Januar 2012
M D M D F S S
« Dez    
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

RSS-Feeds

www.flickr.com

Pleite on Tour

22.1. HSV - BVB

28.1. Hertha - HSV

4.2. HSV - FCB

Seiten

Blogroll

Suche

26. Jan. 2012

Es gibt mehrere Möglichkeiten, recht schnell zu merken, wie meine Laune ist. Eine der einfachsten ist der Blick auf meinen Wäscheständer.

Sieht es da so -oder so ähnlich- aus, dann sollte man mich am besten nicht ansprechen.

Ja, ich wasche nach Niederlagen, bei denen ich im Stadion war, meine gesamte Stadionklamotte. Es ist der nicht immer von Erfolg gekrönte Versuch, schlechtes Karma vom Weißen Riesen besiegen zu lassen.

Und ja, im Umkehrschluß heißt das auch: Wenn ich Unentschieden oder Siege sehe, wasche ich es nicht. Die HSV-Socken natürlich ausgenommen.

Oder, wie mein Chef (BVB-Fan) neulich sagte: Achso, ‘83 hättest Du dann also gestunken, oder wie?
Ja, hätte ich. Nach Bier(dusche) und Sieg und nach Sensation.

Stattdessen werde ich kommenden Sonnabend wieder mit blitzsauberen, nach Waschmittel duftenden Stadionklamotten losziehen. Verdammte Scheiße.

Mann ey. Da freut man sich, daß die Bundesliga endlich wieder anfängt und dann… puh.

Man muß sich das mal vorstellen, da kommt ne Mannschaft völlig euphorisch ausm Trainingslager und klopft große Sprüche. Da sagt der Kapitän Dinge wie

Durch dieses Spiel kann eine gewaltige Eigendynamik entstehen – deshalb ist es das wichtigste Spiel der Rückrunde. Wenn wir den Meister schlagen, könnten wir schon jetzt in der Tabelle gehörig Boden gut machen.

Und dann… macht man gehörig Boden gut. Allerdings in Richtung falsches Tabellenende.

Versteht mich nicht falsch - dem HSV fehlten wichtige offensive Spieler, es stand junges Gemüse (Lam) in der Startelf, der Meister war zu Gast.
Aber, verdammt nochmal: Was war DAS denn?!

Man kann gegen Dortmund verlieren, keine Frage. Wenns blöd läuft, kann man vermutlich auch mal 1:5 verlieren. Aber doch bitte nicht SO?

Von der ersten Minute an schien der HSV komplett verängstigt. Ich verstehe nur nicht, warum? Nach vorne ging nichts, der Versuch über die Außen zu kommen, wurde von den kompakt stehenden Dortmundern im Keim erstickt.
Und die Abwehr? Liegt offenbar noch irgendwo unter der Sonne Marbellas. Aufm Platz war sie jedenfalls nicht, wenn Ihr mich fragt.

Es ist müßig, einzelne Spieler anzusprechen. Wenn wir ehrlich sind, war das alles scheiße.

Beim Stand von 0:4 dachte ich noch: Ah, sie wollen den BVB demütigen, indem sie ihm ein Ergebnis schenken, das an den Erzrivalen erinnert.
Dann fiel aber auch noch das Nullfünf und der, nunja, Ehrentreffer.

Für meinen Geschmack reichen diese Gegentore jetzt erst mal für ne Weile. Ich hoffe, die Mannschaft sieht das ähnlich.

Zu allem Elend war Sonntag auch wieder Boykott. Diesmal als Zeichen für “Kein Zwanni fürn Steher”, die wenigen Auserwählten stellten zwischen Minute 46 und 55 den Support vollständig ein.

Ganz ehrlich: Ich versteh’s nicht. Die Mannschaft macht keine Ticketpreise. Die Mannschaft braucht uns. Grade in so einem Spiel. Bringt es den Gästen auch nur einen Cent, wenn wir unser Team im Stich lassen?

Überhaupt, die Gäste. Geplant war, daß mehrere hundert Dortmunder vorm Stadion am Radio das Spiel verfolgen als Protestaktion. Mir erschloß sich das schon dahingehend nicht, als ne Fahrt von Dortmund nach Hamburg vermutlich mehr kostet alsn Zwanni. (Die Gäste-Steher kosteten übrigens meines Wissens 19 Euro zzgl. Gebühren.)
Wie viele Dortmunder wirklich im Regen standen, weiß ich nicht, die Berichte gehen da weit auseinander. Trotz der Boykottaktion der Gäste schien die Gästekurve jedenfalls voll, das Stadion war ausverkauft.

Unsre wenigen Auserwählten ließen also aus Solidarität zehn Minuten lang Trommeln, Fahnen und Singsang ruhen und hatten die Anwesenden im Block gebeten, mitzumachen.
Ihr könnt Euch denken, was passiert ist. Minute 46, die Mannschaft kommt raus, erste Fahnen von anderen Fans im “bunten Stimmungsblock” recken sich in die Höhe. Und was kommt über die blockeigene Lautsprecheranlage? “FAHNE RUNTER!”

Ich laß das einfach mal so stehen, möge sich jeder selbst seinen Teil dazu denken.
Ich fand’s allerdings genau wie das Spiel des HSV und das Ergebnis:
Scheiße.

In diesem Sinne:
Es kann nur besser werden. Am besten schon am Samstag in Berlin.

NUR DER HSV!

26. Dez. 2011

Liebe Kinder, Ihr müsst jetzt tapfer sein, die nachfolgende Wahrheit wird bitter: Der Weihnachtsmann ist ein Arsch. Und er steckt mit dem Fußballgott, dem alten Sadisten, unter einer Decke.

Mein Wunschzettel war dieses Jahr denkbar kurz: Neben wenigen anderen nicht käuflichen Dingen stand da nämlich nur noch ein AUS!WÄRTS!SIEG! in Stuttgart auf dem Programm. DFB-Pokal, Viertelfinal-Einzug, Ihr wisst schon.
Die Lieferung hatte ich für Mittwoch bestellt, Lieferadresse war das Stadion in Stuttgart.

Da ich weiß, daß sämtliche Postzusteller in der Weihnachtszeit viel zu tun haben und nicht immer alles klappt, war ich extra früh da.

So früh, daß es vor dem Spiel einen erneuten Bestechungsversuch gab. Nachdem der @glubberer69 vor einigen Wochen schon Käsekuchen gegen Sieg tauschen wollte (und scheiterte), versuchte es @jens1893 diesmal mit Gutsle. Da, wo ich herkomme, heißt das Gutsel - bei Euch vermutlich schlicht Weihnachtsplätzchen.

Ein wirklich netter Versuch - aber hey, ich bin doch nicht bestechlich!! Als man mir das letzte Mal mit Süßkram den Sieg abluchsen wollte, gewann der HSV Zwonull. Ich wertete den erneuten Bestechungsversuch als gutes Omen…

Im Gästeblock (Gar nicht so übel da!) angekommen, fand ich auf dem Fußboden ein Centstück.
Vor uns war der FC Bayern zu Gast in Stuttgart, gewann Zwoeins - es lag also die Vermutung nahe, daß ein Bazi nach getaner Arbeit seinen Glückscent dort verlor. Ich wertete es als gutes Omen…

Mit im Block war außer dem Herrn Nedfuller mein alter HSV-Kumpel B., er hatte zuletzt bei diversen Spielen in Süddeutschland die Punkte klargemacht und war auch in Trier beim DFB-Pokal. Eigentlich auch ein gutes Omen (wenn man davon absieht, daß wir in unsrer Jugend regelmäßig gemeinsam zusammen die Auswärtsspiele im Süden besucht und ordentlich die Hütte voll bekommen haben).

Dann ging’s auch endlich los: Zu Beginn gab’s eine Luftballon-Choreo in unsrem Block (Was stand eigentlich auf der Blockfahne??) und einen HSV, der gleich zu Anfang Druck machte und überlegen aussah.

Eigentlich sahen die Vorzeichen allesamt gut aus. Doch als die ersten größeren Chancen unsrerseits alle nicht hinter der Torlinie landeten, unkte ich: Hoffentlich wird das nicht wie in Hannover.

Ich hätte die Klappe halten sollen. Der HSV machte das Spiel - und Stuttgart das Tor. Einsnull in der 23., Cacau.

Ab da schien der HSV enorm verunsichert. Es gab Ballverluste en masse, die Zuordnung schien nicht mehr zu stimmen, die Vorwärtsbewegung stagnierte.
Ich begann darüber nachzudenken, als erster mit einem Nudelholz bewaffneten Flitzer in die DFB-Pokal-Historie einzugehen.

Zur Halbzeit brachte Fink meinen Mladen - und ich sagte noch, jetzt würde alles gut. Und siehe da: In der 54. fiel der Ausgleich. Wir bejubelten im Stadion Petric, offenbar war es aber ein Eigentor durch Kvist - egal. Hauptsache, einseins.

Doch zu lange sollte die Freude nicht währen. B. unkte in der 60., es gäbe wohl Verlängerung - und wenig später: Schon wieder Cacau, Zwoeins. Ich stieß undamenhafte Flüche aus.

Egal, aufstehen, Mund abwischen - es waren noch fast 30 Minuten. Wir feuerten mit dem Rest Stimme, der uns noch geblieben war, an - und der HSV scheiterte ein ums andere Mal vorm Tor.
Ich zählte in gefühlten 5 Minuten alleine drei Hundertprozentige - einmal ertappte ich mich dabei, wie ich schrie: Den hätte meine Omma mitm Arsch reingemacht!

Es half nix. Der scheiß Ball ging nicht über die Linie. Gefühlt stand immer Ulreich im Weg - ob der HSV ihn permanent anschoß oder er sensationell hielt, sei mal dahingestellt.

Am Ende blieb es dann dabei: Stuttgart zwei, Hamburg eins. Zu wenig fürs Viertelfinale. (Un)Schöne Bescherung.

Die Mannschaft schien fast so geknickt wie wir. Guerrero hatte über 90 Minuten mehr eingesteckt als ein handelsüblicher Klitschko über zwölf Runden, er schien völlig fertig zu sein.
Ja, eigentlich kann man der Mannschaft nicht böse sein, sie hat alles gegeben. Aber doch, einen Vorwurf muß man ihr meiner Meinung nach trotzdem machen: Daß sie es versäumt hat, die zahlreichen Großchancen zu nutzen :-( Die Chancenausbeute muß sich in der Rückrunde dringend steigern!

Mein Pöbler des Spiels war übrigens Kacar - er scheint sich leider zum neuen Westermannmannmann zu entwickeln, was Ballverluste & Co. betrifft. Nicht gut, ich hoffe, Fink merkt das und steuert gegen.

Etwas unhöflich fand ich den Stadionsprecher bzw. den Umgang mit den Gästen: Keine Begrüßung der Gäste, keine Durchsage der Gästetore… Hm. Das machen die Hamburger anders (und ich finde, man bricht sich damit auch keinen Zacken aus der Krone)!

Meine erste Frage, wann denn die Rückspiele stattfinden, wurde inzwischen auch beantwortet: Im August 2012. Grmpfs.
Bis dahin werde ich mal drüber nachdenken, ob ich meine Pokal-Karriere nicht lieber an den Nagel hänge - ich war viermal beim HSV im DFB-Pokal, dabei flogen wir dreimal raus. Man kann ja auch nicht alles können.

Da bis heute kein Viertelfinale unterm Weihnachtsbaum liegt (Und ich hab da schon mehrfach alles abgesucht!), fürchte ich: Wir sind dann also wohl mal wieder raus, wenn auch mit Applaus.
Und trotzdem, und ganz besonders in solchen Momenten:
NUR DER HSV!

PS: Wann is eigentlich endlich wieder Fußball? Ich könnt’ schon wieder!

21. Dez. 2011

Ach, ach, wer mich kennt, weiß, wie sehr mir mein EUROPAPOKAAAAAL fehlt. Am Samstag wehte dann endlich mal wieder ein winziger Hauch Europa durch den Volkspark. Also…. Theoretisch.

Denn nein, natürlich war Augsburg jetzt kein Gegner von Welt, das Spiel mehr so lala und die Tabellenposition der beiden Kontrahenten fern vom internationalen Geschäft. Aber, ganz ehrlich: Immer, wenn ich vom Kommentator die Namen de Jong und Davids hörte, zuckte ich kurz zusammen und dachte an die guten, alten, internationalen Zeiten.

Die sind leider derzeit fern. Wer zu Hause gegen Augsburg (AUGSBURG!!) mit so vielen Chancen und so vielen Torschüssen das Ding nicht über die Linie bringt, der überwintert dann halt leider auf Platz 13 (Grmpf.)

Chancen gab es ja wirklich genug. Zum Beispiel den Petric’schen Fallrückzieher, oder das ganze Fallrückzieherballett des HSV, bei dem sich, OH MANN!, Marcus Berg das Schlüsselbein brach. Wenige Minuten nach seiner Einwechslung, natürlich.

Berg scheint mit dem Wechsel zum HSV irgendwie leider nicht beim Propheten gelandet zu sein. Entweder er ist verletzt, oder außer Form. Der gute Ruf, der ihm vorauseilte, scheint in Hamburg eher eine Last zu sein.
Vermutlich wird er irgendwann den HSV verlassen, um dann bei seinem neuen Verein wieder voll aufzudrehen. Kennen wir ja schon :-(

Aber bevor Berg so unglücklich fiel und sich verletzte (Gute Besserung!), fiel erst etwas ganz anders. Nämlich das Augsburger Führungstor.
Der gesamte HSV stand andächtig daneben und schaute zu, fast so, als wären sie gerade live bei der Aufzeichnung einer Folge “Mein Name ist Oehrl”… (Jaja, mir tut der auch weh!)

Wenigstens schaffte Guerrero wenig später den Ausgleich zum Einseins. So bleibt die Jacke von Fink weiß - und der HSV mit ihm ungeschlagen.

Das Winterquartier wollte ich dennoch nicht auf Platz 13 aufschlagen - nur 4 Punkte vom Abstiegs- und 7 vom Europapokal-Platz entfernt. Aber kein Wunder - wenn man nur 4 von 17 Spielen gewinnt, kann das ja nichts werden.

Ich lehne mich jetzt mal ganz weit ausm Fenster und sage: Meisterschaft 2012 wird verdammt schwer. Es sind schon 18 Punkte auf Platz 1. (Ächz.)

Da muß einiges passieren im Winter - und nein, ich meine NICHT Panikneueinkäufe. Ich meine noch mehr Routine vorne wie hinten. Immerhin, das haben inzwischen auch mehrere Spieler in Interviews bestätigt: Der HSV ist wieder eine Mannschaft, keine Anordnung von Einzelspielern.
Und sie haben endlich die Spielfreude wiedergefunden. Jetzt muß das ganze nur noch öfter in Torerfolg enden und alles wird gut.

Heute wäre ein guter Tag, damit zu beginnen: Für mich geht’s bald nach Stuttgart zum DFB-Pokal. Ich freu mich aufs Spiel und hoffe, es wird ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk.

In diesem Sinne:
NUR DER HSV!

14. Dez. 2011

Mannmannmann, jetzt ist auch schon wieder Mittwoch. Und egal, wie lange das Spiel in Mainz her ist: Puh, war das Scheiße. Es hilft ja alles nix, man muß das auch mal zugeben.

Das größte Highlight des Spiels war vermutlich die Einwechslung von Mladen Petric. Er hat mir schon ein bißchen gefehlt, wenn ich ehrlich sein soll.

Gewundert habe ich mich über Choupo-Moting, der ja mittlerweile in Mainz spielt. So oft, wie der in Halbzeit zwei (Er wurde eingewechselt) gefährlich vorm Hamburger Tor auftauchte, war der doch in seiner ganzen Zeit beim HSV nicht im gegnerischen Strafraum!
Dieses Gefühl hatte der Taschen-Tuchel offenbar auch - wenn man so hört, was er nach dem Spiel in die Kameras sagte…

Aber deuten wir nicht (nur) mit einem Finger auf andere - gucken wir lieber, wo dann die restlichen Finger hinzeigen: Auf uns. Meine Güte, was war das denn bitte für ein Fehlpassfestival? Da hatten wir schon schwarz-blaue und die Mainzer rot-weiße Trikots an, und trotzdem…

Vor dem Spiel wollte ich (Zumal Stadion-Kumpel B. da war und einen Sieg versprochen hatte!) unbedingt die drei Punkte - zum Abpfiff war ich dann echt dankbar, daß es dank Drobny beim Nullnull blieb.

Kinners, ich sag’s Euch ganz ehrlich: Ich brauch Winterpause. Und wenn ich mir den HSV am Samstag so angeschaut habe, dann bin ich mit diesem Bedürfnis wohl nicht alleine.

Sonnabend kommt Augsburg, dann ist endlich Winterpause und Fink kann weiter am Team feilen. Ich werde das letzte Heimspiel des Jahres leider verpassen - und schon alleine deshalb hoffe ich, daß das nicht das Abschiedsspiel von Jaro wird. (Diskutiert nicht mit mir, ich mag ihn sehr. Und ja, wenn es nach mir ginge, gäbe es einen Gnadenhof für altgediente Lieblingsspieler!)

Nächste Woche Mittwoch müssen dann alle nochmal die Arschbacken zusammenkneifen - in Stuttgart beim schönen Brüno geht’s um die nächste Runde im DFB-Pokal. Aber keine Sorge, da bin ich dann vor Ort und mache den Jungs notfalls mit dem Nudelholz die müden Beine munter.

In diesem Sinne:
NUR DER HSV!

5. Dez. 2011

Die Herren @HerrEberhardt und @ZeMadl haben nicht nur einen exzellenten Fußballgeschmack (NUR DER HSV!) sondern auch ziemlich gute Ideen. Am Wochenende kam ihnen die Idee zur Sympathie-Tabelle der Liga. Die Regeln sind hart: Jeder Platz von 1 bis 18 muss vergeben werden.

Damit ist mein Plan, außer dem HSV (fast) alle anderen absteigen zu lassen, also schon mal dahin. Hmpf.
Also, neuer Versuch.

Platz 1: HSV
Wer sonst?

Platz 2: 1. FC Nürnberg
Puh. Das ist wirklich hart, da mein eigentlicher Vizemeister derzeit in Liga 2 weilt. Da ich für manche Teams eine ausgeprägte Abneigung, für den Rest zumeist Gleichgültigkeit verspüre, folge ich hier doch dem Ruf des Käsekuchens… Es wird dann also der 1. FC Nürnberg. Schweren Herzens. Immerhin hat er am Wochenende so nett drei Punkte dagelassen…

Platz 3: Hannover 96
Ich bin niemand, der sich groß an Fanfreundschaften beteiligt oder orientiert. Im Gegenteil, ich gründe lieber meine eigenen. Aber hey, Hannover ist auch ein HSV. Und überhaupt. Die sind schon okay.

Platz 4: FC Bayern München
Ja, da guckt Ihr, ne? Ich auch, ehrlich gesagt.
Aber so sehr ich Bayern eigentlich nicht mag – so noch viel weniger mag ich die anderen nicht.
Außerdem vertrete ich seit Jahren die „Wenn schon nicht der HSV Meister wird, dann bitte die Bayern“-Taktik. Weil: Bei denen kräht einfach kein Hahn danach und die Medien verschonen mich mit nervigem Gehype.

Platz 5: Bayer Leverkusen
Mal wieder ein Zeichen dafür, daß bei mir auch der Umgang mit den gegnerischen Fans den Eindruck vom Verein prägt. Am Europa-Pokal-Platz ist also irgendwie die Fannyheather schuld ;-)

Platz 6: FC Schalke 04
Gleicher Grund wie bei Leverkusen – die Miss Rhapsody kenne ich schon fast so lange, wie ich das Internet kenne. Sonst ist mir der Club nicht sonderlich sympathisch. Und daß Schalke uns damals den Streit angedreht hat, das kann ich immer noch nicht verzeihen.

Platz 7: Borussia Mönchengladbach
Och ja. Tradition und so. Wenn die uns nur nicht regelmäßig in den letzten Jahren auf die Mütze gehauen hätten…

Platz 8: VfB Stuttgart
Ich folge auf Twitter auch einigen Stuttgart-Fans, die mir fehlen würden, wenn sie plötzlich weg wären. Allerdings hat der Verein gerade in der jüngeren Vergangenheit ein paar Sympathien verspielt. (Hat hier jemand „Labbadia!“ gesagt?!)
Mein Lieblingsstinkstiefel hat von mir sogar Hass eingefordert - damit kann ich hier aber nicht dienen…

Platz 9: FC Augsburg
Es könnte mir egaler kaum sein. Sorry. Und mehr egal als Platz 9 aus 18 geht vermutlich nicht.

Platz 10: FSV Mainz 05
Ist mir eigentlich ziemlich wurscht – ging mir aber in der Vergangenheit in Sachen Gehype ziemlich aufn Zeiger.

Platz 11: 1. FC Köln
Irgendwie sind sie mir egal. Tradition hin, Hennes und Poldi her. Schuldigung.
Spätestens seit damals, als der Express einen “Bleibt Daum oder geht er?”-Ticker mit Meldungen wie “Der Wind fegt Blätter über die Straße” hatte (Klar, es passierte ja sonst auch nix!), weiß ich, daß da alles irgendwie ein wenig seltsam ist.

Platz 12: 1. FC Kaiserslautern
Da, wo ich her komme, hat man selten ein wirklich gutes Verhältnis zu den roten Teufeln. Aber sie sind mir lieber in der 1. Liga als Plastikclubs oder meine speziellen Freunde. Hier, Ihr wisst schon.

Platz 13: SC Freiburg
Damals, vor gefühlten hundert Jahren, wollte ich nach Freiburg zum Auswärtsspiel des HSV. Um nicht vergebens hinzufahren, fragte ich beim Verein an, ob es eine Tageskasse gäbe für Gästetickets. Antwort: Ja, aber nur für Menschen mit einem Hamburger Personalausweis. W?T?F? (Ja, ich BIN nachtragend!)

Platz 14: VfL Wolfsburg
Retortenclub, bei dem ich die Polizei und die Ordner als extrem aggressiv empfand. Könnten auch gerne absteigen, wenn ich nicht andere Vereine noch unlieber hätte.

Platz 15: Borussia Dortmund
Ja, leider hat es nicht für nen Abstieg gereicht. Nächste Saison dann. Der Verein und ich, das passt einfach nicht. Und mit Klopp ging es dann noch steiler bergab - der ist mir einfach von Grund auf unsympathisch. Sorry.
Eigentlich ist der einzige Pluspunkt am BVB, daß sie uns damals Zidan gegen Petric getauscht haben. Gnihihi.

Platz 16: Hertha BSC
Ich kann mit Hertha nix anfangen. Das hat auch viel mit dem zu tun, wie ich den Club hier in den 7 Jahren Berlin wahrgenommen habe. Ich habe damals nie verstanden, daß nur ca. 8000 kamen, als Hertha international spielte. Ja, die Anstoßzeiten sind im Europapokal oft doof, die Gegner kennt kein Mensch und es ist unter der Woche. Aber beim HSV war’s trotzdem immer ganz gut besucht.
Und diese ganzen Ticket-Aktionen zu Schleuderpreisen letzte Saison mit einer Supermarkt-Kette, nur um dann anzugeben, wie viele Besucher in der zweiten Liga ins Stadion kämen… Puh. Kann ich nicht ernst nehmen, ’schuldigung.
Hertha muss daher in die Sympathie-Relegation – und wird dort von Union im Stadtderby vernichtend geschlagen.

Platz 17: TSG Hoffenheim
Nein, das hat nix mit dem Trainer, dem Mäzen oder der Herbstmeisterschaft damals zu tun. Aber mit so ziemlich allem anderen.

Platz 18: Werder Bremen
’nuff said.

Aufsteiger:

1. Eintracht Frankfurt
2. Karlsruher SC (Alte Erinnerungen, noch mehr Chaos als beim HSV…)
3. 1. FC Union Berlin (Aber nur, wenn sie den Ohrwurm nicht mitbringen!)

Spielte Bielefeld derzeit zwote Liga, sähe das noch ein wenig anders aus. Dann wäre die Reihenfolge: Frankfurt – Bielefeld – KSC. Sorry, Union.

Und jetzt Ihr! :)

5. Dez. 2011

Der nachfolgende Text ist ein Gastbeitrag von @HerrEberhardt. Da er kein eigenes Blog hat und so eine Liste nur schwer in 140 Zeichen passt, habe ich ihm hier gerne Asyl gewährt. Viel Spaß!

Die Idee zu einer solchen Aktion entstand in angeregter Diskussion mit @ZeMadl während des Heimspiels unseres HSV gegen den Glubb aus Nürnberg. Via Twitter verbreitet, meldeten sich binnen weniger Minuten etliche weitere Interessierte, die Lust haben, ihre eigenen Sympathietabellen aufzustellen. Den Anfang hat @xxlhonk hier gemacht, an dem von ihm gewählten Format orientiere ich mich im Folgenden. Auch @pleitegeiger, @nedfuller und @MissRhapsody haben ähnliche Beiträge angekündigt…

Besonderer Dank geht an die Hausherrin, die mir die Möglichkeit einräumt, an dieser Stelle zu schreiben. Danke @pleitegeiger.

Platz 1 – Hamburger Sport-Verein
Ich sage es einfach mit George Clooneys einfachen und schlichten Worten aus dem Nespresso-Spot: „What else?“

Platz 2 – FC Bayern München
Ja, richtig gelesen! Hier steht – für viele wohl wider Erwarten – der (selbst ernannte) „Stern des Südens“. All die Anfeindungen und Antipathien, die dem Rekordmeister von der Isar aus allen Ecken der Republik entgegengebracht werden sind wohl in vielen Fällen Neid und Missgunst. Ich kann mich mit erkauftem oder gesponsertem Erfolg nicht wirklich anfreunden. Was jedoch den FC Bayern betrifft, sehe ich die Ausnahmestellung im nationalen Vergleich darin begründet, dass über Jahrzehnte mit Kontinuität und (personeller) Konstanz an dem gefeilt wurde, was der Verein heute ist. So streitbar Uli Hoeneß sein mag, sein „Lebenswerk“ hat meinen Respekt und meine Anerkennung sicher.

[Anmerkung: Sollte der HSV mal nicht Meister und Pokalsieger werden, so mögen die Titel aus meiner Sicht an die Bayern gehen, mit dem Ergebnis, dass die Nation Notiz davon nimmt und es binnen weniger Tage wieder vergessen/verdrängt hat. In allen anderen Fällen ärgere ich mich darüber, dass es vermeintlich mal wieder „einfach“ gewesen wäre, ganz oben zu landen.]

Platz 3 – Hannover 96
Bis vor ein paar Jahren hätte ich den „kleinen HSV“ irgendwo im „mir doch sch***egal Mittelfeld“ eingestuft. Im Laufe der letzten paar Jahre – durch intensive persönliche Kontakte in die niedersächsische Landeshauptstadt – habe ich die Roten ein wenig ins Herz geschlossen, was sie bis in die Champions-League-Ränge meiner persönlichen Sympathietabelle emporgebracht hat.

Platz 4 – Borussia Mönchengladbach
Auch die „Elf vom Niederrhein“ ist in den letzten Jahren in meiner Gunst – bedingt durch private Kontakte und die unaufgeregte Art und Weise, wie dort gearbeitet wird – stetig nach oben klettern lassen. Die Tormusik kommt von H.P. & Co. – das reicht für die Champions-League-Quali.

Platz 5 – 1. FC Nürnberg
Der Glubb – hier beginnt (spätestens) der Teil der Sympathietabelle, der schwerer zu begründen ist… Seitdem der Sonnenkönig (wie hieß der noch gleich?) das Zepter nicht mehr schwingt und der Glubb regelmäßig tolle junge Spieler hervorbringt, freue ich mich über Erfolge gegen die anderen Ligakonkurrenten, deren „wirtschaftliche Ausgangssituation“ besser ist. Außerdem spiele ich seit über zwei Jahren mit Stutzen des FCN unter meinen Schienenbeinschonern. Warum? Keine Ahnung – ich habe sie geschenkt bekommen und sie eignen sich trefflich dafür. Ein Europa League Platz für die Nürnberger.

Platz 6 – SC Freiburg
Mir fällt nichts Negatives ein, dass ich an dieser Stelle über den Sportclub schreiben könnte. Viele Berührungspunkte gibt es allerdings auch nicht, so dass hier der „mir doch egal“ Teil der Tabelle endgültig beginnt. Doch, eine positive Sache fällt mir ein: Die Wurstbude des Dreisamstadions kann von Stadionbesuchern und Passanten gleichermaßen benutzt werden – dass es so etwas in der Bundesliga (noch) gibt, finde ich schön!

Platz 7 – FSV Mainz 05
Joa… im Grunde gilt hier dasselbe, wie für den SC Freiburg – allerdings ohne die Wurstbude!

Platz 8 – 1. FC Köln
Der EffZeh ist (ohne, dass ich das bewusst forciert hätte) in meiner Twitter-Timeline einer der präsentesten Vereine. Ich habe keine Ahnung warum! Verwandtschaftliche Affinitäten zum EffZeh sind der Grund, warum er einen vorderen Mittelfeldplatz belegt. Die Unterschiede zwischen den Plätzen 8 und 12 sind sehr gering. Eine Mannschaft, in der Miso Brecko und „Novagoal“ Leistungsträger sind macht mir einfach wenig Freude.

Platz 9 – VfB Stuttgart
Wie die Kölner, so ist auch der VfB überproportional in der Timeline vertreten. Mangelnde persönliche Berührungspunkte geben hier jedoch den Ausschlag für einen Platz hinter dem EffZeh. Den Faktor „Brüno“ habe ich nicht negativ mitbewertet – das faule Ei haben sie sich selber ins Boot geholt – da verbietet es der Anstand, auch noch Witze zu machen. ;-)

Platz 10 – 1. FC Kaiserslautern
Beim besten Willen – außer den Faktoren „Traditionsclub“ und „Betzenberg“ fällt mir nix ein. Dürfen gerne in der Bundesliga rumdümpeln und sind jedem Plastikverein grundsätzlich vorzuziehen, im Grunde sind mir die „Roten Teufel“ aber herzlich egal.

Platz 11 – Borussia Dortmund
Eigentlich mag ich den BVB wirklich überhaupt gar nicht. Das hat nicht einmal sonderlich viel damit zu tun, dass ich Jürgen Klopp unsympathisch finde. Ich mag den BVB einfach nicht. Die Entwicklung die der Verein (nach den Jahren, in denen weit über die eigenen Verhältnisse gelebt wurde) genommen hat ist jedoch vorbildlich und ich hoffe, dass die Vernunft an der Tagesordnung bleibt und das „Modell BVB“ flächendeckend Schule macht! Respekt hierfür in den Pott! Zu Dank verpflichtet bin ich dem BVB dafür, dass sie einst Sergej Barbarez vom Hof gescheucht und später Mohamed Zidan (und ein paar Taler) gegen Mladen Petric getauscht haben. =)

Platz 12 – Bayer Leverkusen
Hier wird es ein wenig brenzlig und hier beginnt eigentlich die Tabellenregion, die @xxlhonk in seinem Beitrag treffend mit den Worten „Ab hier beginnen für mich die Abstiegsränge. Welchen dieser Vereine es auch immer erwischen mag. Es erwischt dann den richtigen…“ umschrieben hat. Die Bayerlöwen sind eigentlich der Prototyp des Werksclubs. Dennoch spielt Bayer so lange ich denken kann und die Bundesliga verfolge (seit den frühen 90er Jahren bewusst, als Kind meistens in der ARD-Radiokonferenz - in Sachen Bayer bedeutete das i.d.R. Sabine Töpperwien) in selbiger. Ich räume hier ein gewisses Maß an „Gewohnheitsrecht“ ein und verharre in der Duldungsstarre auf Platz 12.

Platz 13 – Hertha BSC Berlin
Dit is Balin, wa? Von mir aus hätte die Hertha noch ein paar Jahre zweitklassig bleiben können!

Platz 14 – FC Augsburg
Mag ich nicht, gibt ein kurzes Gastspiel und verschwindet im kommenden Sommer dahin, wo es hergekommen ist… Zurückbleiben, bitte!

Platz 15 - FC Schalke 04
An Schalke kann man sich selbst als leidenserprobter HSVer regelmäßig hochziehen und sich sagen „guck mal, es geht noch schlimmer/chaotischer/…“, wenn man sich mal wieder fragt, ob im eigenen Verein auch nur ein einziger Mensch Entscheidungskompetenz besitzt der das Wort „Außendarstellung“ zumindest schon einmal gehört hat. Im Gegensatz zum BVB lebt man (Russischen Gasvorkommen zum Dank) weiter auf ganz großem Fuß und lässt sich auch von Dachschäden nicht aus dem Ruder werfen. Irgendwann wird aber auch in Gelsenkirchen nur noch Katzenjammer übrig sein…

Platz 16 – 1899 Hoffenheim
Tradition seit 1899 – ja nee is‘ klar!

Platz 17 – VfL Wolfsburg
War jetzt lange genug dabei. Hätte man am Mittellandkanal (die haben ja nicht mal einen Fluss!) im vergangenen Sommer den Weg in Liga zwei antreten müssen, so hätte dies mein Komikzentrum sehr getroffen! Dieter „ich wäre so gerne wie mein Bruder“ Hoeneß, Diego, VW, … das wäre zu schön gewesen! Tja – hätte, hätte, Damentoilette! Vielleicht (hoffentlich!) ein anderes mal.

Platz 18 – Werder Bremen
Das ist zu wenig!

5. Dez. 2011

Ich geb’s zu: Ich hab ein schlechtes Gewissen. Ich hab letzte Woche geschwänzt, das gab’s schon sehr, sehr lange nicht mehr hier! Aber ich hatte das Spiel gegen Hannover 96 weder gesehen, noch gehört. Ich kenne nur die wenigen Szene aus dem NDR Sportclub Sonntags - und das, was so in den Blogs und auf Twitter stand. Eigentlich wollte ich trotzdem drüber bloggen - aber irgendwas war immer… und schwupps, war auch schon wieder Spieltag. Ich gelobe Besserung!
Um der Chronistenpflicht Genüge zu tun: Der HSV war in Hannover letzten Samstag die bessere Mannschaft, holte aber leider “nur” ein Einseins. Alles weitere wisst Ihr im Zweifel besser als ich…

Wer mir nicht auf Twitter folgt, weiß vielleicht nichts von der Nürnberger Käsekuchen-Connection. Es gibt da einen sehr netten Twitterer, den @Glubberer69, der ist sowas wie der Godfather of Käsekuchen. Wenn er nicht im Stadion ist, führt er auf der aufblasbaren Nordkurve im heimischen Wohnzimmer schon mal eine Käsekuchen-Choreo auf.

Und eben jener Glubberer kam jetzt, hurra!, zum Auswärtsspiel des Glubbs in die schönste Stadt der Welt. Am Samstagabend, beim gemeinsamen Bier, startete er einen perfiden Bestechungsversuch. Er brachte uns seinen (t)weltberühmten Käsekuchen mit - und bot das Rezept im Tausch gegen drei Punkte…

Die Versuchung war groß, eine Heimniederlage wäre Käse gewesen - den dann gleich zu leckerem Kuchen weiterverarbeiten zu können, wäre natürlich nicht schlecht. Aber nein, ich blieb hart.

Mit Nürnberger Käsekuchen gedopt, ging es dann heute ins Stadion.
Ich weiß nicht, ob der Glubberer den gesamten Block mit Käsekuchen versorgt hatte - die Stimmung war jedenfalls auf Anhieb super. Es war wesentlich lauter als gegen Hoffenheim. Das neue Lied (”Als ich ein kleiner Junge war…”) geistert mir immer noch im Kopf rum.

Das Spiel war sicher kein gutes. Es gab einige Chancen auf beiden Seiten - und endlich strafte Drobny mich einmal Lügen. Denn ja, auch wenn ich immer über die laaangen Abschläge meckere - diesmal landete einer bei Guerrero, der nahm den Ball dankend an, und schwupps - einsnull! UND HIER! REGIERT! DER H!S!V!

Das Pöbeln habe ich in den letzten Wochen übrigens nahezu komplett eingestellt - es gibt auch kaum noch Anlass dafür. Bestens Beispiel: Westermann hat den -mannmann abgelegt und spielt meiner Meinung nach derzeit wirklich solide.

Heute regte ich mich etwas über Son auf. Er hat wohl irgendwo in den letzten Wochen seine Spritzigkeit in der Kabine verloren. Wir können nur hoffen, daß es bei einem Heimspiel war - dann besteht nämlich die Chance, daß sie wiederkommt.

Am meisten ärgerte mich allerdings bei ihm, daß er sehr oft nach Ballverlusten für einige Sekunden stehen zu bleiben scheint. Und erst dann, als würde er plötzlich hochschrecken und “Ach ja, es geht ja weiter!” denken, wieder zu laufen anfängt.

Daher war ich über die Einwechslung von Ilicevic sehr erfreut - bei ihm beeindruckt mich, daß der reinkommt und sofort im Spiel ist. Mit Töre scheint er extrem gut zu harmonieren - was man mal wieder vorm Zwonull sah. Töre und Ivo spielten sich im Zickzack um die Nürnberger rum den Ball zu - und Jansen mußte eigentlich nur noch einschießen.

Nicht unerwähnt lassen sollte man wieder einmal Drobny. Das, was er die ersten Wochen der Saison verbockt hat, macht er die letzten Wochen zigfach wieder gut. Ich weiß nicht, was sie ihm beim HSV mittlerweile ins Frühstück mischen, aber… Weitermachen!!

Es blieb am Ende beim Zwonull - der HSV rutschte damit vor auf Platz elf! Ja, ich weiß, früher hätte ich da Zustände bekommen (”Nur Elfter!”) - momentan geht einem da aber das Herz auf. Es geht stetig voran, selbst wenn man mal nicht gut spielt.

Überhaupt, Herz aufgehen - der HSV scheint endlich wieder eine Mannschaft zu sein, nicht nur ein Konstrukt aus Einzelspielern. Ein Beispiel: Nach Jansens Tor suchte der sofort Töre, deutete auf ihn, bedankte sich für die Vorlage.

Wunderschön ist auch die Freude, die die Spieler haben, wenn sie nach dem Spiel zur Uffta in die Nord kommen. Ich nehme ihnen das ab. Und ich möchte sie noch viele Male tanzen sehen diese Saison!

Leider nicht gesehen habe ich Frank Rost - er war heute im Stadion, wie ich im Sportclub sah. Hach!


Die hau’n wir wech. Ich hab’s Euch doch gesagt!!

Für mich war es das letzte Heimspiel 2011, Augsburg muß ich leider aussetzen.
Der Heimsieg gegen den Glubb war mein vorgezogenes Nikolausgeschenk - mein letztes Spiel 2011 in Stuttgart beschert mir dann hoffentlich ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk…

In der Außendarstellung geht der HSV übrigens inzwischen neue Wege - und orientiert sich offenbar an beliebten TV-Sendungen. Im Stadion zeigten sie ein Video, das Bruma und Töre auf dem Trecker zeigt. Ich vermute, das Hochwasser beim Fanclubtreffen in Rodenkirchen ist nur eine Ausrede - und man wollte eigentlich den Bauer-sucht-Frau-Hype mitnehmen ;-)

Na dann hoffen wir mal, daß der nächste Spieltag nicht unter dem Motto “The biggest Loser” steht.

In diesem Sinne noch einmal vielen Dank an den Glubberer69 für die netten Treffen und den leckeren Kuchen. Komm gut heim, wir sehen uns hoffentlich zum Rückspiel!

Glaube, Liebe, Hoffnung.
NUR DER HSV!

23. Nov. 2011

Um 19.21 Uhr am Sonntag war es endlich so weit. “Ooooh, wie ist das schöööön” hallte durch die Arena, dicht gefolgt von “Der HSV! Der HSV! Der HSV ist wieder daaaa!”
Ich glaube, man konnte die Steine hören, die mir, achwas, die ALLEN im Stadion vom Herzen fielen. Der erste Heimsieg seit ACHT MONATEN. Und dann sogar zu Null.

Ich hatte vergessen, wie viel Spaß Heimspiele machen können. Wie breit so ein Grinsen sein kann. Und ich glaube, ich habe auch vergessen, wie dieses heimsiegbloggen eigentlich geht. Egal, wir versuchen das jetzt einfach mal.

Das Wochenende in Hamburg begann holprig. Ich hatte Spätschicht am Freitag, nahm einen viel späteren Zug als sonst. Ankunft im Hauptbahnhof erst um 23.04 Uhr. Der ICE fuhr ein, der ICE hielt - der ICE öffnete aber keine Türen. Zumindest nicht in Wagen 1 und 2.
Und dann fuhr der ICE einfach wieder weiter. Ich mußte das Wochenende also außerplanmäßig am Dammtor beginnen - und mit einer S-Bahn-Fahrt zurück zum Hauptbahnhof, wo der Herr Nedfuller etwas verwirrt auf mich wartete.

Es war fast, als hätte das Mädel, das im Zug (der in Berlin begann und in Hamburg endete) neben mir saß, mehr gewusst als ich. “Fahren Sie auch nach Hamburg?” fragte sie mich in Berlin. Das “Nein, ich springe unterwegs aus dem fahrenden Zug” verkniff ich mir.

Sonntag war dann endlich Spieltag. Es ging gegen die TSG aus Hoffenheim. Fünf Euro hatte die Busfahrt pro Nase gekostet, das ist spottbillig - schaffte es aber auch nicht wirklich, über die Spielansetzung hinwegzutäuschen. Klar, so ne Tour quer durch Deutschland am Sonntagabend ist übel. Das ABER verkneife ich mir - Ihr wisst eh, was ich denke.
Im Gästeblock waren runde 300 Gäste. Ich frage mich, ob da die 50 Karten, die Trainer St.Anislawski für Freunde und Familie besorgen mußte, schon eingerechnet waren.

Vor kurzem noch stellte ich die Frage, was wohl passieren würde, wenn der HSV, wie auch immer, in Führung gerät.
Offenbar wollte auch der Fußballgott diese Frage geklärt haben. 25. Minute, Guerrero spielt Doppelpass mit dem Pfosten - und plötzlich: Tooooooooooooooooooooooor!

Im Jubeln schaute ich noch ungläubig zum Schiedsrichter, zu viele Tore wurden uns in den letzten Wochen abgepfiffen, zu verankert im Kopf das Wissen, daß wir immerimmerimmer erst in Rückstand geraten.

Und doch: Das Ding zählt. Einsnull, an de Eck steiht’n Jung mit’n Tüddelband…

Unglaublich. So geht also Führung! Ein breites Grinsen setzte sich auf mein Gesicht - und wollte da auch nicht wieder weg. Ich sag’s mal mit Andy Möller: Ich hatte vom Feeling her ein verdammt gutes Gefühl. Und das nicht erst in der Schlußviertelstunde, als der Capo bei einer Chance der Gäste ins Mikro sagte “Nee, nee, die schießen heute keins mehr!”.

Auch nach der Halbzeitpause (Jetzt kann ich es ja sagen: Ich hatte nicht nur kein Franzbrötchen (Weder Glücks-, noch Hunger-) mit im Stadion - ich habe auch vorm Spiel nicht den Versuch unternommen, eins zu kaufen! Puuuh. Hätte auch schiefgehen können.) versuchte der HSV, weiter Druck zu machen.

Mit Erfolg! In der 65. legte Jansen nach - zwonull! Spätestens ab da bereitete ich mich seelisch und moralisch auf den ersten Heimsieg seit Ewigkeiten vor… und sollte damit Recht behalten.

HEIMSIEG, BABY! ZU NULL!

DA IS DAS DING!

Aber nein, ein Fink macht noch keinen Sommer und ein Heimsieg keine gesicherte Tabellenposition. Natürlich ist weiter viel zu tun. Töre dribbelt zwar wie ein Weltmeister (Der Kleine macht echt Spaß!), aber sich manchmal auch irgendwo fest. Drobnys Abschläge sind nach wie vor nicht alle sonderlich hilfreich. Etc. pp.
Aber das sind Dinge, an denen man arbeiten kann. Und an denen Fink sicherlich auch arbeiten wird.

Was mich wirklich freut, neben den drei Punkten: Die Mannschaft ackert. Sie setzen nach, sie WOLLEN. Daß die Moral zu stimmen scheint, hatten sie schon in den letzten Spielen gezeigt. Jetzt wurden sie endlich belohnt.

Endlich wieder HIN!SET!ZEN!, endlich wieder UFFTA. Ich fragte mich kurz, ob die neuen Spieler das überhaupt kennen, ob denen das einer erzählt hat.

Es gab aber keinerlei Probleme - im Gegenteil. Die Neuen und die Alten tanzten ausgelassen, vielleicht waren auch ihnen einige Steine vom Herzen gefallen.


So seh’n Sieger aus, schalalalala!

Was mich dann allerdings doch ein wenig nachdenklich gestimmt hat: Nach dem Spiel sagte Fink in die Mikros etwas von “…daß wir den Bock endlich umgestoßen haben…”

Da bin ich mal gespannt, ob der Drops schon gelutscht ist. Oder ob Doll sich irgendwann die Fink-Maske runterreißt…

Wie dem auch sei: Ich freu’ mich schon aufs nächste Heimspiel!
NUR DER HSV!

7. Nov. 2011

Ihr wisst ja alle mittlerweile: Für meinen HSV ist mir nix zu teuer. Da vermutlich im Winter neue Spieler her müssen, aber kein Geld dafür da ist (und die Ersatzbank von Chelsea auch nix mehr bietet), habe ich mich aufgemacht, einen Cristiano-Ronaldo-Klon in den Gassen Funchals zu finden.

Gut, bisher eher ohne Erfolg - aber ich arbeite dran. Vor lauter Nachwuchs-Suche habe ich es dann am Samstag auch nicht rechtzeitig zum Spiel vor den Fenseher geschafft.
Beim Einsnull für Leverkusen keuchten wir noch den Berg hoch zum Hotel.

Kaum im Hotel und auf Sendung, fiel auch schon das zwonull. Puh. So ein Balkon mit Blick aufs Meer kann seeeehr beruhigend sein.
Alternativ kann man sich aber auch 22c-like über die Brüstung hängen und “AUF GEHT’S HAMBURG, KÄMPFEN UND SIEGEN!” schreien. Ähem.

Und es ging los, Hamburg kämpfte und sieg… Nunja, nicht ganz.

Das Zwoeins überraschte wohl nicht nur uns, sondern auch den Torschützen. Wäre Westermann vor dem Spiel beim Friseur gewesen - der Ball wäre niemals ins Tor gegangen. Er streichelte ihn mehr mit den Haarspitzen über die Linie, als daß er ihn köpfte.
Ich möchte daher an dieser Stelle ein Friseur-Verbot vor Spieltagen fordern. Am besten, alle lassen sich einen Aogo’schen Iro wachsen - je höher, desto besser. Das gibt zusätzliche Zentimeter im Luftkampf.

Bayer hatte wohl mittlerweile Schlaftabletten eingeworfen - da kam nix mehr. Ü-ber-haupt nix. Es spielte nur noch der HSV.
Und plötzlich, kurz vor der Pause: Zackbumm, Jansen, zwozwo! Wir brüllten mal kurz ganz Madeira zusammen - erst vor Freude, dann vor Wut. Der Schiri gab das Tor nicht! Schon wieder!! Er hatte bei Guerrero ein Abstützen ausgemacht - mittlerweile gab er aber wohl selbst zu, daß das mehr so ne Fehlentscheidung war.

Egal, Jammern half nicht - also aufstehen, Mund abwischen, weitermachen.

Jansen wollte wohl wirklich beweisen, daß er kein Linksverteidiger, sondern ein Mann für wichtige Tore ist. Und schoß einfach in der zweiten Halbzeit noch ein Tor - diesmal konnte selbst Knut Kircher nix aussetzen. AUSGLEICH! Das Hotel bebte.

Es gab noch einigen Chancen auf beiden Seiten - die von Leverkusen blieben zum Glück, unsere leider ohne Erfolg.
Am Ende blieb es also, mal wieder, bei einem Unentschieden und einem Punkt.

Was bleibt, ist die Erkenntnis, daß der HSV mal wieder in Rückstand geraten mußte, um aufzuwachen. Ich frage mich langsam, was wohl passieren würde, geriete der HSV (womöglich auch nur durch ein Eigentor des Gegners) in Führung. Wären sie dann so verunsichert, daß alles auseinanderbräche?

Die Abwehr erinnert leider immer wieder an ein Freibad im Hochsommer (Alle schwimmen).
Aber es gibt auch positives zu vermelden: Drobnys Abschläge sind besser geworden! Sie wurden schneller ausgeführt und nicht immer als hoher, weiter Ball in die gegnerische Hälfte, der meist zum Ballverlust führt. Irgendwer beim HSV scheint also doch hier mitzulesen…

Natürlich hilft ein weiteres Unentschieden mit Blick auf die Tabelle (Platz 16) nicht wirklich weiter, zumal Freiburg leider beim Glubb gewinnen konnte.
Allerdings: Wenn eine Mannschaft, die so früh zwonull hinten liegt, sich derart aufrappelt und fast noch das Siegtor auf dem Fuß hat (bzw in der Pfeife des Schiris) - dann kann da nicht alles schlecht sein!

Auch, wenn es in der Tabelle diesen Spieltag nicht stimmt, behaupte ich mal: Es geht aufwärts!

pb060373
UND HIER! REGIERT! DER H!S!V!

In diesem Sinne: Euch allen einen schönen Start in die Arbeitswoche. Ich mach einfach noch ein bißchen Urlaub.
NUR DER HSV!

2. Nov. 2011

Wir schreiben das Jahr 2011, Halloween ist endgültig in Deutschland angekommen. Auch, wenn deutsche Kids nicht immer wissen, wo der Brauch herkommt - es gibt Süßigkeiten und man kann sich verkleiden, das reicht meist schon.

Eine der größten Halloween-Partys Deutschlands fand am Sonntag in Hamburg statt. 55348 Menschen kamen in die Arena des HSV, meist verkleidet als rote Teufel oder blau-weiß-schwarze An-bessere-Tage-Glauber. (Was davon jetzt gruseliger ist, sei mal dahingestellt.)
Als Special Grusel-Guest im Stadion: das Abstiegsgespenst.

Damit nicht genug, nach rund 20 Minuten floss auf dem Platz sogar Blut. Die Handelnden: Tiffert, Rajkovic, ein Ellbogen und ein Schiri, der eigentlich gelb zeigen wollte, beim Anblick des Blutes an Tifferts Kopf aber rot sah. Hmpf.

Über die Entscheidung kann man vermutlich streiten - aber ganz grundsätzlich, ab von dieser konkreten Entscheidung (Die ich, wie der Gefoulte selbst, zu hart fand, aber vielleicht bin ich da auch parteiisch.), finde ich “Blut gibt immer Rot” problematisch. Wäre ich Profi, ich hätte vermutlich immer eine Ketchup-Tube oder etwas Kunstblut im Stutzen stecken… Für schlechte Zeiten.

Daß Rajkovic jetzt noch drei Spiele gesperrt wurde… Nun ja. War ja zu erwarten. Ich kenne doch meine Pappenheimer. Leider.

Der HSV also sehr früh in Unterzahl, Fink nahm Berg runter, den ich bis dato gefühlt wieder gar nicht wahrgenommen hatte und brachte dafür Diekmeier, um hinten die Lücke zu stopfen. Und prompt fiel das Einsnull für die Gäste. Mal wieder.

Immerhin: Der HSV erwachte danach gefühlt aus seinem Zombie-Dasein. Es war plötzlich der unbedingte Wille da, das Ding noch zum Guten zu wenden.

Damit waren aber nicht immer alle einverstanden - und um das schaurig-schöne Erlebnis abzurunden, wurde mal wieder ein Guerrero-Tor abgepfiffen. Angebliches Handspiel. Mit der BRUST.

Immerhin, und das stimmt dann doch zuversichtlich: Auch danach war noch Wille da. Vielleicht war es aber auch Wut im Bauch, die Guerrero dann erneut zum Torschützen machte - diesmal sogar ohne den Hauch einer Chance, das Tor nicht zu geben.

Am Ende stand dann wieder nur ein Unentschieden - und dennoch wieder ein Platz besser als in der Vorwoche. Wenn wir so weitermachen, haben wir uns in 15 Spieltagen zum Spitzenreiter geunentschiedent.

Übrigens, allen Halloween-Gerüchten zum Trotz: Die Sprechchöre aus dem Gästeblock lauteten nicht “TRICK! OR! TREAT!” sondern wohl eher “AUS!WÄRTS!SIEG!”.
Aber schlechte Gastgeber, die wir nun mal so sind, gab es für die Gäste weder Süßes, noch Saures, noch drei Punkte.

Ich selbst konnte diesmal übrigens leider nicht vor Ort sein, der Herr Timbotania vertrat mich netterweise. Er tat das auch ganz gut - er klagte Tags drauf nämlich über Heiserkeit. So muß das! :)
Von daher bin ich, auch wenn’s natürlich drei Punkte hätten werden müssen, so rein tabellenmäßig, fast froh über das Unentschieden. Hätte Tim jetzt mit meiner Dauerkarte den ersten Heimsieg geholt, hättet Ihr doch alle wieder ein Stadionverbot für mich verlangt :-/

In diesem Sinne: In Leverkusen zählt’s.
NUR DER HSV!

vor »

Letzte Kommentare

Letzte Artikel

Archiv

Kategorien

Wunschzettel

Werbeblo(g)ck