Da is’ das Ding!

 

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1. Feb. 2010

Mannmannmann. Freitag fuhr ich voller Vorfreude nach Hamburg – zugefrorene Alster, HSV, liebe Freunde treffen. Klar, es ist Winter, es ist kalt – macht ja aber nix. Nun ja. In Hamburg angekommen, schneite es, was der Himmel her gab. Wäre ja normalerweise nicht weiter schlimm – wenn mein brauner Parka, den ich al Begleiter auserkoren hätte, nicht ein ziemlich durstiger Geselle wäre. Jede verdammte Schneeflocke, die auf ihn fiel, wurde einfach aufgesaugt.
Die Jacke wurde immer dunkler, nässer, schwerer – und mir immer kälter. Und ich war noch nicht mal im Stadion!

Vorm Spiel versuchte ich dann, die Jacke mit einem winzig kleinen Föhn ansatzweise wieder in ein wärmendes trockenes Etwas zu verwandeln. Nun ja. Wie hieß das immer im Zeugnis früher? “Sie hat sich bemüht.”

Ich fuhr dann also mit nasser Jacke ins Stadion. Und wie wir gerade die S-Bahn-Station Diebsteich (zwei Stationen vor Stellingen, wo die meisten, die zum HSV wollen, aussteigen – also quasi schon fast da) anfahren, fällt mir ein: ich hab meine Brille nicht dabei.
Da ich ohne Brille nicht erkennen kann, ob Jarolim den Ball hat, oder ob Balu der Bär gerade Flick Flack durch unser Stadion macht, steig ich also kurzerhand in die S-Bahn zurück Richtung City. Laut fluchend, versteht sich. Und das mir, die ich so gerne früh am Stadion bin!! Meine Vor-Spiel-Verabredungen konnte ich dann auch gleich mal knicken :-(

Ich schaffte es rechtzeitig. Ich verpaßte wegen dem Umweg zwar die feierliche Niederlegung des Knet-Bernds – aber @HerrEberhardt wartete netterweise an Uwes Fuß auf mich. Ich bekam also noch eine Erklärung der Skulptur vom Künstler persönlich! Ich bin ja nach wie vor begeistert, das ist echt ganz großes Knet-Kino! Damit Ihr mitreden könnte, biddeschön – da is das Ding:

In der Kurve angekommen sang Loddo dann zu meiner großen Überraschung (Es schneite immer noch, als hätte Frau Holle ihre Kissen nicht nur ausgeschüttelt, sondern aufgeschlitzt) doch wieder “Hamburg, meine Perle” – ich hatte mehr so mit “Hamburg, mein Schneeball” gerechnet.

Kurz vor Anpfiff dann DER Gänsehautmoment: Ruuuuuuud in Großaufnahme auf der Anzeigentafel. Er saß nicht mit den anderen Verletzten auf der Zusatzbank vor der Ost, sondern auf der Tribüne in der “Hamburger Weg”-Loge. Dennoch. ER IST DA!!! Ich hab das also wohl doch nicht alles geträumt.
Der Rest der Nord konnte es auch nicht so ganz glauben. Um es greifbarer zu machen, stimmten wir dann gleich mal ne Runde “Ruud van Nisterooy, schalalalala!” an – ich hab so das Gefühl, das werde ich diese Saison noch öfter singen…

Auf der Bank der Wolfsburger saß Lorenz-Günther Köstner, der Interims-Coach der Wolfsburger. Daß neue Besen gut kehren, sah man dem Spiel jetzt nicht unbedingt an. Aber dem Spielfeld: auf dem Rasen lag trotz heftigen Schneefalls keine einzige Schneeflocke. Oder lag das etwa nur daran, daß im Tor der Wolfsburger der Lenz höchstpersönlich stand?

Das Spiel – nun ja. Erst hatten wir kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu. Der HSV mit 65% Ballbesitz und 60% gewonnenen Zweikämpfen. Also eigentlich ne klare Sache. Wenn nicht die ganzen Chancen des HSV unverwertet geblieben wären! Es war wirklich zum Haare raufen, was da alles nicht klappte.

Das Einsnull der Wolfsburger machte die Sache nun nicht gerade besser. Ein abgepfiffener Ausgleich von Jansen, weitere Chancen, drei Auswechslungen auf einen Streich… all das blieb wirkungslos, irgendwie schien der Fußballgott gegen uns zu sein.

Nach seiner Einwechslung war Troche wie immer für die Freistöße zuständig. Nach zwei ziemlich verunglückten schimpfte ich wie ein Rohrspatz und zeterte Sachen wie “Und SOWAS ist Nationalspieler”. Ähem.

Ich war nicht die Einzige, die in der 92. beim erneuten Freistoß moserte, als Troche sich den Ball zurecht legte. Neben mir forderte sogar einer, Rozehnal solle da mal ran. Und dann das! Zimmert der das Ding in den Winkel. Ausgleich, Abpfiff – HAMMER!

Natürlich hätten wir angesichts der vielen Chancen das Spiel gewinnen müssen. Vor allem, wenn wir oben dran bleiben wollen. Aber so ein in-letzter-Sekunde-Ausgleich ist dann doch auch mal ganz nett. Okay, nicht für meine Nerven – aber nach denen fragt ja keiner.
Trotzdem ist der HSV so etwas wie ein Gewinner des Spieltags: Die direkten Tabellennachbarn Dortmund, Bremen (Muahaha!) und Frankfurt (Sorry, Kid!) haben verloren, daher nach oben auf Platz 4 nur ein Punkt, nach unten aber schon 7 Abstand.

Genervt hat mich die Stimmung im Block. Ich hab da wohl was nicht mitbekommen – 26 A schien das Ausflugsziel für Kaffeefahrten zu sein. Um mich rum nur Kerle, die mit dem Rücken zum Spielfeld standen und mit ihrem Hintermann quatschten. Ich meine… hätte mir einer Bescheid gesagt, ich hätte natürlich gern nen Kuchen gebacken! Ich wartete die ganze Zeit drauf, daß einer anfängt, Heizdecken zu verkaufen – dank meiner nassen Jacke war mir so kalt, ich hätte glatt eine gekauft!
Nächstes Mal ist dann hoffentlich wieder Herr Nedfuller dabei, dann bin ich wenigstens nicht die Einzige, die pöbelt und singt.

Rückblickend gesehen bin ich ja fast froh, daß der HSV nicht sowas wie 12:0 gewonnen hat. Ich kenne Euch (und mich) doch! Irgendwer hätte das dann auf meine vergessene Brille und meine Irrfahrt quer durch Hamburg geschoben und verlangt, daß ich das jetzt immer so mache.

Und jetzt: Stimmuuuung!

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