Da is’ das Ding!

 

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29. Okt. 2005

Ich bin in der Hölle. Oder zumindest in ihrem Vorhof. Und das schlimmste: Ich bin selbst schuld dran. Ich muß mit diesem Messe-Hopping aufhören…

Ich dachte ja schon, die Venus war schlimm. Aber gegen heute, hier und jetzt, war die Venus ein Spaziergang.

Nein, ich bin heute nicht in die Jahreshauptversammlung der DJ Bobo-Doppelgänger geraten. Es ist schlimmer. Viel schlimmer. Ich befinde mich auf der YOU. Europas größter Jugendmesse.

Und vielleicht sollte man hier – ähnlich wie am Eingang der Venus “Einlaß erst ab 18″ – auch eine Altersbeschränkung einführen. “Einlaß nur bis 18″, oder so. Besser wär’s.

Dann wäre ich nämlich nicht hier.
Dann würde ich mich nicht durch Unmengen kreischender Teenies boxen. Teenies, die Bands bejubeln, von denen ich trotz regelmäßiger BRAVO-Lektüre (Wir müssen ja die Zielgruppe kennen) noch nie gehört habe. 13jährige in Minirock und Spitzentop, die mit dem digitalen Camcorder das Treiben auf der Bühne mitschneiden.

Um mich herum ein Wirrwarr an jungem Leben. Ich bin gefühlt rund dreimal so alt wie der durchschnittliche YOU-Besucher.

Die Mädels tragen einen Jahresvorrat Kosmetika im Gesicht, kurze Röckchen, schicke Käppis und zahlreiche Kettchen um die Hälschen. Als ich in dem Alter war, hat die Mutter einem noch morgens die Klamotten rausgelegt. Es kommt mir gerade vor, als sei das 100 Jahre her.

Sätze wie “Aber ich will Tokio Hotel sehen. Die sind soooooo toll” werden gequietscht und zwingen mich zum Grinsen.

Auf dem Gelände ist absolutes Alkoholverbot. Wer aber draußen auf dem Parkplatz all die leeren Alkopop-, Bier- und sogar Baileys-Flaschen sieht, weiß, daß das vergebene Liebesmüh ist. Außerdem rauchen die auch alle. Es ist also wirklich wurscht.

Der Boden ist so rutschig, man könnte glatt Schlittschuh fahren. Grund: Berge Papierfetzen (All die Bravos, Mädchens und Young Miss’ die hier verteilt werden, werden von den Kids fein säuberlich in Konfetti zerlegt und auf dem Boden verteilt). Selbst auf der Venus war es weniger rutschig. Und dort könnte sich der geneigte Leser sicherlich einiges vorstellen, das den Boden glitschig macht.

Plötzlich fühle ich mich steinalt und völlig uncool. Ganz ehrlich: Ich war sogar auf der Venus weniger fehl am Platz als gerade hier….

27. Okt. 2005

Morgens, halb vier in Deutschland. Alle Profikicker schlafen.

Alle?

Nein! Ein unermüdlicher Haufen Bayern-Profis dreht einsam seine Runden. Angetrieben von der Reinkarnation des Rumpelstilzchens, vom Mann mit der Ingo-Appelt-Gedächtnisfrisur, vom Quälix himself.

Schön, wenn die Millionäre auch mal was tun für ihr Geld. Und wenn es nur morgens um halb vier ist…

23. Okt. 2005

Falls nicht – auch egal. Es gibt jetzt jedenfalls Pleite an allen Fronten und ich gebe mehr denn je meinen Senf dazu.

Zum einen gibts mein neues Blog “Hier spielt die Musik“, quasi sowas wie Pleite’s Musicbox. Und zum anderen findet Ihr unter “Film ab!” meine Meinung zu Filmen und der ein oder anderen (Bisher nur einen…) Bühnenshow…

Viel Spaß beim lesen und kommentieren.

23. Okt. 2005

So der Titel eines berühmten Buchs. Das ich nicht gelesen habe. Macht aber nix. Ich bin jetzt quasi wirklich von der Venus. Zurück, nämlich. Jawoll.

Pleite hat gestern die 9. Venus unsicher gemacht – und weiß nun, daß alle Klischees über die Pornobranche und ihre Konsumenten mehr als nur wahr sind.

Ich war auf dem ganzen Gelände irgendwie so auffällig wie der bunte Hund. Nicht, weil ich aufreizend angezogen war. Nö. Ich hatte ausnahmsweise mal keinen tiefen Ausschnitt an. Und genau damit ragt man aus der breiten Masse extrem hervor.

Man kann schon froh sein, wenn die Mädels überhaupt einen Ausschnitt haben. Bei vielen wurde auf Stoff doch gänzlich verzichtet. Dafür tragen sie so viel Plastik obenrum, daß sie gefahrlos als Crash Test Dummy herhalten könnten. Airbag inklusive. Nein, liebe Männer. Hier spricht nicht der blanke Neid.

Ich bin auch nicht neidisch auf die Männer, die im Latexmantel über die Venus flanieren. ich persönlich trage eher selten Regenmantel. Wenn ich drüber nachdenke… Das letzte Mal muß vor vielen Jahren im Urlaub an der Nordsee gewesen sein.

Auch die Männer, die mit ihren Videokameras und Spiegelreflexkameras (Gibt es eigentlich auch zwischen Objektivlänge und bestem Stück einen ähnlichem Umrechenfaktor wie zwischen Größe des Autos und bestem Stück??) versuchten, jedes Fleckchen Haut für die Ewigkeit festzuhalten, konnten bei mir nur Kopfschütteln hervorrufen. Völlig abstrus fand ich aber die Menschen, die mit der Kamera Fotos von den LCD-Bildschirmen gemacht haben, auf denen grad in Großaufnahme Hardcore-Szenen gezeigt wurden. Es gibt schon arme Menschen. Die können sich zwar ne supertolle Digicam und die 24 Euro Eintritt leisten, aber haben nicht die Kohle, um den Film in der Videothek auszuleihen. Daher knipsen sie dann lieber ein paarmal den Bildschirm und basteln sich ein Daumenkino.

Und nein, liebe Männer. Ich habe die 24 Euro Eintritt nicht bezahlt. Ich war quasigeschäftlich da. Recherche.

Ansonsten die üblichen Kuriositäten: Männer in Netzstrümpfen (aber unrasierten Beinen. Naja. Jedem das seine…). Männer in Frauenkleidern. Ein etwa 70jähriges Pärchen in Netzhemd und Lederhosen. Ich habe schnell genug weggeschaut, um die Frage, ob sie gepierct waren, nicht beantworten zu können.

Doch außer nackter Haut gab es auf der Venus ein Männer-rundum-glücklich-Paket: Neben diversen Bierständen und all den hübschen Ladies wurden tapfer die Halbzeit- und Endstände der Bundesliga verkündet. Falls sich über all den Bällen in Lack und Leder noch ein Mann an das schwarzweiße Leder auf dem Rasen erinnern sollte. Sex, Bier & Fußball – Männerherz, was willst Du mehr?

Was mir dann aber doch gefiel:
Im Nebenraum gab es eine Bühne mit Live-Performances. Dort wurde tatsächlich der alte Dancefloor-Schinken “Help Me Doctor Dick” recycelt. Klar. Es paßte ja perfekt zum Thema.

20. Okt. 2005

Sorry. Aber so’n bißchen Größenwahn ist manchmal gar nicht schlecht. Und jetzt, wo man inbrünstig „Wer wird Deutscher Meister? H-H-H-HSV“ schmettern darf, ohne mitleidig belächelt zu werden, muß man für den Größenwahn ja noch höher greifen.

“Reach for the stars – what else are they for?“ ist seit langem mein Motto. Und der HSV tut es mir brav nach. Nichts kann uns aufhalten, einer kann uns stoppen.

Doll auf der Tribüne?
Egal, notfalls schickt er seine Anweisungen per Flaschenpost oder Brieftaube an die Bank.

Boulahrouz gesperrt?
Egal, unsre Verteidigung steht auch wie ne eins, wenn sie aus lauter Gummipuppen besteht. Schließlich kommt der HSV aus der sündigsten Stadt der Welt.

Auswärts beim Rekordmeister und Leverkusen-Bezwinger Sofia?
Egal. Hamburg ist nicht Bayer Vizekusen.

Man legt dem HSV Steine in den Weg, wo man nur kann.
Hoyzer als Schiri (Okay, das ist lange her), Sperren international, Sperren in der Bundesliga.

Aber mal ehrlich – was war das denn?
Warum ist Demel mit gezücktem Schienbeinschoner von der Bank aus auf Franz losgerannt? Vorher schon gegen Bielefeld die Ohrfeige gegen Vata… Vielleicht ist an Demel ja ein Boxer verloren gegangen und der HSV sollte Mike Tyson in die Anfangself nehmen. Der beißt sich dann im nächsten Spiel gegen Bayern einfach an GrößenKahn fest.

Und daß der niederländische Fußballgott Van der Vaart nicht nur NACH dem Abpfiff rot kassiert, sondern jetzt auch noch drei Spiele gesperrt ist… Naja. Er kommt aus Holland. Seien wir einfach nicht so streng mit ihm.

Warum plötzlich alle so aggressiv waren ist übrigens klar: Im Stadion gabs 25.000 Liter Freibier. Männer werden nach entsprechendem Genuß ja gern mal etwas angriffslustiger.

Aber egal.
Der HSV schwimmt derzeit auf einer (Bier)Erfolgswelle – und jetzt alle:
Wer wird Deutscher Meister…? H-H-H-HSV….

Glaubt es langsam wirklich und freut sich auf ihre Meisterschaftsfeierblauen Haare:
Nicole

18. Okt. 2005

Regelmäßig präsentiert Ingo Oschmann sein Programm „Wenn Sie lachen ist es Oschmann“ vor ausverkauften Rängen. Ich war dabei…

Ingo Oschmann geht zum Lachen selten in den Keller. Wenn er es tut, dann aber in den lustigsten Keller Deutschlands – den Quatsch Comedy Club Berlin. Hier, in der Wiege der deutschen Comedy-Bewegung, steht der Kleinkünstler („Ich bin nur 1,70 Meter“) aus Bielefeld momentan mit seinem Programm „Wenn Sie lachen, ist es Oschmann“ auf der Bühne.

Ja, Oschmann ist „Der, der damals Star Search gewonnen hat“ – aber das ist lange her und man sollte ihn nicht darauf reduzieren. Aus dem quirligen Dopsball, der mit kurzen Anekdoten die Jury um Hugo Egon Balder überzeugte, wurde ein nicht minder quirlig herumdopsender Comedian, der mit seinem Abendprogramm die Lachmuskeln der Zuschauer auf eine harte Belastungsprobe stellt.

Egal ob Promi-Party, Schwangerschaftskurs oder Kindheitstrauma – Oschmann erzählt Geschichten aus seinem Leben. Wo Kollegen immer härter werden und Wortwitz immer öfter unterhalb der Gürtellinie stattfindet, ist es bei Ingo Oschmann weniger der Brachial-Humor, der zelebriert wird. Es sind die Alltags-Geschichten, die schreiend komisch wiedergegeben werden, und in denen man sich als Zuschauer all zu oft erkennt. Wer kennt sie nicht mehr, die Fäustlinge, die wir als Kinder tragen mußten, die durch eine lange Kordel verbunden waren?

Bewundernswert ist neben der Beobachtungsgabe und der Fähigkeit, Situationen zuzuspitzen und zu formulieren, Oschmanns Leidenschaft auf der Bühne. Abend für Abend präsentiert er mit einer unglaublichen Begeisterung und Überzeugungskraft sein Programm. Bewundernswert, wenn man bedenkt, wie oft er das inzwischen schon getan hat. Aber ihm merkt man an: Er liebt seinen Job und ist für jeden Tag auf der Bühne dankbar.

Doch Ingo Oschmann ist nicht „nur“ Comedy. Bei ihm vermischen sich Zauberei, Comedy und das spontane Agieren mit dem Publikum zu einer großartigen Mischung.

Ingo Oschmann ist ein klarer Fall von „Kleiner Mann ganz groß“. Unbedingt anschauen!

14. Okt. 2005

Ich sitze hier an meinem Schreibtisch, recherchiere, schreibe und telefoniere und löffle nebenbei meinen 0,1-Prozent-Fett-Ananasjoghurt. Und wie ich da so recherchiere und schreibe und telefoniere… Muß ich wohl gesifft haben. Wie so oft.

Seit bei mir die Pampers- und Lätzchen-Zeiten vorbei sind, kleckere ich mich durchs Leben. Und jetzt muß ich mich auch mit diesem Joghurt bekleckert haben. Gemerkt hab ich nix. Nur eben. Einen großen, länglichen, weißen Fleck.

Und zwar nicht irgendwo.
Nein.
DAS wäre ja zu einfach.

Im Schritt meiner Lieblingsjeans.

Hmpf.
Ich werde ab jetzt den Rest des Arbeitstags sitzen.
Und mit meinem Drehstuhl durchs Büro rollen.
Und falls ich doch mal aufstehe, werde ich versuchen, meine Oberschenkel zusammenzupressen und nur von den Knien abwärts kleine geisha-Tritppelschritte zu machen.

Denn mal ehrlich….
Daß das nur Joghurt ist, glaubt mir doch eh keine Sau, oder??

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