Da is’ das Ding!

 

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14. Jun. 2008

Ich glaube, wir alle wissen, wie ich zur holländischen Nationalelf stehe. Schließlich mußte ich oft genug Prügel einstecken, weil ich lieber zur Elftal halte, als zur deutschen Mannschaft. Und das nicht erst, seit sie diese sensationelle EM spielen und mal eben Weltmeister und Vizeweltmeister vom Platz fegen.

Trotzdem mußte ich sehr lachen, als ich von den Schweden las, die sich in Salzburg mit den Holländern verbrüdern wollten. Sie fielen dabei nämlich ständig den Mitgliedern der Stadtreinigung um den Hals…

13. Jun. 2008

Ich schlug heute in der Redaktion für Montag einen Reiseartikel vor mit der Zeile “Ihr könnt nach Hause fahr’n – so schön ist Deutschland”. Komischerweise stieß ich damit auf wenig Begeisterung…

Aber immerhin, der Springtamarin aus Chemnitz gibt mir recht. Das Äffchen namens Baileys hatte die Wahl zwischen zwei Rosinen – und entschied sich für die österreichische. Und nein, da war kein Kaiserschmarrn drumrum.

Laut Tierorakel ist für Deutschland am Montag also die EM zuende. Vielleicht werden noch Montag Nacht alle Wiener Ortsschilder mit Cordóba überklebt… wir werden sehen.

Die Ösis haben jedenfalls nichts zu verlieren. Und falls Deutschland am Montag so grottig spielt wie gestern, dann geht das gewaltig in die Hose. Und, seien wir realistisch: Wenn Deutschland weiter kommt, wartet im Viertelfinale Portugal. Und spätestens dann dürfte die EM-Reise vorbei sein.

Die rote Karte für Schweini fand ich gestern übrigens berechtigt – aus Sicht der Style-Polizei…

12. Jun. 2008

Eine meiner liebsten Szenen heute bei Kroatien – Deutschland:
Wie Béla Réthy was erzählte von Joachim Löw, der am Spielrandfeld außer sich ist, mit hochrotem Kopf Anweisungen aufs Feld brüllt – Schwenk an den Spielfeldrand: Jogi steht still und stumm an der Linie, unrot, wie man unroter nicht sein kann.

Man kann als Reporter ja auch mal Grütze erzählen. Dumm nur, wenn es die ganze Nation merkt.

12. Jun. 2008

Ich durfte in meiner Kindheit eine sehr gute Erziehung genießen. Ich bin Fremden gegenüber höflich, kann unfallfrei mit Messer und Gabel essen und weiß, dass es sich nicht gehört, die Füße auf den Tisch zu legen. Regelmäßig allerdings werfe ich meine gute Kinderstube über Bord und werde ein anderer Mensch. Und zwar immer beim Fußball.

Da wird dann gepöbelt, ganz undamenhaft geflucht und so lange gebrüllt, bis ich heiser bin. Und jetzt kommt allen Ernstes ein Wiener Tanzlehrer daher und stellt Benimmregeln für die EM auf…

Immerhin: Thomas Schäfer-Elmayer verlangt von keinem, im Anzug und mit Krawatte zum Fußball zu gehen. Darüber bin ich wirklich erleichtert. Denn für Frauen hieße das Pendant womöglich Abendkleid und High Heels und mal ehrlich… damit kann man weder vernünftig “Wer nicht hüpft, der ist ein Bremer!” zelebrieren, noch nach dem Spiel eine ordentliche “Uffta” hinlegen.

Dennoch, Ordnung muss sein. Daher solle man nach der Vorstellung des Autors mehrerer Benimm-Bücher weder in kurzen Hosen, noch mit nacktem Oberkörper ins Stadion gehen. Diese Idee könnte den Spielablauf meiner Meinung nach ein wenig behindern – denn mit Schäfer-Elmayer als Türsteher würde es kein einziger Spieler auch nur auf den Rasen schaffen.

Und dann ist da ja noch etwas, das schlimmer ist als nackte Männerwaden: dieser Jubel! Igitt! Nicht nur, dass es dabei laut wird – es kann auch noch passieren, dass man von wildfremden Menschen im Freudentaumel umarmt wird! Auch hier weiß Schäfer-Elmayer Rat: “Ich würde mich umarmen lassen und dann einen Schritt zurücktreten, um wieder Distanz zu schaffen.” So sprechen wohl nur Menschen, die noch nie auf einer ausverkauften Tribüne saßen – vom Stehplatz in der Kurve ganz zu schweigen.

Wer von vornherein keine Annäherung möchte, dem rät der Tanzlehrer, einfach eine Zeitung in der Hand halten. Ich dagegen rate solchen Leuten für gewöhnlich, doch bitte einfach zu Hause zu bleiben.

Dies ist ein Beitrag aus meinem EM-Blog bei Sportal.de

12. Jun. 2008

…allerdings nicht immer. Um Abseits-Irritationen wie bei Italien-Niederlande zu vermeiden, gibt’s einen prima Abseits-Trainer:

Via Yalcin

11. Jun. 2008

Deutschland muss jetzt stark sein – das Spiel morgen gegen Kroatien ist längst entschieden. Deutschland wird verlieren. Zumindest sagt das – nein, kein Kaffeesatz, nicht die Sterne und auch nicht Robert Hoyzer.

Nein, dass morgen Deutschland eine Niederlage einfahren wird, sagte ein Eisfuchs aus dem Tierpark Chemnitz voraus. Und der muss es ja wissen!

Wie bei der WM 2006 gibt es im Zoo Chemnitz wieder das “Tierorakel”. Dabei werden jeweils einem Zoobewohner zwei identische Portionen Futter zum Fraß angeboten, wobei jedes Leckerli einer Mannschaft zugeordnet ist. Das Land, das das Tier zum Fressen gern hat, gewinnt das Spiel.

Das klappt auch ganz gut – vor dem ersten Spiel der Deutschen entschied sich ein Stachelschwein namens Leon für den Zwieback, der Deutschland symbolisierte. Ein Sieg für Deutschland, (Stachel)Schwein gehabt!

Diesmal orakelte ein Eisfuchs, der sich zwischen zwei Küken entscheiden musste und sich für das “kroatische” entschied.

Für das letzte Vorrundenspiel der Deutschen wird ein Springtamarin den Ausgang vorhersagen. Springtamarine sind Äffchen, daher nehme ich an, es wird die Wahl zwischen zwei Bananen haben

…vielleicht könnte dieses Orakel dann ja auch ersatzweise Olli Kahn ausführen?

Dies ist ein Beitrag aus meinem EM-Blog bei Sportal.de

9. Jun. 2008

Unsere statistische Abteilung hat errechnet, daß die polnische Aufstellung die höchste Punktzahl aller Aufstellungen beim Scrabblen erzielen würde. Wundern Sie sich nicht, wenn wir heute Abend die Spieler nur bei den Nummern nennen werden.

Gary Lineker gestern Abend in der BBC vor dem Spiel Deutschland gegen Polen.

[via Dogfood]

8. Jun. 2008


Damit nichts schief geht und dem Jens der böse, böse Ball nicht mehr aus den Händen flattern kann, sollte Jogi vielleicht noch schnell irgendeinem Kind auf dem Spielplatz solche Handschuhe klauen…

7. Jun. 2008

Es war wie so oft vor großen Turnieren: Schon vor dem ersten Spiel wurde gemeckert, der Ball sei so schwierig zu fangen. Am lautesten schrie peinlicherweise auch noch der deutsche Nationaltorwart.

Das wirkt immer so, als wolle man sich schon mal vorab für alle Peinlichkeiten pauschal entschuldigen. Und wer sollte an Fußballblamagen auch sonst schuld sein, wenn nicht der Ball?

Gut, das Gras könnte zu grün sein. Oder die Fans zu laut. Oder das Tor zu statisch. Das blöde Tor könnte ja auch wirklich mal einen Schritt zur Seite machen, wenn der Ball kommt… Aber nein, der Schuldige ist und bleibt der Ball.

Dafür, dass der Ball so gefährlich und unhaltbar ist, fielen allerdings in den ersten zwei Spielen der EM erstaunlich wenige Tore. Und es soll, so erzählt man sich hinter vorgehaltener Hand, sogar Szenen gegeben haben, in denen die Torhüter den Ball gehalten haben. Glück? Zauberei? Schiebung?

Man weiß es nicht so genau. Aber eins weiß ich: Wenn Lehmann morgen hinter sich greifen muss, liegt das natürlich nicht an ihm. Sondern an dem blöden Tor, das da wieder so tatenlos in der Gegend rumstand…

Das ist ein Beitrag aus meinem EM-Blog bei Sportal.de

6. Jun. 2008

Zur Einstimmung auf das Spiel am Sonntag:

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