibt’s jetzt gerne öfter.

Und dieses Neun-Gänge-Menü für 20 Personen, zu dem ich im Januar eingeladen war, das hat mich schon schwer und nachhaltig beeindruckt.

Gemacht: Festgestellt, daß ich zu wenig trinke. Also Wasser und sowas, vor allem im Büro. Deshalb achte ich jetzt seit letzter Woche Dienstag (Montag hatte ich frei) extrem drauf und rechne mit. Im Büro trinke ich jetzt vor allem Tee, Tee, Tee. Und Wasser. Und natürlich Kaffee. Und abends nochmal Tee, aus einer 0,6-Liter-Tasse. Das gibt ein Stück… am Donnerstag hatte ich abends 4,4 Liter auf der Uhr. Das hätte ich vorher nie für möglich gehalten.

Endlich mal wieder beim Friseur gewesen. Nicht zugequatscht worden, kein Verkaufsgespräch abwehren müssen, nicht auf graue oder kaputte Haare angesprochen worden… und dann auch noch zufrieden mit dem Schnitt. Da gehe ich jetzt öfter hin!

Gefreut: Mein Quiz war im Fernsehen!!! Zu verdanken habe ich das dem wunderbaren @Kirscheplotzer.

Geguckt: Ganz viel Trash natürlich… schließlich ist Januar! Und irgendwer muß Sendungen wie Dschungelcamp und Bachelor ja gucken. Da Ihr nicht wollt, opfere ich mich halt.

Gereist: Nach Hamburg natürlich. Rückrundenauftakt. Ich hatte es mir anders vorgestellt…

Gefroren: Scheiß die Wand an… JA! Wie ein Schneider. Obwohl ich gegen Schalke den halben Kleiderschrank anhatte… half alles nix.

Gelacht: Unter anderem über diesen Dialog:
Och, ich probier’ mal diesen Sandorn-Tee. - Sanddorn. - Sandorn. - Hier, guck, die Packung. Zwei D. Sanddorn. - Nee, Sandorn. Das zweite D ist stumm. (Ja, ich gebe ungern zu, daß ich im Unrecht bin. Merkt man das etwa?)

31. Jan. 2014

So ein Leben als HSV-Fan ist ja ein wenig wie das Leben als Teilnehmer im Dschungelcamp. Gut, Kandidat bei “Ich bin ein Star, holt mich hier raus” war ich zwar noch nie - aber man weiß ja in etwa, was einen da so erwartet. Außer, man ist Insasse - dann glaubt man offenbar vorm Abflug ernsthaft, das werde in Köln in einem Studio gedreht und nachts schlafe man im Himmelbett eines Luxushotels. Aber #ibes ist nun mal kein Ibis… (Ja, ich gebe zu, das tat ein wenig weh.)

Jedes Wochenende lädt die DFL zur Ekelprüfung. Nein, damit meine ich jetzt nichtmal unliebsame Gegner… sondern eher das, was das Team meines Herzens auf dem Rasen abliefert. Denn, seien wir ehrlich: schön ist das derzeit nicht. Manchmal möchte ich schon rufen “Ich bin ein HSV-Fan, holt mich hier raus!” - aber dann wäre das Spiel für mich vorbei, das ist ja auch keine Lösung.

Denn da kämpfen Woche für Woche elf Mann mehr oder weniger enthusiastisch um den Sieg - und die Punkte, die das Überleben in der Liga sichern. Anders als im Dschungelcamp gibt’s nämlich in der Bundesliga keine Grundration à la Reis und Bohnen… Im Gegenteil! Auch vermeintlich sichere drei Punkte müssen erst mal erkämpft werden. Das klappt dann leider auch nicht immer…

Gut, wir Fans rufen nicht an, um über die Mannschaftsaufstellung abzustimmen, das macht immer noch der Trainer selbst. So blöd fände ich die Idee allerdings gar nicht - man müsste ja nur die 01805 29091887 (18,87 Euro/Anruf) schalten und schwupps… wäre vielleicht nicht das Loch in der Abwehr, aber immerhin das in der Vereinskasse gestopft.

Manchmal erinnert sogar der Kader an ein durchschnittliches Teilnehmerfeld des Dschungelcamps: Da finden sich dann große Namen, die ihre besten Zeiten längst hinter sich haben, und Leute, von denen noch niemals jemand gehört hat. Eigentlich fehlt nur noch das Lagerfeuer, um das sich alle scharen. Wobei… Im eigenen Strafraum brennt’s ja leider auch oft lichterloh.

Doch nochmal zurück zu den Ekelprüfungen… Die Dschungel-Gucker unter Euch wissen, es gibt nicht nur die. Manchmal geht’s auch um Geschick, dann muß man zumeist irgendwo balancieren - zum Beispiel am Abgrund zur Abstiegszone. Das macht der HSV seit vielen Jahren recht erfolgreich. Hoffen wir, daß er dabei nie das Gleichgewicht verliert!
Oder es geht darum, sich zusammen zu reißen und sich zu überwinden - zu Dingen, die man sonst vielleicht nicht täte. Also auch mal nem verlorenen Ball hinterher zu rennen, beispielsweise.

Morgen wartet jetzt aber erst mal die nächste Ekelprüfung im Kraichgau: Gras fressen, am besten viel. Und mit möglichst vielen Sternen, äh, Punkten, nach Hause kommen.

In diesem Sinne:
Glaube, Liebe, Hoffnung.
NUR DER HSV!

24. Jan. 2014

Es gibt so Leute, die suchen immer irgendwas. Ich mein Handy, andere Leute ihre Schlüssel - und der HSV… nun ja. Meistens Trainer, manchmal Sportchefs - und weil wir das jetzt grade beides ausnahmsweise mal haben, suchen wir jetzt eben einen neuen Superspieler - per TV-Casting.

Ich gebe zu, ich hielt es anfangs für einen Scherz. Es klang so, als hätte ich mir das ausgedacht… Wobei, dann hieße das Format natürlich nicht “The Victorious”, sondern PSDSHSVSS (Pleite sucht den Super-HSV-Spieler-Star). Und in der Jury säße vermutlich auch nicht Maradona, sondern beispielsweise DSDS-Urgestein Menderes. Wieso? Ganz einfach: Der HSV hat in der Bundesliga ein ähnliches Durchhaltevermögen (jaja, und ähnlich viel Erfolg in den letzten Jahren) wie er bei der Jury um Dieter Bohlen. Auch “den Wendler” könnte ich mir am Hot-ot-Not-Buzzer vorstellen. Man kann auf “Sie liebt den DJ!” nämlich prima “Er sucht ‘nen Spieler…” singen – und ja, ich habe jetzt einen Ohrwurm. Grrr!

Man könnte die Entscheidungen auch machen wie beim Eiskunstlauf! Statt Punktetäfelchen gibt’s Karten – wenn der Großteil der Jury ne rote zückt, ist der Teilnehmer raus. Überhaupt, man sollte viel mehr Fußball-Castingshows machen! Aus “Popstars” wird “Kloppstars” und statt “Germany’s Next Topmodel” suchen wir demnächst dann “Germany’s Next Tortrottel”. Und bei der Entscheidung sagt die Moderatorin “Ich habe heute leider kein Trikot für Dich.”

Aber zurück zu “The Victorious“: Ab März hat die Hand Gottes dann also die Fingerchen am Drücker und sucht im arabischen Raum einen Nachwuchsspieler, ausgestrahlt wird das ganze auf Dubai TV. In 16 Ländern im arabischen Raum gibt’s Castings, daraus gehen 22 Teilnehmer der Show hervor. Der Sieger wird kurz vor Beginn der WM gekürt – und bekommt neben 10 000 Dollar auch die Chance, für Real, Juventus oder den HSV zu spielen.

Meine Wahl des Vereins wäre natürlich klar… und ich bin gespannt, ob wir neben Skjelbred dann bald einen weiteren Casting-Fußballer im Team haben. Und wenn wir durch die Show schon nicht den nächsten Superstar bekommen, dann ist der HSV nach Jimmy Hartwig und Ailton vielleicht wenigstens mal wieder im Dschungelcamp vertreten…

31. Dez. 2013

1. Zugenommen oder abgenommen?
Ich habe immer noch keine Waage, die Hosen passen noch… also vermutlich alles beim Alten.

2. Haare länger oder kürzer?
Länger. Ich hasse Friseurbesuche. Schon alleine, weil mich die Frage “Wie soll ich sie denn schneiden?” überfordert. (Äh… AB?!) Und weil ich ungern so lange vorm Spiegel sitze. Und weil ich den gezwungenen Smalltalk nervig finde. Und überhaupt. Aber ich müßte dringend mal wieder…

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Blind wie immer.

4. Mehr Kohle oder weniger?
Vom Einkommen her konstant. Leider.

5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mangels großem Urlaub tippe ich auf weniger.

6. Mehr bewegt oder weniger?
Hmmm. Ich hab den Sport streckenweise etwas vernachlässigt, fürchte ich. Aber wenn, dann…! :)

7. Der hirnrissigste Plan?
Die Tagestour vom Sofa in Heidelberg nach Dortmund zum Spiel und zurück. Dank lustiger Verspätung war ich erst nachts um 2 wieder in der Heimat. Na ja… Gab immerhin ordentlich Tore fürs Geld. (Meh.)

8. Die gefährlichste Unternehmung?
“Was passiert eigentlich, wenn ich das Laufband auf die höchste Stufe stelle?”

9. Der beste Sex?
Das Tor von Beister gegen Hannover.

10. Die teuerste Anschaffung?
Mein neuer Fernseher. Ja, die olle Röhre ist endlich weg…

11. Das leckerste Essen?
Ein Menü bei Tim Raue. Und der Besuch beim Lieblingsinder in London. Bei beidem wollte ich danach am liebsten das Geschirr ablecken.

12. Das beeindruckendste Buch?
Na ja. Es ist weder ein Buch, noch besonders beeindruckend, aber es hat eine ISBN-Nummer und ich kenne die Autorin ganz gut… Und endlichendlichendlich meine Exemplare auszupacken war schon… hach.

13. Der ergreifendste Film?
Hm. Ich kann meine Kinobesuche an einer Hand abzählen und schaue auch sonst wesentlich mehr Serien als Filme. Ergriffen hat mich, soweit ich mich erinnern kann, nichts.
Großen Spaß bis hin zum kindlichen Vergnügen hatte ich allerdings bei der dreiteiligen Pinguin-Doku neulich bei den Öffentlich-Rechtlichen. Der fahrende Felsen! Die Ei-Kamera! Die Kamera-Pinguine!!!

14. Die beste CD?
Ich kann mich nicht dran erinnern, wann ich zuletzt eine CD gekauft habe. Man schenkte mir 2013 aber sowohl mehrere Alben von Abschlach! als auch von Loddo - beides bereitet mir immer wieder große Freude.

15. Das schönste Konzert?
Ich war schon wieder auf keinem “richtigen” Konzert. Eigentlich kein Wunder, daß meine Laune konstant so mies ist. Gib’ mir Musik…!
Die beiden Live-Erlebnisse, die ich hatte, waren dann aber super: Loddo in Berlin zum 50-jährigen Bundesliga-Jubiläum des HSV war großartig, nur halt leider zu kurz. Und der wunderbare Rolf Stahlhofen bringt mir immer ein Stück Heimat und gute Laune. Sogar ins Autohaus.

16. Die meiste Zeit verbracht mit…?
Arbeiten. Rückenschmerzen. Schlechter Laune. Mir selbst.

17. Die schönste Zeit verbracht mit…?
Meiner Familie. #Männschn, die mir wichtig sind. HSV-Siegen.

18. Vorherrschendes Gefühl 2013?
Örks.

19. 2013 zum ersten Mal getan?
Choreos gebastelt. In Budapest gewesen. Mir Nadeln in den Körper pieksen lassen, um Schmerzen zu lindern (Half nicht.)

20. 2013 nach langer Zeit wieder getan?
Alles andere vergessen und einfach mal nen Moment glücklich gewesen. Entscheidungen getroffen. Ohne Franzbrötchen zum Heimspiel gegangen (und gewonnen!).

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Schlaflose Nächte, Rückenschmerzen, Sorgen aller Art.

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Daß alles gut wird. Irgendwie.

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Freundschaft.

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zeit. Rückhalt. Zuversicht.
(Fast) alles andere kann ich mir notfalls selber kaufen…

25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Hmmmm. Das wiederholte Lob meiner Lektorin ging runter wie Öl. Das muß ich hier ja aber nicht einzeln aufdröseln…
Ansonsten das mehrfach geäußerte “Du fehlst” der HSV-Family.

26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
“Die hau’n wir wech!”

27. 2013 war mit einem Wort…?
Ausbaufähig.

Und früher so: 2008, 2009, 2010, 2011, 2012.

30. Dez. 2013

Kaum nimmt man sich mal ein paar Stunden Tage Wochen Monate (Huch, so lange schon?) Blog-Auszeit, kommt der Herr Nedfuller daher und haut einem auf den Kopf. Netterweise nur mit einem Stöckchen - darin erklärt er allerdings, wen er anruft, wenn er betrunken und ohne Hose im Straßengraben aufwacht und nur noch 30 Sekunden Akku hat.

Seine Antwort (Mike Ehrmantraut) hat wohl irgendwas mit Breaking Bad zu tun, was ich nicht gucke - ich dachte bei dem Namen, unwissend wie ich bin, allerdings spontan an den Herrn mit der kultigen Panini-Frisur und war verwirrt. Also… Noch verwirrter als sonst. (Jaja, ich weiß, der heißt Mike Werner… Aber hey, ich hab’s Euch doch schon mal erklärt! Mein Hirn macht gerne aus mehreren Personen eine… diesmal stimmte immerhin der Vorname und nebenbei dachte ich wohl an Horst Ehrmanntraut und schwupps…)

Äh. Wir schweifen ab.

Jedenfalls soll ich jetzt zehn Fragen beantworten und ehrlich, ich kann da nix für, ich hab’ mir die nicht ausgedacht!

1. Du stehst in einem Krämerladen. Die Verkäuferin fragt, ob du geschnitten oder am Stück haben möchtest. Dir fällt aber nur Karamell ein. Die Schlange hinter dir wird immer länger.
Und nun zur Frage: Warum ist der HSV der geilste Verein der Welt?

Weil der HSV ist wie ich im Krämerladen. Manchmal etwas verwirrt - aber trotzdem können sich alle anderen nur hinten anstellen.

2. Ab morgen werden alle kleinen Hundewelpen aussterben. Es sei denn du suchst dir eine Tierart aus, die stattdessen aussterben soll. Welche ist das?
Zecken. Ihr könnt das jetzt verstehen, wie Ihr wollt - ich meine wirklich die kleinen Blutsauger!

3. Mit einem Wort: 2013 war … ?
Ausbaufähig.

4. Morgen geht die Welt unter. Erst in 5000 Jahren wird sie von Außerirdischen wieder besiedelt werden. Welche 3 Dinge würdest du in eine Zeitkapsel tun, die die Menschheit am besten beschreiben?
Helene Fischer, ein Foto von Jürgen Klopp in Aktion und eine Flasche Korn. (Letzteres soll helfen, die ersten beiden… Ach, Ihr wißt schon.)

5. Erkläre ein für alle Mal den Leuten da draußen den Unterschied zwischen Sylvester und Silvester!
Frei nach dem alten Physik-Chemie-Merksatz:
Silvester ist, wenn’s knallt und stinkt, Sylvester der, der nie gewinnt.

6. Ein Jahr lang nur B*cks (Name von der Bloggerin geändert) trinken oder ein Jahr gefesselt im Millerntor in der “wo auch immer die supidubi Ultras stehen” Kurve sein?
Wenn schon, denn schon. Da ich mich von B*cks vermutlich permanent übergeben müßte, möchte ich damit gerne ein Trichtersaufen im Stadion am Hafenrand veranstalten. Und nein, ich werde das danach nicht wegwischen.

7. Welches Buch muß die Menschheit unbedingt gelesen haben?
Nur eins? Der Trend geht doch längst zum Zweitbuch!

8. Fußball im Stadion ist besser als Sex, aber was ist besser als Fußball im Stadion?
Sex im Stadion HSV-Siege im Stadion.

9. Du bekommst morgen die Chance ein Problem der Welt zu lösen. Welches ist das?
Morgen? Puh. Also entweder die Silvester/Sylvester-Sache endgültig aus der Welt schaffen oder saubere Fensterscheiben. Hmmmmm.

10. In drei Sätzen: 2014 wird … ?
… hoffentlich alles gut.
… der HSV möglicherweise schon wieder nicht Meister. Das kann doch nicht mehr mit rechten Dingen zugehen!
… hier vielleicht wieder mehr los sein als 2013. Vielleicht aber auch nicht. Wir werden sehen.

So. Dann wollen wir mal andere Blogger aus dem Winterschlaf rütteln. Am liebsten Miss Rhapsody und Fanny Heather. Und zwar mit diesen Fragen:

1. Wenn Dein Leben ein Songtext wäre - welcher Künstler sollte ihn singen?

2. Irgendwo im Urwald. Bärenhunger und nur einen Fingerhut, ein Taschentuch und eine Nagelfeile zur Hand. Was würde MacGyver tun?

3. Du bekommst ein Blanko-One-Way-Ticket für ein Transportmittel Deiner Wahl. Welches Ziel trägst Du ein?

4. Was war das bekloppteste, was Du bisher für den Verein Deines Herzens getan hast?

5. Wenn Du mit dem Erwachsensein nochmal von ganz vorne beginnen könntest - würdest Du etwas grundlegend anders machen?

6. Was kochst Du, wenn der Kühlschrank leer ist?

7. Durch einen unglücklichen Zufall drückt Dir Euer Capo das Megaphon in die Hand und bittet Dich, kurz für ihn zu übernehmen. Was machst Du?

8. Du gibst eine Dinner-Party und kannst dafür vier Promis einladen, egal ob tot oder lebendig. Wer sitzt mit Dir am Tisch?

9. Welchen Film kannst Du immer wieder sehen?

10. Wenn Dir das Leben eine Zitrone gibt - machst Du Limonade daraus oder wirfst Du sie ihm an den Kopf?

3. Sep. 2013

Haaaach, Kinners. Fußball kann so schön sein!

Das letzte Wochenende war großartig. Okay, es begann mit einem ausgefallenen Zug, statt auf meinem reserviertem Sitzplatz fuhr ich im Gang auf den Boden gekauert nach Hamburg - und kam mit schrecklichen Kreuzschmerzen an.

Dennoch ging’s vom Bahnhof ohne Umwege direkt zum Choreo-Basteln auf Einladung von CFHH. Von 20 bis 24 Uhr klebten wir ein Spruchband zusammen, schnitten Buchstaben aus, tapeten sie aufs Spruchband und umrahmten sie mit Schatten.
Ich wußte, daß mir Tags drauf alles weh tun würde… und ich liebte dennoch jede Sekunde davon.


Mein erster geschnittener und geklebter Buchstabe war das R von Jahre. Isses nicht schöööön? ;)

Um halb zwei war ich im Bett, um acht klingelte der Wecker. Denn so ne Choreo, die baut sich ja auch nicht allein im Stadion auf. Treffen war um 10.15 Uhr, um 10.30 Uhr ging’s ins leere Stadion. Blockfahne schleppen, Blockfahne ausbreiten (und ca. 20 Minuten im Stockfinsteren UNTER der Blockfahne stehen), Pappen falten, Pappen verteilen… Zur Stadionöffnung um 13.30 Uhr war alles bereit.


Probeliegen. Und da war ich ca. 20 Minuten drunter - es war dunkel wie im Affenbobbes.

Was dann folgte, war in etwa so, wie wenn man als Kind auf die Bescherung gewartet hat. Klappt alles? Liegt alles richtig? Wird es gut aussehen? Ich stand so neben mir - als ich irgendwann später feststellte, daß Lam spielt, war ich überrascht. Ich habe vermutlich bei der Mannschaftsaufstellung seinen Namen gerufen - ich habe es nur nicht registriert.

Und dann kam die Mannschaft - und mit ihr die Choreo. Aus unsrem Block sah ich es ja nur von der Seite, aber man konnte schon ahnen, daß alles klappt. Als sie dann kurz auf der Anzeigentafel zu sehen war… Gänsehaut pur. Von mir aus hätten wir gar nimmer anpfeifen müssen, ich war schon glücklich.

Da der wunderbare @HerrEberhardt seit dieser Saison mit dem Rest der Heinos auf der Süd sitzt, habe ich auch ganz großartiges Fotomaterial bekommen. Vielen Dank! #kleinerdrei


Foto: @HerrEberhardt

Was dann folgte, waren tatsächlich 90 Minuten sowas wie Fußball. Ja, ich weiß, gegen Braunschweig. Aber man kann das auch einfach mal hinnehmen und sich freuen! Braunschweig hat den Aufstieg schließlich auch nicht in der Tombola gewonnen.

Es sah einfach alles viel besser aus als in den letzten Spielen - wo ich bei Zoua beispielsweise vorher immer das Gefühl hatte, er sei noch nicht in der Mannschaft angekommen, paßte jetzt viel mehr, Bälle kamen an, Laufwege schienen abgestimmt. Daß ihm sogar ein Tor gelang, um so schöner.

Achtung, Seltenheit: van der Vaart machte ein großartiges Spiel, nicht nur wegen des Tors. Beister gefiel mir ebenfalls gut (zwei Vorlagen!). Und daß Calhanoglu nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung schon ein Tor schoß… HACH. Vom FreistoßBÄMM in der Schlußminute ganz zu schweigen.

Heimsieg, Viernull, tolle Stimmung, HachSV. Es war eines dieser Spiele, das mich mit so vielem versöhnt hat. Eines dieser Spiele, bei denen ich die ganze Welt hätte umarmen wollen - und mit der HSV-Family anfing. Eines dieser Spiele, bei denen ich wieder gemerkt habe, wie sehr ich diesen Verein liebe - egal,was passiert.

Lieber HSV, das war ganz wunderbar. Bitte mehr davon! Ich helfe dann auch wieder beim Choreo basteln, versprochen!

In zwei Wochen sehen wir uns in Dortmund - ich freu mich!
Glaube, Liebe, Hoffnung.
NUR DER HSV!

20. Aug. 2013

Was für ein Wochenende. Ich war zum ersten Mal seit Mai wieder in Hamburg. Die Vorfreude war riesig - Hamburg, Heimspiel, meine HSV-Family. Großes Hach.

Daß der Italiener, bei dem wir Freitags meist essen gehen, uns die Heimsieg-Pizza verwehrte, weil der Pizzateig aus war… Nun ja. Am Essen wird’s ja nicht liegen, dachten wir, und vor Jena hatten wir auch Pasta.

Der Spieltag war zunächst geprägt von unbändiger Freude. In der Sbahn klebte ich an der Scheibe, als führe ich die Strecke raus zum Stadion zum allerersten Mal. Am Ziel angekommen warteten schon Freunde, die ich viel zu lange nicht gesehen hatte. Den Weg zum Stadion mußten alle wegen mir etwas schneller zurücklegen - ich konnte es nicht erwarten.

Was mich immer wieder umhaut, ist der Anblick des Stadions, wenn ich zum ersten mal aus dem Umlauf raus in den C-Rang trete. HACH.

Das erste Mal hoch in den Block, an die vertraute Stelle, das erste Mal das Einlaufen der Torhüter, das erste Mal die Mannschaft zum Warmmachen… es ist alles noch so viel schöner, wenn man weiß, daß man das weitere 16 Male vor sich hat.

Gespannt waren wir alle aufs gemeinsame Einklatschen mit der Mannschaft - Heimpremiere! Es übertraf meine Erwartungen. Auf den Fotos sieht das schon ziemlich geil aus.

Dann ging’s los, endlich, endlich. Gegen meinen Beinahe-Heimatclub aus Hoppenheim - den ge*hust*en Retortenverein, dessen Verbleib in der Liga wir Dortmund verdanken.

Was folgte, war aus HSV-Sicht in etwa so schön wie der Gästeblock voll. Das viel zu frühe Nulleins konnten wir ja noch ausgleichen, Elfmeter, van der Vaart, schon wieder. Über die zweite Halbzeit möchte ich allerdings lieber den Mantel des Schweigens legen.

Einsfünf hieß es zum Schluß und meine wahnsinnig gute Fußballlaune war gewichen. Was blieb, war Entsetzen über das, was auf dem Platz passiert war - und Wut über die Vorkommnisse auf den Rängen.

Ich werde einfach nie verstehen, wie man sein eigenes Team auspfeifen oder ausbuhen kann. Ich werde auch nie verstehen, wie man bei einem einsdrei 25 Minuten vor Schluß schon gehen kann.
Und wieso man schon zum Beginn eines Spiels lautstark einen Spieler (Rud-Neeeevs!) fordert, den der Trainer draußen gelassen hat, ist mir auch nicht ganz klar. Logisch, man schmeichelt und stärkt damit den einen, den man feiert. Aber verunsichert man nicht die elf, die auf dem Platz stehen?

Egal. Lassen wir das, es bringt nix.

Erschreckend ist natürlich die große Anzahl der Gegentore, und das zu Hause. Schon auf Schalke kassierten wir drei, zuvor in Tests gegen Dresden (vier) und West Ham (drei) auch sehr viele. Das ist natürlich nicht ganz so optimal, da muß was passieren…

Gegen Hoppenheim war die Abwehr schon kein Hühnerhaufen mehr, das gesamte Defensivverhalten der Mannschaft erinnerte mehr an Hähnchengeschnetzeltes!

Einzelne Namen zu nennen macht da gar keinen Sinn… das war eine komplette Vollkatastrophe. Und trotzdem verstehe ich die aktuelle Panikmache nicht. Letzte Woche, nach dem guten Auftritt auf Schalke, waren wir schon Meister - und jetzt sind wir quasi abgestiegen. Zumindest, wenn man den Medien und der breiteren Masse Glauben schenkt.
Wenn das alles schon klar ist… Wozu haben wir denn dann noch 32 weitere Spieltage?

Übrigens scheint sich inzwischen bis ins Kraichgau rumgesprochen zu haben, daß es in Hamburg eine sündige Meile gibt. Nur hätte man den Spielern sagen sollen, daß die nicht im Volkspark liegt. So oft, wie die unsren Spielern an die Wäsche sind, und teils schon von weitem den Arm nach dem Trikot des Gegenspielers ausstreckten… Nun ja. Egal, daran lag’s nicht.

Nach dem Spiel, mit nicht mehr ganz so guter Laune, traf ich dann endlich den Rest meiner HSV-Family. Und siehe da, Bier und liebe Freunde machen dann doch irgendwie alles etwas erträglicher.
Wir standen immer noch beim Bier, als der Bus des Gegners losfuhr und wünschten der Gastmannschaft natürlich gewohnt freundlich eine gute Heimfahrt.

Zurück in Barmbek taten wir dann das, was viele HSV-Fans nach dem Debakel vom Verein forderten: grillen.

Fink gab den Spielern nach dem Spiel übrigens zwei Tage trainingsfrei, ich mir zwei Tage blogfrei. Gleiches Recht für alle.

Mit einem Unterschied: Ich habe am Sonntag vor meiner Rückfahrt etwa drei Stunden beim Choreo-Basteln verbracht. Ganz ehrlich: Es war großartig, die perfekte Frustbewältigung. Nicht jammern, sondern machen. Das sollte man viel öfter tun!

Also aufstehen, Krönchen richten und auf nach Berlin!
Ich freu mich auf 10.000 Hamburger - und den Jubiläumsmarsch zum Stadion.

Glaube, Liebe, Hoffnung.
Nur der HSV!

11. Aug. 2013

Hach, Bundesliga!!! Es ist schrecklich, erst als letzter in die Saison zu starten. Fast so, als hätten alle anderen ihre Geschenke an Weihnachten schon auspacken dürfen, nur man selbst noch nicht.

Fast genauso gemein: Wenn große Teile vom HSV-Freundeskreis Sonntags morgens Brote schmieren, den Verbleib von Eintrittskarten kontrollieren und sich Trikots überstreifen und nach Schalke fahren - während man selbst zum Sonntagsdienst im Büro antritt. Ich habe kurz drüber nachgedacht, ob es auffällt, wenn ich mich davon schleiche und zum Bahnhof fahre, kam dann aber leider zu der Überzeugung: ja.

Also gab’s den Bundesliga-Auftakt für mich nur im TV. So konnte ich aber sehen, was ich im Block nicht gesehen hätte - die herzige Auswärtschoreo.

Die Herzchenschilder waren noch nicht gesenkt, führte Schalke auch schon Einsnull. Huch?

Auf Twitter machte sich Panik breit, es wurde hochgerechnet, wie viele Gegentore es werden würden, wenn Schalke alle 84 Sekunden ein Tor schösse.

Ich neige da zwar zu grauen Haaren, sonst aber eher zu stoischer Ruhe. Wenn ich nicht grad wild den Fernseher bepöble. Also einmal kurz durchatmen und weiter glauben. Es waren ja schließlich noch 88:36 Minuten übrig, um das Spiel zu drehen…

Zehn Minuten später dann ein Elfer für den HSV. Als ich sah, daß van der Vaart antritt, wurde ich doch leicht nervös. Es wurde in den letzten Wochen im Boulevard einfach zu oft behauptet, er hätte einen rein gemacht, um es anschließend wieder zu dementieren… ich wußte nicht mehr, wem ich glauben sollte.
Aber, alles gut - einseins. Durchatmen.

Zwölf Minuten später wollte mir Diekmeier wohl was beweisen. Denn als ihn in der Sommerpause WhoScored zum Flankengott Europas erklärte, entfuhr mir ein etwas ungläubiges WAAAAAAAAAAAAAAAAS?!

Und tatsächlich… Diekmeier Flanke, Beister Kopf - TOR! Und schon führste zwoeins.

Quasi mit dem Pausenpfiff fiel dann leider noch das zwozwo - und ich schickte das Nudelholz in die Kabine, um eine kleine Ansprache zu halten.

Geholfen hat’s so leidlich - die Sache mit der Abwehr fand heute irgendwie nicht wirklich statt, allerdings auf beiden Seiten. Is ja auch überbewertet, so ne Abwehr…

Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte die erneute Führung - Sobiech, der Riese, per Kopf. Als Ex-Dortmunder vermutlich eine besondere Freude. Zwodrei.

Ein Auswärtssieg wäre wunderbar gewesen zum Auftakt - aber so ganz hat’s dann nicht sollen sein. Nach einem Adler-Patzer fiel das Dreidrei. Schade eigentlich.

Was ich sehr mag: Er hat sich bei Facebook recht zeitnah geäußert - und den Fehler eingestanden. “Den Ball zum 3:3 muss ich festhalten, dann gewinnen wir das Spiel”, schreibt er.
Ja, stimmt. Aber er hat uns schon so oft an anderer Stelle den Arsch gerettet, daß das wohl auch mal okay geht.

Unterm Strich ist das Dreidrei vermutlich in Ordnung. Auch, wenn ich es schade finde, daß man auswärts drei Tore macht, zweimal führt - und trotzdem “nur” mit einem Punkt nach Hause fährt.

Sehr schöne Aktion am Rande: Mediendirektor Jörn Wolf mit einem kleinen Seitenhieb zur Gucci-Rede von Kreuzer, die diese Woche in den Medien landete. Ich mag es, daß mein Verein auch über sich lachen kann.

Und vor allem mag ich es, daß endlich wieder Bundesliga ist. Ab Samstag dann auch für mich endlich wieder live im Stadion.

In diesem Sinne:
Glaube, Liebe, Hoffnung.
NUR DER HSV!

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