Da is’ das Ding!

 

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10. Sep. 2005

Ich wohne zur Zwischenmiete bei einer Freundin einer Freundin. Und wie der Teufel es so will – ständig geht was in der Wohnung kaputt. Und zwar nie was von meinen Sachen.

Alles begann damit, daß mir regelmäßig die Hauptsicherung rausflog. Das ging immer damit einher, daß eine meiner sauteuren Halogenbirnen durchbrannte. Beim ersten Mal ging dann das fröhliche (stundenlange!!) Suchen nach dem Sicherungskasten los. Ic stellte meine ganze Wohnung auf den Kopf – um schließlich per Handy von meiner Zwischenvermieterin zum Sicherungskasten im Hausflur gelenkt zu werden. Na wunderbar.

Zuletzt löste ich das Sicherungs- und Birnenwechselproblem natürlich souverän – und inzwischen hab ich komplett Ruhe, seit der Hausmeister mal alle Stromanschlüsse nachgezogen hat.

Als nächstes stieg ich nach dem Duschen aus der Wanne – um knöcheltief im Wasser zu stehen. Das Abflußrohr der Dusche war verstopft, das Wasser kam aus dem Gully neben der Wanne wieder hoch. Was ein Spaß. Auch für den armen Hausmeister, der bis zur Schulter in brauner Brühe wühlte und schimpfte, daß beim Hausbau gepfuscht wurde und deswegen jetzt der Rost der Rohre runterbröckelt und die Abflüsse verstopft. Oder so ähnlich.

Daß mein Klospülkasten lustige Quietschgeräusche macht (Vorzugsweise nachts um vier) lassen wir mal außen vor. Das stört ja keinen – außer meinen Schönheitsschlaf.

Gestern abend rauchte mir dann die Halogenröhre meiner Stehlampe ab. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes – es stieg Qualm auf, und plötzlich wars dunkel. Kein Problem, dachte ich.

Weit gefehlt. Die Lampe war nicht nur schrecklich verstaubt und mit mumifizierten Leichen einiger Käfer und Fliegen gefüllt – nein, es handelt sich auch um eine etwas komische Methode, die Lampe zu wechseln. Da ist nix mit rein- und rausschrauben. Die Röhre wird eingesteckt – und danach mit zwei Schrauben festgedreht.

Und genau diese Schrauben hatten sich festgefressen. Da half nix, die bewegten sich keinen Millimeter.

So kam es also, daß ich heute morgen meine Stehlampe (Die ist mit 1,90 m größer als ich) unter den Arm klemmte – und gen Bauhaus stapfte. Dort würde sich ja hoffentlich jemand meiner erbarmen und die Schrauben öffnen können.

Das Ding ist nicht nur groß – es ist auch extrem unhandlich und extrem schwer. Und es sorgt für Aufsehen. Ich weiß nicht, was daran so ungewöhnlich ist, wenn ein Mädel in Minirock und Top morgens um kurz vor 10 eine riesige Lampe durch Berlin schleppt. Warum starren einem da die gesammelten Berliner Männer an? Geht da das Kopfkino mit denen durch? Die Stehlampe als Phallussymbol, oder was?

Während ich das riesige Ding am langem Arm durch Berlin jongliere, wird mir klar: Wenn auch nur einer so was ähnliches wie „Armleuchter“ zu mir sagt, bekommt er das Teil über die Rübe.

Im Bauhaus angekommen (Ich wundere mich immer noch, daß ich die Lampe an keinen Türrahmen geknallt habe und sie auch die engen Kurven im Treppenhaus unbeschadet überstandet hat) will ich die Stehlampe an der Information anmelden. Schließlich will ich vermeiden, daß ich beim rausgehen nicht nur die neue Leuchtröhre, sondern auch die Lampe bezahlen muß. Der junge Mann an der Information übertrifft sich selbst: Er streckt helfend die Hand aus und sagt: „Gehen Sie die Lampe her, ich stelle sie so lange hier ab“.

Nee, ist klar. Ich trage die Lampe jeden Samstag ein wenig spazieren, damit sie auch was von der Welt sieht.

Inzwischen ist alles wieder gut, die Schraube ging aus und ich konnte eine Ersatzröhre kaufen. Jetzt sitze ich nicht mehr im Dunkeln – und eins wurde mir klar:

Es gibt einen Autor, der wegen einer Wette mit einem Kühlschrank (!!) quer durch Irland trampte. Hut ab!! Mich überfordert es schon, mit meiner Stehlampe kurz Gassi um den Block zu gehen…

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