Da is’ das Ding!

 

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5. Nov. 2012

Mein Hamburg lieb’ ich sehr
sind die Zeiten auch oft schwer,
weiß ich doch, hier gehör’ ich her!
(Abschlach, “Mein Hamburg lieb’ ich sehr”

Es gibt diese Momente im Leben eines Fußball-Fans, in denen einem wieder schlagartig klar wird, wieso man Wochenende für Wochenende opfert, im Sommer in der Kurve schwitzt, statt am See zu liegen, und im Winter im Block friert.
Wieso man hunderte Kilometer zum Fußball fährt, hunderte Euro in Tickets und Fahrten investiert, wenn man es doch auch alles ganz bequem zu Hause auf dem Sofa haben könnte. Da wäre das Bier billiger, das Klo immer frei und es würde einem auch keiner auf die Zehen hüpfen.

Meist sind diese Momente Momente des Triumphs. Wichtige Siege, Titelgewinne gar, traumhafte Tore. Magische Momente, die man nie vergessen wird.

Mein Hach-Moment am Sonnabend gegen Bayern war ein anderer. Der HSV lag 0:3 hinten, das Spiel war fast um, selbst meine unerschütterliche Hoffnung hatte einen Sprung. Es war kalt, die Klamotten waren klamm, der Regen vom Hinweg noch immer nicht ganz getrocknet. Eigentlich war alles doof.
Und dann stimmte jemand die magischen Zeilen an: “Ich hab’ nen harten Tag gehabt, und mußte noch mal raus…” Schals reckten sich in die Höhe, alle sangen mit.

Abschlachs “Mein Hamburg lieb’ ich sehr” war, da waren wir uns einig, das richtige Lied im richtigen Moment. Ich hatte Gänsehaut – und obschon alle nach ca. 80 Minuten Fußball angeschlagene Stimmen hatten, sangen wir laut im Chor.

In diesem Moment, da war plötzlich alles wieder gut. Alles egal. Hauptsache, HSV.

Zum ersten Mal sang ich das Lied übrigens in der Fremde, damals, im Europapokal in Glasgow.

Zurück nach Hamburg.
Samstag abend, Flutlicht, HSV – FCB. Klassiker, Nord-Süd-Derby, Ihr wisst schon.
Das Duell fand bereits zum 95. mal in der Bundesliga statt, gegen keinen anderen Gegner hat der HSV öfter verloren, gegen keinen anderen ein schlechteres Torverhältnis.

Und dennoch war da diese Serie… In den letzten 5 Spielen hatten die Bayern in Hamburg nicht gewinnen können, zweimal sogar verloren. Der letzte Sieg datierte vom November 2006.

Eine Serie, die wir wohl alle gern fortgeführt hätten. Eigentlich. Allerdings war leider gegen die Bayern diesmal kein Kraut gewachsen – selbst zu zwölft nicht. Denn der zwölfte Mann, also wir Fans, waren in Bestform. Die Stimmung im Block war toll, die Mannschaft wurde fast durchgängig nach vorne gesungen und geschrien.
Neben “Mein Hamburg” waren die Highlights hier sicherlich mein geliebtes Schal-Lied (“Hey, HSV…”) und die Tatsache, daß wir zum Schlußpfiff und danach noch so laut gesungen haben, daß wir die Gäste nicht feiern hören mußten.

Denn auf die Gäste hatten wir einen Hals – nicht etwa wegen des Spiels, des Ergebnisses oder ihrer Vereins-Wahl. Sondern weil die Schickeria gleich vier Fahnen des St. Adtteilvereins im Block schwang. (Mehr als Bayern-Fahnen, übrigens. Zumindest immer, als ich hinguckte.)
Daß es die Schickeria war, erzählten uns Fans aus dem Gästeblock nach dem Spiel. Und, ganz ehrlich: Das ist in meinen Augen einfach nur billige Provokation.

Aber zurück zum Spiel.
Der HSV mit einem anderen System, 4-3-3, kein echter Stürmer. Schon vorher fragte man sich, wohin man denn, so wir ihn hätten, mit dem Ball dann solle. Richtung Bank, wo Rudnevs sitzt? Vermutlich eher nicht… So gingen Flanken in die Mitte dann halt meist ins Leere.

In der Anfangsphase sah das alles noch ganz ordentlich aus, da war ich noch optimistisch. Daß kurz vor der Halbzeit das Nulleins fiel – nunja. Doof, aber noch verschmerzbar.
Nach dem Nullzwo aus einer eigentlich unmöglichen Position heraus fiel irgendwie alles auseinander. Es war dann nur noch ein kopfloses Anrennen. Meist auch nur ein kopfloses hinterher Rennen… Das Nulldrei verbesserte die Stimmung dann auch nicht wirklich.

Machen wir uns nix vor: Zu Hause verlieren, zumal in dieser Höhe, ist doof. Aber: Wir sind (diesen) Bayern momentan einfach nicht gewachsen. Schade, aber das war absehbar. Die Niederlage ist daher nicht schlimm. Wichtig werden die nächsten Spiele!

Die Laufleistung des HSV entsprach übrigens fast der der Bayern: 114,3 zu 114,6 km. Der Teufel steckt also hinterm Komma.

Der Satz des Spieltages (Ich zitiere mich selbst): “Oh, ich habe noch ein Torkonfett in der Hosentasche!” (Oder wie sonst lautet bitteschön die korrekte Einzahl von Torkonfetti, hmmm?)

Das Bild des Tages: Das Stadion in blau.

In diesem Sinne:
Glaube, Liebe, Hoffnung.
NUR DER HSV!

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