Da is’ das Ding!

 

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6. Feb. 2012

Nach zig Jahren mit dem HSV weiß ich inzwischen, was die Jungs können, und was nicht. Seit einigen Jahren, egal wie schief alles andere läuft, können sie vor allem eins: Bayern zu Hause.

Daher war ich Samstag sowas von entspannt – meine einzige Sorge war: Was zieht man an, wenn gefühlte Temperaturen zwischen -15 und -25 Grad vorhergesagt werden?

Ich entschied mich für das Modell “Michelinmännchen”: Trägershirt, Longsleeve, Trikot, HSV-Kapuzenjacke, Fleecejacke mit Membran, Winterjacke.
Es war klar: Auf “DIE ARMEEE!” würde ich nur angemessen reagieren können, wenn man meine Arme mit einem an der Decke des Stadions angebrachten Seilzug nach oben hievt, aber hey… Hauptsache, warm!

Neu im Team “Zwiebellook” waren Grabber Toe Warmers, Klebedingse mit Aktivkohle, die man sich unter die Zehen tackert.

Da ich mich auch bei arktischen Temperaturen traditionell im Stadion Handschuhen widersetze, da man sonst das Klatschen nicht hört, musste noch mein Taschenofen mit. Der war aber offenbar beleidigt, weil er gegen Hertha nicht schon zum Einsatz kam – und ging gleich mehrfach aus. Dann halt nicht.

Ich sagte schon vor dem Spiel, wenn es ums Thema “Kahaaaalt!” ging, daß uns schon warm ums Herz werden würde.
Daß mir SO warm ums Herz werden würde, hat dann aber selbst mich Zwangsoptimisten überrascht.

Meine Fresse, war das großartig! Und nein, ich meine nicht die Tatsache, daß Jarolim wieder in der ersten Elf stand.

Es war vermutlich das beste HSV-Spiel der bisherigen Saison. Es gab niemanden, der richtig negativ auffiel – alle schienen konzentriert und willens, eher unplanmäßige Punkte einzufahren.
Den riesigen Unterschied, den es auf dem Papier zwischen HSV und Bayern gibt, sah ich auf dem Platz nicht wirklich.

Ich glaube (was Fußball betrifft) ja an allerlei wirre Dinge. Als Bayern plötzlich recht früh das Einsnull schoß und der Schiri auf Abseits entschied, nahm ich das als Wink vom Fußballgott. Alles wird gut. Wie in Berlin.

Und wenig später wurde alles gut: Der HSV schoß das Einsnull. Und zwar einer, den man dafür nicht unbedingt aufm Zettel hatte. Jacopo Sala, grade 20 geworden, erster HSV-Italiener aller Zeiten. In seinem 3. Pflichtspiel. Und ein schönes Tor war es noch dazu!

In unsrem Tor hielt Drobny mehrfach sensationell, selbst die Abwehr schien mir stabiler als sonst. Es lief einfach rund.

(Un)Entschieden, wenn man so will, wurde das Spiel durch zwei Wechsel. Bayern brachte Olic, den wir mit Beifall zurück in Hamburg begrüßten. Und bei uns kam Son – nur Sekunden vor einer Ecke.
Son war kaum zum Ort des Geschehens gerannt, köpfte er auch schon die Ecke weg. Blöderweise unglücklich, es gab ein Rumgestochere und irgendwer ließ Olic unbeaufsichtigt. Klar, das ist ja einer von uns, den muß man ja nicht decken… Hmpf.
Der tat, wofür er bezahlt wird – und machte den Ausgleich. Ach, Ivi. Die Mopo will nach dem Tor sogar ein “Sorry” auf seinen Lippen gelesen haben. Das ist selbst mir ein wenig zu viel Fußballromantik.

Nach dem Ausgleich die nächste Überraschung: Der HSV brach nicht ein, war nicht verschüchtert und bettelte um ein weiteres Tor – im Gegenteil. Ich machte mir tatsächlich mehr Sorgen um den plötzlich nervenbündeligen Nedfuller neben mir, als um den HSV.

Wieso auch? Wenig später hatte Son sogar das Siegtor auf dem Fuß. Er hatte Neuer schon geschlagen, traf aber nur das Außennetz. Zu jung, zu unerfahren, zu nervös? Keine Ahnung. Ist auch egal.
Es ist schade, klar, kein Thema. Aber Son ist nicht der erste HSV-Stürmer, der eine Hundertprozentige vergibt – und ich fürchte, er wird auch nicht der letzte sein.

Wenn ich meine Twitter-Timeline richtig gelesen habe, hat der Kleene nach dem Spiel vor Wut/Enttäuschung sogar Tränchen verdrückt. Hoffentlich nimmt er es sich nicht zu sehr zu Herzen. Das nächste Ding ist bestimmt drin!

Es blieb beim Einseins – und auch, wenn ich natürlich gerne gewonnen und das nicht mal unverdient gefunden hätte, bin ich zufrieden.

Wir trafen uns nach dem Spiel noch auf ein Bier mit einer nicht gänzlich glücklichen Anke Gröner und waren uns einig: Von der Schnucki-Front her war das Unentschieden völlig okay. Es war irgendwie leider nicht das Spiel der beiden.

Schließen möchte ich mit einem Random-Jarolim-Fact: 97,22 Prozent seiner Pässe kamen an! Und als er ausgewechselt wurde, sang der ganze Block “DA!VID! JAROLIM, SCHALALALALA!”. Hach.

Bayern war super, aber wirklich wichtig wird Köln am Sonntag. Wenn die Jungs dort so auftreten, dürfte da allerdings nicht viel anbrennen.
Glaube, Liebe, Hoffnung.
NUR DER HSV!

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