Da is’ das Ding!

 

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10. Sep. 2004

Eine Welle der Coming Outs brandet über Deutschland. Ausgelöst wurde der neue Boom von Ilona “Lonari” Riemer, www.lonari.de , und so traue heute auch endlich ich mich, den Schritt in die Öffentlichkeit zu wagen.
Ja, auch ich bin eine Frau.
Und auch ich l(i)ebe Fußball.

In den Stadien Deutschlands trifft man Horden topgestylter Mädels mit Ausschnitten bis zum Bauchnabel. Nicht, daß ich nicht auch immer wieder gerne meinen halb entblößten Oberkörper anderen Menschen unter die Augen halte, aber, damit wir uns richtig verstehen: Fußball ist eine ernste Sache. Da ist kein Platz für bauchfreie Glitzertops und High Heels – oder warum glauben Sie, wurde aus Frau Strunz nicht längst Frau Effenberg?? Eben.
Aber wir schweifen ab. Die Stadien sind also voll mit genau jenem Typ Frau, der derzeit in der 11833-Werbung so schön von Uli Hoeneß auf die Schippe genommen wird.
Aber wahre Fans, die sich mit ihrem Verein jahrelang durch die Abgründe der Bundsliga wühlen wie sich sonst nur Olli Kahn seinen Weg durch Bananen ins Tor pflügt, sind selten.

Dafür sind die, die es gibt, wohl um so verrückter. Oder warum sollte sich jemand hier hinsetzen und all diesen Unsinn ins Internet stellen…? ;o)

Geboren wurde ich vor grauer Urzeit in Heidelberg, in Baden-Württemberg. Wahrlich keine Fußball-Hochburg. Eigentlich, wenn ich es so recht bedenke, gar keine Hochburg für irgendwas. Außer vielleicht für Japanische Touristen, die das Schloß fotografieren. Diese international eingesetzte Größe wird pro Minute berechnet und dazu benutzt, die Beliebtheit von Städten bei Touristen zu erforschen. Fragen Sie jetzt bitte nicht, was Städte machen, die gar kein Schloß (Oder alternativ keine japanischen Touristen…) haben. ist mir auch egal – wir (Oder zumindest ich) wollten uns ja über Fußball unterhalten….

Ich komme also aus einer Ecke Deutschlands, die Fußball-Bundesliga-technisch ziemliche Diaspora ist. Und trotzdem geschah das Unfaßbare:
Ich wurde Fußballfan.
Aber nicht einfach irgendeiner – sondern Fan von einem leidlich erfolgreichen Erstligisten am anderen Ende der Bundesrepublik: Dem HSV. So ziemlich jeder andere Verein wäre näher gewesen, aber nein, es mußte partout der HSV sein.

Wie das passieren konnte, ist meinen Eltern auch nach inzwischen rund zehn jahren immernoch ein Rätsel. Immer wieder fragen sie sich, was sie mit mir falsch gemacht haben…

Bei meinen Eltern ist Fußball -und ihre Tochter, wenn sie sich in ihre schwarzweißblaue Kluft wirft- in etwa so beliebt wie ein Rotweinfleck auf der neuen, cremefarbenen Wildledercouch. Gar nicht.

Einen großen Bruder habe ich auch nicht, daß also auch die Variante “Na der Herbert hat mich halt immer mit ins Stadion geschleppt” auch ausfällt.

Letzte Alternative: Ich habe als Kind zu viele Hamburger gegessen. Aber das ist a) auch falsch und b) würde das -wenn überhaupt- erklären, warum Hamburg, aber nicht, warum Fußball.

Sehen Sie… Es ist ein Rätsel. Ein unerklärliches Phänomen. Vielleicht sollte ich das FBI konsultieren….
Aber egal. Nun ist eh alles zu spät. Und wissen Sie was?
Ich bin stolz drauf.

Ja, ich bin stolz, daß ich früher, im Sportunterricht, immer Aufruhr in die Gruppe brachte. Sie müssen sich das so vorstellen – als Mädchen muß man da so Dinge tun wie…. Bandgymnastik… Turnen… Oder Volleyball spielen.
Fand ich alles albern und habe folglich jede, und ich betone: Wirklich JEDE Sportstunde, darum gebettelt, daß wir endlich auch mal Fußball spielen dürfen.
Und nach dem Motto “Der Klügere gibt nach” gewährte mir das meine Sportlehrerin auch so etwa zweimal im Halbjahr. Was unter den anderen Mädchen immer Rufe der Empörung (“Meine Fingernägel!” – “Meine Frisur!”) auslöste. Und meine Sportlehrerin? Die ließ sich nicht aus der Ruhe bringen… Die schnappte sich ihr Band und machte seelig am Seitenaus ihre Bandgymnastik….

Die Liebe zum Fußball trieb bei mir noch andere, komische Blüten… Aber das erzähle ich Ihnen vielleicht beim nächsten Mal….

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