Da is’ das Ding!

 

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14. Mrz. 2011

Manchmal wünschte ich, ich hätte auch irgendwann mal einen Vertrag unterschrieben, den ich einfach kündigen, ein Amt angenommen, von dem ich zurücktreten könnte. Einfach so. Tschüss, macht doch Euren Scheiß alleine. Ich geh Samstags um Fuffzehndreißig lieber shoppen oder zum Sport, anstatt bei tollem Wetter drin zu sitzen und mir ein Debakel anzuschauen.

Tja. Verdammter Konjunktiv.

Man kann sich so ne Raute ja nicht einfach aus der Brust reißen. Egal, wie sehr sie schmerzt.

Ich kann ja nicht mal definieren, was gerade am schlimmsten ist. Die Situation im Verein ist in so vielerlei Hinsicht scheiße… unsere Vereinsfarben müssten schon fast braun beinhalten.

Der HSV hat es am Sonnabend geschafft, in München mit 6:0 unterzugehen. Wie ist mir immer noch schleierhaft.
Die ersten 30 Minuten waren gar nicht mal so scheiße. Dann begannen die Bayern, für meinen Geschmack etwas zu oft aufs Tor zu schießen… und anfangs warfen sich abwechselnd Fäustel und mein neuer bester Freund, das Aluminium, dazwischen.

Blöderweise hat so ein verdammtes Fußballspiel mehr als 30 Minuten. Auch mehr als 45 – denn dann hätten wir nur mit nem ganz okayen Einsnull zurück nach Hamburg fahren müssen.

Irgendwie brachen dann alle Dämme und der HSV völlig zusammen. Da war keinerlei Gegenwehr mehr zu erkennen. Schlimm.

Sechsnull. Das ist lange her, in der Höhe. Ich erinnere mich dumpf an ein Spiel gegen Leverkusen, das ich in der “Zwitscherstube” in Heidelberg gesehen habe. Damals hatten nur sehr wenige Kneipen Premiere… und ich saß da am Thresen und sah zu, wie mein HSV unter ging.
Es war das bisher einzige Spiel, das ich vorzeitig verließ. Ich meine, es war beim Stand von 5:0. (Grade mal gegoogelt: 97 und 98 zweimal 5:0. Dann war das wohl mein erstes 6:0. Hmpf. Ich hätte gerne drauf verzichtet.)

Ich habe auch diesmal das Sechsnull nicht mitbekommen. Ich habe es vorgezogen, meiner absoluten Hasshausarbeit nachzugehen und den Küchenboden zu wischen. Die passende Laune hatte ich ja schon.

Ich war aber verständlichweise nicht der Einzige mit schlechter Laune. Frank Rost gab Liga Total ein 6minütiges Interview, das ihn möglicherweise seinen Job kosten wird. Morgen muß er zum Rapport antreten, zum Ende der Saison hat er sich wohl eh schon verabschiedet (“Ich fühle mich fit. Aber man muss woanders hingehen.“).
Falls Rost suspendiert wird, treten wir die nächsten Spiele mit Mickel an. Regionalliga-Torwart. Denn Drobny hat sich den Daumen gebrochen und fällt noch rund drei Wochen aus. Und so unwahrscheinlich das klingt – man kann es beim HSV nicht mal ausschließen…

Ich mag Frank Rost, das dürfte hier bekannt sein. Und ich schätze ihn dafür, daß er den Mund aufmacht, Emotionen zeigt, unbequem ist. Er scheint mir der Einzige zu sein, der wirklich noch mit Leidenschaft dabei ist.

Und mit vielen Dingen, die er sagt, stimme ich völlig überein:

Ein weiterer Stich ins HSV-Herz: Collo geht zum Ende der Saison. Nach zehn Jahren. Ich werde ihn vermissen – und wenn ich mir vorstelle, daß mit Rost und Collo dann gegen Gladbach schon mal zwei meiner drei liebsten Spieler Blumen bekommen… dann habe ich schon jetzt einen riesigen Kloß im Hals.

Bleibt allerdings die Frage, wer diese Entscheidung mit Collo getroffen hat. Denn eigentlich haben wir wohl momentan alle das Gefühl, daß der HSV komplett bewegungsunfähig ist. Der Trainer für die neue Saison, der mit den Spielern arbeiten muß, noch nicht gefunden, der Sportchef noch nicht da, der aktuelle Sportchef sowas von entmannt und der Vorstand auch auf Abschiedstour.

Bei dem ganzen Chaos ist es kaum mehr als eine Randnotiz, daß Veh heute entlassen wurde – es war ja zu erwarten. Und vermutlich ist er nicht ganz undankbar, dem Irrenhaus zu entkommen.
Jetzt übernimmt Oenning bis zum Saisonende. Der Arme – die Umstände könnten einfacher sein.

Ich werde zum nächsten Heimspiel gegen Köln nicht im Stadion sein. Da müsste dann bitte jemand von Euch nach dem rechten sehen. Denn so wie die letzten Wochen kann es bitte nicht weitergehen.
Und wenn sich hier der Staub ein wenig gelegt hat, dann mache ich natürlich das, was ich in solchen Fällen immer tue: Ich caste einen neuen Trainer.

Trotz allem:
NUR DER HSV!

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