Da is’ das Ding!

 

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22. Aug. 2011

Ich gehöre ja zu den bewundernswerten Menschen, die unangenehme Dinge prima verdrängen können. Ganz ehrlich, das Sechsnull in München aus der letzten Saison – es liegt irgendwo in der hintersten Ecke meines Hirns und verstaubt. Ich war überrascht, als ich irgendwann dieser Tage davon las – ich wußte es schlicht nicht mehr.

Langsam wird der Berg an Fußballergebnissen, die ich schlichtweg ignoriere, allerdings unübersehbar.
Aber von vorne.

Man fuhr also nach München und hatte eigentlich nix zu verlieren. Umbruch, Ihr wisst schon. Unten drin stand man eh schon, man konnte eigentlich nur gewinnen. Dachte ich.

Das, was dann kam, verdient kaum die Bezeichnung “Fußball”. Zumindest nicht das, was auf Seiten des HSV geschah.

Einsatz? Leidenschaft? Engagement? Willen? Komplette Fehlanzeige.

Obwohl Oenning vor dem Spiel auf (Ja, sorry, Taktik-Blabla.) Stevensive umstellte – 4 hinten, 4 in der Mitte, und vorne 2 mit der Hoffnung, den Ball irgendwie ins Tor zu wünschen – war der HSV hinten löchriger als ein Schweizer Käse.

Unsere Abwehr, ach was, unsere ganze Mannschaft, war kein Hühnerhaufen – das war eine riesige, verdammte Legebatterie.

Nach 90 Minuten fragte ich mich ernsthaft, ob der HSV überhaupt irgendwann mal aufs gegnerische Tor geschossen hatte (Ja, laut Bundesliga.de 4mal. Vermutlich ist da irgendwer ausgerutscht und hat den Ball verloren.) bzw. ob der HSV überhaupt irgendwann mal den Ball hatte (38,3 % Ballbesitz. Ich geh’ mal eben weinen.).

Kinners, es ist keine Schande in München zu verlieren. Auch und gerade nicht nach dem so oft zitierten Umbruch (Schon jetzt mein Unwort der Saison.). Aber, und da sind wir uns hoffentlich einig: Man sollte zumindest irgendwann mal so getan haben, als wolle man es verhindern.
Das, was der HSV da gezeigt hat, war keine Schande – das war eine Vollkatastrophe.

Ich weiß nicht wirklich, wieso die da aufm Platz standen wie das Kaninchen vor der Schlange – es gab eigentlich nichts zu verlieren. Außer Selbstvertrauen.
Das war allerdings offenbar zum Anpfiff der Partie schon nicht vorhanden – und mit jedem Gegentor schwand es noch mehr.

Ich habe ja bekanntermaßen keine Ahnung vom Fußball. Aber… Macht es wirklich Sinn, eine junge Mannschaft, die sich noch nicht gefunden hat, eine Mannschaft, die durch Turniere, Verletzungen und Last-Minute-Käufe keine komplette Vorbereitung gemeinsam bestritten hat und sich daher noch nicht wirklich eingespielt zu haben scheint, in drei Spielen drei unterschiedliche Systeme spielen zu lassen?

Sollte man sich nicht eher so ein “Allerweltssystem” zulegen, das immer geht, und das pauken, und erst wenn das sitzt, ein zweites ausprobieren?

Ich möchte das, auch wenn es weit hergeholt scheint, mal mit meinem Studium vergleichen. Ich habe Jura studiert und war darin in etwa so erfolgreich wie der HSV zuletzt in München. Aber ich habe dieses verdammte Staatsexamen bestanden – und zwar, weil sie uns im Rep was sehr logisches beigebracht haben: Grundlagen schaffen!
Wenn ich das Grundgerüst verstanden habe und beherrsche – dann kann mir so wahnsinnig viel nicht passieren. Klar, ich mache dann kein Prädikatsexamen, aber ich falle halt (im Optimalfall) auch nicht durch.

Ähnlich sehe ich das beim HSV. Grundlagen schaffen. EIN System einstudieren, am besten eines, für das ich die passenden Spieler habe. Von mir aus auch hinten dichtmachen, vorne hilft der liebe Gott. Es wäre nicht das erste Mal, daß sich der HSV durch die Bundesliga unentschiedent.

Stattdessen: Fünfnull. Platz 17. 1 Punkt. 3:10 Tore.
Und nächste Woche kommen die Kölner, die rote Laterne im Gepäck.

Aber zurück zum Spiel, einen hab ich noch.

Ich habe, wie erwähnt, keine Ahnung vom Fußball. Aber… Ich habe die Auswechslungen nicht verstanden.

Das mag jetzt nicht immer 100% zutreffen – aber immer, wenn Oenning Tesche bringt, denke ich automatisch “Ah, er will das Ergebnis halten”. Weil, seien wir ehrlich – wir haben offensivere Spieler im Kader.

Als Oenning dann beim Stand von Viernull nicht nur Tesche, sondern auch Kacar brachte, fiel ich komplett vom Glauben ab.
Ergebnis halten? Wirklich?? (Hat ja übrigens prima geklappt. Bis zum Fünfnull.)

Wenn eh schon (fast) alles zu spät ist – wieso wirft man dann nicht alles nach vorne, was man hat? Wieso bringt man nicht Leute wie Berg und Skjelbred, in der Hoffnung, daß irgendwann ein blindes Huhn auch mal das Tor der Bayern findet? Wieso kam Elia erst 4 Minuten vor Schluß? Wieso blieb Castelen auf der Bank?

Die “Die sind aber nicht eingespielt”-Karte kann Oenning da kaum ziehen – auf dem Platz sah es aus, als hätte er wahllos 11 Leute von der Tribüne geholt, die sich noch nie zuvor gesehen hatten, und ihnen ein Trikot übergestreift.

Ganz ehrlich – wenn der Zeugwart oder der Busfahrer in der Lage sind, einen Ball Richtung Tor zu schießen – DANN WECHSELT MEINETWEGEN DIE EIN!

Ich bin niemand, der nach 3 Spieltagen schon “Abstiegskampf” schreit oder den Kopf des Trainers fordert.
Es ist meines Wissens noch kein Verein nach drei Spieltagen abgestiegen, dann werden wir es auch nicht tun.

Aber, klar ist doch auch: Wir müssen jetzt ganz schnell da unten raus. Es muß jetzt schnell was passieren, denn auch, wenn ich am 3. Spieltag noch sehr entspannt bin und der Rückstand gering ist – am 5., 6. oder 7. Spieltag wird der Abstand aufs rettende Ufer (aka gesichertes Mittelfeld) eben größer.

Und unter Umbruch, so hoffe ich, verstehen die handelnden Parteien nicht den Aufbruch in eine neue Liga – in die, die wir nie kennenlernen wollten.

Aber, lassen wir die Panikmache und sehen’s positiv: Letzte Saison war es noch ein Sechsnull in München, diese Saison “nur” ein Fünfnull.
Wenn das so weitergeht, spielen wir schon 2016 in München Nullnull!

Machen wir also das, was wir neuerdings ständig nach Abpfiff tun müssen:
Aufstehen, Mund abwischen, weitermachen.

Glaube, Liebe, Hoffnung.
NUR DER HSV.

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