Da is’ das Ding!

 

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21. Mrz. 2011

Da ist er also wieder, der Spruch von den neuen Besen, die gut kehren. Oennings erstes Spiel als HSV-Cheftrainer, zackbumm! Sechszwo gewonnen. Ja, genau: Sechs! Tore! In! Einem! Spiel!

Unglaublich.
Noch viel unglaublicher: Ich war weder auf dem angestammten Platz im Block, noch vorm Fernseher. Gnaaaaaa.

Schon nach dem Dreinull forderten daher auf Twitter die ersten Ungläubigen ein Stadionverbot für Nedfuller (War auf einer Familienfeier) und mich.

Pffff. Glaubt Ihr denn WIRKLICH, daß ein neuer Trainer aus dem HühnerhaufenSV plötzlich den HaudenanderendieBudevollSV macht? Mannmannmann. Ihr kennt mich wirklich schlecht. Ich hatte die Schnauze voll von hohen Niederlagen, habe die Fußballschuhe geschnürt, die Petric-Maske übergezogen und die Sache selbst in die Hand genommen. Und BÄMM! Hattrick!
Hättet Ihr von der alten Tante Pleitegeiger nicht erwartet, nä? Ha!

Der HSV kann es also doch noch. Nur halt offenbar nicht, wenn ich zugucke – dann genieren sie sich. Vielleicht sollte ich in Zukunft im Stadion wieder zu “Guck mal, wie voll die Tribünen sind… Uiiiii, ist das Banner schön bunt… Huch, ein Eichhörch… Oh, Toooooor!” zurück kehren. Ich hab ja früher schon fast traditionell Tore verpasst. Geschadet hat es damals nicht. Nur mir, die ich immer “Wer war das denn? Wie ist das denn passiert? Ich hab’s nicht gesehen!”-fragend durch den Block hüpfen mußte.

Ich denke mal drüber nach.

Ist Euch eigentlich aufgefallen, daß Mathijsen und Kacar nach dem 5:1 beim Jubel die Hebefigur aus Dirty Dancing imitiert haben? Ich vermute, das liegt am neuen Marketingvorstand.
Die lila Schals werden abgeschafft, man versucht jetzt, mit Repliken beliebter Frauenfilme auf dem Spielfeld mehr weibliche Zuschauer zu gewinnen. Ich habe gehört, beim nächsten Tor kommt eine Szene aus Pretty Woman dran. Ich hoffe ja fast, daß Petric dann die Badewannenszene mit dem Walkman nachspielt. Während des Spiels wäre schließlich zu wenig Zeit, um für genug Wasser und Schaum in der Wanne zu sorgen…

Oh, wir schweifen ab.

Fußball war das Thema! Da ist, ähnlich wie immer mal wieder in der Mode, Retro grade schrecklich angesagt. Magath ist wieder in Wolfsburg, Rangnick geht wieder zu Schalke, Heynckes geht angeblich zurück zu Bayern und leuchtet da mit Uli Hoeneß um die Wette. Das, was allgemein verpöhnt ist, ist im Fußball grade ziemlich hipp: Sex mit dem Ex.

Und mittendrin… der HSV. Der wohl, Oenning hin oder her, für den Sommer einen neuen Trainer sucht.

Mich verunsichert diese Retro-Welle extremst – und ich habe daher diverse Beobachter in Hamburg aufgestellt, die auf Hinweise auf mögliche neue Trainer achten sollen. Wovor ich am meisten Angst hätte, weiß ich dabei noch gar nicht so genau.

Die Zeichen und ihre Bedeutung indes sind klar: Senfgelbes Sacko in der Reinigung, Gummibärchen ausverkauft, der Strafraum umgegraben, weil jemand verhexte Stricknadeln verbuddelt hat? Hilfe, Pagelsdorf kommt zurück!

Es gibt keine Drops mehr, die ältesten Spieler werden gegangen, weil sie nicht mehr auf “Jungs” hören und überall werden Böcke aufgestellt, die umgeworfen werden sollen? Waaaaah, Doll ist wieder da!

Bisher wurden mir allerdings noch keine beunruhigenden Dinge gemeldet. Ich bleibe dran!

Sechszwo. Wahnsinn. Ich bin wirklich gespannt, wie es weitergeht. Ob Oenning es tatsächlich geschafft hat, die Handbremse im Kopf der Spieler zu lösen. Oder ob er es nur irgendwie mit etwas Farbe so übertüncht hat, daß der TÜV-Prüfer die alte Rostlaube nicht auf den ersten Blick entlarvt.

Wir werden es rausfinden, es sind ja noch 7 Spiele Zeit. Nicht, daß die neuen Besen dann bald ein Eigenleben entwickeln und uns wieder das Wasser bis zum Hals steht. Wobei… Fäustel ist in Sachen Zauberlehrling ja textsicher.

In diesem Sinne:
NUR DER HSV!

14. Mrz. 2011

Manchmal wünschte ich, ich hätte auch irgendwann mal einen Vertrag unterschrieben, den ich einfach kündigen, ein Amt angenommen, von dem ich zurücktreten könnte. Einfach so. Tschüss, macht doch Euren Scheiß alleine. Ich geh Samstags um Fuffzehndreißig lieber shoppen oder zum Sport, anstatt bei tollem Wetter drin zu sitzen und mir ein Debakel anzuschauen.

Tja. Verdammter Konjunktiv.

Man kann sich so ne Raute ja nicht einfach aus der Brust reißen. Egal, wie sehr sie schmerzt.

Ich kann ja nicht mal definieren, was gerade am schlimmsten ist. Die Situation im Verein ist in so vielerlei Hinsicht scheiße… unsere Vereinsfarben müssten schon fast braun beinhalten.

Der HSV hat es am Sonnabend geschafft, in München mit 6:0 unterzugehen. Wie ist mir immer noch schleierhaft.
Die ersten 30 Minuten waren gar nicht mal so scheiße. Dann begannen die Bayern, für meinen Geschmack etwas zu oft aufs Tor zu schießen… und anfangs warfen sich abwechselnd Fäustel und mein neuer bester Freund, das Aluminium, dazwischen.

Blöderweise hat so ein verdammtes Fußballspiel mehr als 30 Minuten. Auch mehr als 45 – denn dann hätten wir nur mit nem ganz okayen Einsnull zurück nach Hamburg fahren müssen.

Irgendwie brachen dann alle Dämme und der HSV völlig zusammen. Da war keinerlei Gegenwehr mehr zu erkennen. Schlimm.

Sechsnull. Das ist lange her, in der Höhe. Ich erinnere mich dumpf an ein Spiel gegen Leverkusen, das ich in der “Zwitscherstube” in Heidelberg gesehen habe. Damals hatten nur sehr wenige Kneipen Premiere… und ich saß da am Thresen und sah zu, wie mein HSV unter ging.
Es war das bisher einzige Spiel, das ich vorzeitig verließ. Ich meine, es war beim Stand von 5:0. (Grade mal gegoogelt: 97 und 98 zweimal 5:0. Dann war das wohl mein erstes 6:0. Hmpf. Ich hätte gerne drauf verzichtet.)

Ich habe auch diesmal das Sechsnull nicht mitbekommen. Ich habe es vorgezogen, meiner absoluten Hasshausarbeit nachzugehen und den Küchenboden zu wischen. Die passende Laune hatte ich ja schon.

Ich war aber verständlichweise nicht der Einzige mit schlechter Laune. Frank Rost gab Liga Total ein 6minütiges Interview, das ihn möglicherweise seinen Job kosten wird. Morgen muß er zum Rapport antreten, zum Ende der Saison hat er sich wohl eh schon verabschiedet (“Ich fühle mich fit. Aber man muss woanders hingehen.“).
Falls Rost suspendiert wird, treten wir die nächsten Spiele mit Mickel an. Regionalliga-Torwart. Denn Drobny hat sich den Daumen gebrochen und fällt noch rund drei Wochen aus. Und so unwahrscheinlich das klingt – man kann es beim HSV nicht mal ausschließen…

Ich mag Frank Rost, das dürfte hier bekannt sein. Und ich schätze ihn dafür, daß er den Mund aufmacht, Emotionen zeigt, unbequem ist. Er scheint mir der Einzige zu sein, der wirklich noch mit Leidenschaft dabei ist.

Und mit vielen Dingen, die er sagt, stimme ich völlig überein:

Ein weiterer Stich ins HSV-Herz: Collo geht zum Ende der Saison. Nach zehn Jahren. Ich werde ihn vermissen – und wenn ich mir vorstelle, daß mit Rost und Collo dann gegen Gladbach schon mal zwei meiner drei liebsten Spieler Blumen bekommen… dann habe ich schon jetzt einen riesigen Kloß im Hals.

Bleibt allerdings die Frage, wer diese Entscheidung mit Collo getroffen hat. Denn eigentlich haben wir wohl momentan alle das Gefühl, daß der HSV komplett bewegungsunfähig ist. Der Trainer für die neue Saison, der mit den Spielern arbeiten muß, noch nicht gefunden, der Sportchef noch nicht da, der aktuelle Sportchef sowas von entmannt und der Vorstand auch auf Abschiedstour.

Bei dem ganzen Chaos ist es kaum mehr als eine Randnotiz, daß Veh heute entlassen wurde – es war ja zu erwarten. Und vermutlich ist er nicht ganz undankbar, dem Irrenhaus zu entkommen.
Jetzt übernimmt Oenning bis zum Saisonende. Der Arme – die Umstände könnten einfacher sein.

Ich werde zum nächsten Heimspiel gegen Köln nicht im Stadion sein. Da müsste dann bitte jemand von Euch nach dem rechten sehen. Denn so wie die letzten Wochen kann es bitte nicht weitergehen.
Und wenn sich hier der Staub ein wenig gelegt hat, dann mache ich natürlich das, was ich in solchen Fällen immer tue: Ich caste einen neuen Trainer.

Trotz allem:
NUR DER HSV!

7. Mrz. 2011

Mannmannmann. Da ist Karneval, die Pappnasen aus Mainz kommen, man denkt sich, gut, die sind eh alle etwas träge wegen der vielen Kamelle im Bauch und etwas angetütert von der letzten Prunksitzung, da könnte schon was gehen. Mit nem Sieg wäre man endlich punktgleich mit Platz 5 – und dann bekommste im eigenen Stadion die Hucke voll.

Vierzwo für Mainz. Und das schlimmste: Es war auch in der Höhe verdient. Und das eine HSV-Tor war gar keins – Wembley hat einen Bruder bekommen. Der Ball war nicht nur nicht ganz hinter der Torlinie – er war nicht mal drauf…
Dafür war das eine Mainzer Tor ein HSV-Tor. Ein unglückliches Eigentor von Kacar.

Was war denn da los? Auf dem Platz stand nicht der HSV, sondern die Erste Allgemeine Verunsicherung. Gerade in der zweiten Halbzeit lief überhaupt nix – Ballverluste, Fehlpässe, Stellungsfehler, Vollkatastrophe. Und die erste Halbzeit war auch schon nicht gut.

Eigentlich war es wie so oft. Nur noch schlimmer. Die Abwehr ein Schatten ihrer Selbst, Westermannmannmann machte auch im Mittelfeld seinem Namen alle Ehre.

Elia war wieder nicht im Kader. Er spielt nicht. Also, außer Klavier. Wobei ich mich da fast schon frage – vielleicht ist er gar nicht mehr nicht im Kader, sondern schon längst als Pianist auf großer Tournee? Vielleicht kann/will er wenigstens das…

Was mir wieder mal auffiel: Eine Halbzeit lief alles über rechts. Die andere (zweite) alles über links. Sagt mal… Ist der Rasen auf der einen Seite vom Stadion besser als auf der anderen??

Was mir auch auffiel: Veh hat zur Halbzeit zwei Spieler gewechselt – und dann niemanden mehr zum warm machen geschickt. Auch nicht, als aus einer Zwoeins-Führung ein Zwodrei-Rückstand wurde. Ich bin beileibe kein Trainer – aber das habe ich wissentlich noch nie gesehen. Was, wenn sich einer verletzt? Was, wenn man doch noch aufs Spielgeschehen reagieren will?

CFHH war heute dann wieder da. Vorm Spiel gab es ein paar Worte an den Block. Nicht im Wortlaut zitiert: “Hallo Leute, wir sind nach einer kleinen kreativen Pause wieder da. Wir hoffem Ihr seid nicht mehr böse auf uns. Es geht hier nur gemeinsam. Wir alle sind der HSV.”
Erstes angestimmtes Lied: “Wir steh’n zum HSV…” Das muß jetzt jeder für sich selbst entscheiden – aber ich fand das doch eher, nunja. Ihr kennt mich.

Ich habe heute auch etwas gemacht, was mir wahnsinnig schwer fiel. Nämlich nicht mit. Kein 90-Minuten-Dauersupport. Kein Hüpfen. Keine Lieder, die ich so sehr liebe.
Ich habe stattdessen spielbezogen angefeuert. Geflucht. Und mitgesungen, wenn es aus dem Block kam, oder aus einem anderen Block. Aber ich habe mich heute nicht dirigieren lassen.

Es gab auch ein Wiedersehen mit dem, der vor zwei Wochen unser Plakat runterriß: Er plauderte mit Loddo auf der Anzeigentafel über die Choreo-Sammlung.

Das nächste Heimspiel (Köln) geht ohne mich von Statten, ich bin erst gegen Dortmund wieder dabei. Und vermutlich ist das auch mal ganz gut so. Ich weiß auch noch nicht genau, wie das mit mir, dem Block und den Ultras weitergehen wird. Momentan macht es jedenfalls so keinen Spaß.

Noch ein Wort zum Schiri: Nein, an ihm lag es nicht. Aber wenn ich meinen Job so machen würde wie Rafati seinen… Ich hätte vermutlich keinen mehr.

Besonders schön hat es der Glubberer69 formuliert:

Nach dem Spiel wie so oft klare Worte von Frank Rost, an dem es übrigens auch nicht lag – und der einer der wenigen war, die sich nach dem Spiel bei den Fans für den Support bedankt haben.

Es ist ja seit geraumer Zeit hier so, daß irgendwie alle Spieler zu schlecht sind, alle ausgetauscht werden müssen, alle Spieler zu alt sind, dies und jenes. Ja gut, da gehst du auch nicht grad mit breiter Brust raus. Merkst du ja, wie labil das Ding ist. Glauben Sie mal nicht, dass es als Spieler immer so einfach ist für diesen Verein zu spielen.

Geguttenbergt von Nedfuller, der vom N3 abgetippt hat, während ich den Finger auf der Stoptaste hatte.

Und, als wäre es nicht schon alles scheiße genug, hat der Aufsichtsrat heute über eine vorzeitige Vertragsverlängerung für Bernd Hoffmann und Katja Kraus abgestimmt – es reichte nur für 7:5 Stimmen. Zu wenig. Die Zeichen stehen auf Abschied zum 31.12. – einen Plan, wen sie holen wollen, hat der AR allerdings nicht – das gab Rieckhoff am Telefon gegenüber N3 auch zu. Stattdessen meinte er, alles würde gut – und man habe “in München ja eigentlich immer gut ausgesehen”.

Wisst Ihr, was ich jetzt am lustigsten und hsvigsten fände? Wenn Arnesen sagt: Och nö, wenn Hoffmann nicht mehr da ist, der mich ja geholt hat… Dann komm ich auch nicht.
Aber wir wollen mal nicht den Teufel an die Wand malen.

In der S-Bahn vom Stadion zurück sagte ich sowas wie “Wenn ich doch nur Stricken könnte…” – weil, spätestens jetzt ist mir das wieder klar geworden: Fußball ist Arsch. Manchmal zumindest.
Aber ich kann nicht (sonderlich gut) stricken, Hallenhalma ist nicht so meins und der HSV meine große Liebe – hilft ja alles nix!

Also… Aufstehen, Mund abwischen, Niederlage aus den Stadionklamotten waschen – und weiter geht’s!
NUR DER HSV!

PS: Der Vollständigkeit möchte ich darauf hinweisen, daß ich ohne Franzbrötchen im Stadion war – mein Schanzenbäcker hatte keins mehr und Rosinenfranz ging letztes Mal ja so schön schief. Aber, da sind wir uns vermutlich alle einig: Daran hat’s nicht gelegen! (Oder?)

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